Archiv für den Monat: März 2016

LeFloid zu den „Bauernprotesten“

Der speziell bei Jugendlichen populäre YouTuber LeFloid geht in seinem neuesten News-V-Log auch auf die bundesweite Aktion es Deutschen Bauernverbandes (DBV) ein. Ab Minute 5:53 wird es aus landwirtschaftlicher Sicht interessant:

Ich muss zugeben, dass ich selber im Vorfeld skeptisch war, ob diese Aktion des DBV wirklich funktioniert. Aber im Nachhinein bin ich froh, dass es geklappt hat. Viele tausend Bauern, Bäuerinnen und Landfrauen haben an über 100 Orten deutschlandweit mit ihren Aktionen und Informationsangeboten für ein positives Medienecho gesorgt. Das hat es in der Vergangenheit sehr selten gegeben und sollte sicherlich in Zukunft weiterentwickelt und fortgeführt werden. LeFloid zu den „Bauernprotesten“ weiterlesen

„Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen!“

„Ich bin empört!“

Der FDP-Kreistagsabgeordnete aus dem Rheiderland, Arnold Venema, hat die Entwicklungen im Rheiderland in den letzten Jahren aufmerksam verfolgt. Dabei fallen ihm u.a. zahlreiche Baumaßnahmen auf:

  • Bau des Emssperrwerks
  • Erstellung von Betriebsgelände für die Energiebetreiber
  • Masterplan Ems 2050 – im wesentlichen ein Vertrag zwischen Naturschutzverbänden und der Meyer-Werft –
  • schließlich die Genehmigung eines Maststalles.

„Mir geht es nicht um einzelne Projekte, mir geht es um den „roten Faden“, der sich durch alle Verfahren hindurch zieht, mir geht es um das Grundsätzliche.“ betont Venema.

Arnold Venema
Arnold Venema

Sämtliche große Bauvorhaben wurden von den Umweltschützern kritisch begleitet.
Das sei völlig in Ordnung. Für Empörung bei Arnold Venema sorgt allerdings, dass bei allen Planungen lange Einspruchslisten vorgelegt wurden bis hin zur Androhung einer Klage, von denen bei finanzkräftigen Investoren am Ende nichts übrig geblieben ist.

Wie ist so etwas möglich?

Allgemein bekannt ist, dass Umweltverbände ihre Klage gegen das Emssperrwerk zurückgezogen haben gegen eine Zahlung von damals DM 10.000.000- eine stolze Summe.

Kavernenbauer bekennen öffentlich, dass sie 87 ha mehr Kompensationsflächen angelegt haben als Ausgleichsmaßnahme zur Beruhigung der Umweltverbände.
Die Meyer-Werft unterschreibt gerne einen Vertrag, mit dem sogar 700 ha zusätzlich unter Naturschutz gestellt werden. Und ein einzelner, kleiner Unternehmer? Er hat nicht die geringste Chance, außergerichtlich zu einer derartigen Vereinbarung mit den Umweltverbänden zu kommen und unterliegt.

Der Triumph einiger Politiker und Umweltschützer ist grenzenlos und beschämend. Eine Vertreterin des Nabu schlägt sogar vor, einen Managementplan für die Landwirtschaft zu erstellen, damit die Landwirte ein Konzept an der Hand haben, wie sie wirtschaften sollen.

„Das ist der Einstieg zum Ausstieg für die seit Generationen im Rheiderland erfolgreich betriebene Landwirtschaft.“ ärgert sich Arnold Venema.

Lebt die Landwirtschaft in Zukunft von dem Wohlwollen der Umweltverbände?
Welche anderen Wirtschaftsbereiche sollen noch von Umweltschützern kontrolliert werden?

Jutta Zeisset: Powerfrau mit Hofladen

Im SWR lief in der vergangenen Woche ein interessanter Filmbeitrag über Jutta Zeisset. Sie strukturierte den elterlichen Betrieb um zu einem Museums-Cafe mit Hofladen, ist aktiv bei den Landfrauen und auch noch SocialMediaBeraterin.

Zusammen mit Gabriele Mörixmann betreibt sie das Projekt „Ich liebe Landwirtschaft„- das im Web, bei Facebook, twitter, Instagram und auch als App erreichbar ist!

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Equal Pay Day

Am vergangenen Samstag (19. März) war der sogenannte „Equal Pay Day“.

Aber warum eigentlich am 19. März?equalpayday_logo
Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamts verdienten Frauen im Jahr 2014 durchschnittlich 21,6 Prozent weniger als Männer. Rechnet man den Prozentwert in Tage um, arbeiten Frauen 79 Tage, vom 1. Januar bis zum 19. März 2016, umsonst.

Frauen fordern „Gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit“ und erheben den 19.3. zum Aktionstag. Auch die Landfrauen setzen sich ein, diese Ungerechtigkeit zu beseitigen. Sie organisierten bundesweit eine Vielzahl von Aktionen am Equal Pay Day.


