Schlagwort-Archive: Tierwohl

ein ganz toller Stall

Am Dienstag lief im NDR-Fernsehen (Panorama 3) ein gelungener Beitrag über den Schweinestall von Gabi Mörixmann:


Es ist nicht einfach, mehr Tierwohl auch über den Markt bezahlt zu bekommen. Umfragen sind dann doch nicht so belastbar, wie manche Politiker gerne glauben machen wollen.

Aber Gabi hat es zur Zeit geschafft, ihre Schweine höherpreisig zu vermarkten. Eine Pionierleistung, die allerhöchsten Respekt verdient. Hoffentlich ist diese Zwischenschiene ein wachsendes Segment, bei dem künftig neue Mäster händeringend gesucht werden.

Der Stall von Gabriele Mörixmann hat übrigens auch eine eigene Facebookseite. Dort sind weitere Videos zu sehen: https://www.facebook.com/Schweineaktivstall/
D
ie Fleischprodukte aus dem Aktivstall lassen sich per Internet bestellen: http://www.kalieber.de/aktivstall-fuer-schweine

weitere Links:

http://www.stallbesuch.de/schweinemast-hof-moerixmann/

http://www.bauerwilli.com/kaufen-anstatt-labern/


Snapshot (c) Panorama/NDR

Schweinehaltung – Neue Modelle mit Auslauf oder Auslaufmodell?

An der Diskussionsrunde zum Thema Schweinehaltung habe u.a. auch ich teilnehmen dürfen. Die Videos sind schon vor ein paar Tagen bei Stallbesuch.de erschienen. Ich reblogge hier den Artikel von Moderator und Stallbesuch-Betreiber Thomas Wengenroth:


Thomas Wengenroth, Gabriele Mörixmann, Michael Reber |(c) stallbesuch.de

Am 17. Februar trafen sich Schweinehalter zu einer Diskussionsrunde, um über aktuelle Probleme und zukünftige Entwicklungen zu sprechen. Der Video-Mitschnitt ist hier in fünf Teilen zu sehen, die man nicht unbedingt in der vorgegebenen Reihenfolge anschauen muss (aber die Teile 2, 3 und 4 auf jeden Fall).

Hintergrund-Informationen zu den Teilnehmern stehen ganz am Ende, am Anfang aber eine persönliche Erklärung: Wenn der Kameramann ausnahmsweise vor, statt hinter der Kamera sitzt, kann es passieren, dass ein Diskutant etwas „aus dem Rahmen fällt“. Das ist schon peinlich. Was Michael Reber zu sagen hat, versteht man allerdings sehr gut und wer ihn kennt, weiß: er steht mit beiden Beinen mitten im Leben!

1. Teil: Wo stehen wir heute?
1. Kann man Schweine, mit gutem Gewissen, rein nach dem gesetzlichen Standard halten?
2. Bekommen Landwirte höheren Aufwand in der Haltung auch bezahlt?
3. Was kommt zuerst: die Diskussion über alternative Haltungsformen oder Zahlungsbereitschaft?
4. Mit wem sollen Tierhalter diskutieren und mit wem eher nicht?

2. Teil: Was läuft schief im Stall?
Was sind die Gründe für Fehlentwicklungen in der Schweinehaltung: Genetik, Haltungssysteme oder auch der Mensch? Über Stalleinbrüche und schwarze Schafe, kranke Schweine, und Turbo-Sauen.

3. Teil: Handel, Verbraucher, Kommunikation
Wer zahlt fürs Tierwohl? Verbraucher, Staat oder die Wenigsten?
Immer stehen wir vor der „Citizen-Consumer-Gap“: Bürger fordern viel, Verbraucher zahlen jedoch wenig. Muss das so sein oder liegt es an der Kommunikation? Welche Rolle spielt der LEH? Ein Beispiel aus der Praxis regt zum Nachdenken an.

4. Teil: Neue Ställe braucht das Land!
Mehr Tierwohl in neuen und alten Ställen muss auch behördlich genehmigt werden. Aber es gibt auch Zielkonflikte, z. B. zwischen Emissions- und Seuchenschutz.

