Der Feind meines Feindes ist mein Freund?

Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Koalition der „Wir haben es satt“-Demo (WHES) nach einem Motto zusammengestellt wurde:

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Der Feind meines Feindes ist mein freund

Dabei ist der gemeinsame Feind die Agrarindustrie und der Bauernverband, der ja gerne von AbL und anderen NGOs als Lobbyist für die Agrarindustrie bezeichnet wird.

Wenn Bioverbände und die vegane Albert-Schweizer-Stiftung für ein und dieselbe Demo aufrufen, dann kann ich mir das nur so erklären: beide haben etwas gegen den Bauernverband, also werden die Kräfte gebündelt und gemeinsam „dagegen“ demonstriert.

Aber auch der „Tierbefreiungsblock„, eine Ansammlung von Tierrechtlern und Anti-Speziesisten, die jegliche Nutztierhaltung radikal ablehnen, wird ganz offiziell zu der Demo eingeladen:

whes_tierbefreiungsblock

Dabei betonen die Veranstalter, dass keine Diffamierung geduldet wird. Glaubt wirklich jemand folgende Plakate sind nicht diffamierend oder werden in diesem Jahr nicht gezeigt?
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Oder ist es ein Ausdruck von Hilflosigkeit, weil die WHES-Organisatoren nicht mehr die Geister los wird, die sie in früheren Jahren gerufen bzw. stillschweigend geduldet haben?

Ein Diskutant und offenbar aus den Reihen der Tierbefreier spricht von Notwehr, wenn Ställe zerstört werden. So etwas macht mich fassungslos:

Notwehr?
Notwehr?

Aber es gibt viele weitere merkwürdige bzw. fragwürdige Allianzen rund um diese „Wir haben es satt“-Demo: Ich erinnere mich noch gut an die Allianz beim Spendenwerben und Jagdverbieten zwischen NABU, BUND und PeTA. Jedes Mittel scheint den verschiedenen Gruppen Recht zu sein.

Was meint ihr? Welche Kooperation zwischen einzelnen Unterstützern der WHES passt in das oben beschriebene Schema (Der Feind meines Feindes ist mein Freund)? Die besten Beispiele werde ich hier anhängen.

Ein Gedanke zu „Der Feind meines Feindes ist mein Freund?

  1. Es ist unerträglich, dass bei Whes der Tierbefreiungsblock eingeladen wird, und die Albert-Schweizer Stiftung zu den Mitorganisatoren gehört. Was die Stalleinbrecher mit ihren Videos in den vergangenen Jahren angerichtet haben ist ein Schaden für die Landwirtschaft sondergleichen. Man stelle sich vor, man würde eine andere Branche durch manipulativ geschnittenes Filmmaterial, das bei schwarzen Schafen gedreht wurde, als Ganzes so darstellen? Undenkbar. Oder war z.B. die Aufdeckung der szustände in der Bildredaktion durch Günther Wallraff damals auch ein Problem des gesamten Journalismus? Nein, aber bei den Bauern sind immer alle schuld.
    Für die Veranstalter der Whes -Demo sind diese Radikalen aber „Massebringer“, denn vegane Freaks gibt es in Berlin zu Tausenden. Würden diese Gruppen von der Demo ausgeschlossen, würde sich die Teilnehmerzahl halbieren.

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