Schlagwort-Archive: Bauernverband Schleswig-Holstein

Wie gut ist BILD wirklich?

In der Vergangenen Woche gab es unter den Bauern große Aufregung, weil die BILD-Zeitung einen grottenschlechten Artikel zu der frage „Wie gut ist Bio wirklich“ veröffentlichte. Auf BlogAgrar war dazu bisher nichts zu lesen. Jetzt hat BILDblog.de die Umstände zum Artikel noch einmal aufbereitet:

bildblog_wiegutistbiowirklich

Bauernverband_SH_logoDer Bauernverband Schleswig-Holstein hat sich sehr intensiv um diese Sache „gekümmert“. Hier noch einmal alle Facebookposts in chronologischer Reihenfolge:

 

Finde den Fehler

Bauernverband_SH_logoWieder einmal lesenswertes aus dem Bauernverband Schleswig-Holstein:

(c) Bauernverband Schleswig-Holstein
(c) Bauernverband Schleswig-Holstein

Finde den Fehler!

Skandale um Lebensmittel! Sie kommen uns ebenso täglich auf den Tisch, wie die Lebensmittel selbst. Was ist dran?

Setze Deinen gesunden Menschenverstand ein und Du wirst den Fehler finden…

P.S. Allein der EHEC-Skandal hatte zig Tote zur Folge, er war kein Skandal der „Massentierhaltung“ oder „Agrarindustrie“.

Unheilige Allianz von Politik und NGOs

Da spricht mir jemand aus der Seele! Ich zitiere nun eine Rede vom Vizepräsidenten des deutschen Bauernverbandes Werner Schwarz aus Schleswig-Holstein, die er am vergangenen Mittwoch in Wesel, NRW, anlässlich des dortigen Agrar-Forums gehalten hat:

Werner Schwarz
Werner Schwarz

„In den letzten Jahren hat sich die Landwirtschaft als ein neues Betätigungsfeld vieler gesellschaftlicher Gruppen erwiesen, sehr zur Verwunderung der Bauern. Landwirte hatten ihren Versorgungsauftrag im Auge. Und in der Tat: Nie zuvor in der Geschichte der Menschheit waren wir in der Lage, derartig vielfältige, gesunde, günstige Lebensmittel für die gesamte Bevölkerung bereit zu stellen.

Aus welchem Hinterhalt kommt dann also dieser Angriff? Es ist kein Hinterhalt. Es ist der Fluch der guten Tat. Wir haben eine hohe Lebenssicherheit hergestellt. Diese Sicherheit führt nun dazu, dass man die Lebensmittelerzeuger in Frage stellt. Eine moralische Diskussion um Essen und Tierhaltung, Bodenschutz Artenvielfalt ist vor allem ein Wohlstandsphänomen.
Denn

– wir haben viele Tierkrankheiten ausgemerzt,
– die Ackerfrüchte bringen Erträge, von denen wir früher und andere heute noch träumen,
– das Wasser hat Trinkwasser-Qualität, die Luft ist sauber, der Boden fruchtbarer denn je.

Doch NGOs und Politik treten in eine unheilige Allianz der Betroffenheit und kehren scheinbar basisdemokratisch das System der Landwirtschaft um. Die Diskussion über die Nutztierhaltung ist an medialen Falschaussagen schwerlich zu übertreffen. Ein Dr. Hofreiter ist nicht in der Lage, die grüne Agrarwende ohne Schlagworte wie Massentierhaltung, Pestizide, Agroindustrie, Grundwasserverseuchung oder südamerikanische Todesschwadronen zu beschreiben. Behörden lehnen Stallbauten im Ablehnungsbescheid schon mal mit der Begründung ab, dieses sei „Massentierhaltung“ und damit nicht genehmigungsfähig. Unheilige Allianz von Politik und NGOs weiterlesen

Glypho-Fiktion, Teil 2

Bauernverband_SH_logoAuf der Facebookseite des Bauernverbandes Schleswig-Holstein ist folgender Kommentar zum Thema Glyphosat und Muttermilch zu lesen:

Grüner Jubel: Endlich amtliche Muttermilch-Tests auf Glyphosat!

