Schlagwort-Archive: Christian Meyer

Meyer im Emsland

Groß Hesepe (VEL). „95 Prozent der Bauern machen alles tip top und sind weder Tierquäler noch Umweltsünder“, lobte Minister Meyer die niedersächsischen Landwirte bei seinem Besuch im Emsland. „Die restlichen fünf Prozent sind die schwarzen Schafe, die dem Image schaden.“ Als vorbildlich bezeichnete er den konventionellen Milchkuhbetrieb seines Gastgebers, Landwirt Helmut Schwering aus Groß Hesepe. 110 Kühe und vier Generationen leben auf dem Familienbetrieb.

Meyer mit Vertretern des Landvolks und der Grünen, Foto: Knoll, VEL
Meyer mit Vertretern des Landvolks und der Grünen, Foto: Knoll, VEL

Gemeinsam mit den Meppener Grünen und Vertretern des Landvolkes informierte sich Christian Meyer über Haltung, Fütterung und Milchpreise: „Sie und Ihre Familie müssen von den Preisen leben können“, so Meyer. Meyer im Emsland weiterlesen

Diskussionsveranstaltung in Ostfriesland

Am morgigen Samstagabend findet in Westoverledingen eine Diskussionsveranstaltung zur Preiskrise in der Landwirtschaft statt. Zu Gast wird auch der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer sein. Hier die Einladung zu der Veranstaltung im Wortlaut:

Krise der Landwirtschaft – droht unserer Region ein Strukturbruch?

Die Agenda-21-Gruppe Umweltschutz und Landwirtschaft Westoverledingen, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft AbL und der Milchviehhalterverband BDM laden zu einer Diskussionsveranstaltung ein. Anlass ist die existenzbedrohende Krise im Milch-, aber auch im Schweinebereich. Diese Einladung richtet sich nicht nur an alle um ihre Existenz kämpfenden Bäuerinnen und Bauern, sondern auch an den Landhandel, Tierärzte, Bankenvertreter, Berater, Verbandsvertreter und die regionalen Politiker. Auch Verbraucher und alle, die sich mit der Landwirtschaft verbunden fühlen, sind herzlich willkommen!

Sie alle und damit der ganze ländliche Raum sind von den Folgen dieser Krise ebenfalls deutlich betroffen. So kann und darf es nicht weitergehen! Gemeinsame Strategien zur Lösung der Krise sind nötig!

Die Veranstaltung findet statt am

Samstag dem 11. 06. 2016 um 20.00 Uhr

im Rathaussaal Ihrhove, Bahnhofstrasse 18, 26810 Westoverledingen.

Wir diskutieren mit dem niedersächsischen Landwirtschaftsminister Christian Meyer, mit Arnold Krämer, Leiter der Bezirksstelle Emsland der Landwirtschaftskammer und mit Ottmar Ilchmann, Milchbauer und Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Die Diskussionsrunde wird von Arno Ulrichs von der IHK Emden moderiert. Ein Grußwort spricht Eberhard Lüpkes, Bürgermeister von Westoverledingen.

Rückfragen bitte an:

  • Agenda 21-Gruppe Umweltschutz und Landwirtschaft Westoverledingen, Wolfram Höhn, 04961-941824

  • Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Ottmar Ilchmann, 04967-334

  • Bundesverband dt. Milchviehhalter (BDM), Andrea Sweers, 04954-9556127

„Wenn wir die Gänse nicht vertreiben, vertreiben die Gänse uns!“

Endlich hat die Landesregierung von Niedersachsen eingestanden, dass sie verantwortlich ist für die Schäden, die Wildgänse jedes Jahr in zunehmendem Maße verursachen, obwohl die Zuständigkeiten lange bekannt waren.

Ein erster Schritt wurde jedenfalls bei einem Gespräch zwischen hiesigen Landwirten, der Generaldirektion Umwelt und der Staatssekretärin im Niedersächsischen Umweltministerium, Frau Kottwitz, in Brüssel getan.

