Archiv für den Monat: Juli 2020

Für mehr Artenvielfalt in Niedersachsen

Warum das „Volksbegehren Artenvielfalt“ der falsche Weg ist

Die Initiierung eines „Volksbegehrens Artenvielfalt“ in Niedersachsen sorgt für Unmut bei den Landwirten im Land. Die niedersächsischen Grünen und der NABU Niedersachsen sind die wesentlichen Treiber dieses Volksbegehrens. Dabei haben sich die Landwirte in meinem Bundesland bereits aufgemacht, einen gemeinsamen Weg – zusammen mit Landwirtschaftskammer, Umwelt- und Landwirtschaftsministerium, BUND und dem NABU (!)- für die Bewahrung der Biodiversität zu finden. Dieses ist der vielzitierte „niedersächsische Weg“.

Hallo liebe Naturschützer. Bauernhöfe sind Hotspots der Artenvielfalt. Bitte niemals vergessen!
Dieses Schild darf gerne kopiert und ausgedruckt werden. PDF zum Download ist unten verlinkt.

NABU und Grüne sammeln Unterschriften

Und obwohl der NABU auch bei der gemeinsamen Kompromissfindung dabei war und dieses Papier unterzeichnet hat, forciert die NGO das Volksbegehren und sammelt gemeinsam mit den Grünen Unterschriften, damit es zu einer Volksabstimmung kommen kann.

Dort heißt es dann in den Fußgängerzonen:

„Wollen Sie unterschreiben für mehr Artenvielfalt in Niedersachsen?“

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Offener Brief

Offener Brief an die landwirtschaftlichen Vertreter im Fachbeirat Rind und Schwein der QS Qualität und Sicherheit GmbH zur Thematik „Anforderungen ausländischer Ferkellieferanten in Bezug auf die Kastration

An:

  1. Hubertus Beringmeier (Mitglied, Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband)
  2. Heinrich Dierkes, (Stellv. Mitglied, Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands)
  3. Walter Heidl (Stellv. Mitglied, Bayerischer Bauernverband)
  4. Roger Fechler (Gast, Deutscher Bauernverband)
  5. Dr. Nora Hammer (Gast, Bundesverband Rind und Schwein)


Sehr geehrte Damen und Herren,


wir als Ferkelerzeuger sind ein Betriebszweig, der in den letzten Jahren und vor allem in den nächsten 15 Jahren viele Hürden zu meistern hat.
Eine davon ist die Kastration mit Betäubung, die ab den 01.01.2021 in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben ist. Der Weg dorthin war mehr als enttäuschend für uns. Über Jahre hinweg wurde Zeit vertrödelt, Vermarktungsmöglichkeiten nicht angepasst, notwendige Studien nicht durchgeführt, und der Weg der lokalen Betäubung blockiert.

Viele wählen nun die Isoflurannarkose

Nun sind viele von uns gerade dabei, sich über die Geräte zur Isoflurannarkose zu informieren, diese zu bestellen und sich für die notwendigen Kurse anzumelden. Das ist alles ein großer Aufwand, von den Kosten reden wir mal gar nicht. Aber wir gehen diesen Weg, weil er alternativlos ist. Umso enttäuschender ist es, dass die QS Qualität und Sicherheit GmbH (QS), hier uns in keinster Weise unterstützt. Ich erwarte mir etwas anderes von Qualität und Sicherheit. Wenn die deutsche Politik nach Jahren der Diskussion nur bestimmte Möglichkeiten bei der Kastration freigibt, ist es für uns nicht verständlich, dass QS diesen gesetzlichen Rahmen bei Importferkeln nicht für notwendig erachtet. Gehört nicht auch zur Qualität, für die wir stehen, dass in Deutschland geltende Regelungen eingehalten werden? Führen wir nicht den Verbraucher in die Irre, wenn unsere Ferkel unter den gesetzlichen Mindestanforderungen kastriert werden?

In Deutschland geltende Standards einhalten

Vor allem die Narkose mit CO2, wie sie in den Niederlanden durchgeführt wird, ist bei uns nie zur Debatte gestanden und sogar zur Betäubung in den Schlachthöfen mittlerweile umstritten. Und so sehr wir für die lokale Betäubung gekämpft haben – Wenn es in Deutschland nicht erlaubt ist, dürfen auch importierte Ferkel nur die QS-Zertifizierung erhalten, wenn die in Deutschland geltenden Standards erfüllt sind. Sollte sich in Deutschland hierzu wieder etwas
ändern, kann man auch hier ja jederzeit wieder nachjustieren.

