Archiv der Kategorie: Bilder

Frohes neues Jahr!

LaiBi_logoLaiBi (Landwirtschaft im Bild) legte eine Serie auf mit Wünschen verschiedener Landwirte zum Jahreswechsel auf. Heute zum Neujahrstag ist folgendes Bild zu sehen:LaiBi_blogagrar_neujahr

Hier die weiteren Bilder zu der erfolgreichen Serie:

Danke an LaiBi! Dafür, dass es diese tolle Seite gibt und natürlich dafür, dass ich einige Bilder hier im Blog präsentieren darf.
LaiBi gibt es auch als Smartphone-App für Apple und Android-Handys.

Meyer und die Antibiotika-Datenbank

Eigentlich wollte ich heute gar nichts schreiben. Eigentlich. Aber dann habe ich habe heute Abend folgendes Bild der CDU-Fraktion des Landes Niedersachsen gesehen:

Bei jeder Gelegenheit lässt Minister Meyer die konventionell arbeitenden Landwirte spüren, was er von ihrer Arbeit hält: offenbar gar nichts. Zeit für ein kleines „Best-of Christian Meyer“ mit reichlich kruden Thesen zu den Auswirkungen von Tierhaltung und Landwirtschaft. Konstruktive Beiträge – Fehlanzeige. (Quelle und Zitat der CDU-Fraktion im Niedersächsischem Landtag)
Bei jeder Gelegenheit lässt Minister Meyer die konventionell arbeitenden Landwirte spüren, was er von ihrer Arbeit hält: offenbar gar nichts. Zeit für ein kleines „Best-of Christian Meyer“ mit reichlich kruden Thesen zu den Auswirkungen von Tierhaltung und Landwirtschaft. Konstruktive Beiträge – Fehlanzeige. (Quelle und Zitat der CDU-Fraktion im Niedersächsischem Landtag)

Und da vielen mir natürlich viele weitere Ärgernisse ein. Die Liste der ärgerlichen Aussagen von Meyer ist nämlich lang und jeder Landwirt denkt da bestimmt an viele Unterschiedliche „Highlights“.
Mein Favorit im negativen Sinne ist sein Statement zu den ersten Ergebnissen zu der Antibiotikadatenbank, die ich im Radio während der Stallarbeit hörte:

„Es ist erschreckend,
dass 25 % der Betriebe
zu viel Antibiotika eingesetzt haben!“

Das System der Antibiotikadatenbank mit seinen Repressionen ist aber so angelegt, dass jeder Tierhalter, der über dem sogenannten 3. Quartil liegt, ein Maßnahmenplan und gegebenenfalls staatlich verordnete Sanktionen zu befürchten hat. Die Grenze wird immer wieder neu festgestellt. Auch wenn man seine Antibitikagaben deutlich gesenkt hat, kann man immer noch zum „bösen“ 3. Quartil gehören.

Die Antibiotikadatenbank ist total unausgegoren. Ich habe gestern (obwohl ich genug andere Sorgen auf dem Betrieb habe) zwei Maßnahmenpläne mit meinem Tierarzt bearbeiten müssen. Für mich ist das Zeitverschwendung, die ich auch noch bezahlen muss!

gekürzter Maßnahmenplan
gekürzter Maßnahmenplan

Der erste Maßnahmenplan ist auf nur ein Blatt gekürzt worden. Der war deshalb erforderlich, weil ich bei meiner Bullenmast einen Behandlungsindex von 0,0 hatte (also überhaupt kein einziges mal ein Antibiotikum verabreicht habe) und die Grenze für das dritte Quartil (also an der Grenze, wo die 25% schlechtesten Betriebe beginnen) auch bei 0,0 lag. Vor einem halben Jahr durfte ich noch die ganze Strecke ausfüllen, weil ich einen Index von 0,119 hatte…

Keine Chance, jemals aus dem dritten Quartil herauszukommen

Den zweiten Maßnahmenplan musste ich für meine Kälberaufzucht ausfüllen. Ich habe die Antibiotikagaben deutlich senken können, bin aber noch immer meilenweit davon entfernt, jemals unter das dritte Quartil zu rutschen.

