Archiv für den Monat: Februar 2018

Glyphosat-Berichterstattung im NDR sorgt für Unmut

„Glyphosat: Wundermittel oder Gift?“ Am 26. Februar 2018 berichtete der NDR um 19:30 Uhr in  Nordmagazin über das Pflanzenschutzmittel Glyphosat. Bei Facebook macht Landwirt und Pflanzenbauexperte Daniel Bohl auf gravierende Mängel in dem Beitrag aufmerksam. Der Vize-Vorstandsvorsitzende der Wariner Pflanzenbau eG mit Sitz in Trams hat BlogAgrar die Erlaubnis erteilt, seinen Beitrag an dieser Stelle online zu stellen. 

Lohnt sich für den NDR das sauber Recherchieren nicht mehr?

Gestern Abend berichtete der NDR Mecklenburg-Vorpommern im regionalen Nordmagazin mal wieder über den Wirkstoff Glyphosat.

Als Landwirt fand ich es erschreckend, wie nachlässig für den Beitrag recherchiert wurde, dabei ist das Thema seit Monaten Bestandteil der Berichterstattung in den Medien. Glyphosat-Berichterstattung im NDR sorgt für Unmut weiterlesen

Öffentlichkeitsarbeit ist nichts für mich!

Logo von Ageliter DeernIch ärgere mich immer, wenn ich von Berufskollegen höre, dass Öffentlichkeitsarbeit nichts für sie sei oder sie keine Zeit dazu hätten.
Ebenfalls höre ich oft: „Öffentlichkeitsarbeit muss der Bauernverband machen…“
Nein, das muss der Bauernverband nicht machen!
Dafür ist die Landwirtschaft viel zu unterschiedlich: ökologisch oder konventionell, Ackerbau oder Sauenhaltung, Melkroboter oder Melkkarussell, Fendt oder John Deere. Die Liste kann unendlich lang weitergeführt werden.
VW und Mercedes machen ihre Öffentlichkeitsarbeit ebenfalls selber und geben die nicht an den Automobilverband ab. Jedes Unternehmen muss sich bewusst sein, wie wichtig Öffentlichkeitsarbeit ist. Mit der Öffentlichkeitsarbeit platziert sich das Unternehmen in der Öffentlichkeit. Teilweise vermischt sich dies mit dem Marketing.
Wir Landwirte sind doch auch Unternehmer oder etwa nicht?

Öffentlichkeitsarbeit kostet Geld

Agnes Greggersen kümmert sich liebevoll um ein kleines Kälbchen
Agnes Greggersen

„Aber Öffentlichkeitsarbeit kostet nur Geld!!! Also welchen Sinn hat es????“
Ich habe neulich meinen Kommilitonen den Sinn von Öffentlichkeitsarbeit erklären müssen: es ist für mich und mein Unternehmen!
Ja, es kostet Geld und Zeit!
Aber ich habe doch einen Mehrgewinn, wenn ich leichter Angestellte finde, wenn ich weniger Stress mit meinen Nachbarn habe, wenn sich keine Bürgerinitiative gegen meinen Stallbau gründet. Ich könnte noch viel mehr WENN‘s anführen, aber denn werde ich heute nicht fertig…
Bei mir vermischt sich die Öffentlichkeitsarbeit teilweise mit dem Marketing. Ich möchte auf meiner Ferienhofseite die Kunden an mein Unternehmen binden und erzähle gleichzeitig, was auf unserem Hof los ist.
Meine Gäste möchten wissen, was bei uns los ist. Also warum nicht auch die Kunden vom Hofladen oder der Milchtankstelle oder vom Obsthof, oder, oder, oder. Öffentlichkeitsarbeit ist nichts für mich! weiterlesen

giftiger Ökolandbau

vergiftete und scheinheilige Debatte

Ja, der Aufschrei war groß, als öffentlich wurde, dass die designierte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner den Ökolandwirten in Ausnahmefällen auch den Einsatz herkömmlicher Pflanzenschutzmittel  erlauben wolle.

Hier ein paar Beispiele der großen (reflexartigen) Entrüstung:

Dabei werden im Ökolandbau bereits heute viele Pestizide eingesetzt, die zum Teil sogar giftiger sind als manches Spritzmittel, das in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzt wird. Wenn man zuspitzen will „sogar“ giftiger als das berüchtigte Glyphosat. Das verwundert den Experten nicht, denn Glyphosat ist wegen dessen speziellem Wirkungsmechanismus für den Menschen weitgehend unbedenklich. giftiger Ökolandbau weiterlesen

Mobbingopfer – Wie Negative-Campaigning die Landwirtschaft zerstört

Ein Einblick in mein Leben als Mobbingopfer, was die Kampagnenführung vieler NGO‘s mit der seelischen Gesundheit vieler Landwirte macht und was die Landwirtschaft dagegen unternehmen muss.

von Roland Schulze Lefert

Heute Morgen ist mir durch Zufall bei Twitter einen Artikel von Dirk Fisser (NOZ) untergekommen.

Eigentlich wollte ich ihn nicht lesen, wie die ganzen anderen Artikel und Beiträge zu diesem Thema in der letzten Zeit, einfach um mich nicht erneut mit meiner Vergangenheit als Mobbingopfer auseinandersetzen zu müssen. Ich habe es dann aber doch getan und mir ist an dem Punkt wo Herr Rukwied mit den Worten zitiert wird, dass viele Familien das Thema Mobbing mit sich selbst ausmachen endgültig der Kragen geplatzt! Dazu aber später mehr…

Einziges Bauernkind in der Klasse

Beim Lesen waren alle negativen Emotionen, die ich in meiner Schulzeit erfahren habe, sofort wieder da. Ich war in meiner Zeit auf dem Gymnasium das einzige „Bauernkind“ in der Klasse, auch gab es in den anderen Klassen meines Jahrgangs keine anderen Kinder mit landwirtschaftlichem Hintergrund. An sonsten bestand die Klasse zu ca. je der Hälfte aus Großstadtkindern und Kindern aus dörflicher Umgebung. Es gab vom behüteten Bildungsbürgerkind bis hin zum Kind einer alleinerziehenden Mutter aus dem Arbeitermilieu alle denkbaren gesellschaftlichen Hintergründe und doch traf das Mobbing mich und nur mich. Mobbingopfer – Wie Negative-Campaigning die Landwirtschaft zerstört weiterlesen

Bauernkinder-Mobbing: Schmähbrief an Juliane Vees

Landfrauen und Landwirte, die in jüngster Zeit auf das Thema Mobbing von Bauernkindern aufmerksam machten, erhielten einen Schmähbrief.

ein Hassbrief mit einem bunten Strauß an Pauschalverurteilungen an Landwirte und Landfrauen adressiert, die sich gegen das Mobbing von Bauernkindern stark machen.
Dieser Schmähbrief wurde mehrfach versendet. Im Namen von „Wir haben es satt“

So auch Juliane Vees, die als Vorsitzende des Landfrauenverbandes Württemberg-Hohenzollern eine Umfrage zum Thema „Mobbing an Bauernkindern“ eine Umfrage initiiert hat (Radiointerview). Bauernkinder-Mobbing: Schmähbrief an Juliane Vees weiterlesen