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Dürfen wir Tiere töten?

Sönke Hauschild vom Schleswig-Hoststeinischen Bauernverband setzt sich mit der Frage auseinander, ob wir Tiere nutzen oder gar töten dürfen. Auch diese Diskussion müssen wir Landwirte führen, ich bin auf die Reaktionen gespannt:

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Dieser Kommentar wurde auch im Bauernblatt des nördlichsten Bundesland veröffentlicht

Robert Habeck attestiert der Nutztierhaltung ein Rechtfertigungsproblem. Die Tierhaltung sei nicht mehr lebensnotwendig. Ihr komme damit eine wichtige Begründung abhanden. Der Minister ist mit dieser Ansicht nicht allein. Doch ist das wirklich so? Wer die Nutztierhaltung für unethisch hält, kommt in letzter Konsequenz zum Schluss der PeTA-Gründerin Ingrid Newkirk:

„Es gibt keinen vernünftigen Grund, zu glauben, dass ein menschliches Wesen besondere Rechte hat. Eine Ratte ist ein Schwein ist ein Hund ist ein Junge.“ Es sei keinesfalls absurd, auch gefährlichen Schädlingen ein Lebensrecht zuzubilligen.

Wir sind bei der Frage angelangt: Darf ein Mensch ein Tier, das ihn nicht angreift, töten, um Fleisch zu gewinnen, das er nicht zum Überleben braucht? Aus dem Unterschied zwischen Mensch und Tier leiten wir das Recht ab, Tiere essen zu dürfen. Im Tierschutzgesetz steht:

„Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.“

Was aber ist vernünftig? Fragen wir in Afrika oder Asien:

  • Nutztiere tragen zur Ernährungssicherheit bei. Sie verwandeln organische Substanz in menschliche Nahrung. Immerhin sind 26 % der Landmasse unserer Erde Grünland, nur 12 % Ackerland.
  • Tierische Ausscheidungen dienen als Dünger und Brennstoff.
  • Nutztiere übernehmen wichtige Rollen als Zug- und Tragtiere oder Rohstofflieferant.
  • Eigentum an Tieren stellt eine Versicherung für Notzeiten dar und gewährt wirtschaftliche Unabhängigkeit.

Wie wollen wir die Hungernden der Welt satt bekommen, ohne Tiere zu nutzen? In Deutschland aber brauchen wir keine Tiere zum Überleben. Doch Nutztiere werden nicht nur zur Erzeugung von Lebensmitteln gehalten. Mehr Schwein als im Badezimmer gibt es nur noch im Schweinestall. Fettsäuren aus Schweineknochen werden Seife, Waschpulver und Shampoo beigemischt. Cremes und Gesichtsmasken enthalten Kollagen aus Schweinegewebe, Zahnpasta Fett und Glycerin aus Schweineknochen. Das Schwein hält den Menschen gesund. Bis vor wenigen Jahren war Schweine-Insulin die Rettung für Diabetiker. Heute gibt es gentechnisch hergestelltes Insulin. Heparin aus Schweinedärmen wirkt blutverdünnend in der Thrombose-Prophylaxe. Das Schwein gilt als Kandidat für Organtransplantationen.

Es gibt also viele „vernünftige“ Gründe, warum wir Tiere nutzen. Am Ende tun wir es, weil es uns Menschen dient. Stellen wir Mensch und Tier auf dieselbe moralische Ebene, kommt uns eine wichtige Begründung abhanden. Aber ist eine derartige Gleichstellung gerechtfertigt? Die Leugnung des Unterschiedes tastet am Ende die Würde des Menschen an. Peta-Chefin Ingrid Newkirk schreibt in ihrem Testament, zu Kampagne-Zwecken könnten Teile ihrer Leiche gegrillt, ihre Haut zu Leder und ihre Füße zu Schirmständern verarbeitet werden. Wer möchte dem folgen?

Auch wenn es hart ist: Tiere haben kein Recht auf Leben. Vor allem nicht in der Natur. Es gibt einen Unterschied zwischen Mensch und Tier. Spätestens bei nächsten Reh-Unfall sind wir froh, dass es kein Kind war. Der rechtliche und moralische Aufstieg des Tieres hat die Erniedrigung des Menschen zur Folge. Unsere christliche Werteprägung unterscheidet deutlich zwischen Mensch und Tier. Zugleich fordert sie uns auf, der menschlichen Verantwortung für die Schöpfung nachzukommen. Deshalb genießt der Tierschutz in den westlichen Ländern eine Wertschätzung, die in anderen Weltregionen realitätsfremd wirkt. Wer das Tier zum Menschen macht, der wird selber zum Tier. Echter Tierschutz erfordert Menschlichkeit.


lesenswert in diesem Zusammenhang:

bio-vegane Landwirtschaft?