Maßnahmenplan für Kälber und Fresser
Maßnahmenplan für Kälber und Fresser

Das werde ich realistischer Weise niemals schaffen, wenn ich an gesunden und vitalen Kälbern interessiert bin und auch keine erhöhte Mortalität in Kauf nehmen möchte.
Warum habe ich keine Chance?
Grund ist, dass ich mit reinen Fresserbetrieben konkurrieren darf. Wenn die Kälberaufzucht vernünftig erledigt wird, dann sind  später keine weiteren Behandlungen und schon gar nicht Bestandsbehandlungen von Fresser und Bullenmastbeständen mehr nötig. Aber ich habe eben auch die jüngsten Tiere im Bestand und die werden eben häufiger krank als die älteren Fresser und erst Recht als die robusten Jungbullen über 8 Monaten.

Das sind aber nicht die einzigen Kritikpunkte an dieser Datenbank. Die ist insgesamt zu kompliziert und zu bürokratisch. Es haben viele Landwirte Probleme, ihre Daten korrekt einzugeben. Die Gefahr, an irgendeiner Stelle einen Fehler zu machen ist groß. Deshalb kann man sicherlich schon grobe Tendenzen aus den Zahlen ablesen, aber in der Breite funktioniert dieses System einfach noch nicht.

Diese staatliche Antibiotikadatenbank (ja, es gibt für Schweine zusätzlich eine zweite Datenbank, die das QS-System aufgebaut hat) ist mit viel zu heißer Nadel gestrickt worden und ist das Produkt aus politischem Aktionismus, einer Prise Misstrauen gegenüber der Landwirtschaft und einer großen Portion Unfähigkeit und Unsachverstand der zuständigen Behörden.

Impessionen vom Treckerkorso nach Hannover

Heute werden tausende Bauern in Hannover demonstrieren. BlogAgrar berichtete mehrfach darüber- und zwar hier, hier, hier  und natürlich hier

Hier ein paar Impressionen vom beeindruckendem Treckerkorso:

Bildergalerie vom Landvolk Mittelweser: Impessionen vom Treckerkorso nach Hannover weiterlesen

tweet des Tages – mit @FilFallt

twitter_logogerold_steinbach_filfallt02Der zweite „tweet des Tages„, den ich in diesem Blog vorstelle. Dieses Mal von Gerold Steinbach, der unter dem Nicknamen @filfallt schon seit 2011 twittert.
Unter dem Hashtag #Bauerntweet postete er heute ein ganz fantastisch schönes Foto:

 

 

Gerd Sonnleitner-Preis 2015 geht an Nadine Henke

rentenbank_logoDer Gerd Sonnleitner-Preis der Rentenbank würdigt junge Landwirte bzw. Landwirtinnen, die sich ehrenamtlich in besonderer Weise für den lokalen Interessenausgleich engagieren bzw. engagiert haben.

Nadine Henke mit ihrer Familie (c) vom WDR, WestArt
Nadine Henke mit ihrer Familie (c) vom WDR, WestArt

Heute Abend nahm Nadine Henke aus dem Landkreis Diepholz den diesjährigen Preis im feierlichen Rahmen in Berlin entgegen. Ihr Landesverband, das niedersächsische Landvolk, schlug der Jury die Preisträgerin mit folgendem Bewerbungsbrief vor:

Nadine Henke zeichnet sich durch ihre offene und unerschrockene Öffentlichkeitsarbeit aus. Angefangen mit der Facebookseite „Brokser Sauen“, auf der die Tierärztin Sachverhalte aus ihrem Stall erklärt, ist sie heute Mitbegründerin der Seite „Bauernwiki – Frag doch mal den Landwirt“, auf der sie federführend sensible Themen der modernen Tierhaltung anspricht und keine Diskussion scheut. Unter dem Motto „Wo kommen Deine Lebensmittel her? Hast Du Fragen dazu? Frag den Landwirt!“ stellen dort mehrere Landwirte aus ganz Deutschland ihre Betriebe vor und beantworten Fragen zur modernen Landwirtschaft.
Da geht es um die Ohrmarken bei Kälbern genauso wie um die Qualität von Getreide oder den Antibiotikaeinsatz im Stall. „Mit der Seite ‚Frag doch mal den Landwirt‘ wollen wir alle Landwirte repräsentieren und der Landwirtschaft wieder ein Gesicht geben“, sagt Mitbegründerin Nadine Henke. Der niedersächsischen Sauenhalterin ist es besonders wichtig, dass kein Landwirt diffamiert oder beleidigt wird. Die Facebookseite ist unter www.facebook.com/fragdenlandwirt zu finden.
Einblicke in ihren Stall mit 1250 Sauen gewährte sie verschiedenen Videoprojekten sowie einem Kamerateam vom NDR, der die Tierhaltung auf dem Betrieb unter dem Titel „Armes Schwein?“ zur Primetime in der ARD vorstellte. Bereits zum zweiten Mal hat die Landwirtin den Betrieb beim Türöffnertag der „Sendung mit der Maus“ Kindern gezeigt. Nach Terminvereinbarung können sich jederzeit Besuchergruppen vor Ort die Ställe ansehen. Deutschlandweites Aufsehen hat der von ihr und zwei weiteren Landwirten organisierte Flashmob „Wir machen Euch satt!“ vor dem Hauptbahnhof in Berlin erregt. Rund 1.000 Landwirte haben dort zu den Rythmen des Farmer Style der Peterson Farm Brothers getanzt und im Anschluss Fragen von Passanten beantwortet. Als Tierärztin und Bäuerin hat Nadine Henke eine hohe Glaubwürdigkeit in allen Fragen der Tierhaltung. Mit modernen Mitteln hat sie es geschafft, verschiedenen Zielgruppen das schwierige Arbeitsfeld der Landwirtschaft nahe zu bringen. Durch den Dialog mit allen Bevölkerungsschichten hat sie die Akzeptanz der Landwirtschaft merklich erhöht. Und sie motiviert weitere Landwirte, sich in Diskussionen rund um die Landwirtschaft einzumischen.

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Wir ackern für den SV Meppen

SV MEPPEN SPIELER ZU GAST BEI 140 KÜHEN


vom VEL-Blog: Meppen-Helte. Gut ein Jahr ist es her, dass sich regionale landwirtschaftliche Unternehmen zur Hauptsponsoreninitiative für den SV Meppen zusammengeschlossen haben. Die Trikots der Spieler zeigen seitdem den mit Kuh, Huhn und Schwein verzierten Slogan „Echt Emsland – Wir ackern für den SV Meppen“. Um zu erfahren, was hinter den aufgedruckten Tieren steckt, besichtigten die Spieler den Milchkuhbetrieb von Familie Meyring in Meppen-Helte.

(c) VEL
Ein gutes Team: Die Spieler des SV Meppen und Mitglieder der landwirtschaftlichen Hauptsponsoreninitiative Echt Emsland.

Statt aufs Fußballfeld ging es für die Regionalligaspieler in den Milchkuhstall von Christa und Matthias Meyring. Zwei vollautomatische Melkroboter melken dort die 140 Kühe mehrmals täglich. Die Tiere können frei entscheiden, wann sie gemolken werden. Familie Meyring setzt auch im Stall auf Kuhkomfort: Durch offene Seitenwände ist es hell und luftig. Zudem gibt es weiche Liegebetten und Kratzbürsten. Die Spieler waren von dem modernen Stall beeindruckt: „Ich wusste nicht, dass heute mit so viel Technik gearbeitet wird“, so Martin Wagner. Dem 28-jährigen Mittelfeldspieler gefällt das etwas andere Logo auf seiner Brust: „Die Landwirtschaft passt einfach ins Emsland. Ich bin mir sicher, dass sich viele Zuschauer damit identifizieren können.“

(c) VEL
Das Team des SV Meppen besichtigt interessiert die 140 Milchkühe von Familie Meyring.