Schweinestandort Deutschland zukunftsfähig machen

Auch im Hinblick auf die langen Transportzeiten, sollte man die Ferkelerzeugung in allen Regionen Deutschlands mit allen Mitteln stärken. Dies fordern wir von der Politik, aber dies sollte auch für QS das Maß aller Dinge sein. Ein zukunftsfähiger „Schweinestandort“ Deutschland braucht eine Ferkelerzeugung in Deutschland. Und diese wird es nur geben, wenn wir die Herausforderungen der nächsten Jahre finanziell leisten können. Wenn uns durch solche Marktverzerrungen Knüppel zwischen die Beine geworfen werden, wird vielen die Aufgabe der Ferkelerzeugung sicherlich noch leichter gemacht.


Da wir nicht glauben, dass das Ihr Ziel ist, bitten wir Sie, Ihre Entscheidung hinsichtlich der Anforderungen für ausländische Lieferanten zu überdenken.


Mit freundlichen Grüßen,
Gerhard Langreiter

Gerhard Langreiter hält 170 Muttersauen im Vollerwerb im Landkreis Mühldorf, ist verheiratet und hat zwei Kinder.


Unterstützerliste:

Michael Hamburger
Lorenz Baisl
Johann Reichenspurner
Günther Kurz
Alexander Obermeier
Barbara Kamhuber
Konrad Loidl
Josef Aicher
Johann Hansbauer
Andreas Stoiber
Karl Seiler
Josef Hochholzer
Michael Holzner
Hans-Jörg Steinberger
Bernhard Schneider
Sebastian Weindl
Konrad Gröbner
Johannes Scharl
Bernhard Barkmann
Michael Haußer
Agnes Greggersen
Nadine und Heinrich Henke


Download:


Quo Vadis Landwirtschaft

Markus Söder, bayerischer Ministerpräsident, arbeitet anscheinend schon an seinem deutschlandweitem Profil als Kanzlerkandidat und hat dafür die Landwirtschaft ausgewählt. In einer Videobotschaft zur Fleischerzeugung stellt er dar, was sich in Deutschland verändern muss und dass Bayern hier ein gutes Beispiel für den Rest Deutschlands ist. Doch ist das wirklich so? Dirk Andresen, Sprecher von LandSchafftVerbindung, sieht es auf alle Fälle in diesem Video anders! Auch Professor Alfons Balmann von der Universität Halle widerspricht Söder auf Twitter.

Nun will auch ich noch meinen Senf dazu geben. Ausschlaggebend für diesen Beitrag ist eigentlich nicht das Video von Markus Söder, sondern die Pressekonferenz vom 7. Juli nach der Sitzung des bayerischen Kabinetts. Die Informationen zu Corona könnt ihr dabei überspringen. Ab Minute 13 redet Landwirtschaftsministerin Kaniber und danach Umweltminister Glauber. Es folgen später noch weitere Statements der beiden und da wurde mir klar: Wieder einmal sind es nur leere Worthülsen, die der bayerische Ministerpräsident hier von sich gegeben hat. Was soll das auch heißen: „Agrarökologie statt Agrarkapitalismus“?

Groß oder klein?

Grundsätzlich bin ich ein Fan von kleinen Höfen und den Strukturen, die man in meiner Region noch vorfindet, dass könnt ihr hier nachlesen. Aber eins ist auch klar. Die Größe sagt nichts darüber aus, wie „umweltfreundlich“ ein Betrieb arbeitet. Ich zum Beispiel habe nur sehr wenig Fläche und kann es mir deshalb viel weniger leisten, hier Agrarumweltmaßnahmen durchzuführen. Natürlich, das bayerische Kulturlandschaftsprogramm, dass über die 2. Säule der GAP mitfinanziert wird, ist ein Erfolgsmodell, auf das viele grüne Agrarminister aus anderen Bundesländern neidisch schauen und ja, wir haben in Bayern noch viele Höfe, über die Hälfte im Nebenerwerb. Jeder 3. deutsche Bauernhof steht in Bayern. Und da bin ich auch ein Stück Stolz auf unser Bundesland.

