Archiv der Kategorie: Kommentar

Anmerkungen Stern TV

Auch wenn ich so langsam müde werde, ständig Berichte zu kommentieren, es einfach unkommentiert im Raum stehen lassen, möchte ich auch nicht.

Gestern lief bei stern TV der xte Beitrag über den grausamen Alltag in Ferkelerzeugerbetrieben. Dieses Mal hat es eine Anlage hier in Niedersachsen getroffen. Jan Peiffer und weitere dringen 5 Mal illegal in diese Anlage, um krampfhaft Missstände zu dokumentieren.

Nun ja, was ist nun dran an den dargestellten Missständen?

Es gibt eine Sache, die wir ebenfalls aufs Schärfste verurteilen – das ist eine Nottötung eines Ferkels mittels Schlag auf den Stallboden – das ist verboten und damit absolut indiskutabel!

Nur spannend sind die Kommentare von Frau Plange. Anmerkungen Stern TV weiterlesen

„Wir lügen nicht – wir sind schlampig, denkfaul und ein bisschen propagandistisch.“

Zitat Marion Gräfin Dönhoff
Marion Gräfin Dönhoff definiert ihren journalistischen Ehrgeiz*

Die Republik darf gespannt sein: Heute Abend ist es endlich wieder soweit. Ein deutsches „Leitmedium“ geht mit „erschreckenden“ Bildern aus der Massentierhaltung auf Sendung. Es erwartet uns Filmmaterial von Jan Pfeifer vom Deutschen Tierschutzbüro alias Ingo Schulz alias Thomas Wegteck alias Thomas Sailer. Der Mann hat wieder schlimme Dinge aufgedeckt.

Stellt sich bloß die Frage: Wie schlimm ist es wirklich? Vorausgesetzt, es ist überhaupt schlimm. Immerhin haben wir es mit einer extrem voreingenommenen Quelle zu tun.

Werte Stern-Redaktion, wo sind Ihre Beweise? Haben Sie im Stall nachgeprüft? Oder werden wir wieder einmal angehalten, ungeprüftes Material für bare Münze zu nehmen? Das fände ich sehr bedenklich. Schließlich handelt es sich um eine Organisation, die „gegen die Massentierhaltung“ kämpft. So das Deutsche Tierschutzbüro in seiner Google Adword-Werbung über sich selber:

Screenshot Google Adword-Kampagne
Deutsches Tierschutzbüro – Adword-Kampagne

Sorgfältiger Journalismus geht anders. Falls Sie nicht wissen sollten, was ich konkret meine – hier einige Vorschläge bzw. Überlegungen: Was die Medien besser machen könnten!

Drama, Baby, Drama!

„Wir sind da, wenn Tiere uns brauchen“? Nun denn, da bin ich mir nicht so sicher. Aktivisten des Deutschen Tierschutzbüros haben schon mal ein Huhn für Filmaufnahmen qualvoll sterben lassen. Ob es daran gelegen hat, dass Emotionen und Dramen die Spendenrubel schneller rollen lassen?

Da passt es doch prima ins Bild, dass die Aktivisten auch im konkreten Fall fünf (!) ganze Monate die Kamera auf vermeintliche Tierquälereien gehalten – und sich NICHT gerührt haben. Keine unverzügliche Meldung beim Veterinäramt, keine Anzeige bei der Polizei. Den „Tierschützern“ waren die Tierquälereien, scheint’s, egal. Entweder weil es keine gab, oder weil die leidenden Tiere ihnen egal waren.

Während Stern TV sich entsetzt zeigt:

„Uns erwarten ‚Schockbilder‘ aus Niedersachsen, die „schreckliche Ferkelqualen“ offenbaren.“

Zum Mitschreiben: Ein deutsches Leitmedium empört sich über angebliche Tierquälereien und hat gleichzeitig kein Problem damit, dass Tiere fünf Monate durchgehend gequält wurden. Willkommen in Dunkel-Deutschland.

Recherche, Baby, Recherche: Fragt doch endlich mal den Landwirt!

Werte Stern TV-Redaktion, ich weiß, dass es Menschen gibt, die ihre Tiere quälen. Es ist durchaus möglich, dass Sie einen solchen Fall an der Angel haben. Tierquäler gehören vor den Kadi – aber SCHNELLSTMÖGLICH. Nur sollte einwandfrei sichergestellt sein, dass die Aufnahmen aus dem angegebenem Stall stammen und ihre Echtheit verifiziert wurde.