In der FAZ vom 1.Oktober 2015 erschienen acht Artikel über Landwirtschaft und Ernährung. Georg Keckl macht sich ein paar Gedanken zu den Berichten und Artikeln. Dieses ist zehnte Teil der kleinen Serie:

2.05 Vegan wäre der Tod von DEMETER

ZITAT FAZ, Herr Bauck: Dieses ganze vegane Zeug zum Beispiel ist mir völlig fremd. Ich bin Bauer und weiß, dass es keine vegane Landwirtschaft gibt. Tiere gehören einfach auf den Hof, schon allein deswegen, weil man ohne ihren Mist keine natürliche Düngung hat. ZITAT ENDE.

Eine vegane Landwirtschaft gibt es schon, seit Jahrzehnten gleich in Herrn Baucks Nachbarschaft, was er wissen müsste wie die ganze Welt, aus der kam der EHEC-Keim, der hier 53 Menschen qualvoll zu Tode brachte.
Dass Herr Bauck ein Problem mit vegan hat ist klar, als DEMETER-Betrieb muss er Vieh halten. Der Nährstoffkreislauf nach Rudolf Steiner funktioniert sonst nicht. Herr Steiner kannte noch keine Biogasanlagen. Natürlich steht er, trotz der vielen Bauck-Backmischungen in den Bio-Supermärkten etc., in der Tradition der „unbehandelten Lebensmittel“ aus der Reformbewegung, die noch heute das Angebot der Reformhäuser ausmachen.
Vegan hat eine kuriose Schwäche für voll künstliche Ersatzprodukte, wie „vegane“ „Wurst & Käse“. Das konsumieren dann die gleichen Ernährungsbewegten, die sonst so viel Wert auf „unverfälscht“ und „frisch“ und „natürlich“ legen.
Wie meinte doch Herr Martenstein im ZEIT-Journal über den deutschen Verbraucher samt Verbraucherberaterinnen: „Es ist meiner Ansicht nach wissenschaftlich erwiesen, dass 64 Prozent der Deutschen geisteskrank sind“
1. Ja Himmelherrgottnochmal, Fleisch ist natürlich, was denn sonst! Vegan wäre der Tod der DEMETER-Betriebe, würde Bio ans Messer liefern.

Aber der Streit vegan-bio-biovegan-nurgesund / Veganzmarkt – Biosupermärkte – Reformhäuser hat nun den Vorteil, dass die scheinheiligen Bio-Vorsteher sich endlich zur Tierhaltung bekennen müssen und dies auch den veganen Tierrechtsaktivsten in ihren Demo-Kolonnen sagen müssen, derer sich Bio bisher zur Schlechtmachung der Konviprodukte gern bediente, selbst als die zunehmend auch in Bioställe eindrangen.

peta_führt_krieg

Die veganen Tierrechts-NGO’s sind Missionswerke für vegan mit dem Tierschutz als Missionshilfsmittel und keine guten Mitmarschierer in Bio-Förderdemos.

Wann merken die Journalisten und nackerte Promis, dass das Ziel dieser Organisationen „mehr Platz für Tiere“ ist, eine Reduzierung des Hauptumweltsünders, des Haupttierquälers, des Menschen?

Wollen wir das nachher wieder nicht gewusst haben? Schon die Reaktion von Herrn Broder auf den peta-Protest gegen einen mit Sprengstoff beladenen Esel hätte doch allen Promis die Schlüpfer anlassen müssen!2


Die Ausgabe der FAZ vom 1.10.2015 ist als e-Paper hier erhältlich: http://e-kiosk.faz.net/faz-2015-10-01-pdf.html

 

Fleisch unter Krebsverdacht

Die Weltgesundheitsorganisation erklärt in einem Bericht Wurst und Fleisch als krebserregend.

