Archiv für den Monat: Oktober 2018

Nachwuchskraft aus dem Norden

Vorwort

Eigentlich sollte es nur ein ganz kurzer Artikel über einen kleinen Film bei YouTube gehen, am Ende habe ich ein etwas größeres Fass aufgemacht und generell die Frage nach dem richtigen Weg in der landwirtschaftlichen Öffentlichkeitsarbeit gestellt.

Das ist bestimmt kontrovers. Deshalb würde ich mich freuen, wenn alle Leser bis ganz zum Ende durchhalten und ihre Einschätzung auch in einem Kommentar hinterlassen.

Auszubildende Schilligmann gefällt der Beruf „Landwirtin“

Levinia-Alexa Schillingmann befindet sich in der Ausbildung zur Landwirtin. In diesem Video erklärt sie, was ihr am Beruf der Landwirtin besonders gefällt.

Ich wünsche mir mehr Geschichten

In diesem Film erzählt die 20-jährige eine kurze Geschichte zu ihrer Ausbildung.
Das macht sie in meinen Augen richtig gut. Sympathisch und authentisch. Ich würde mir weitere Geschichten wünschen, vielleicht auch zu ihren ersten Erfahrungen als frisch ausgebildete Agrarscoutin.

Agrarscoutin Schillingmann unterhält sich vor vom Supermarkt mit Verbrauchern
Levinia-Alexa Schillingmann  als Agrarscoutin im Gespräch mit Verbrauchern

In der örtlichen Tageszeitung wurde über den Agrarscouteinsatz im emsländischen Meppen bereits berichtet, allerdings eher allgemein:

Aber vielleicht müsste die Berichterstattung noch stärker persönlicher und personenbezogen aufgezogen werden, damit die Botschaften besser rüber kommen?

Das sind aber nur Gedanken von mir, wie man es machen könnte… Aber ob ich richtig liege mit meiner Einschätzung?

Jedenfalls bin ich froh, dass das Thema Öffentlichkeitsarbeit immer mehr als sehr wichtig angesehen wird und gerade die jüngere Generation, die Berufseinsteiger hier sehr offen ist.

So habe ich mich sehr gefreut, als im letzten Monat 10 neue Agrarscouts ausgebildet wurden.

10 neue Agrarscouts im Emsland
Levinia-Alexa Schillingmann ist vorne rechts im Bild zu sehen

Es gibt aber auch schon viele Geschichten im Netz

Nur fehlt hier oft die Reichweite. Viele- zu viele- kennen diese Geschichten nicht.

Ich denke an MyKuhTube oder an das Bocholter Landschwein. Das sind hervorragende Kanäle bei Youtube. Es wäre wünschenswert, wenn die Filmbeiträge mehr Verbreitung finden würden.

Hilfe durch Konzerne?

Gestern habe ich anlässlich des internationalen Landfrauen-Tages auf Videoportraits aus der ganzen Welt hingewiesen. Diese wurden von DowDuPont, einem weltweit agierenden Konzern, produziert und verbreitet. Wie groß die Reichweite sein wird, kann ich nicht einschätzen, aber diese Videos sind von sehr hoher Qualität. Und ich finde sie gut!

Der Hersteller von Pflanzenschutzmitteln bleibt selber in diesen Videos im Hintergrund. im Vordergrund stehen die Geschichten der Frauen. Und deshalb finde ich, sollten wir Landwirte im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit auch mit Firmen aus dem vor- und nachgelagertem Bereich der Landwirtschaft zusammenarbeiten, kooperieren.

Agrarbranche muss zusammenarbeiten

Wir haben gemeinsame Ziele- nämlich die Leistungen der modernen Landwirtschaft der Öffentlichkeit zu zeigen. Deshalb plädiere ich dafür, dass die gesamte Agrarbranche an einem Strang zieht. Die Landwirte dürfen sich dabei nicht verkaufen, das ist klar.

Win-Win-Win

Es sollte eine Win-Win-Win-Situation hergestellt wird. Die Landwirtschaft profitiert und damit auch die Branchen, die auf die Landwirte angewiesen sind. Aber auch die Gesellschaft profitiert, die ein vielfältigeres Bild aus der Landwirtschaft zur eigenen Meinungsbildung erhält.

