Archiv der Kategorie: Landwirtschaft

Wissenswertes zum Bienensterben

Über Bienen, Bienensterben, Honigernte & Bestäubungsleistung

Offene Mail zur Kolumne „Schumachers Woche“ in der Berliner Morgenpost vom 1. April 2018 mit dem Titel: „Rettet die Bienen!“ von Dr. Hajo Schumacher

Sehr geehrter Dr. Schumacher,

ich nehme an, ihre Kolumne war trotz des Datums ernst gemeint. Es ist ehrenvoll, wenn ein prominenter Journalist sich für die Rettung der nützlichen Bienen einsetzt.
Aber, weder ist der Honigbienenbestand irgendwo auf der Welt gefährdet, noch würden chinesische Kinder Bienen nur aus Videos kennen, noch spielt die Handbestäubung von Obstbäumen in China eine messbare Rolle, noch hat Maos Spatzenkampagne was mit einer imaginären Bienenausrottung in China zu tun, noch ist die Charakterisierung „klug“ im Zusammenhang mit einer Bienenpolitik passend.

Ihre Kolumne zeigt vielmehr, wie raffiniert eine Scheinwelt aufgebaut wurde und wird, in der auch kritische Zeitgenossen zu gewünschten Schlüssen kommen müssen.

1) Immer mehr Honigbienen in China und überall

Bienenvölker in China
Bild 1: Anzahl der Bienenvölker und Honigerzeugung in China:

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Wenn Widerstand zur Pflicht wird…

… was wird dann aus dem Recht?

Jedes größere Projekt, was in Deutschland in die Planungsphase geht, findet binnen kürzester Zeit Gegner. Es werden Probleme konstruiert und somit Ängste geschürt, um auf diesem Wege Mitstreiter und Geld zu akquirieren. Prominente Beispiele sind Stuttgart 21 oder auch ganz aktuell Hambi.

NO! - Nein

Wie im Großen so im Kleinen

Auch bei vielen geplanten landwirtschaftlichen Projekten finden wir diesen Mechanismus wieder – egal ob Stallneubau oder Biogasanlage, sogar bei traditioneller Weidehaltung wird protestiert:

Sein Ziel: ein komplettes Verbot der Weidehaltung auf dem Grundstück…

Der Lärm durch die Kuhglocken sei unzumutbar, schildert die Richterin die Argumente des Nachbarn. Seine Frau leide deswegen unter Schlaflosigkeit und „depressiven Verstimmungen“. Dazu komme der Gestank des Kuhmists, der Insekten anlocke, die wiederum Krankheiten übertragen, so der Kläger. Überdies habe sein Haus durch die Weide 100000 Euro an Wert verloren. Und nicht zuletzt seien die Glocken ohnehin Tierquälerei, argumentiert der Anwalt.

Aus diesem Grund überlegt sich ein Landwirt eher dreimal, ob er überhaupt in eine Projektplanung einsteigt. Es besteht halt immer die Gefahr, dass eine solche Investition im wahrsten Sinne des Wortes in den Sand gesetzt wird. Denn selbst wenn eine Planung genehmigungsfähig ist, werden durch öffentlichen Druck Planungen zurückgezogen.

Innovationen im Bereich Tier- und Umweltschutz werden verhindert

Die Konsequenzen aus diesem öffentlichen Druck sind, dass alte Stallanlagen länger betrieben und nicht erneuert werden und innovative Stallbausysteme, die eine Verbesserung im Bereich Umwelt- und Tierschutz bieten würden, nicht gebaut werden.

Die Folgen in den Dörfern

In den Dörfern kommt es zu einer Spaltung der Gesellschaft. Auf einmal bilden sich zwei Lager – die einen, die hinter der Familie stehen und ein anderes Lager, die sich gegen das Projekt aussprechen. Die Diskussion über solche Bauprojekte verlässt sehr schnell die Sachebene. Es gibt Fälle, da wird das Ganze auf dem Rücken der Familien und häufig auch der Kinder ausgetragen: die Kinder werden nicht mehr zu Geburtstagen eingeladen, die Familie wird beim Dorffest gemieden.