Eine erschreckende Meldung, die sicher viele Verbraucher verunsichern wird. Aber der Zentralverband der deutschen Schweineproduktion (ZDS) ordnet diese Meldung ein und erklärt:

logo_zds„Die IARC, eine Unterorganisation der Weltgesundheitsorganisation (WHO), hat eine Monographie zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Fleisch und Fleischprodukten veröffentlicht – und scheint in einem parallel veröffentlichten FAQ – Paper die eigene Einstufung, die auf der Auswertung von 800 Studien beruht, zu relativieren.
Das wundert nicht, schließlich sind jüngere Metastudien zu dem Ergebnis gekommen, dass die Zusammenhänge nicht so eindeutig sind, wie sie von der IARC in der Zusammenfassung ihrer Monographie dargestellt werden. Grundsätzlich steckt die Ernährungsforschung in einem Dilemma: fundamentale Schwächen lassen eigentlich keine Erkenntnisse zu.
Darauf weist die wohl bekannteste englische Ernährungswissenschaftlerin Zoé Harcombe in ihrer aktuellen Stellungnahme zu der IARC-Monographie hin. Die IARC leitet ihre Einschätzung bzgl. des Einflusses eines steigenden Fleischkonsum auf das Darmkrebsrisiko aus 10 von 800 Studien ab. Welche Studien das sind, sind derzeit noch nicht bekannt.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) reagierte nach der Veröffentlichung der IARC mit einem Hinweis, dass Fleisch Bestandteil einer gesunden Ernährung darstellt. Ebenso das Landwirtschaftsministerium und selbst die IARC. Sehr schnell war auch der Spiegel mit einer sehr fachlichen Risikoeinschätzung.“ (Quelle: ZDS)

Nichtsdestotrotz befindet sich jetzt Fleisch und verarbeitetes Fleisch auf einer WHO-Liste von krebserregenden Stoffen neben Tabakrauch, Asbest und Autoabgasen. Für die fanatischen Anhänger der vegatarischen bzw. veganen Lebensweise eine Bestätigung ihrer Ablehnung von Fleisch.

Doch was sind denn die Alternativen? Mehr Soja essen? Anscheinend auch keine eindeutig richtige Alternative.soja_krebs_medizinwelt

Was dann? Einfach auf Fleisch verzichten? Davon rät die DGE (s.o.) bekanntlich auch ab. Weil der Vegetarismus wohl auch selber wiederum krebserregend sein soll.vegetarier_krebs_asthma_welt

vegetarier_krebsDa bleibt wohl nur die Lichtnahrung- ach nee, Sonnenstrahlen sind ja auch kanzerogen…

Na ja – Das Leben an sich ist krebserregend, zumindest mit zunehmender Dauer. Und ganz gefährlich wird es im hohen Alter, denn dann ist die Wahrscheinlichkeit zu sterben am höchsten! Fleisch unter Krebsverdacht weiterlesen

der grüne Lack ist ab

Jetzt möchte ich doch noch ein paar Gedanken zur Abgas-Affaire von VW los werden:
Volkswagen hat bekanntlich vorsätzlich und mit krimineller Energie die geprüften Abgaswerte von Dieselmotoren deutlich nach unten manipuliert- mit einem wohl sehr ausgefeiltem Chiptuning.

Mit diesen manipuliert niedrigen Abgaswerten bewarb Volswagen sehr aufwändig seine Automodelle mit Dieselmotor in den USA. Bei ca. 50 % lag der Marktanteil von VW bei Diesel-PKW in den Staaten.

Like really clean diesel  (c) Screenshot YouTube
Like really clean diesel – (c) Screenshot YouTube

Doch nun ist die Manipulation aufgeflogen. Das Greenwashing ging nach hinten los und VW steht nun vor einem Scherbenhaufen.

Apropos Greenwashing. War da nicht noch was? Sabine Leopold vom Agrarmanager erinnert sich:

logo_agrarmanager_claim_80Wir erinnern uns:
Noch vor einem halben Jahr brüstete der Konzern sich mit seinem Umweltbewusstsein, weil er das Catering in der firmeneigenen „Autostadt“ auf „vital – vegetarisch – vegan“ umgestellt hatte. Und um dem Kunden das neue Restaurant-Konzept auch so richtig schmackhaft zu machen, droschen die PR-Verantwortlichen auf ihrer Website auf die konventionelle Tierhaltung ein:
Milch enthalte alle Medikamente, die man der Kuh verfüttere, zudem sei sie krebserregend. Und Fleisch könne man – wenn überhaupt – bestenfalls aus Biohaltung halbwegs gefahrlos essen. Anderenfalls bedrohten BSE, Anabolika und Hormone die Gesundheit des Konsumenten (hier nachzulesen).