Im Juni 2015 ließen Bündnis 90/Die Grünen 16 Muttermilch-Stichproben auf Glyphosat testen. Die Ergebnisse waren „zunächst“ alarmierend, so die Grünen heute. Nein! Sie waren nicht alarmierend, sie waren falsch. Denn, das geben die Grünen heute selber zu: Es gab zu diesem Zeitpunkt noch keine Testmethode.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) entwickelte daraufhin Testverfahren für Glyphosat in Muttermilch und untersuchte jetzt 114 Proben. Ergebnis: In keiner Probe wurde Glyphosat oberhalb der Nachweisgrenze gefunden. Noch einmal: In keiner Probe. Glypho-Fiktion, Teil 2 weiterlesen

Gabriels Foulspiel

Beitrag vom Bauernverband Schleswig-Holstein

„Die Politik des Staates sollte darauf gerichtet sein, wirtschaftliche Machtgruppen aufzulösen oder ihre Funktionen zu begrenzen.“

Von wem stammt dieser Satz? Von den Linken natürlich! Nein, diese radikale Aussage stammt von Walter Eucken. Und Eucken gilt als der Vater der Sozialen Marktwirtschaft. Wie passt denn das zusammen? Sehr gut:

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(c) Ich liebe Landwirtschaft

Euckens Ziel: Alle Marktteilnehmer tragen zur Preisbildung bei, aber niemand von ihnen kann sie beeinflussen. Dann nämlich erst kann die unsichtbare Hand den Markt steuern – und die gehört dem Verbraucher. Was es dazu allerdings braucht, ist eine politische Grundsatzentscheidung für den vollständigen Wettbewerb. Denn ein wirksamer Wettbewerb ist abhängig vom Schutz durch den Staat. Gabriels Foulspiel weiterlesen

Der NABU und das böse Glyphosat

Nein- ich erzähle hier kein Märchen.
Die folgende Geschichte ist zwar durch und durch unlogisch, aber tatsächlich wahr. Dem Waldbesitzer und Holzkaufmann Ralph Lorenz (*) aus dem Rhein-Sieg-Kreis fiel diese Unlogik auf und schreibt auf Facebook:

Der NABU und seine Logik:

Glyphosate in der Landwirtschaft sind schlecht.
Roundup ist ein ‪#‎Glyphosat‬ und wenn das der NABU verwendet, ist das empfehlenswert.

Glyphosat ist empfehlenswert, weil schwere körperliche Arbeit vermieden wird.
Glyphosat ist empfehlenswert, weil schwere körperliche Arbeit vermieden wird.

Der Bauernverband Schleswig-Holstein nimmt die Vorlage auf und stellt fest:

Der Nabu warnt: Glyphosat schadet „Mensch und Natur erheblich“. Ein Verkauf des Mittels an Privatpersonen für Haus- und Kleingärten sei nicht zu verantworten. Weiter: „Aus Sicht des NABU ist eine umfassende Neubewertung der Risiken überfällig.“ Was der Nabu damit wohl meint? Sobald er Roundup einsetzt, mutiert das Mittel zu einem Naturschutzinstrument? Arroganz hat einen Namen…

Diese unglaubliche Selbstherrlichkeit des NABU in Sachen Glyphosat griff heute auch top agrar online auf. Alfons Deter vom Internetportal schreibt:

top agrar meint: Die aktuelle Fall zeigt genau das Problem: Tier- und Naturschützer sind immer ganz vorne dabei, wenn es um Forderungen nach Verboten und schärferen Regeln geht. Nur sie sind fachfremd und beschäftigen sich nicht intensiv mit der Praxis. Stehen sie dann in Eigenverantwortung vor denselben Problemen wie Landwirte, sind die eben noch beschimpften Praktiken plötzlich erlaubt.

