Schlagwort-Archive: Bernhard Barkmann

Greg Peterson zu Gast im Emsland

Am dritten Tag der Deutschlandreise machte der YouTuber Greg Peterson bei der Maschinenfabrik Krone in Spelle Station.

Abends stand ein Junglandwirteforum auf dem Programm, bei dem Greg Peterson von seinen Erfahrungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und soziale Netzwerke berichtete und viele Fragen beantwortete.
Seine Kernbotschaft:

„Tell your story!
If farmers don´t tell their story, someone else will.“

Hier ein paar Fotos, dieses (hoffentlich nicht nur für mich) sehr interessanten Tages:

Hier noch die Berichte zu Gregs Deutschlandreise von FragdenLandwirt: Tag1 | Tag2 und von Greg selber.

Wenn 140 Zeichen zu wenig sind

Landwirte treffen Verbrauchervertreter

Ochtrup/Kreis Steinfurt (M. Grüter). Seine Hoftore öffnete Landwirt Thomas Ostendorf in Ochtrup am vergangenen Donnerstag (30.09.2015) für ganz besondere Besucher. Ostendorf empfing gemeinsam mit Landwirt Bernhard Barkmann, beide von der Initiative „Frag den Landwirt“, zwei Vertreter der Verbraucherorganisation Foodwatch zu einem Stallgespräch. Matthias Wolfschmidt und Martin Rücker vom Foodwatch-Team waren auf Einladung der Initiative „Frag den Landwirt“ aus Berlin ins Münsterland gereist, um mit den Landwirten direkt ins Gespräch zu kommen.

Thomas Ostendorf, Bernhard Barkmann (beide „Frag den Landwirt“), Matthias Wolfschmidt (Foodwatch) , Andreas Brinker (Landvolkshochschule Oesede), Martin Rücker (Foodwatch), (v. li.) Foto: Marlies Grüter
Thomas Ostendorf, Bernhard Barkmann (beide „Frag den Landwirt“), Matthias Wolfschmidt (Foodwatch) , Andreas Brinker (Landvolkshochschule Oesede), Martin Rücker (Foodwatch), (v. li.) Foto: Marlies Grüter

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Landwirte aus dem Emsland protestieren in Hannover

Haren (noz). Landwirt Werner Büter ist wütend auf den niedersächsischen Landwirtschaftsminister. Der Harener wirft Christian Meyer fehlende Dialogbereitschaft vor. Deshalb sucht er jetzt das Gespräch. Aber nicht allein. Mit vielen weiteren Kollegen aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim reist der Landwirt am Donnerstag, 17. September, in einem Treckerkorso nach Hannover, um am Freitag auf einer großen Kundgebung vor dem Ministerium auf sich aufmerksam zu machen.

„Wenn der Minister nicht zu uns kommt, dann kommen eben wir“, sagt Werner Büter. Morgen fahren seine Kollegen und er mit den Schleppern nach Hannover zur Demo am Freitag. Foto: Engelken
„Wenn der Minister nicht zu uns kommt, dann kommen eben wir“, sagt Werner Büter. Morgen fahren seine Kollegen und er mit den Schleppern nach Hannover zur Demo am Freitag. Foto: Engelken

„Mich ärgert es, dass Meyer die Fortschritte wie zum Beispiel sinkende Antibiotikagaben oder die Initiative Tierwohl, die wir in den vergangenen Jahren erreicht haben, ausblendet und stattdessen immer von den `unhaltbaren Zustände in der Massentierhaltung` spricht“, kritisiert Büter. Derzeit seien die Erlöse im Bereich Schwein und Milch nicht mehr kostendeckend, dazu käme seit Jahren eine ideologisch geführte Diskussion um die Landwirtschaft und speziell die Tierhaltung. „Nach ideologischen Vorgaben können wir aber nicht erfolgreich wirtschaften, deshalb müssen beide Seiten, Landvolk und Landwirtschaftministerium, endlich konstruktiv und zielführend miteinander reden“, hofft Büter auf Einsicht beim Minister .
Ähnlich sieht es Bernhard Barkmann aus Messingen: „Von Seiten der Landesregierung und speziell aus dem Hause Meyer ist ein permanentes Misstrauen zu spüren. [weiter]

Tarmstedter Gespräche

tarmstedt_logoAm morgigen Montag werde ich in Tarmstedt vor Ort sein. Dort findet eine große landwirtschaftliche Ausstellung* statt, die bereits seit Freitag läuft und morgen (am Montag) um 18 Uhr zu Ende geht.
Ab 9 Uhr werde ich auf dem Stand von „Frag den Landwirt“ zu finden sein. Zwischendurch bin ich auf dem Podium des „Land und Forst“-Forums vertreten.