Ist jedes Mittel recht?

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Wenn mit dem Bauerntum das Wissen um die Landwirtschaft verschwindet

Mein Oktober-Lieblingsbild: Der moderne Blick auf die Landwirtschaft (Quelle: www.ichliebelandwirtschaft.de)

Am 18.10. 2018 veröffentlichte das SZ-Magazin (Süddeutsche Zeitung) in dem Beitrag »Mit Milch verbinden wir keine Schmerzen, keine Schlachtung« ein Interview mit der Fotografin Manuela Braunmüller. Diese hatte in einer Fotoreportage den Weg der Milch von der Besamung der Kuh bis zu ihrer Tötung begleitet. Auf die abschließende Frage, ob sich etwas an Ihrem eigenen Milchkonsum geändert habe, antwortet die Fotografin:

Ja, ich trinke keine Milch mehr. Ernährung ist ja ein emotionales Thema. Aber es ging mir nicht darum, irgendjemand abzuschrecken. Sondern allein darum, die Kuhmilchherstellung in industrialisierten Ländern zu zeigen. Das Bild vom Bauern, der bei Sonnenaufgang eine Kuh mit der Hand melkt, ist einfach veraltet. Durch unseren massenhaften Konsum hat sich das so verändert. Bei Kuhmilch geht es primär um wirtschaftlichen Profit.

Mir ist der Kragen geplatzt. Im Folgenden das Resultat, so wie ich es bei Facebook dem SZ-Magazin in den Thread gehauen habe:

Schimpfkanonade

Dann möge die Fotografin bitte selber hingehen und ihre Milch mit der Hand melken, statt zu jammern. Nicht immer nur kritisieren und fordern, macht es selber! Wenn mit dem Bauerntum das Wissen um die Landwirtschaft verschwindet weiterlesen

Warum ich ein Problem mit Tierrechtlern habe

Veganer und Tierrechtler sind friedliebend und pazifistisch?

Dieser Irrglaube ist weit verbreitet. Ich selber empfinde die Tierrechtsideologie als äußert menschenfeindlich.
Bestätigt fühle ich mich in meiner Meinung, wenn ich solche Bilder sehe, die auf Facebook wohlwollend und viel zu oft geteilt werden:

Wir sind anderer Ansicht. Niemals werden sich alle Menschen vegan ernähren. Und deshalb müssen wir auch mal krasser werden. Die Politik muss für Schäden aufkommen, erst dann werden sie reagieren und über Tierschutzsprechen
Tierrechtler mit offener Gewaltandrohung

Hier werden Gewaltandrohungen toleriert und protegiert.

Stalleinbruchwelle zur EuroTier

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Vom Tierfreund zum Menschenhasser

Landwirt gibt Hetze und Drohungen nach und zieht Bauantrag zurück

Ein nordhessischer Landwirt kapituliert. Grund: Die Kreistagsfraktion der Grünen haben einen Antrag gestellt, dem Landwirt die Pachtflächen eines Landgutes vorzeitig zu kündigen.

Das käme dem Entzug der Existenzgrundlage gleich! Dass dieser Antrag zudem von AfD und SPD positiv kommentiert wurde, lässt tief blicken.

Der Kreisbauernverband steht klar an der Seite der Landwirtsfamilie, kritisiert die politische Erpressung und spricht vom Untergang der politischen Kultur.

Ich gebe im Folgenden den Kommentar und die Stellungnahme des Waldecker Bauernverbandes wieder:

In den letzten Monaten haben wir viel erlebt:
Wir haben erlebt, wie „Tierfreunde“ zu „Menschenhassern“ wurden. Wir haben erlebt, wie sich Freunde und Bekannte von einer Familie zurückziehen und es nicht einmal mehr schaffen, zu grüßen.
Wir haben erlebAntrag zur geplanten Geflügelmastanlage in Waldeck der Grünent, wie sich Massen von Menschen manipulieren lassen, wie fragwürdige „Experten“ zu fachlichen Sachverhalten medienwirksam platziert wurden.

