Archiv für den Monat: März 2018

Wie Verbände die Landwirtschaft zerstören

In seinem Text „Mobbingopfer – Wie Negative-Campaigning die Landwirtschaft zerstört“ hat Roland Schulze Lefert im BlogAgrar die Arbeitsweise von NGOs kritisiert und mit Mobbingfällen in Verbindung gebracht. Martin Rücker, Geschäftsführer der Verbraucherorganisation foodwatch, antwortet darauf.
Bild von Martin Rücker, foodwatch
Martin Rücker
Bild: foodwatch/Darek Gontarski

Der sehr persönliche Text zum Thema „Bauernmobbing“, den Roland Schulze Lefert am 12. Februar im BlogAgrar veröffentlichtet, hat mich doppelt betroffen gemacht.

Erstens aufgrund der greifbaren Last des Erlebten, die Herrn Schulze Lefert aus der Kindheit bis heute verfolgt, und aufgrund des Mutes, dies öffentlich in dieser Form zu beschreiben. Davor habe ich allergrößten Respekt. Stellen wir es an den Anfang: Die Ausgrenzung, die Herr Schulze Lefert erlebt hat, ist inakzeptabel. Mobbing hat in unserer Gesellschaft nichts verloren, und zwar in allen Fällen – ob gemobbt wird, weil ein Mensch (oder gar dessen Mutter oder Vater) den „falschen“ Beruf hat, die „falschen“ Klamotten oder eine Brille trägt, „zu viel“ auf die Waage bringt oder welche „Angriffsfläche“ auch immer bietet.

Zweitens hat mich als Verantwortlichen einer NGO, die sich mit Ernährung und Landwirtschaft befasst, natürlich die sehr deutliche Schuldzuweisung betroffen gemacht. Verstehe ich ihn richtig, zieht Herr Schulze Lefert eine direkte Linie von NGO-Kampagnen über das Image der Landwirtschaft hin zum Mobbing von Bauernkindern. Ich finde: Wenn dies ein vorherrschendes Gefühl unter Landwirten ist, sollte diese Diskussion geführt werden. Bernhard Barkmann danke ich für die Gelegenheit, in seinem Blog meine Gedanken dazu zu teilen.

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ARIWA reagiert auf Bauernkindermobbing

Die Tierrechtsorganisation Animal Rights Wartch (ARIWA) wirft Agrarverbänden die Instrumentalisierung des Mobbings an Bauernkinder vor. Doch nicht nur Sönke Hauschild (bauern.sh) fragt sich daraufhin:

Wer mißbraucht hier wen?

Screenshot von der Facebookseite des Bauernverbandes Schleswig-Holstein
Screenshot von bauern.sh

Der Tierrechtsverein ARIWA meint, Landwirte würden ihre Kinder instrumentalisieren, indem sie das Thema Mobbing nach vorne spielen. Das lassen wir nicht auf uns sitzen! Was ARIWA hier macht, ist nur eine subtilere Form des Mobbing, mehr nicht.

Unsere Kinder sind keine Machtmittel oder irgend etwas in diese Richtung! Auch nicht für diesen Verein, der in unsere Ställe einsteigen lässt.

Wer der Meinung von ARIWA ist, sollte sich folgenden Film zu Gemüte führen: ARIWA reagiert auf Bauernkindermobbing weiterlesen