Zum diesem Forum, das in Zelthalle 2 stattfinden wird, gibt es folgende Presseerklärung:

Am Montag geht es um 11 Uhr wieder los mit einem richtigen Praktiker-Thema. Beim Land und Forst-Forum geht es um „Weidemilch: Kleines Marktpotenzial oder großer Marketingtrend?“ Molkereivertreter, Berater und Erzeuger diskutieren die derzeitigen Rahmenbedingungen für die Erzeugung von Weidemilch in den klassischen Grünlandgebieten. Dabei stehen folgende Fragestellungen im Mittelpunkt: Wer kann „echte“ Weidemilch unter welchen Bedingungen erzeugen? Darf es Weidemilch nur im Sommerhalbjahr geben? Muss Weidemilch mehr Geld für die Erzeuger bringen? Wie groß ist das Marktpotenzial von Weidemilch? Moderieren wird Land & Forst-Redakteur Jan-Gerd Ahlers.

Von 12 bis 13:30 Uhr schließt sich zum Abschluss der diesjährigen Tarmstedter Gespräche wieder die große Podiumsdiskussion zum Thema Öffentlichkeitsarbeit in der Landwirtschaft an. In diesem Jahr geht es um die Frage, welche Chancen Facebook und Co. für die Öffentlichkeitsarbeit bieten. Auf dem Podium steht Christine Licher von der Landesvereinigung Milchwirtschaft Niedersachsen, die seit zwei Jahren das Projekt „My KuhTube“ begleitet. Gemeinsam mit Milchviehhalter Amos Venema aus Ostfriesland, einer der Landwirte, die kleine Videos auf ihren Höfen für diesen Kanal drehen, berichtet sie über ihre Erfahrungen. Das Projekt wird auch über die sozialen Medien beworben und hat in den beiden Jahren viel Aufmerksamkeit hervorgerufen.

Genauso viel beachtet ist die Internetseite „Frag doch mal den Landwirt“ (www.fragdenlandwirt.de), mit der eine Gruppe von Praktikern Auskünfte über die moderne Landwirtschaft gibt. Vertreterin Nadine Henke, die mit ihrem Mann einen Schweinemastbetrieb in Bruchhausen-Vilsen leitet, und Milchviehhalterin Heike Klatte aus Bremen werden darüber Auskunft geben.

Und schließlich wird auf dem Podium Bernhard Barkmann sein. Seit Februar 2011 bloggt der Landwirt mit Ackerbau, Bullen- und Schweinemast aus Messingen (Emsland) unter blogagrar.de vor allem zu landwirtschaftlichen Themen. Insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit im landwirtschaftlichen Bereich hat sein höchstes Interesse und eine eigene Rubrik auf seinem Blog.

Moderieren wird die Diskussionsrunde Agrarjournalist Hinrich Neumann.

* Die Tarmstedter Ausstellung bietet mit ihrem 18 Hektar großen Gelände und 700 Ausstellern eine große Menge Möglichkeiten zur Information. Es in Tarmstedt Tradition, bestimmte Brennpunktthemen in Diskussionsrunden zu vertiefen und mit Fachvorträgen neue Impulse zu setzen. Die Themen sprechen dabei sowohl Landwirte als auch Verbraucher an. In diesem Jahr bietet die Ausstellung ein noch breiteres und vielseitigeres Themenspektrum. Insgesamt finden an allen vier Ausstellungstagen sieben Podiumsdiskussionen mit hochkarätigen Referenten und vier Fachvorträge statt. Alle Foren finden in der Zelthalle 2 statt.

Offener Brief …

… zur Berichterstattung über die Untersuchung von Bündnis90/Die Grünen zu Glyphosat in der Muttermilch

(c) stallbesuch.de
(c) stallbesuch.de

Mit großer Sorge haben wir die Pressereaktion auf eine von „Bündnis 90/Die Grünen“ in Auftrag gegebene Untersuchung zu Glyphosat in Muttermilch-Proben zur Kenntnis genommen.