Gänse machen sich auf den Wiesen und Weiden im Rheiderland breit und werden zum Problem
Gänse machen sich auf den Wiesen und Weiden im Rheiderland breit und werden zum Problem

In den Niederlanden gibt es bereits seit einigen Jahren nationale Regelungen. Die Niedersächsische Landesregierung deutet jetzt also regionale Lösungen an und kann sich nicht mehr hinter EU-Regeln verstecken. Schon fordern die Umweltverbände auf menschenverachtende und respektlose Art und Weise, den Landwirten die Entschädigung zu streichen.

Hier sollen Existenzen von Familienbetrieben zerstört werden-
zu Gunsten von Ideologien.

„Wenn wir die Gänse nicht vertreiben, vertreiben die Gänse uns!“ weiterlesen

Meyer und die Antibiotika-Datenbank

Eigentlich wollte ich heute gar nichts schreiben. Eigentlich. Aber dann habe ich habe heute Abend folgendes Bild der CDU-Fraktion des Landes Niedersachsen gesehen:

Bei jeder Gelegenheit lässt Minister Meyer die konventionell arbeitenden Landwirte spüren, was er von ihrer Arbeit hält: offenbar gar nichts. Zeit für ein kleines „Best-of Christian Meyer“ mit reichlich kruden Thesen zu den Auswirkungen von Tierhaltung und Landwirtschaft. Konstruktive Beiträge – Fehlanzeige. (Quelle und Zitat der CDU-Fraktion im Niedersächsischem Landtag)
Bei jeder Gelegenheit lässt Minister Meyer die konventionell arbeitenden Landwirte spüren, was er von ihrer Arbeit hält: offenbar gar nichts. Zeit für ein kleines „Best-of Christian Meyer“ mit reichlich kruden Thesen zu den Auswirkungen von Tierhaltung und Landwirtschaft. Konstruktive Beiträge – Fehlanzeige. (Quelle und Zitat der CDU-Fraktion im Niedersächsischem Landtag)

Und da vielen mir natürlich viele weitere Ärgernisse ein. Die Liste der ärgerlichen Aussagen von Meyer ist nämlich lang und jeder Landwirt denkt da bestimmt an viele Unterschiedliche „Highlights“.
Mein Favorit im negativen Sinne ist sein Statement zu den ersten Ergebnissen zu der Antibiotikadatenbank, die ich im Radio während der Stallarbeit hörte:

„Es ist erschreckend,
dass 25 % der Betriebe
zu viel Antibiotika eingesetzt haben!“

Das System der Antibiotikadatenbank mit seinen Repressionen ist aber so angelegt, dass jeder Tierhalter, der über dem sogenannten 3. Quartil liegt, ein Maßnahmenplan und gegebenenfalls staatlich verordnete Sanktionen zu befürchten hat. Die Grenze wird immer wieder neu festgestellt. Auch wenn man seine Antibitikagaben deutlich gesenkt hat, kann man immer noch zum „bösen“ 3. Quartil gehören.

Die Antibiotikadatenbank ist total unausgegoren. Ich habe gestern (obwohl ich genug andere Sorgen auf dem Betrieb habe) zwei Maßnahmenpläne mit meinem Tierarzt bearbeiten müssen. Für mich ist das Zeitverschwendung, die ich auch noch bezahlen muss!

gekürzter Maßnahmenplan
gekürzter Maßnahmenplan

Der erste Maßnahmenplan ist auf nur ein Blatt gekürzt worden. Der war deshalb erforderlich, weil ich bei meiner Bullenmast einen Behandlungsindex von 0,0 hatte (also überhaupt kein einziges mal ein Antibiotikum verabreicht habe) und die Grenze für das dritte Quartil (also an der Grenze, wo die 25% schlechtesten Betriebe beginnen) auch bei 0,0 lag. Vor einem halben Jahr durfte ich noch die ganze Strecke ausfüllen, weil ich einen Index von 0,119 hatte…

Keine Chance, jemals aus dem dritten Quartil herauszukommen

Den zweiten Maßnahmenplan musste ich für meine Kälberaufzucht ausfüllen. Ich habe die Antibiotikagaben deutlich senken können, bin aber noch immer meilenweit davon entfernt, jemals unter das dritte Quartil zu rutschen.