Der deutsche LandFrauenverband gab folgende Pressemitteilung heraus:

landfrauen_deutschland_logoLandFrauen haben Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern satt

Deutscher LandFrauenverband (dlv) fordert konkrete Maßnahmen zur Minimierung der Entgeltungleichheit

Berlin, 16.03.2016 – Der Equal Pay Day 2016 führt es wieder vor Augen: Frauen und Männer in Deutschland bekommen immer noch nicht den gleichen Lohn bei gleicher und gleichwertiger Tätigkeit. Seit Jahren liegt die Entgeltlücke (Gender Pay Gap zwischen den Geschlechtern) konstant bei rund 22 Prozent. Im ländlichen Raum klafft diese Lücke sogar noch weiter auseinander: Hier verdienen Frauen im Durchschnitt bis zu 33 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.21 Equal Pay Day weiterlesen

Wie gut ist BILD wirklich?

In der Vergangenen Woche gab es unter den Bauern große Aufregung, weil die BILD-Zeitung einen grottenschlechten Artikel zu der frage „Wie gut ist Bio wirklich“ veröffentlichte. Auf BlogAgrar war dazu bisher nichts zu lesen. Jetzt hat BILDblog.de die Umstände zum Artikel noch einmal aufbereitet:

bildblog_wiegutistbiowirklich

Bauernverband_SH_logoDer Bauernverband Schleswig-Holstein hat sich sehr intensiv um diese Sache „gekümmert“. Hier noch einmal alle Facebookposts in chronologischer Reihenfolge:

 

Landwirte sind Unternehmer?

Unternehmer sind Inhaber von Firmen, die im Rahmen der ihnen vorgegeben Möglichkeiten ihr Eigenkapital vermehren und eine hohe Rendite erzielen wollen.

Amos venema (c) http://www.ceresaward.de/amos-venema
Amos venema
(c) http://www.ceresaward.de/amos-venema

Beim Ausbleiben der Entlohnung der Arbeit und des Kapitals verkauft oder schließt der Unternehmer seine Firma, weil dies sein Gewinnstreben erfordert. Die Bindung zur Firma wird über seinen Vermögenszuwachs formuliert. Ein Unternehmer wechselt oftmals die Geschäftsfelder und passt sich schnell den Gegebenheiten des Marktes an.
Diese Beschreibung oder Definition könnte in jedem besseren Lehrbuch für VWL oder BWL stehen.

Dieses Unternehmerbild wird auch gerne von den NGO´s wie PéTA, Germanwatch, Nabu oder BUND benutzt, um die Landwirte in ein schlechtes Licht zu rücken und zu diffamieren. In diesem Zusammenhang fallen immer wieder die Schlagworte wie:

  • Massentierhaltung
  • Umweltverschmutzung
  • Naturschänder
  • Tierquäler
  • Ausbeuter der Tiere
  • Überdüngung
  • Profitgier
  • Antibiotikamissbrauch etc…….

NEIN – DAS SIND WIR NICHT!

Landwirte sind Unternehmer? weiterlesen

tweet des Tages – mit @jangrossarth

twitter_jangrossarthHeute stelle ich einen tweet zur Hähnchenmast bzw. zur Öffentlichkeitsarbeit vor. Abgesetzt wurde dieser tweet von Jan Grossarth, Journalist bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) und stellt eine Antwort auf ein von mir geteiltes Video über die Hähnchenmast von Stefan Teepker (@stefanteepker) dar:

jangrossarth_twitter_teepker
Mit einem Klick auf dem Twitter-Dialog kann man noch weitere Reaktionen und Antworten nachlesen.

Ich habe dieses Video bei Facebook und twitter geteilt, weil ich es sehr informativ fand und dieses auch professionell produziert wurde. Jan Grossarth´s Reaktion war da schon sehr kritisch. Er bemängelte den „Effizienzrausch“. tweet des Tages – mit @jangrossarth weiterlesen

Finde den Fehler

Bauernverband_SH_logoWieder einmal lesenswertes aus dem Bauernverband Schleswig-Holstein:

(c) Bauernverband Schleswig-Holstein
(c) Bauernverband Schleswig-Holstein

Finde den Fehler!

Skandale um Lebensmittel! Sie kommen uns ebenso täglich auf den Tisch, wie die Lebensmittel selbst. Was ist dran?

Setze Deinen gesunden Menschenverstand ein und Du wirst den Fehler finden…

P.S. Allein der EHEC-Skandal hatte zig Tote zur Folge, er war kein Skandal der „Massentierhaltung“ oder „Agrarindustrie“.

Die Sache mit der Schweinefleischpflicht

Michael Draeger
Michael Draeger

Neues aus der Rubrik Lesenswert, denn ich habe gestern einen interessanten Blog entdeckt: Der Radio-Journalist Michael Draeger (NJoy, NDR2) betreibt einen Blog und hat folgenden lesenswerten Blogpost verfasst:

Über die CDU in Schleswig-Holstein bricht eine Welle des Spottes herein. Sie will mehr Schweinefleisch auf den Tellern von Kantinen, Kitas und Schulen. Daraus wird schnell die Verkürzung auf eine Schweinefleischpflicht – auch wenn davon nie die Rede war. Einmal mehr läuft die Suche nach dem passenden Schlagwort ins Leere.

Die Sache mit der Schweinefleischpflicht weiterlesen