Tell your story – Erzähle Deine Geschichte

Es gibt so viele Geschichten auf den Höfen, sie müssen nur erzählt werden. Wir müssen mehr und mehr unsere eigenen Geschichten erzählen bevor es andere tun!

Tell your story„- das ist auch das Motto von den Peterson Farm Brothers, die einen riesigen Erfolg mit ihren YouTube-Videos haben.

Internationaler Tag der Landfrauen

Video-Portraits aus 10 Ländern

Heute ist der Internationale Tag der Landfrauen der Vereinten Nationen. Zu diesem Anlass hat Corteva Agriscience, der Agrarbereich von DowDuPont, eine Videoserie über Landwirtinnen weltweit produziert. Die kurzen Filme zeigen die sehr unterschiedliche Situation von Frauen in der Landwirtschaft in zehn Ländern.

Deutsche Landfrau aus Baden-Württemberg porträtiert

Ein Film wurde in Remseck-Neckarrems in Baden-Württemberg gedreht.  Im Fokus steht die 36-jährige Landwirtin Melanie Eppinger. Internationaler Tag der Landfrauen weiterlesen

Weltweite Vernetzung (Worldwide Networking)

This article is also available in English: (to read in English, please click)     

Premiere für ein multinationales AgrarBloggertreffen

In einem Monat ist es schon soweit, dann wird es das 1. World AgVocate Meeting geben.

1st international AgVocate Meeting in Hanover

Der münsterländische Landwirt, Initiator von „Frag den Landwirt“ und Mitbegründer der AgChat Deutschland, Marcus Holtkötter, hatte vor circa einem Jahr die Idee, eine solche Veranstaltung durchzuführen.

Interview mit Marcus Holtkötter

Ich habe mit Marcus Holtkötter dieses kleine Interview dazu geführt:

Marcus Holtkötter posiert vor einer Scheunentür
Marcus Holtkötter (c) CERES AWARD

Hallo Marcus, Im November steht das erste Welt-AgVocate Meeting in Hannover an. Was ist das für eine Veranstaltung und wer kommt dorthin bzw. wer sollte daran unbedingt teilnehmen?

Mit dem World AgVocate Meeting möchten wir AgVocate‘s ,also Leute die für die Landwirtschaft Öffentlichkeitsarbeit machen, zusammen bringen. Vor allem haben wir da natürlich an aktive Landwirte gedacht. Dies aber über die Landesgrenzen hinaus um zu sehen was machen andere und um Ideen auszutauschen. Auch liegt ein hohes Augenmerk auf das Netzwerken.

Die Idee hattest Du mit Megz Reynolds im letzten Jahr. Wird sie selber auch dabei sein und nach Deutschland kommen?

Megz Reynolds
Megz Reynolds

Ja, Megz und ich hatten letztes Jahr die Idee zu diesem Treffen. Das ganze ist aus einer Twitter-Diskussion heraus entstanden. Für die Idee erhielten wir viel Zuspruch so das wir in die weitere Planung gingen. Megz wird auch kommen, darüber freue ich mich auch schon ganz besonders denn wir kennen uns bis jetzt nur über Twitter und Facebook.

Aus welchen Ländern sind denn schon Zusagen gekommen? Wie international wird das erste Weltagrarbloggertreffen denn nun werden?

Bis jetzt haben wir Landwirte aus Dänemark, Niederlande, Großbritannien, Frankreich, Irland, Belgien, USA, Kanada und natürlich auch Deutschland die Teilnehmen möchten. Aber auch Anfragen aus Kenia, Polen, Österreich, Schweiz und Italien haben uns bereits erreicht. Somit wird das eine sehr Internationale Veranstaltung.

Wie wird der Programmablauf sein?

Nach der Begrüßung wird Janice Person aus St. Louis, USA die Keynote halten.
Danach sollen die einzelnen Teilnehmer ihre Projekte und sich selber vorstellen. Desweiteren ist angedacht zu überlegen, wie man sich in Zukunft auch gegenseitig unterstützen kann. Es wird aber in den Pausen auch viel Zeit geben um zu Netzwerken. Zum Schluss werden wir die Ergebnisse vom Tag zusammenfassen.