Maßnahmenplan für Kälber und Fresser
Maßnahmenplan für Kälber und Fresser

Das werde ich realistischer Weise niemals schaffen, wenn ich an gesunden und vitalen Kälbern interessiert bin und auch keine erhöhte Mortalität in Kauf nehmen möchte.
Warum habe ich keine Chance?
Grund ist, dass ich mit reinen Fresserbetrieben konkurrieren darf. Wenn die Kälberaufzucht vernünftig erledigt wird, dann sind  später keine weiteren Behandlungen und schon gar nicht Bestandsbehandlungen von Fresser und Bullenmastbeständen mehr nötig. Aber ich habe eben auch die jüngsten Tiere im Bestand und die werden eben häufiger krank als die älteren Fresser und erst Recht als die robusten Jungbullen über 8 Monaten.

Das sind aber nicht die einzigen Kritikpunkte an dieser Datenbank. Die ist insgesamt zu kompliziert und zu bürokratisch. Es haben viele Landwirte Probleme, ihre Daten korrekt einzugeben. Die Gefahr, an irgendeiner Stelle einen Fehler zu machen ist groß. Deshalb kann man sicherlich schon grobe Tendenzen aus den Zahlen ablesen, aber in der Breite funktioniert dieses System einfach noch nicht.

Diese staatliche Antibiotikadatenbank (ja, es gibt für Schweine zusätzlich eine zweite Datenbank, die das QS-System aufgebaut hat) ist mit viel zu heißer Nadel gestrickt worden und ist das Produkt aus politischem Aktionismus, einer Prise Misstrauen gegenüber der Landwirtschaft und einer großen Portion Unfähigkeit und Unsachverstand der zuständigen Behörden.

MEYER MUSS WEG

Hannover (VEL). “Meyer muss weg” – so lautete wohl das inoffizielle Motto der großen Kundgebung in Hannover, zu der rund 500 Landwirte aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim angereist waren. Fast 100 Landwirte fuhren sogar mit dem Schlepper vors Landwirtschaftsministerium, um den niedersächsischen Landwirtschaftsminister Christian Meyer zu mehrn Dialogbereitschaft innerhalb der aktuellen Agrarpolitik aufzurufen. Denn dieser hinterlässt zurzeit vor allem eines: einen großen Scherbenhaufen. Dieser wurde dann auch symbolisch mit zerschlagenem Porzellan vorm Ministerium abgelegt.
Mit dem Schlachtruf “Meyer muss weg” zogen 4000 Landwirte aus ganz Niedersachsen in Begleitung der Traktoren zuerst zum hannoverschen Landwirtschaftsministerium und dann zum Steintorplatz. Diese Beteiligung übertraf alle Erwartungen und zeigt nach Angaben von Werner Hilse, Präsident des niedersächsischen Landvolkes, wie groß die derzeitige Unzufriedenheit der Landwirte mit ihrem Landwirtschaftsminister ist. Sie wünschen sich, getreu dem offiziellen Motto, eine “Perspektive statt Agrarwende”. Oft werde vergessen, dass die Landwirtschaft der zweitwichtigste Wirtschaftszweig in Niedersachsen ist. “Wir kämpfen gemeinsam für eine Perspektive auf unseren Höfen”, versprach Hilse. Das Besondere in der Landwirtschaft sei zudem, dass Familien auf den Höfen gemeinsam leben und arbeiten.

Impessionen vom Treckerkorso nach Hannover

Heute werden tausende Bauern in Hannover demonstrieren. BlogAgrar berichtete mehrfach darüber- und zwar hier, hier, hier  und natürlich hier

Hier ein paar Impressionen vom beeindruckendem Treckerkorso:

Bildergalerie vom Landvolk Mittelweser: Impessionen vom Treckerkorso nach Hannover weiterlesen

AUF NACH HANNOVER

Für fast 100 Landwirte heißt es in diesem Moment: Auf nach Hannover. Denn um elf Uhr sind sie mit ihren Schleppern Richtung Hannover gestartet. Dort findet morgen eine landesweite Demonstration gegen die aktuelle Agrarpolitik statt.

Aufbruchstimmung unter den emsländischen Landwirten: Sie haben sich heute früh auf die lange Fahrt nach Hannover gemacht. Und zwar in ihren Traktoren mit einer Sternfahrt. Dort wollen sie auf Initiative des Landvolkes demonstrieren, gemeinsam mit vielen weiteren Landwirten aus ganz Niedersachsen. Auf ihren Plakaten sind Sprüche zu lesen wie “Familienbetriebe statt Höfesterben” oder “Fortschritt statt Rückschritt”.