Die Mitglieder der Vereine und biologischen Stationen treten dabei vor Ort meist selbstbewusst auf, fühlen sie sich doch als staatlich Beauftragte. Sie seien die Experten, der gewöhnliche Landwirt mit Ausbildung habe ja keine Ahnung und nur das Gewinnstreben vor Augen. Interessant wäre hier mal eine Kontrolle des Sachkundenachweises…

Der NABU hat heute reagiert und die Aussagen zum Glyphosat-Einsatz auf dessen Homepage  ergänzt:nabu_sh_glyphosat_krebs

Hier noch einmal die Links zu den entsprechenden Seiten des NABU:
–> Empfehlen:
https://schleswig-holstein.nabu.de/…/…/management/03415.html
–> Verbieten:
https://www.nabu.de/news/2012/14613.html

[die Snapshots stellte mir freundlicher Weise Ralph Lorenz zur Verfügung]


(*) Ralph Lorenz, Naturbewirtschafter in dritter Generation ist Waldbesitzer und Holzkaufmann, der aus eigener Praxis die Missstände in der Holz und Forstwirtschaft hautnah miterlebt. Sein Vater hatte in den Nachkriegsjahren einen Landwirtschaftlichen Betrieb im Rhein-Sieg Kreis und der Großvater war Viehzuchtmeister und Leiter eines Gutshofes in Pommern.

Lorenz prangert Wettbewerbseinschränkende Maßnahmen des Staates an und die Ungleichbehandlung zwischen Naturbewirtschaftern auf der einen Seite und Naturschutzverbänden, staatlicher Einrichtungen und geschaffener Institutionen auf der anderen Seite.

Die gute fachliche Praxis bleibt dabei auf der Strecke. Sein politisches Engagement, Dinge zum Positiven zu verändern, ist ein langwieriger und müssiger Weg und daraus geboren ist seine Vortragsreihe „Schützen wir die Natur kaputt? Ist die Nachhaltigkeit in Gefahr?

Inhalt des Vortrages ist

  • der Stellenwert der Land- und Forstwirtschaft früher und heute
  • Wie durch eine Überbürokratisierung die Handlungsfreiheit des Einzelnen eingeschränkt wird
  • Wie zunächst gut gemeintes, nämlich „Natur zu schützen“ durch Projekte und subventionierte Maßnahmen zur Naturzerstörung entwickeln
  • Praxisbeispiele mit Aufschrei Charakter
  • Handlungsanregungen für eine Öffentlichkeitsarbeit vor Ort
  • Lösungskonzepte

 

Fleisch unter Krebsverdacht

Die Weltgesundheitsorganisation erklärt in einem Bericht Wurst und Fleisch als krebserregend.

Eine erschreckende Meldung, die sicher viele Verbraucher verunsichern wird. Aber der Zentralverband der deutschen Schweineproduktion (ZDS) ordnet diese Meldung ein und erklärt:

logo_zds„Die IARC, eine Unterorganisation der Weltgesundheitsorganisation (WHO), hat eine Monographie zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Fleisch und Fleischprodukten veröffentlicht – und scheint in einem parallel veröffentlichten FAQ – Paper die eigene Einstufung, die auf der Auswertung von 800 Studien beruht, zu relativieren.
Das wundert nicht, schließlich sind jüngere Metastudien zu dem Ergebnis gekommen, dass die Zusammenhänge nicht so eindeutig sind, wie sie von der IARC in der Zusammenfassung ihrer Monographie dargestellt werden. Grundsätzlich steckt die Ernährungsforschung in einem Dilemma: fundamentale Schwächen lassen eigentlich keine Erkenntnisse zu.
Darauf weist die wohl bekannteste englische Ernährungswissenschaftlerin Zoé Harcombe in ihrer aktuellen Stellungnahme zu der IARC-Monographie hin. Die IARC leitet ihre Einschätzung bzgl. des Einflusses eines steigenden Fleischkonsum auf das Darmkrebsrisiko aus 10 von 800 Studien ab. Welche Studien das sind, sind derzeit noch nicht bekannt.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) reagierte nach der Veröffentlichung der IARC mit einem Hinweis, dass Fleisch Bestandteil einer gesunden Ernährung darstellt. Ebenso das Landwirtschaftsministerium und selbst die IARC. Sehr schnell war auch der Spiegel mit einer sehr fachlichen Risikoeinschätzung.“ (Quelle: ZDS)

Nichtsdestotrotz befindet sich jetzt Fleisch und verarbeitetes Fleisch auf einer WHO-Liste von krebserregenden Stoffen neben Tabakrauch, Asbest und Autoabgasen. Für die fanatischen Anhänger der vegatarischen bzw. veganen Lebensweise eine Bestätigung ihrer Ablehnung von Fleisch.