Am Montag Abend sind alle Teilnehmer dann von der DLG (Deutsche Landwirtschafts Gesellschaft) zum „Cattle and Pig Event“ eingeladen. Am Dienstag (dem ersten Tag der EuroTier) hat uns 365 Farmnet zum Frühstück auf deren Stand auf dem Messegelände eingeladen. Der Eintritt für die Eurotier ist also für Dienstag inbegriffen.
Wer am Sonntagabend schon Zeit hat kann dann „Get Together“ mit dabei sein. Wo und wann ist jetzt noch nicht hundertprozentig klar.

Wo kann man sich noch anmelden? Gibt es einen Link?

Am besten ist es, wenn sich alle über Eventbrite anmelden, damit wir besser Planen können.

OK, den Link für die Anmeldung werde ich unten einfügen. Wie viele Teilnehmer werden denn erwartet?

Ich hoffe sehr, dass schon bald die 80 Plätze ausverkauft sein werden.

Gibt es eigentlich schon einen Hashtag?

#WorldAgVocate18

Danke für das Interview, Marcus!
In der nächsten Woche steht die Verleihung des Bauern-Oskars (CERES-AWARD) an, bei dem Du ja auch nominiert bist- Da drücke ich Dir natürlich die Daumen!

Das wird ein schöner Abend in Berlin gemeinsam mit meiner Frau Julia. Ich verspreche mir nichts und freue mich einfach drauf.


Links zum ersten World AgVovateMeeting:

(Auf Seite 2 folgt die englische Übersetzung)

Mehr Ferien(S)pass auf dem Bauernhof

Gewinnspiel von ADAMA für den guten Zweck

Der Pflanzenschutzmittelhersteller ADAMA möchte zum Jubiläum des Herbizids Herold SC Projekte für einen guten Zweck mit 50000 € unterstützen.

Adama unterstützt Projekte für einen guten Zweck

Auch ich möchte die Chance ergreifen und für meinen Landwirtschaftlichen Ortsverein mindestens 1000€ gewinnen und damit mehr Ferienpassangebote auf dem Bauernhof ermöglichen.

Ich brauche Eure Hilfe!

Dazu benötige ich allerdings auch Eure Hilfe! Bitte stimmt für unser Projekt ab!
Das ist ganz einfach:

Ich werde Euch auch hier auf dem Laufenden halten und im nächsten Jahr hoffentlich von der Ferienpassoffensive berichten können. 😉

Bewerbung bei ADAMA

Mit diesem kurzem Text und diesen Bildern habe ich für unser Projekt geworben: Mehr Ferien(S)pass auf dem Bauernhof weiterlesen

Von der Not der Sauenhalter

Ferkel schaut in die Kamera
Neugieriges Ferkel (Bildnachweis: Brokser Sauen)

Es war ein harter Schlag für die Ferkelerzeuger: Der Bundesrat entschied sich am 21. September 2018 gegen eine Fristverlängerung des Verbotes der betäubungslosen Ferkelkastration. Ohne eine verbindliche Alternative bedeutet dies für viele der noch knapp 11.000 Sauenhalter das Aus, besonders betroffen sind kleine und mittlere Betriebe.

Hintergrund: Traditionell werden männliche Ferkel chirurgisch kastriert, um die Bildung des von vielen Menschen als unangenehm empfundenen Ebergeruchs zu verhindern. Der kurze Eingriff geschieht ohne Betäubung. Wer mehr zu dem Thema wissen möchte, dem sei der Wikipedia-Eintrag zur Ebermast ans Herz gelegt.

Landwirt Tobias Göckeritz hat sich am 23.09.18 mit einem gelungenen Facebook-Post Luft gemacht. Ich habe die Erlaubnis, den Post bei BlogAgrar zu veröffentlichen.

(Anmerkung: In der Zwischenzeit hat die große Koalition beschlossen, die Kastration von Ferkeln erst in zwei Jahre zu verbieten).

Willkommen in Absurdistan!

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