Die Aufnahmen sollten ferner unverfälscht Tierquälerei dokumentieren und nicht das Ergebnis einer Rangelei zwischen zwei Ferkeln, die sich um den besten Platz an Mamas Tankstelle gestritten haben. Was eine plausible Erläuterung für die Wunde im Gesicht eines der dargestellten Ferkel wäre. Zumindest haben einige Landwirte dies unabhängig voneinander mutgemaßt. Es wäre nichts Neues unter der Sonne. Ferkel sind zwar niedlich, kämpfen allerdings mit dolchartigen Zähne um die Milch und fügen sich gegenseitig Wunden zu.

Hätten man wissen können, wenn man gewollt hätte.

Das Zitat zum Mittwoch

Facebook-Post vom Deutschen Tierschutzbüro beim Bauernverband Schleswig-Holstein

Da schließe ich mich doch gerne dem Bauernverband Schleswig-Holstein an und zitiere Hans-Ulrich Jörges aus der „stern“-Chefredaktion: „Wir lügen nicht – wir sind schlampig, denkfaul und ein bisschen propagandistisch.“

Der Bauernverband hat sich übrigens bei Facebook einen bösen Post vom Deutschen Tierschutzbüro eingefangen. Na ja, ob man mit den Zeigefinger auf andere zeigen sollten, wenn gleichzeitig drei auf einen selber gerichtet sind?

Meinen Blogpost möchte ich ausklingen lassen mit den Worten der Zeit-Journalistin Marion Gräfin Dönhoff. Über ihren Anspruch als Journalistin sagte sie 1984 im Interview zu Gero von Boehm:

„… Wenn ich mal versuchen sollte, zu sagen, worauf es uns (Journalisten) ankommt – mein Ehrgeiz wäre eigentlich, dass es gelingt, den Menschen, die nicht zuviel  Zeit haben,…., die wichtigsten Argumente zu den wichtigen Probleme zu liefern. Und zwar wenn es geht wirklich pro und contra, so dass beide Aspekte zur Geltung kommen. Ich finde es wichtig, dass man ein bisschen antithetisch arbeitet. Das heißt, man sollte versuchen, Pragmatik reinzubringen, wenn die Dinge zu emotional werden. Umgekehrt, wenn nur noch von Pragmatik die Rede ist, ein bisschen die moralischen und philosophischen Gesichtspunkte zu einem Problem zu liefern.“

Bildnachweis: LeMO-Lebendiges-Museum-online / Webseite „Dafür stehen wir“

Das Antibiotikaschnitzel von Aldi, das keines ist. Und anderer Unfug über Deutschlands „Fürsten der Finsternis“

Die Fürsten der Finsternis

Seit einigen Tagen sorgt der Facebook-Post des Wütenden Verbrauchers* für Aufsehen in der Öffentlichkeit. Der Mann beschwerte sich bitter bei Aldi Süd über preiswerte Schweinenackensteaks. 1,99 Euro für ein Steak. Das sei

„einfach nur billigster Dreck, für dessen Produktion alles und jeder bis zum Anschlag ausgebeutet wurde – am meisten die, die sich am wenigsten wehren können: die Tiere.“

Gegen Ende verabschiedet sich der Wütende Verbraucher mit dem frommen Wunsch, dass

„Ihr (gemeint ist Aldi) vom Verzehr dieser Antibiotika-Schnitzel“

einen…, äh, nein, eine böse Krankheit davontragt mit unangenehmen Begleiterscheinungen. Der Wütende Verbraucher ist mit seiner Ausdrucksweise Meilen unter die Gürtellinie gegangen. Ich verzichte hier auf weitere O-Töne. Zu ekelig.

Das Antibiotikaschnitzel – ein Griff in die Klischeekiste

Viele Menschen haben auf den Post reagiert, zahlreiche Medien dito. Natürlich wurde der Wutausbruch kaum hinterfragt. Wieso denn auch? Schließlich wird in dem Post bloß ein in der Öffentlichkeit geländegängiges Klischee nach dem anderen geklopft. bento, ein Online-Format von Spiegel Online von jungen Leuten für junge Leute, lag mit seinem Beitrag vom 30. Mai voll im Trend. Wie heißt es da so schön:

„Weil die Preise sinken, halten die Bauern wieder mehr Tiere oder sie halten sie unter schlechteren Bedingungen— nur so können sie Gewinne einfahren. Und der Handel wird überschwemmt vom Billigfleisch.“

Als „Expertenstimme“ darf Katrin Wenz, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Agrarpolitik der Nichtregierungsorganisation BUND für Umwelt und Naturschutz, ihren Senf dazugeben. Dieser stammt aus der geländegängigen Phrasendreschmaschine der NGO:

„So kann es nicht weitergehen“. (…). Überdüngte Böden, Klimawandel und die Verarmung der Bauern sind nur ein paar Folgen der Überproduktion.“

Prima Quellenwahl!