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Von falscher Tierliebe und echtem Menschenhass

Landblogger Olaf Henke
Landblogger Olaf Henke

Blogger Olaf Henke ist auf LANGBLOGGER aktiv. Er hat sich mit ganz viel *ismus befasst. Ein sehr aufschlussreicher Artikel ist dabei herausgekommen, den ich hier unbedingt rebloggen möchte.
Olaf Henke bloggt seit etwas mehr als einem Jahr auf landblogger.de. Er ist 28 und stammt aus dem niedersächsischem Wendland. Dort betreibt er eine Forst- und Landwirtschaft. Eine ausführliche Vorstellung seines Betriebes gibt es auch bei FragdenLandwirt und ist bei Facebook und im Web erschienen.

VON FALSCHER TIERLIEBE UND ECHTEM MENSCHENHASS

Rassismus, Antisemitismus und Faschismus sind Begriffe, die sich in unserem heutigen Diskurs fest etabliert haben um damit jeden zu diskreditieren der einer anderen als der eigenen Meinung ist. Ob die eigenen Aussagen dabei überhaupt etwas mit diesen harten Vorwürfen zu tun haben, spielt dabei gar keine Rolle. Aber es gibt noch einen weiteren Ismus, der zwar vielen noch unbekannt sein mag, dessen Bedeutung sich aber vor allem bei Veganern fest etabliert hat, wenn es um landwirtschaftliche Tierhaltung geht: Der Spezizismus!

Selbst begegnete mir dieser Begriff das erste Mal vor etwa drei Jahren in einem Flugblatt der grünen Hochschulgruppe Göttingen anlässlich der Wahlen des Studentenparlamentes. Konkret geht es darum, daß ein Spezizist sich auf Grund seiner Art / Spezies (MenschHomo sapiens sapiens) anderen Spezien überlegen fühlt und sich auf Grund dessen das Recht herausnimmt diese zu domestizieren, zu melken oder sogar zu töten und zu essen (Quelle).
„Ja und?“, mögen viele jetzt denken, die von sich selbst ein höheres Bild hat als von einer Ziege, Mücke oder Ratte haben, zu denen wohl ohne weiteres 95 % der mitteleuropäischen Bevölkerung zählen. Dennoch sollte man die selbsternannten Antispezizisten nicht einfach als Spinner abtun und ihren keine Aufmerksamkeit schenken, denn die Vergangenheit ermahnt uns regelrecht mit solchen Gruppierungen offensiv umzugehen. Bis heute ist beispielsweise der Anteil der Biokonsumenten nicht wesentlich über fünf Prozent hinausgekommen, nach unserem Wahlrecht wäre eine Partei der Biokäufer in keiner unsere demokratischen Institutionen vertreten. Dennoch wurden in den vergangenen zehn Jahren grundlegende politische Entschlüsse mit milliardenschweren Förderpaketen getroffen um die Bioproduktion massiv zu subventionieren und zu protektionieren. Vegetarier und vor allem Veganer, die sich gerne als Antispezizisten sehen, sind eine noch kleinere Minderheit und dennoch wird allerlanden über Veggydays und Einschränkungen der Tiernutzung aus moralischen, eben antispezizistischen Gründen diskutiert, der sich 96 % der fleischessenden Bevölkerung unterwerfen soll! Der Mensch habe laut dieser Ideologie keinerlei Recht Tiere zu töten, zu nutzen oder überhaupt zu halten, das ist die klare und unerschütterliche Doktrin der überzeugten Antispezizisten und ihrer hippen Organisationen.