In zahlreichen Medien wurden Inhalte und Schlussfolgerungen aus der Pressemitteilung einer politischen Interessengruppe ungeprüft übernommen und nicht angemessen gewichtet.

So werden in der Pressemitteilung die ermittelten Werte mit den Trinkwasser-Grenzwerten verglichen. Diese Grenzwerte sind allerdings pauschaler Natur, gelten für alle Arten von Pflanzenschutzmitteln und Bioziden. Sie sind nicht geeignet, um daraus eine etwaige Gesundheitsgefährdung abzuleiten (Link).

Ausschlaggebend für die Bewertung der Gesundheitsgefährdung ist die in der EU zulässige Tagesaufnahme, kurz ADI (acceptable daily intake). Diese liegt für Glyphosat bei 0,3 mg pro Kilogramm Körpergewicht.

Ein vier Kilo schwerer Säugling müsste also von der in der Stichprobe am stärksten belasteten Muttermilch mehr als 2777,778 Liter am Tag (!) trinken, um diesen Grenzwert zu überschreiten. Offener Brief … weiterlesen

Landwirte unter Generalverdacht

Spelle (VEL). Stoppt den Generalverdacht gegenüber Landwirten – das forderten die rund 150 Teilnehmer des Agrar-Forums in Spelle von Politik und Gesellschaft. Hintergrund sind die immer schärfer werdenden Auflagen, die gerade landwirtschaftliche Familienbetriebe vor immer größere Herausforderungen stellen. Organisiert wurde das Forum von den landwirtschaftlichen Ortsvereinen Lünne, Schapen und Spelle.

Rund 150 Teilnehmer diskutierten über steigende Auflagen in der Landwirtschaft. (c) Knoll, VEL
Rund 150 Teilnehmer diskutierten über steigende Auflagen in der Landwirtschaft. (c) Knoll, VEL

Norbert Meyerdirks, Vorsitzender des Ortsvereins Spelle, verdeutlichte die hohe Wirtschaftskraft der Landwirtschaft: Obwohl 40 % der Arbeitsplätze in der Region direkt oder indirekt an der Landwirtschaft hängen, sieht sich die Branche einer immer schärferen Kritik ausgesetzt. Und obwohl Deutschland die höchsten Tierschutzstandards von allen großen Agrarnationen weltweit hat, stehe gerade die moderne Tierhaltung mehr denn je im Fokus.

Wünschen sich mehr Wertschätzung für die moderne Landwirtschaft: Norbert Meyerdirks, Bernard Krone, Christina Schulze-Föcking, Gerhard Wintering und Hermann Hermeling (v.l.n.r.).  (c) Knoll, VEL
Wünschen sich mehr Wertschätzung für die moderne Landwirtschaft: Norbert Meyerdirks, Bernard Krone, Christina Schulze-Föcking, Gerhard Wintering und Hermann Hermeling (v.l.n.r.). (c) Knoll, VEL

Christina Schulze-Föcking, Landtagsmitglied der CDU in Nordrhein-Westfalen, ist enttäuscht von dem Bild, das Politik und Medien über die moderne Landwirtschaft zeichnen. Landwirtschaftliche Betriebe seien alles andere als Fabriken. Im Gegenteil: Landwirte leisten auf ihren Höfen mehr als einen „acht Stunden Job“. In politischen Debatten vermisst sie das richtige Augenmaß: „Das Verhältnis Mensch-Tier passt nicht mehr“, so die gelernte Landwirtin. Landwirtschaft sei kein Hobby, sondern müsse ein angemessenes Einkommen ermöglichen. Bevor jedoch neue Auflagen geschaffen werden, müsse die Machbarkeit geprüft werden. Ansonsten würden immer mehr Betriebe auf der Strecke bleiben. Landwirte unter Generalverdacht weiterlesen

Dialog: Es wurde miteinander geredet

johannes_schlömann_schuleGestern trafen sich in der Katholischen Landvolkhochschule Oesede Vertreter der konkurrierenden Demonstrationen von „Wir haben es satt“ und „#WIRmachenEuchSATT„. Der Leiter des Hauses, Johannes Buß, moderierte die durchaus konstruktiven Gespräche und Diskussionen an diesem Vor- und Nachmittag.

