Schlagwort-Archive: Weidehaltung

Das Wasser und das liebe Vieh

Immer wieder begegnet einem bei Diskussionen über die Umweltfolgen von tierischen Produkten der Verweis auf den immensen Wasser“verbrauch“.

So werden zum Beispiel für 1 kg Rindfleisch 15400 Liter genannt.

Dass eine solch gewaltige Menge vom Tier nicht gesoffen werden kann, erscheint logisch unter dem Gesichtspunkt, dass dieses Kilo Fleisch an 1 bis 3 Tagen heranwächst. Und auch das Putzwasser bei der Produktion kann nicht diese Höhe erreichen. 15400 Liter aus der Leitung würden hierzulande zwischen 50 und 100 Euro kosten. Das wäre mit Sicherheit ein zu großer Aufwand für ein Kilo Fleisch im Wert von 6 – 20 Euro. Und trotzdem stimmt die Zahl. Es handelt sich um sogenanntes „virtuelles Wasser“, den sogenannten waterfootprint.

Virtuelles Wasser wird im deutschen wikipedia einigermaßen anschaulich erklärt. Trotzdem werde ich später auf englischsprachige Seiten verlinken. Denn auf wikipedia hat sich wie in vielen anderen deutschen Publikationen und von Seiten der Wasserversorger der Begriff „WasserVERBRAUCH“ eingebürgert.

Das ist meines Erachtens falsch. Denn „Verbrauch“ im Zusammenhang mit Wasser ist in wikipedia folgendermaßen definiert: https://de.wikipedia.org/wiki/Verbrauch Das Wasser und das liebe Vieh weiterlesen

Weidetierhaltung geht nur ohne Wölfe

Wenn es um die Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft (AbL) geht, dann habe ich bisher nicht mit Kritik gegeizt.

cid_image001_jpg01d23eb7Um so überraschter war ich heute Mittag, als ich folgende Pressemitteilung des AbL Niedersachsen/Bremen e.V. gelesen habe.

Ich stimme mit dem Inhalt weitestgehend überein:

 

Pressemitteilung
AbL: Weidetierhaltung geht nur ohne Wölfe

Angesichts der Bedrohung der Weidetierhaltung durch Wölfe in weiten Teilen Deutschlands fordert der Landesverband Niedersachsen/Bremen der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) von Landes- und Bundespolitik unverzügliche und wirksame Schritte zur Lösung dieses immer drängenderen Problems. Die bereits langandauernde und immer zähere Debatte über Schutzzäune oder Entschädigungen sei offensichtlich völlig ungeeignet, einen wirksamen Schutz für die Weidetiere zu schaffen. Vielmehr stehe man – zumindest in vielen Regionen – vor einer klaren Entscheidung, ob man flächendeckend die Weidetierhaltung opfern wolle – für Wolfsrudel, die hierzulande definitiv keinerlei ökologische Bedeutung hätten und die sich zunehmend auf Nutztiere spezialisierten. Dies sei gerade für bäuerliche Betriebe nicht hinnehmbar, zumal derzeit die agrarpolitische Entscheidung anstehe, ob man Kühe künftig in Stallhaltung auf Maisfuttergrundlage halten wolle oder in Weidehaltung mit dem damit verbundenen Erhalt des Grünlands. Insofern dürfe es bei der „Wolfsdebatte“ nunmehr keine Tabus mehr geben – weder hinsichtlich des Jagdrechts noch hinsichtlich von Artenschutz-Bestimmungen.

Ich hätte die „Maisgrundlage“ jetzt nicht in der PM eingebaut, aber ansonsten kann ich der AbL voll beipflichten.
Donnerwetter denke ich- vielleicht lassen sich ja noch weitere Gemeinsamkeiten feststellen bzw. erarbeiten? Ich würde mich darüber freuen.

NABU UND LANDVOLK IM DIALOG

(VEL) Miteinander reden und gemeinsame Nenner finden – das war das Ziel eines ersten Gespräches zwischen Landvolk und Naturschutzbund (NABU) Emsland/Grafschaft Bentheim, zu dem das Landvolk eingeladen hatte. Anlass war ein im VEL_logo_180August in der Zeitung erschienener offener Brief des NABU. Ziel des NABU ist es, die Biodiversität in der Agrarlandschaft zu erhöhen. So sei durch intensive Ackerwirtschaft und Grünlandumbruch der Bestand an Wiesenvögeln stark nabu_el_logozurückgegangen. Positiv wirke sich hier die Haltung von Rindern auf der Weide aus. Zum Schutz von Wildtieren waren sich NABU und Landvolk einig, dass die Mahd von innen nach außen selbstverständlich sein solle. Wichtig sei auch der Anbau von Zwischenfrüchten und Blühstreifen. Der NABU erkennt viele richtige Ansätze, die aber weiter verfolgt und für ein besseres Image auch an die Öffentlichkeit gebracht werden müssen.

Miteinander und nicht übereinander sprachen der NABU und das Landvolk.
Miteinander und nicht übereinander sprachen der NABU und das Landvolk.

Beim Thema Nitratbelastung im Grundwasser wies Lambert Hurink auf stetig sinkende Werte hin. Außerdem NABU UND LANDVOLK IM DIALOG weiterlesen