Damit verbietet sich nicht nur der Fleischverzehr, auch Honig, Milch, Käse, Eier, Butter, Pfannkuchen, Wollpullover, Lederschuhe, Seidenkravatten uvm. würden so der Vergangenheit angehören. Ganz vorne bei solchen Kampagnen steht immer wieder die „Tierrechts“vereinigung PETA. Anders als andere Organisisationen, wie NABU und BUND, die sich mit Tierschutz und -rechten befassen und zumindest in der Vergangenheit versucht haben seriöse Arbeit zu leisten, die ihnen die Anerkennung als offizielle Lobbyisten ihrer Interessen in Deutschland brachte, war und ist PETA hingegen eine militante Organisation, die Fleischverzehr auch gerne mal mit dem Holocaust gleichsetzt. An sachlicher politischer Arbeit ist ihnen nicht gelegen, sie provozieren stattdessen lieber mit nackten Promies und starten Aktionen fernab dem Boden der Legalglität. Im Kampf für die Gleichstellung der Tiere scheint ihne wirkliche jedes recht und billig zu sein.

Lassen wir den rein ethischen Aspekt, Mensch und Tier auf die selbe Stufe der Wertigkeit zu stellen mal einfach beiseite, denn über Ethik und privater Glaube lässt sich schlecht diskutieren, sondern konzentrieren wir uns mal auf die Ethik der Umsetzung dieses Glaubens. Wie die meisten Anti-Begriffe geht es beim Antispezizismuss nicht allein um eine Ablehnung, vielmehr ist er das radikale Spiegelbild dessen was man zu bekämpfen versucht.

“Seit fruchtbar und mehret Euch! Macht euch die Erde untertan!”, jeder der schon einmal eine Bibel in der Hand hatte und sinnigerweise vorne zu lesen begann, kennt diesen Satz. Weil dieser Satz so bekannt und prägend für das christliche Abendland war und noch immer ist, ist er die Hauptzielscheibe der Antispezizisten.

Extreme Beschimpfungen kommen immer wieder aus der "veganen Ecke"- diese Kommentare wurden im Rahmen einer Diskussion auf der Facebookseite einer Metzgerei gefunden.
Extreme Beschimpfungen kommen immer wieder aus der „veganen Ecke“- diese Kommentare wurden im Rahmen einer Diskussion auf der Facebookseite einer Metzgerei gefunden.

Es geht nicht nur um die reine Ethik, Veganer und Antispezizissten sind als eine postchristliche Sekte zu verstehen. Sie fühlen sich moralisch überlegen, versprechen durch ihre Lebensweise eine langes Leben mit ewiger Gesundheit und predigen allen, die es ihnen nicht nachmachen den bevorstehenden Untergang der heutigen Welt. Ihr Kampf gilt weniger den Rechten der Tiere, vielmehr ist es ein Glaubenskrieg gegen unsere heutige Gesellschaft und den Resten ihrer christlichen Werte und Motive. Doch noch etwas stört sie an der Weisung, die Gott unseren Stammeltern mitgab, das “seid fruchtbar und mehret euch”. Vielen Antispezizisten geht es nicht um Gleichberechtigung von Mensch und Tier, es geht ihnen um die Bekämpfung der Menschheit. Für sie ist der Mensch, wie bei vielen radikalen „Umweltschützern“, Ursache allen Übels und ein Fremdkörper auf unserem Planeten, den es soweit wie möglich zurückzudrängen gilt. So findet man all zu oft das äußerst fragwürdige Argument, daß drei Milliarden Menschen mehr als genug für unsere Erde seien. Doch was mit den restlichen fünf geschehen soll wird dabei idR. verschwiegen. Diesen ideologischen Hintergrund dieser Bewegung muss einem bewusst werden um ihre Argumente und Handeln verstehen zu können.

Es ist auffällig, daß sich radikaler „Tierschutz“ immer wieder mit perversen Menschenhass paart. Daß Staaten und Regime, die umfassende Tierrechte durchdrückten, kein Problem mit Mord und Folter an Menschen hatten. Am deutlichsten wurde das wohl während des Dritten Reichs (Quelle). Die ersten und umfangreichsten Tierschutzgesetze, ein Jagdgesetz und vieles mehr, wurde schon sofort zu Beginn geschaffen und waren seinerzeit ein weltweites Novum. Den Nazis war sehr daran gelegen, daß keinem Tier auch nur ein Haar gekrümmt werden sollte und Hitler selbst war überzeugter Vegetarier, der mit der Förderung des Grünkernanbaus auch den Rest Deutschlands von dieser fortschrittlichen Ernährungsweise überzeugen wollte. Die Folterung und Ermordung von Millionen, Juden, Zigeunern, Homosexuellen und Behinderten hingegen, war für sie moralisch nicht nur in Ordnung sondern ein dermaßen erstrebenswertes Ziel, daß sie es bis zu einer industrialisierten Vernichtungsmaschinerie perfektionierten. Nirgends wird der Widerspruch von völlig abstruser „Tier- und Naturliebe“ und gleichzeitigen Menschenhass deutlicher als zu dieser Zeit.