Schon interessant, wie sich Bayern auch von Baden-Würtemberg in Sachen Fremdarbeitskräfte und Fremdkapitalanteil unterscheidet! (Quelle DLG-Mitteilungen 11/09 Danke @ Mirjam Lechner für diesen Input)

Aber mein Eindruck ist, dass sich diese Struktur schnell ändern wird. Erstens ist es nicht unbedingt ein politischer Verdienst, sondern den Bauern und vor allem den Bäuerinnen geschuldet, die „nebenbei“ Kühe gemelkt haben oder Schweine gefüttert. Diese Generation, die das gerne gemacht hat, und Wochenenden und Urlaub für den Hof daheim geopfert hat, da die Männer oft unter der Woche Vollzeit zur Arbeit gingen, kommt langsam ins Rentenalter und die nachfolgende Generation ist oft nicht mehr bereit, diese hohe Arbeitsbelastung zu tragen. Ich erlebe es, dass oftmals der Ackerbau dann noch weiter gemacht wird, die Tiere verlassen aber immer mehr die Höfe. Hier kann man zum Beispiel feststellen, dass es Bayern nicht geschafft hat, durch Beratung und eine gezielte Investitionsförderung, Anbindeställe in Laufställe umzubauen. Knapp 50 % der Milchviehhalter haben noch einen Anbindestall und die letzten Fördermaßnahmen haben eher dazu geführt, dass von 60 auf 120 oder 180 Kühen aufgestockt wurde, statt dass Anbindeställe umgebaut wurden. Bei den Schweinen nicht anders. Erst gab es gar keine Förderung (so wie bei meinem Stallbau 2001/2002). Dann wurde alles mit 25 % gefördert, was aber dazu geführt hat, dass nur Schweinemastställe gebaut wurden, weil die Fördervorgaben leichter umzusetzen waren. Erst in der letzten Förderperiode hat man dann ein Punktesystem eingeführt, was Zuchtsauenhalter und den Umbau von Anbindeställen bevorzugt hat. Aber die Resonanz war auch nicht so gewaltig, weil man zum Beispiel für einen Laufstall unter 60 Kühen oft keine Wirtschaftlichkeit nachweisen konnte, wodurch keine Förderung möglich war. Und in Zuchtsauen eh niemand mehr investiert hat.

DLG-Mitteilung 11/09 – Die fehlende Wirtschaftlichkeit wird hier gut aufgezeigt.

Was will ich damit ausdrücken? Die heeren Ziele, die die Politik in Sonntagsreden formuliert, werden schon bei der nächsten Kabinettssitzung wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Die beiden Minister konnten nicht wirklich darlegen, was sich ändern soll. War alles alter Kaffee. Das führt zu Politikverdrossenheit und das finde ich schade!

Vor allem, weil ich im Gegensatz zu Alfons Balmann und Dirk Andresen überzeugt bin, dass es es wert wäre, unsere bayerische Struktur zu erhalten. Ob die Politik hier aber die Gestaltungsmöglichkeiten hat, oder ob es nicht an jeden/r HofnachfolgerIn liegt, wie es weiter geht, dass denke ich ist auch klar.

Staatliche Beratung

Eine große Hilfe für vor allem kleinere Bauern, die vielleicht oft nicht die Zeit oder das Wissen hatten, war immer die fachliche Beratung in unseren Landwirtschaftsämtern. Diese Stellen wurden in den letzten Jahren enorm zusammen gekürzt. Eine Einzelberatung war offiziell nicht mehr möglich. Diese Aufgaben sollten komplett von Erzeugerringen übernommen werden. Diese haben dann für jede Beratungsstunde einen staatlichen Zuschuss erhalten. Meine Erfahrung damit ist, dass man fast den kompletten staatlichen Zuschuss für die Bürokratie aufwenden musste, um zu dokumentieren, dass man tatsächlich eine Beratung durchgeführt hat. Dies führt zu völlig überteuerten Beraterstunden und ist meiner Meinung nach Geldverschwendung.

Nun verkündet Ministerin Kaniber, dass ihre Beamten wieder mehr beraten sollen. So wie ich das errechnet habe, hauptsächlich die 15 Amtschefs, die dann keine mehr sind, weil Ämter zusammengelegt werden. Ob das ganze Konzept der Beratung jetzt über den Haufen geworfen wird, glaube ich aber nicht. Aber öffentlich verkaufen tut es die Ministerin so.