Landforum der KLVHS Oesede
Landforum der KLVHS Oesede

Über die Gesprächsinhalte wurde Stillschweigen vereinbart. Dieses möchte ich respektieren, kann aber sicherlich schon sagen, dass der Dialog weiter gehen wird. In unterschiedlicher Zusammensetzung und an anderen Orten werden wir uns sehr wahrscheinlich häufiger wiedersehen und die Diskussion fortführen.

Ich bedanke mich zum Schluss noch einmal für die Einladung der WHES-Vertreter und die kompetente Moderation durch Johannes Buß!

Nadine Henke (FdL), Ulrich Jasper (AbL), Tilo Wilhelm (KLVHS), Gabriele Mörixmann (Landvolk Melle), Johannes Buß (KLVHS), Georg Janßen (AbL), Ottmar Ilchmann (AbL), Marcus Holtkötter (FdL), Bernhard Barkmann (BlogAgrar), Stephie Strohdrees (Bioland-Bäuerin), Felix Prinz zu Löwenstein (BÖLW, Misereor), Thomas Ostendorf (FdL), Jochen Fritz (meine Landwirtschaft), Andreas Brinker (KLVHS)
vlnr.: Nadine Henke (FdL), Ulrich Jasper (AbL), Tilo Wilhelm (KLVHS), Gabriele Mörixmann (Landvolk Melle), Johannes Buß (KLVHS), Georg Janßen (AbL), Ottmar Ilchmann (AbL), Marcus Holtkötter (FdL), Bernhard Barkmann (BlogAgrar), Stephie Strohdrees (Bioland-Bäuerin), Felix Prinz zu Löwenstein (BÖLW, Misereor), Thomas Ostendorf (FdL), Jochen Fritz (meine Landwirtschaft), Andreas Brinker (KLVHS)

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Wieder zueinanderfinden

Der Kirchenbote war in der vergangenen Woche bei mir zu Gast; besser gesagt der Leiter der Kibo-Redaktion Matthias Petersen. Wir hatten ein langes, angenehmes Gespräch geführt, wobei wir beide sicherlich viel von einander gelernt haben.

Herausgekommen ist aus diesem Besuch ein Artikel, der den aktuellen „Streit zwischen Landwirten und Misereor“ aufgreift. Lesenswert, wie ich finde:

Wieder zueinanderfinden

Dialog mit MISEREOR II

Der Saal war voll besetzt
Der Saal war voll besetzt

Ich bin gerade wieder zu Hause von der Dialogveranstaltung mit MISEREOR. Ohne jetzt näher auf den Abend einzugehen, poste ich zunächst mein Eingangsstatement, dass ich so ähnlich heute gehalten habe:
Vom Moderator Johannes Buß wurde ich gefragt, wie ich mich fühle, wenn MISEREOR aktiv mit der „Wir haben es satt“-Demo marschiert:

Ich fühle mich als Landwirt in meiner Ehre zu tiefst verletzt!

Wir Landwirte und speziell die intensiven Tierhalter stehen in Deutschland unter Dauerfeuer.
Wir werden für quasi alles Übel in der Welt verantwortlich gemacht.

Für MRSA, Antibiotikamissbrauch, Tierquälerei, Grundwasserverunreinigung, Wasserverschwendung, ungesunde Nahrungsmittel, Klimawandel, Naturkatastrophen und natürlich auch Regenwaldabholzung und Hunger in der Welt.

Ich finde diese Kritik unberechtigt oder zumindest überzogen!

Ich behaupte, dass wir im Großen und Ganzen ordentliche Arbeit auf unseren Höfen verrichten.
Jeden Tag, auch mal nachts und das auch an Feiertagen und am Wochenende!

Unsere Arbeit ist es, die satt macht!

Dabei ist unsere Arbeit eben sehr verantwortungsvoll. Gerade in den Bereichen Düngung, Pflanzenschutz und Tierhaltung/Tierschutz.

Wir Landwirte stehen also unter Dauerbeschuss und passend zur Grünen Woche bündeln unsere Kritiker noch einmal ihre Kräfte und demonstrieren bei „Wir haben es satt“!

Und weil wir Bauern ja für so manches Übel verantwortlich sein sollen, ist der Demonstrationszug auch entsprechend bunt.