Mitten drin sind Franziska Topphoff und Matthias Jansen. Die beiden fahren ihren Schlepper unter dem Motto “Traumberuf Bauer. So platzen meine Träume”. Denn sie wünschen sich vor allem eines: eine Zukunft für sich und ihre jungen Berufskollegen auf den Höfen. “Wir wollen mit dieser Fahrt ein Zeichen setzen”, so der 25-jährige Matthias aus Dalum. Junglandwirtin Franziska ergänzt: “Wir wollen uns um unsere Tiere kümmern und nicht nur im Büro sitzen.” Doch immer mehr Auflagen zwingen die Landwirte genau dazu.

Michael Engeling (25) aus Groß Hesepe wünscht sich von Minister Meyer mehr Unterstützung und zieht einen Vergleich zum Trainer einer Fußballmannschaft. Nur wer motiviert als Team spielt, kann Erfolg haben. Auch Markus Siepker (24) aus Meppen ist mit dem Schlepper dabei. Er hofft, dass die Stimme der Landwirte mehr Gehör in der Politik findet. Denn dass die Landwirtschaft eine große wirtschaftliche Bedeutung hat, betont Martin Jasken aus Haren: “Kaum einer weiß, wie viele Arbeitsplätze direkt oder indirekt an der Landwirtschaft hängen. Das sollte man nicht vergessen”, so der 39-jährige Milchkuhhalter.

Morgen starten rund 250 Landwirte mit Bussen aus allen Kreisvereinen plus viele weitere Landwirte mit dem Auto nach Hannover. Dort findet dann um 11 Uhr die Kundgebung statt.

Bis morgen: Wir sehen uns in Hannover.

AbL torpediert Bauern-Demo in Hannover

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) torpediert die morgige Bauerndemo in Hannover und spielt gleichzeitig mit Minister Meyer Doppelpass.

Darüber hatte ich in einem Nebensatz schon hier berichtet.

Aber es geht weiter:
So wurden Lehrer der Berufsschule Northeim vom Pressesprecher der AbL, Eckehard Niemann, telefonisch gewarnt, ihren Schülern die Teilnahme an der Landvolk-Demo zu ermöglichen. Aber im Hintergrund müssen noch viel mehr Drähte geglüht haben, denn außerdem meldeten sich das niedersächsische Kultus- und Landwirtschaftsministerium bei den Lehrkräften.
Ich habe dazu einen tweet abgesetzt:


Wenn das nicht ein Eingriff in das Recht der Versammlungsfreiheit ist, dann ist es zumindest ein schlechter Stil. Das macht mich traurig und ärgert mich gleichzeitig!

Die AbL zeigt sich also unsolidarisch gegenüber der übergroßen Mehrheit der niedersächsischen Bauern. Aber wie stark ist die AbL eigentlich?

Achim Hübner* hat sich dazu Gedanken gemacht:

Beachtlich…

Foto: Swen Pförtner +++ swenpfoertner.com
Foto: Swen Pförtner +++ swenpfoertner.com

17.09.2015 Aufgrund unseres Demonstrationsaufrufs für morgen meldet sich die AbL zu Wort und ruft offen zur Spaltung des Berufsstandes auf. Selten sind die erheblichen Unterschiede so deutlich geworden. Der Bauernverband bekennt sich zum Markt, die AbL fordert staatliche Eingriffe.

Bemerkenswert ist dabei wieder einmal die Reaktion unseres Ministers: Hier übergibt die AbL ein Positionspapier, das im eigenen (!) Gutachten zum Thema Milchmengenregulierung wissenschaftlich als nicht wirksam bezeichnet wird, an den Minister. Extra Termin, Foto, Bericht, das ganze Programm läuft an (Bericht s.o.)

Zur Einordnung:

Die AbL nennt selbst leider keine Zahlen zur Mitgliederstärke. Niedersachsenweit werden (inoffiziell) immer wieder ca. 300 Mitglieder genannt. Beim Landvolkverband sprechen wir niedersachsenweit von ca 80.000 Mitgliedern, im Landvolkverband Göttingen mit dem Stichtag heute genau 1.506 Mitglieder.  Für uns ist das auch kein Geheimnis, sondern gelebte Transparenz.