Ich halte fest: Das Wort wird einer Aktivistin aus dem Bereich Umweltschutz erteilt. Vertreter des Bauernverbandes, von Aldi Süd oder Landwirte bzw. sonstige Experten vom Fach müssen draußen bleiben. Die andere Seite wird völlig stumpf nicht gehört. Dass Medien hierzulande Aktivisten-Töne Expertenstimmen vorziehen, ist nicht ungewöhnlich. Es verwundert daher wenig, dass diese Routine an den Journalistennachwuchs weitergegeben wird. Leider bleibt ein ausgewogener Journalismus dabei auf der Strecke.

Das Thema massenmediale Berichterstattung über die konventionelle Nutztierhaltung ist ein weites Feld. Ich möchte es daher an dieser Stelle verlassen.

Allerdings nicht ohne einen flotten Hinweis an den Wütenden Verbraucher durchzureichen: Vor Schlachtung ihrer Tiere müssen Landwirte eine Karenzzeit einhalten. Dies wird streng überprüft. Ihr Antibiotikaschnitzel ist also keines. Sorry, wenn ich Ihnen ein Klischee klauen muss.

1,99 Euro? 199,00 Euro? Egal!

Das Antibiotikaschnitzel von Aldi, das keines ist. Und anderer Unfug über Deutschlands „Fürsten der Finsternis“ weiterlesen

„Sprecht den Bauern Mut zu!“

„Donnerschlag“, dürfte sich vorgestern mancher Landwirt ungläubig bei der Lektüre von „Ehrlicher Bauer, dummer Bauer?“ gewundert haben. Denn was sich den Abonnenten der NWZ mit Einzugsgebiet niedersächsisches Oldenburg und später digital vielen Kollegen im Rest der Republik darbot, war eine Analyse der konventionellen Nutztierhaltung bzw. des Bauernstandes frei von abwertenden Bemerkungen.

Schließlich ist Kritik an Haltungsform und Tierhaltern Alltag. Bei sachlichen Argumenten geht es los und endet vor allem in den Sozialen Medien schnell bei der pauschalen Unterstellung, Landwirte quälen ihre Tiere.

Photo: Webseite "Massentierhaltung aufgedeckt"
In Liegekesseln können die Sauen ausruhen. Entspannung pur.*

Der Artikel  überraschte in vielerlei Hinsicht. So stand dort unter anderem, dass

„immer mehr Tiere in immer gewaltigeren Ställen leben, buchstäblich aus den Dörfern gedrängt von immer strengeren Bau-, Umwelt- und Seuchenschutzvorschriften“.

Auf den ersten Blick ein banaler Satz. Was ihn ungewöhnlich macht ist die Tatsache, dass die Auswirkungen der Gesetzgebung in der Öffentlichkeit überhaupt Erwähnung findet. Und dann gar in einer Zeitung!

Fakt ist: Zahlreiche Vorschriften, die der Gesetzgeber nicht zuletzt aus Tierschutz- und Verbraucherschutzgründen erlassen hat, haben dazu geführt, dass ein Großteil der Nutztiere ganzjährig in Ställen außerhalb der Dörfer leben, oft hinter Schloss und Riegel.

Tatsache ist aber auch: Für die Öffentlichkeit ist dies ein dunkelrotes Tuch. Die großen, geschlossenen Ställe haben zur heute weit verbreiteten Meinung geführt, Landwirte würden aus purer Profitgier ihre Tiere quälen. Warum sonst lässt sie man sie nicht draußen herumlaufen, sondern schließt sie massenweise weg? Da geht doch was nicht mit rechten Dingen zu?!

Erläutern Landwirte die Hintergründe, weisen sie ferner darauf hin, dass das Gesetz verbiete, eine beliebige Anzahl von Tieren in ein Gebäude zu pferchen und dass die Tierschutzgesetzgebung unabhängig von der Stall- und Bestandsgröße Anwendung findet, verhallen die Argumente meist ungehört. Man hört es schließlich nirgends, liest es kaum in der Zeitung, und Tierquälern glaubt man nicht.

Frag zur Abwechslung mal den Landwirt!