Da laufen
Umweltschützer des BUND und NABU, die beide mit der extremen PeTA kooperieren- eine unheilige Allianz!
Albert-Schweizer-Stiftung und andere Veganerbündnisse (sehr viele)mit

Folgende Parolen sind zu lesen:
Tierfabriken, Gentechnik, TTIP stoppen
„Jeder Mensch, der Fleisch isst, ist ein Mörder. Für ihre Taten gibt es jedoch keine Richter“
„Ökologische Landwirtschaft ist möglich- alles andere ist ein Verbrechen an mensch, Tier und Natur“
Auch unsere Kinder und Enkel werden uns fragen: Was hast DU gewusst? Was hast DU getan?
„Massenkot = Wasser tot“

weiterhin sind auch leider Landwirte bzw. ihre Organisationen dabei:
AbL und auch BDM
ausserdem einige Bio-Verbände
und eben auch kirchliche Verbände wie Misereor oder Brot für die Welt

MISEREOR hielt dabei folgendes Banner in der Hand:
„Wir haben die Agrarindustrie satt: Wenn Menschen heute hungern, hat das mit unserem Fleischkonsum zu tun!“

Und dass MISEREOR dort mitläuft, ärgert mich zu tiefst.
Ich bin selber Katholik und zu Hause wurde immer, wenn die Kirche zum Spenden für ADVENIAT oder eben MISEREOR aufrief auch viel Geld gespendet!
Es war eine Selbstverständlichkeit.
Es wurde bei uns immer nur diskutiert, wie viel wir geben können und nicht ob!
MISEREOR hatte bei uns einen sehr guten Ruf !

Die Machenschaften, die MISEREOR bisher machte, wurden nicht weiter hinterfragt. Doch nun mit der Demo in Berlin, merken wir, dass MISEREOR letztlich auch uns bekämpft
und zusammen mit den vielen anderen Gruppen dort diffamiert.

Dabei sind wir doch nur rechtschaffene Landwirte, die mit Leidenschaft ihren Job machen!

Das ist für mich ehrverletzend.
Es scheint so, als wenn wir kaum noch Rückhalt in der Gesellschaft haben.

Es kämpft eigentlich keine Partei mehr offen für die Belange der stinknormalen Landwirtschaft
und nun rückt auch die Kirche in Form von MISEREOR von den Landwirten ab?

Mittlerweile spüre ich, dass wir nur eine kleine Minderheit sind, auf deren Kosten sich x Organisationen und Parteien profilieren wollen.

Diese Gemengelage führte dazu, dass sich relativ spontan knapp 1000 -weit überwiegend Landwirte- sich in Berlin zu einer „Wir machen Euch satt“ – Demo versammelt haben
und für die Landwirtschaft demonstriert haben.

Wir wollten deutlich machen, dass wir nicht dafür verantwortlich sind, dass 840 Mio Menschen hungern, sondern 6,4 Milliarden SATT werden!

Wir forderten „Diskutieren statt Diffamieren“ und dementsprechend bin ich wirklich froh, dass wir uns jetzt getroffen haben zur Diskussion, zum Dialog!
Danke bis hierher!

Dialog mit MISEREOR

dialog_misereorIch habe in diesem Blog bereits meinen Unmut über die Beteiligung von MISEREOR an der „Wir haben es satt“ – Demonstration (WHES) geäußert. (und zwar hier und hier)
Mit diesem Unmut stehe ich nicht alleine. Vielen Landwirten und Landjugendlichen aus dem ganzen Bundesgebiet geht es ganz ähnlich. Sie haben allerdings in den vergangenen Jahren meist nur in kleinem Rahmen dagegen protestiert und eine Spende verweigert. In diesem Jahr, so scheint es mir, sind die Bauern etwas besser vernetzt. Die WHES-Demo hat ca. 1000 überwiegend aktive Landwirte dazu veranlasst, auf der relativ spontan geplanten „Wir machen Euch satt“ – Demo für die Leistungen der heimischen Landwirtschaft zu werben. Ein Motto dort war auch: „Miteinander reden, anstatt übereinander!
So bin ich froh, dass MISEREOR sich einem Dialog mit Landwirten und Landjugendlichen auf folgender Veranstaltung stellt:

Landwirtschaft und Misereor im Dialog

am 9. Februar 2015 um 18.30 Uhr im emsländischen Niederlangen. Dialog mit MISEREOR weiterlesen