In Relation gesetzt:

Würde man die AbL Mitgliederzahlen auf unseren Kreislandvolkverband runterbrechen, so hätten wir folgendes Bild:
Landwirtschaftliche Betriebe in Niedersachsen ca. 40.000 Betriebe, AbL Mitglieder ca. 300, das sind (zu deren Gunsten unterstellt alles wirtschaftende Mitglieder) 0,75 % der Betriebe.
Für unser Landvolk in Göttingen würde das bedeuten, dass wir im Landkreis ca. 6 Landwirte und 6 ehemalige Landwirte zu vertreten hätten……
Na immerhin!

Im Kern bleibt festzuhalten, das die Teilung des Berufsstandes dazu führt, das wir selbst gegeneinander ausgespielt werden!


* Achim Hübner ist Agraringenieur und Geschäftsführer des Landvolks in Göttingen

Auf Zeit gespielt

Kurz vor der großen Bauerndemo in Hannover sorgt die Meldung, dass Landwirtschaftsminister Meyer bei der Genehmigung des Grünlandumbruchs in Niedersachsen zu Lasten der Bauern auf Zeit gespielt hat, für zusätzliche Sprengkraft.logo_luf

Ralf Stephan, Chefredakteur der Zeitschrift LAND & Forst enthüllt:

Wochenlang auf Zeit gespielt

Fünf Tage vor Weihnachten wurde 2014 der Genehmigungsvorbehalt beim Grünlandumbruch vom Niedersächsischen Agrarministerium aufgehoben. Schneller ging es nicht, hieß es. Die der LAND & Forst nun vorliegenden Akten sagen etwas anderes.

Ralf Stephan, LAND & Forst
Ralf Stephan, LAND & Forst

Den Landwirten, die nicht mehr benötigtes Dauergrünland „schwarz“ machen wollten, saß die Zeit im Nacken. Dass Niedersachsen unterhalb des Schwellenwertes von fünf Prozent lag, bis zu dem jeder Grünlandumbruch erst genehmigt werden musste, hatte sich längst herumgesprochen. Doch man durfte den Pflug erst in Bewegung setzen, wenn der Genehmigungsvorbehalt aufgehoben wurde.

Nötig war dazu eine Bekanntmachung im Niedersächsischen Ministerialblatt. Bis dahin, so hatte die Kammer empfohlen, war formell ein Antrag zu stellen, der unbürokratisch genehmigt wurde. Ob es dafür eine Rechtsgrundlage gab, schien nicht ganz sicher.

Schlüssige Erklärung fehlt

Die offizielle Aufhebung der [weiter bei LAND & Forst]

Auf Zeit gespielt weiterlesen

Demo in Hannover

Am morgigen Freitag werden tausende Landwirte in Hannover gegen die Landesregierung und da speziell gegen die Politik von Minister Meyer protestieren.

Letzte Woche noch in Brüssel, morgen in Hannover: viele demonstrierende Bauern aus dem Emsland, der Grafschaft Bentheim und Ostfriesland (Foto: Maren Ziegler, LHV Ostfriesland)
Letzte Woche noch in Brüssel, morgen in Hannover: viele demonstrierende Bauern aus dem Emsland, der Grafschaft Bentheim und Ostfriesland (Foto: Maren Ziegler, LHV Ostfriesland)

Der Landvolk-Pressedienst schreibt dazu:

Die Stimmung auf dem Lande ist gereizt: Niedersachsens Landwirte fühlen sich durch zahlreiche Äußerungen der Landesregierung  zu Unrecht in ein schlechtes Bild gerückt. „Unsere Bäuerinnen und Bauern vermissen jegliche Wertschätzung ihrer Arbeit, unseren Hofnachfolgern fehlt zurzeit vielfach der Glaube an eine wirtschaftlich tragfähige Zukunft in der Landwirtschaft. Bauernfamilien berichten sogar, dass ihre Kinder in der Schule gemobbt werden“, schildert Landvolkpräsident Werner Hilse. „Die Politik muss unseren bäuerlichen Familien endlich wieder echte Perspektiven aufzeigen“, fügt er an. Demo in Hannover weiterlesen