Landwirtschaftsschulen werden dezimiert

Was mich ärgert, ist, dass Söder und Kaniber von regionalen Strukturen und vom Erhalt der kleinbäuerlichen Landwirtschaft reden, und im selben Zug 9 Landwirtschaftsschulen schließen. Wie schizophren ist das denn? Natürlich, die Zahl der Studierenden geht zurück, aber der Hauptgrund, warum im letzten Jahr manche Schulen kein neues Semester eröffnen konnten, dürfte das Volksbegehren gewesen sein. Wenn die Rahmenbedingungen passen würden, würden auch die Ausbildungszahlen wieder steigen. Stattdessen gibt man das völlig falsche Signal in einer schwierigen Zeit und schließt ohne Konzept Schulen. Standorte, die vor wenigen Jahren noch aufwendig neu gebaut wurden, haben nun leere Klassenzimmer. Junge Landwirte müssen nun oft mehr als 100 km fahren, um eine Landwirtschaftsschule zu erreichen. Viele werden nun die Technikerschulen in Landsberg und Triesdorf besuchen, weil hier ein Internat vorhanden ist. Dort werden aber keine Betriebsleiter, sondern Angestellte ausgebildet.

Quelle: StMELF Bayern

Wenn man diesen Schritt schon unbedingt machen muss, dann bräuchte es eine Internatslösung. Für uns Schweinehalter bringt es doch nichts, wenn der Nachwuchs erstens weiter fahren muss, und dann an Schulen unterrichtet wird, die den Schwerpunkt Grünland haben. Warum ist man hier nicht mutig und eröffnet Landwirtschaftsschulen verteilt auf Bayern, die jedem Betriebszweig ermöglichen, sich individuell dort weiterzubilden? Stattdessen freut sich die Ministerin, dass immer mehr junge LandwirtInnen das Studium favorisieren. Ich habe da auch nichts dagegen, aber wenn man sich die Lerninhalte dort ansieht, werden dort keine Praktiker und Betriebsleiter ausgebildet. Man speckt also bei den Landwirtschaftsschulen ab, ohne dass man sie so reformiert, dass sie wieder eine Zukunft haben und verkauft es dann als „Effizientere Struktur“. An der Gesichtsröte von der Ministerin hat man denke ich gesehen, dass es ihr selber peinlich war, diese Schließungen als Erfolg zu verkaufen. Als Ausrede musste dann auch noch das „Bildungsprogramm Landwirt“ herhalten. Ich will es nicht weiter ausführen, aber das ist ein Ersatz für die Berufsschule, gedacht für Nebenerwerbslandwirte. Es ist aber sicher kein Ersatz für Landwirtschaftsschulen! Für eine zukunftsfähige bayerische Landwirtschaft muss man Betriebsleiter ausbilden, und das geschieht in den Landwirtschaftsschulen!

Dann auch noch der Umweltminister…

In der oben verlinkten Pressekonferenz kommt auch Umweltminister Thorsten Glauber von den Freien Wählern zu Wort. Er ist eigentlich nicht Thema dieses Beitrags, aber seine Aussagen will ich auch nicht unkommentiert stehen lassen. „Wachsen oder Weichen“ – ICH KANN ES NICHT MEHR HÖREN! Niemand aus der Branche nutzt diese Begrifflichkeit noch, aber Glauber meint, er muss ab heute dafür sorgen, dass dieser schon immer sinnlose Satz, abgeschafft wird. Dann fabuliert er davon, dass es wieder mehr regionale Schlachthöfe braucht, damit Tiere nicht 40-50 Stunden quer durch Europa transportiert werden. Also entweder hab ich da was falsch verstanden oder der Herr Umweltminister soll doch mal erklären, wie er auf diese Zahl kommt. Oder einfach in seinem Ministerium nachfragen, wenn er es nicht erklären kann. Und Fakt ist auch, dass es viele kleine Metzger nicht mehr gibt, weil seine Veterinärbehörde gar nicht scharf drauf ist, zu hunderten Metzgern raus zufahren, wenn man kostensparend auch einfach bei einem Großschlachthof ein paar Veterinäre kontrollieren lassen kann. Jetzt so zu tun, wie wenn man daran keine Schuld hat und die böse EU die kleinen Metzger ruiniert hat, ist scheinheilig!