A propos Tierquäler. Da wären diese Videos mit den Tierquälereien. Was es dort zu sehen gibt, wird oftmals als Alltag in der konventionellen Nutztierhaltung wahrgenommen. Klar, man kann in die Ställe nicht hineinschauen. Bloß:

„Was wir heute über moderne Landwirtschaft wissen oder zu wissen meinen, wissen wir zumeist aus den Medien. Es ist ein Landwirtschafts-Bild aus zweiter Hand: gezeichnet durch Riesenställe auf der grünen Wiese, durch Youtube-Videos von Tierrechtsorganisationen, durch (Hass-) Kommentare bei Facebook. Viele Menschen, die persönlich keinen Bauern kennen, halten Bauern heute für Tierquäler.“

Ja, so ist es. Die wenigsten Menschen kommen hierzulande noch auf Höfe oder schauen sich Ställe an, geschweige denn, dass sie mit einem Bauern reden. Sie wissen daher nicht, dass Tierrechtler die Nutztierhaltung kompromisslos abschaffen wollen und für den Veganismus eintreten. Wie ist es daher um die Glaubwürdigkeit dieser Filme bestellt? Kann man der Behauptung der Aktivisten Glauben schenken, so sehe der Alltag in deutschen Ställen aus?

Der Journalist Karsten Krogmann hat in seiner Analyse einiges angesprochen, was Landwirte heute umtreibt, unter Druck setzt und immer öfter regelrecht fertigmacht.

„Sprecht den Bauern Mut zu“

ist das Fazit seiner Analyse.

Es ist selten geworden, Landwirte und ihre Arbeit ausgewogen und fair darzustellen. Daran muss man sich erst gewöhnen!

Der Artikel: Analyse zur Agrar-Branche – Ehrlicher Bauer, dummer Bauer? Von Karsten Krogmann

Bild Dir Deine Meinung aus erster Hand – frag doch mal den Landwirt. Zum Bauernwiki bitte hier entlang!

* Bildnachweis: Webseite Massentierhaltung aufgedeckt, 17. Mai 2017

„Sprecht den Bauern Mut zu!“ weiterlesen

empörte Reaktionen auf Radiowort von Erzbischof

Radiowort des Berliner Erzbischofs beleidigt Tierhalter

Der Berliner Erzbischof hat zur grünen Woche ein Radiowort verfasst, das die Ehre vieler Bauern zutiefst verletzt hat. Die Reaktionen der Landwirte, die von dieser diffamierenden Predigt gehört haben, reichen von Resignation über Empörung bis zum Kirchenaustritt.
Marianne Albersmeier ist heute auf der grünen Woche als Agrarscout im Einsatz und lädt den Erzbischof zum Dialog ein. Dem möchte ich mich anschließen, ich bin morgen in der Halle des Erlebnisbauernhofes (Halle 3.2) als Agrarscout im Einsatz und freue mich auf einen kritischen Dialog.


Hier der offene Brief von Marianne:

Sehr geehrter Erzbischof Dr. Heiner Koch,

mir fehlen schlichtweg die Worte, um auszudrücken, was ich beim Lesen Ihrer Radioworte empfunden habe und noch empfinde. Womit haben die Bauern so einen Rundumschlag verdient?

Marianne und Klaus Albersmeier stellen ihr KA-Rondell vor

Wir sind Landwirte im Lippetal, beackern 120 Hektar Land und haben einen Schweinemastbetrieb mit 5000 Plätzen. Gerade eben sind wir mit einem Innovationspreis für unsere selbst entwickelte Tränke ausgezeichnet worden. Diese Tränke vereint tiergerechtes Saufen aus offener Fläche mit jeder Menge Spielmöglichkeiten für Schweine in einem.
Tag für Tag sieben Tage die Woche kümmern wir uns zusammen mit vier Mitarbeitern um das Wohl unserer Tiere. Es ist unglaublich, da von unsäglichem Leid an der Kreatur zu sprechen und das wir das einzig und allein aus Profitgier tun. empörte Reaktionen auf Radiowort von Erzbischof weiterlesen

Neue Ställe braucht das Land!

Leserbrief an die NOZ

Heute hat die Neue Osnabrücker Zeitung einen Leserbrief von mir veröffentlicht:

Leserbrief in der Noz am 18.1.17, Seite 8

Ein von Bernhard Barkmann (@bernhardbarkmann) gepostetes Foto am

In der Printausgabe der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 12. Januar 2017, Seite 7 ist mir das Interview mit Jochen Fritz, dem Organisator der „Wir haben es satt“-Demonstration, aufgefallen.