Das glaubt auch Hermann Wester. Der Präsident der Vereinigung des Emsländischen Landvolkes hob als einer der Hauptsponsoren die Bedeutung der Landwirtschaft für die Region hervor: „Die Landwirtschaft spielt als Herzstück des Emslandes eine große Rolle. Zahlreiche Arbeitsplätze hängen daran“. Markus Lohle, Geschäftsführer beim SV Meppen, zeigte sich mit den Ergebnissen der Hauptsponsoreninitiative sehr zufrieden. Nach guten fußballerischen Leistungen im letzten Jahr hofft er auf eine weitere erfolgreiche Saison. Zudem wies er auf gemeinsame Aktionen im Stadion wie das attraktive Echt Emsland-Torwandschießen für Zuschauer in der Halbzeit hin.

(c) VEL
Glückskind des Tages war Hendrik Meyring: Zum Geburtstag bekam er ein handsigniertes SV Meppen-Trikot.

Neben dem Landvolk zählen zu der Hauptsponsoreninitiative die Firmengruppe Rothkötter, die Unternehmensgruppe Krone sowie die Agravis Raiffeisen AG und weitere landwirtschaftliche Unternehmen aus dem vor- und nachgelagerten Bereich. Nachdem im letzten Jahr für die Meppener Spieler bereits ein Besuch der Hähnchenschlachterei Emsland Frischgeflügel auf dem Programm stand, konnten auf dem Betrieb von Meyrings neben Milchkühen auch moderne Technik von Krone und Agravis besichtigt werden. Meyrings hatten Maschinen ausgestellt, die auf dem Hof zur Grasernte sowie zum Güllefahren dienen.

Lebensmitteldeklaration

Lebensmittel werden zunehmend international gehandelt und verzehrt- trotz aller Forderung nach regionalen Produkten und Vermarktung. Nun, das soll jetzt aber nicht mein Thema sein.

Ich habe ein paar Fotos von Lebensmitteln gefunden, die vor Markteinführung besser einem Übersetzungs-Check unterzogen worden wären.

Vielen Dank an Jerome Vadon, der auf Facebook noch viel mehr Kuriositäten zu bieten hat.

Soup for Sluts
Soup for Sluts
Pet Sweat
Pet Sweat
Frozen Rape Leaf
Frozen Rape Leaf
Urinal hot drink
Urinal hot drink
Tastes Like Grandma
Tastes Like Grandma
Golden Gaytime
Golden Gaytime
Finger Marie
Finger Marie
Nuclear Licorice
Nuclear Licorice
Child Shredded Meat
Child Shredded Meat

Ich glaube, man könnte dieses Thema zu einer Comedy-Serie machen… 😉

Schwalbe und Osterhäschen

Wir haben bereits den 10. Tag im arbeitsreichen April erreicht.
Bereits vorgestern habe ich die erste Schwalbe bei mir auf dem Hof gesehen und auch einen Junghasen beim Güllefahren entdeckt.

Hier die Fotos:

erste Schwalbe
Die erste Schwalbe (macht bekanntlich alleine noch keinen Sommer)
Ein kleiner Junghase- kaum zu sehen
Ein kleiner Junghase- kaum zu sehen
jetzt sieht man das Häschen etwas besser
jetzt sieht man das Häschen etwas besser
dieser Junghase ist vermutlich nur wenige Tage alt
dieser Junghase ist vermutlich nur wenige Tage alt