Mein Wunsch und meine Hoffnung

Ich wünschte mir einfach wieder mehr Sachlichkeit und Nachhaltigkeit in der Politik. Mehr Mut, mehr fachliche Kompetenz und nicht nur Sonntagsreden, wo wir Bauern hochgelobt werden, wohingegen diese Unterstützung in der täglichen Arbeit der Ministerien leider fehlt. Wenn am Beispiel der Landwirtschaftsschulen hier eine mutige Reform vollzogen werden würde, wo am Ende eine Weiterbildung der LandwirtschaftsgesellInnen zu kompetenten, gut aufgestellten BetriebsleiterInnen gesichert wäre, dann würden auch wieder mehr junge Menschen diesen Weg gehen. Wenn dagegen ohne Glauben an diese Schule ein Standort nach dem anderen abgewickelt wird, muss man sich halt auch nicht wundern.

Ich habe immer noch die Hoffnung auf eine Wende. Denn ich komme durch mein Ehrenamt als stellvertretender Kreisobmann des BBV viel mit diesen jungen LandwirtInnen in Kontakt und sehe, wie engagiert, wie gut ausgebildet und kompetent in ihrem Betriebszweig sie sind. Hier noch einmal nachzujustieren und die Aus- und Weiterbildung an die zukünftigen Herausforderungen anzupassen, macht durchaus Sinn. Kürzungen sind eine Kapitulation und machen in meinen Augen das letzte Fünkchen Hoffnung kaputt. Landwirtschaft hat Zukunft. Vieles wird sich ändern. Wer so wirtschaften will, wie seine Eltern oder Großeltern, wird sich schwer tun. Aber alle jungen Leute, die diesen Beruf lieben und sich nichts anderes vorstellen können, sollen sich nicht scheuen, diesen Weg zu gehen. Man wird vielleicht nicht reich damit, aber wenn ich gerade aus dem Büro über meine Felder dem Sonnenuntergang zusehe, kann ich nur sagen: „Geld ist nicht alles“.

Kurzer Nachtrag: Ja, die Karten aus den DLG-Mitteilungen sind schon über 10 Jahre alt, aber ich finde, sie sind immer noch aktuell und stellen vor allem den Unterschied zwischen Bayern und dem Rest Deutschlands sehr gut heraus.

Einblicke in „Ethik für die Landwirtschaft“

Seit Tagen wird wieder, aufgrund der Bundesratsentscheidung zum Kastenstand, intensiv über die Haltungsbedingungen von Zuchtsauen diskutiert. Vor gut zwei Wochen hat sich der Deutsche Ethikrat zur Nutztierhaltung in Deutschland geäußert. Wie es der Zufall will, gab es ein paar Wochen vorher hier auf BlogAgrar ein Interview mit Christian Dürnberger zu seinem neuen Buch „Ethik für die Landwirtschaft“. Nachdem nun in den Medien die Aussagen des Ethikrats zur Tierhaltung in Deutschland heiß diskutiert wurden und aufgrund von #Tönnies auf einmal die ganze Tierhaltung in Deutschland infrage gestellt wird, halte ich es nun nochmal für notwendig, nochmal einen Blick in dieses Buch zu werfen. Der Autor ist Doktor der Philosophie, Magister der Kommunikationswissenschaften und arbeitet seit über einem Jahrzehnt an verschiedenen Forschungsinstitutionen zu ethischen Fragen in der Landwirtschaft. Und ich folge ihm seit längerer Zeit auf Twitter, was ich nur weiter empfehlen kann, weil dabei immer mal wieder was zum Nachdenken, aber auch Schmunzeln mit dabei ist!

Das Buch nach Durchlesen mit „Einmerkerl“

„Moral zu predigen ist so leicht, wie es schwer ist, Moral zu begründen.“

Nach Friedrich Nietzsche
Einblicke in „Ethik für die Landwirtschaft“ weiterlesen

Schweinehalter benötigen Zukunftsperspektive

Offener Brief an die Fraktionen der großen Koalition mit Forderung, die rechtlichen Hürden beim Stallumbau für mehr Tierwohl zu beseitigen

Collage mit Bildern aus dem Schweinestall von Bernhard Barkmann
Bilder aus einem Schweinestall

Sehr geehrte Damen und Herren,

alle wollen mehr Tierwohl und Umweltschutz, nur wer „a“ sagt, muss auch „b“ sagen! Um diese gesellschaftlichen Ansprüche umsetzen zu können, müssen Sie uns auch die Chance dazu geben.

Schweinehalter benötigen Zukunftsperspektive weiterlesen