Dazu möchte ich als emsländischer Landwirt und Viehhalter folgende Anmerkungen machen:

Der Kernaussage von Fritz, dass Weser-Ems keine neue Ställe bräuchte, möchte ich energisch widersprechen! Genau umgekehrt muss es laufen, wenn wir die große Zahl an Kleinbauern* in dieser Region erhalten wollen. Wir werden wohl keinen Neue Ställe braucht das Land! weiterlesen

Diskussion um Milchtankstellen

Mal ganz schnell & kurz gebloggt:

Snapshot von Top Agrar Online
Snapshot von Top Agrar Online

Die Molkerei Ammerland sieht wegen der steigenden Zahl von Milchtankstellen die Andienpflicht ihrer Mitglieder verletzt.

Das ist doch wirklich unglaublich. Da kämpfen die Milchviehhalter ums Überleben und suchen nach Möglichkeiten, über die Runden zu kommen und die eigene Genossenschaft interveniert.

Verbraucher haben die Möglichkeit direkt beim Bauern bequem Milch einzukaufen und auch die Gewissheit, dass der Erlös zum großen Teil beim Erzeuger ankommt. Und dann wird auf diesem Wege gegen die eigenen Mitglieder vorgegangen.

Mit diesem Vorgehen hat die Ammerländer Molkerei sich in meinen Augen einen Bärendienst erwiesen.

Morgen ist RegioDay– da ist jeder eingeladen, sich über die regionale Erzeugung von Lebensmitteln zu erkundigen. Viele Milchtankstellen lassen sich hier und auch hier finden.

Wer ist wütender?

Logo stallbesuch.deThomas Wengenroth von Stallbesuch.de reagiert mit seinem aktuellsten Blogpost auf einem Artikel des FAZ-Journalisten Jan Grossarth. In diesem kritisierte er die den Umgang mit Kritik und negativer Presse von Landwirten in sozialen Medien und Blogs.

Wer ist wütender?

starker Tobak von Greenpeace

Kommentar von Christina Annelies

Das Landwirtschaftsbashing erreicht eine neue Dimension, Greenpeace sei Dank

Glyphosat ist eine Droge, Monsatan ein Drogenboss, Hagebaumarkt und Raiffeisenmärkte sind Dealer, und Ihr, meine lieben Landwirte – tja, Ihr seid willens- und hemmungslose Junkies, die ohne Sinn und Verstand an der Spritze hängt.

greenpeace_glyphosatAn dieser Stelle spreche ich allen Landwirten meinen Respekt dafür aus, dass sie nicht schon längst die Flinte ins Korn geworfen haben. Landwirtschaft ist ein Knochenjob, die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind, gelinde gesagt, schwierig – und dann das Dauer-Mobbing von Menschen, die oftmals null Ahnung von komplexen landwirtschaftlichen Zusammenhängen haben und die ihr Wissen aus der Google-Universität beziehen. Um damit Landwirte, die ihre Erfahrung und Sachkunde in die öffentliche Debatte einbringen wollen, niederzuschreien. Um mit der Angst von Menschen um ihre Gesundheit Spenden zu generieren.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Stehvermögen hätte, unter diesen Bedingungen den Job weiter zu machen. Außerdem muss man ja auch bedenken:
Ihr macht Eure Kritiker satt, jeden Tag. Zu Schnäppchenpreisen.

Wie gesagt: Respekt!

Wer am lautesten schreit…

… hat nicht automatisch Recht.

von Anita Lucassen

Anita_Lucassen
Anita Lucassen

Derzeit fallen einzelne landwirtschaftliche Gruppierungen außerhalb des Bauernverbandes durch besonders lautstarkes Verhalten auf. Dadurch werden ihre Forderungen und Meinungen auch gerne und oft in den Medien berücksichtigt – wer auffällt, kommt auf’s Bild.

Dass jedoch ein Großteil der Landwirte nicht mit den Gruppierungen sympathisiert, sondern sogar ihr Verhalten und ihre Meinungen ablehnt, interessiert diese Gruppierungen nicht. Sie halten ihre militanten Aktionen selbst dann für richtig, wenn der Applaus dafür kaum vorhanden ist.

Vielmehr müssen die Landwirte, die sich offen gegen diese Gruppierungen aussprechen, davor fürchten, dass sich das aggressive Verhalten auch gegen sie und ihre Familie wendet. Wer am lautesten schreit… weiterlesen