Archiv für den Monat: Juni 2019

Mein Bauernverband

Überlegungen zum Deutschen Bauernverband (DBV) zum Bauerntag 2019

Ich bin unterwegs zum deutschen Bauerntag nach Leipzig, oder genauer gesagt Schkeuditz, das ganz in der Nähe zu Leipzig liegt.

Ich bin dort nicht, weil ich Delegierter bin. Nein ich bin nur Gast und habe vor, Kontakte zu knüpfen & zu pflegen und den ein oder anderen Impuls für mich mit nach Hause zu nehmen. Und selbstverständlich sehe ich mich auch als Botschafter für die Öffentlichkeitsarbeit im Netz und dem kommenden Agrarbloggercamp (ABC), das im März 2020 in Bonn stattfinden wird.

Landvolkmitglied und damit auch Mitglied des DBV

Der Bauernverband- da bin ich selber auch Mitglied. Genauer gesagt bin ich Mitglied eines Kreisvereins des Landvolks in Niedersachsen, der wiederum sich unter dem Dach des deutschen Bauernverbandes steht.

Bauernverband steht in der Kritik

Mein Bauernverband weiterlesen

Märchenzeit, die Vierte: Alles Rüben? Oder was, Sarah?

Heute folgt das vierte der fünf Märchen der Sarah Wiener. Es hat sich einiges getan: Die österreichische Starköchin war in der Wahl zum Europaparlament 2019 erfolgreich und ist jetzt Abgeordnete. Vermutlich sehr zum Schrecken der Bloggerin Birigt Medlitsch, die in ihrem vierten Märchen zu Recht überlegt, ob eine von Finanzinvestoren alimentierte Sarah Wiener über die Kürzung und/oder Veränderung von EU-Agrarsubventionen mit entscheiden sollte.

Märchen Nummer 4 der Sarah Wiener

Da gibt es Menschen, die ihr ganzes Leben nach der Natur ausrichten. Sie dreschen bei 40 Grad das Korn oder bringen bei nicht weniger Hitze das Heu ein. Sie richten ihr Leben nach den Bedürfnissen der Tiere, die bei Ihnen am Hof leben, aus. Sie kennen keinen Feierabend, kein Wochenende und keine Feiertage. Die Natur bestimmt ihr Leben.

Diese Menschen nennt man Bauern.

Das Märchen von der Bio-Bäuerin.

Und dann gibt es Investoren. Investoren, die Land kaufen. Land, das bisher Bauern ihr eigen nannten. Und es gibt eine Visionärin, die von diesen Investoren unterstützt wird. Eine Visionärin, die Mitarbeitern beim Arbeiten gerne über die Schulter schaut und mit den Tieren am Hof kuschelt. Eine Bio-Bäuerin, die fröhlich in feine Gewänder gekleidet vor der alten Backsteinmauer für ein Photoshooting eines Magazins posiert, und ganz nebenbei Landwirten viele gute Tips gibt.

In einem Interview mit der Berliner Zeitung (17.6.2018) sagt sie

„Ich hatte diese Sehnsucht in mir, in der Natur zu wohnen und mich von meiner eigenen Hände Arbeit zu ernähren. Mich mit dem Land und dem, was da wächst zu verbinden.“

Warum tut sie es dann nicht? Im Interview sagt sie nämlich, dass sie nicht im Kuhstall stünde und ausmisten würde, und schon gar nicht morgens um sieben. Eine Zeit lang hätte sie am Gut gewohnt, dann hat sie in der Nähe ein Haus errichtet. Dazu meint sie

„Ich habe das gemacht, weil es auf dem Hof keine private Ecke gibt.“

Sie selbst bezeichnet sich als theoretische Bio-Bäuerin, und das ist sie auch. Sie nennt Schweinerassen manchmal „Sorten“, und spricht Landwirten das ab, das dafür sorgt, dass sie ihre Höfe noch bewirtschaften können: die Agrarsubventionen.

Das Märchen von den Roten Rüben.

Im Interview mit dem Kurier (5.2.2016) meint sie unter anderem:

„Ich kenne einen Rote-Rüben-Bauern, der auf zwei Hektar in Bio-Qualität produziert und davon lebt.“

Märchenzeit, die Vierte: Alles Rüben? Oder was, Sarah? weiterlesen