5. Teil: Hat Schweinehaltung eine Zukunft?
Label, Sterne, Markenfleisch. Aber: muss es auch die Stufe „Basic“ geben? Und hat Schweinehaltung überhaupt eine Zukunft in Deutschland oder eher in Brasilien?

Teilgenommen haben:

Nadine Henke,
Tierärztin und Ferkelerzeugerin aus Niedersachsen.
„Brokser Sauen“ im Video
auf Twitter @BrokserSauen
auf Facebook

Gabriele Mörixmann,
Schweinemästerin aus NRW
„Aktivstall für Schweine“ im Video
eigene Website

Bernhard Barkmann
,
Schweinemäster aus Niedersachsen
und Blogger
auf Twitter @blogagrar

Michael Reber,
Schweinemäster aus Baden-Württemberg
Twitter @MichlReber
Eigene Website

Weitere Runden zum Schwein und anderen Tierarten sind in Vorbereitung.


Am Ende noch ein Danke schön an Thomas Wengenroth für seine unermüdliche und besonnene Öffentlichkeitsarbeit. So weit es geht, werde ich das Projekt Stallbesuch.de weiter unterstützen.
Außerdem darf ich zu über 1 Millionen Zuschauern auf YouTube gratulieren! Herzlichen Glückwunsch! Wer noch nicht Abonnent ist, der kann das hier schnell nachholen: Kanal von Thomas Wengenroth 

Gabriels Foulspiel

Beitrag vom Bauernverband Schleswig-Holstein

„Die Politik des Staates sollte darauf gerichtet sein, wirtschaftliche Machtgruppen aufzulösen oder ihre Funktionen zu begrenzen.“

Von wem stammt dieser Satz? Von den Linken natürlich! Nein, diese radikale Aussage stammt von Walter Eucken. Und Eucken gilt als der Vater der Sozialen Marktwirtschaft. Wie passt denn das zusammen? Sehr gut:

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(c) Ich liebe Landwirtschaft

Euckens Ziel: Alle Marktteilnehmer tragen zur Preisbildung bei, aber niemand von ihnen kann sie beeinflussen. Dann nämlich erst kann die unsichtbare Hand den Markt steuern – und die gehört dem Verbraucher. Was es dazu allerdings braucht, ist eine politische Grundsatzentscheidung für den vollständigen Wettbewerb. Denn ein wirksamer Wettbewerb ist abhängig vom Schutz durch den Staat. Gabriels Foulspiel weiterlesen

Der Minister mahnt zur Eile

Will den Tierschutz in der Nutztierhaltung voranbringen: Gert Lindemann [c] proagrar/VION/Oliver Krato
Gert Lindemann
[c] proagrar/Oliver Krato

Der Fleischkonzern VION gibt seit Jahren ein eigenes Magazin für die Landwirtschaft heraus. ProAgrar heißt es.
In der aktuellen Dezemberausgabe ist dort ein interessantes Interview mit Gert Lindemann, ehemaliger Landwirtschaftsminister in Niedersachsen und aktuell Vorsitzender des bundesweiten Kompetenzkreises Tierwohl bei Bundesminister Christian Schmidt, zu lesen.

Es geht um Tierwohl! Jawohl Tierwohl- viele Tierhalter verdrehen ihre Augen, wenn sie dieses Wort, dieses Thema nur hören. Schließlich gehen wir alle gut mit unseren Tieren um und kümmern uns jeden Tag um unser Nutzvieh. Doch auch dieses Interview macht deutlich, jeder Tierhalter muss sich künftig intensiver mit dieser Thematik beschäftigen!

Botschaft für die Landwirtschaft: Tierwohl ist Megatrend, die kommende Initiative Tierwohl muss als Chance gesehen werden. Diese sollten müssen wir nutzen!

Im kommenden Jahr werde ich dazu noch mehr berichten, aber ich empfehle allen Lesern zunächst die Lektüre des Interviews mit Gert Lindemann:

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