So häufig die Nazikeule in heutiger Zeit auch geschwungen werden mag, gegen die die diese abartige Ideologie voller Überzeugung auch heute noch in sich tragen, kommt sie all zu selten zum Einsatz. Stattdessen werden feiert man sie in gleichgesinnten (antispezizistischen Kreisen) als fortschrittliche Denker einer schönen Zukunft. Zu ihnen gehört ohne Frage auch Philosophie Professor Peter Singer, der an der amerikanischen Priceton-Universität Bioethik lehrt (Quelle). Er gehört zu den Vordenkern und Erfindern des Begriffes „Spezizismus“, welchen er das erste mal 1975 in seinem Werk „Die Befreiung der Tiere“ benutzte. Seiner Ansicht nach würden Tiere uneingeschränkt die gleichen Gefühle und Emotionen wie Menschen empfinden, so daß sich jede Haltung und Nutzung von Tieren aus ethischer Sicht verbieten würde. Als Bioethiker beschäftigt er sich jedoch auch schon seit längerem der Ethik der Abtreibung menschlicher Schwangerschaften und hat seine Schlussfolgerungen dazu immer weiter gesponnen. Für Singer stellt es kein Problem dar Kinder, wenn sie denn geistig behindert sind auch noch nach der Geburt zu töten. Seiner Ansicht nach könne man in solchen Fällen nicht von Mord sprechen, denn es seien Objekte ohne eigenen Zukunftspläne, vermutlich auch ohne Gefühle und Empfinden (Quelle). Während er alle Tiere pauschal auf die selbe Stufe wie den Menschen stellt, ordnet er behinderte Kinder als Ausschussware und Müll ein, den man ohne ethische Gewissensbisse töten und entsorgen könne. Es ist die abartige Ironie des Zusammenhangs von krankhafter Tierliebe und Menschenhass. Trotz solcher Erschreckender Ansichten, ist und bleibt Peter Singer die unangefochtene Ikone der weltweiten Tierrechtsfaschisten, die auf Grundlage seiner Theorien, Einbrüche, Gewalt, Diebstahl und Brandstiftungen als legitim rechtfertigen. Auch ihnen ist der Menschenhass anscheinend angeboren, verfolgt man diverse Foren und soziale Netzwerke, wenn es wieder einen Brand auf einem Bauernhof gab oder ein Mensch beim Umgang mit Tieren schwer verletzt oder gar getötet wurde. Ein Bulle, der seinen Bauern tottrampelte wird dort zum Helden stilisiert und die Kommentatoren hoffen noch auf viele weitere „zermatschte Sch..ßlandwirte“. Ein Stallbrand wird süffisant kommentiert, schade das es nicht das Wohnhaus mit dem Drecksbauern und seinen Tierquälerblagen erwischt habe. Zuletzt geriet im Facebookauftritt der Initiative „Frag den Landwirt“ sinnigerweise eine Behinderteneinrichtung unter Beschuss menschenverachtender Kommentare („Was können denn die armen Kühe dafür, dass Du behindert bist?“), weil dort behinderte Menschen mit Kühen arbeiten.

Jedoch muss auch die so propagierte Tierliebe der Antispezizisten arg in Frage gestellt werden. Nicht umsonst fordert man das absolute Verbot von Tierhaltung, den es scheint so, als würde sich die, die solches fordern regelrecht vor Tieren ekeln oder panische Angst haben. So sieht sich PETA immer mehr den Vorwürfen ausgesetzt, Tiere systematisch auf Druck aus oberste Vorstandsebene ohne Notwendigkeit getötet zu haben (Quelle)

Offensichtlich ist es mit dem Antispezizismus wie mit jedem anderen Ismus, es ist eine verquere Ideologie, die auf eigenen Komplexen und allgemeinen Welthass beruht. Ihre Anhänger wollen keine Diskussionen und schon gar nicht ihre Lebensweise in aller Ruhe für sich leben. Es geht ihnen allein darum ihren Hass und ihre eigene Frustrationen an anderen abzureagieren und sich dafür eine moralische Rechtfertigung zu schaffen.

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