Doch was sind denn die Alternativen? Mehr Soja essen? Anscheinend auch keine eindeutig richtige Alternative.soja_krebs_medizinwelt

Was dann? Einfach auf Fleisch verzichten? Davon rät die DGE (s.o.) bekanntlich auch ab. Weil der Vegetarismus wohl auch selber wiederum krebserregend sein soll.vegetarier_krebs_asthma_welt

vegetarier_krebsDa bleibt wohl nur die Lichtnahrung- ach nee, Sonnenstrahlen sind ja auch kanzerogen…

Na ja – Das Leben an sich ist krebserregend, zumindest mit zunehmender Dauer. Und ganz gefährlich wird es im hohen Alter, denn dann ist die Wahrscheinlichkeit zu sterben am höchsten! Fleisch unter Krebsverdacht weiterlesen

Auf das Schlachten hochtragender Kühe verzichten!

„Kühe werden nicht geschlachtet, weil sie tragend sind!“

In diesem Artikel möchte ich auf die gestrige Sendung von „REPORT Mainz“ Bezug nehmen, in der es u.a. auch um Schlachtungen tragender Kühe ging.

Ein Sendebeitrag, der viele Verbraucher irritierte und erschütterte. Ich selber habe keinen Hof mit Kühen- deshalb bin ich bei diesem Thema nicht der große Experte. Aber ich sehe es wie der Bauernverband Schleswig-Holstein, der das Schlachten von hochtragenden Kühen nicht als Kavaliersdelikt ansieht: Auf das Schlachten hochtragender Kühe verzichten! weiterlesen

Artenschutz und Landwirtschaft – Katzenleicht!

Titelbild des Artenschutz-Reports 2015
Titelbild des Artenschutz-Reports 2015

Das Bundesamt für Naturschutz hat vor zwei Tagen einen Artenschutzbericht veröffentlicht. Und es überrascht nicht, dass die Landwirtschaft zu den zentralen Verursachern für den Rückgang der Artenvielfalt gezählt wird. Das ist einfach und dazu auch populär! Es gibt Applaus von den vielen Umweltministern und natürlich auch von den Naturschutzverbänden. Die Landwirtschaft ist ein sehr beliebter Prügelknabe, also warum sich um eine umfängliche Problemanalyse bemühen?

Sönke Hauschild vom Bauernverband Schleswig-Holstein hat ein Video dazu erstellt-  etwas polemisch, aber es soll nur mal vor Augen halten, dass das Thema Artenvielfalt durchaus komplex sein kann.

Er kommentiert sein Video:

Artenschutz ist Katzenleicht!
Das Bundesamt für Naturschutz hat einen Artenschutz-Report vorgestellt und festgestellt, dass es schlecht um unsere Tier- und Pflanzenwelt bestellt ist. Schuld ist an erster Stelle die Land- und Forstwirtschaft. Seltsam unpassend scheint es da, dass die Zahl der Vogelarten von Südwesten nach Nordosten zunimmt. Vor allem in Ostdeutschland gibt es trotz intensiver Landwirtschaft nicht nur deutlich mehr sondern auch mehr seltene Vogelarten.
In Ballungsräumen dagegen finden immer weniger Vogelarten einen Lebensraum. Dabei spielt die Hauskatze eine miese Rolle.


Thomas Fabry ist neuer Vorsitzender

Osnabrück-Haste. Thomas Fabry ist heute Abend zum neuen Vorsitzenden des jungen Vereins „Tierhaltung – modern und transparent e.V.“ gewählt worden.

Thomas Fabry
Thomas Fabry

Der Sauerländer folgt damit Andre Brösterhaus nach, der aber mit seiner Erfahrung weiter dem neuen Vorstand verbunden bleiben wird.
Dieser Verein wurde von einigen Studierenden der Hochschule Osnabrück gegründet mit dem Ziel, der Öffentlichkeit ein realistisches Bild der modernen massentierhaltung-aufgedecktNutztierhaltung zu vermitteln. Dazu wurde zwischenzeitlich die Internetpräsenz mit dem provokanten Namen „Massentierhaltung aufgedeckt“ aufgebaut und mit Inhalten gefüllt. Außerdem gibt es einen Ableger der Seite auf Facebook. Thomas Fabry ist neuer Vorsitzender weiterlesen