Wir wissen, dass wir als Landwirte gesellschaftliche Akzeptanz brauchen, wir brauchen aber auch eine Gesellschaft, die sich einem Dialog mit uns stellt und den Standort Deutschland für landwirtschaftliche Tierhaltung behalten möchte.

Wir wurden in den letzten Monaten beschimpft, ignoriert und bedroht. Immer im Glauben daran, dass wir ein rechtsstaatliches Verfahren durchlaufen, haben wir stets den Landwirt unterstützt (und hätten es auch akzeptiert, wenn das Ergebnis dieses rechtsstaatlichen Verfahrens negativ gewesen wäre).

Heute ist ein Punkt erreicht, an dem es der Familie nicht mehr möglich ist, die bisherigen Pläne weiter zu verfolgen. So geben wir heute und zu diesem Zeitpunkt folgende Stellungnahme ab:

Stellungnahme

Drei Wochen altes Hähnchen in einem HähnchenmaststallUnser Mitglied, Karl Schwalenstöcker ist sowohl Pächter und Bewirtschafter einer landwirtschaftlichen Domäne des Landkreises Waldeck-Frankenberg als auch Bewirtschafter von Eigentumsflächen. Auf Grundlage dieser Flächenausstattung hat Herr Schwalenstöcker einen Bauantrag zum Bau eines Hähnchenmaststalls gestellt, um mit einem weiteren Betriebszweig den landwirtschaftlichen Betrieb in die nächste Generation zu führen.

Wir teilen Ihnen heute mit, dass Herr Schwalenstöcker seinen Bauantrag zum Bau eines Hähnchenmaststalls zurückgezogen hat.  Vom Tierfreund zum Menschenhasser weiterlesen

Dora-Garbade-Preis 2018

Auszeichnung des Landfrauenverbandes Weser-Ems geht an Anni Barkmann

Herzlichen Glückwunsch der neuen Dora-Garbade-Preisträgerin Anni Barkmann

Welch eine überraschende und freudige Nachricht erhielt ich vorgestern Abend als ich noch im Stall war per WhattsApp: Meine Mutter erhielt den mir bis dahin unbekannten Dora-Garbade-Preis* des Landfrauenverbandes Weser-Ems, der immerhin mit stattlichen 1000€ dotiert ist!

Große Ehre

Natürlich ist die Ehre, die eine solche Auszeichnung mitbringt, viel wichtiger. Ich freue mich wirklich sehr für meine Mutter, die sich über viele Jahrzehnte ehrenamtlich und leidenschaftlich für den Landfrauenverein und natürlich auch für die Landfrauen eingesetzt hat.

Meine Mutter war selber überrascht

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Ferkelkastration und die Probleme der kleinen Ferkelerzeuger

Wettbewerbsnachteile für deutsche Ferkelerzeuger

Vor einigen Tagen war ich auf Twitter in eine Diskussion eingebunden. Es ging darum, warum es für uns Ferkelerzeuger ein Problem ist, wenn dänische Kollegen einen Standortvorteil haben, wie in diesem Fall die Möglichkeit der lokalen Betäubung bei der Ferkelkastration.
Ich musste hier die Feststellung machen, dass es anscheinend in der Poltik, in der Landwirtschaft und in der Tierärzteschaft nicht überall bekannt ist, wie in Bayern unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft bisher funktioniert hat.

Die Sicht eines bayrischen Sauenhalters

Selbstablichtung von Gerhard Langreiter im Schweinestall
Selfie im Schweinestall von Gerhard Langreiter

Schon mal vorab:
Das ist meine oberbayerische Sicht der Dinge, aus Sicht eines Sauenhalters, der nicht den allumfassenden Einblick in die Vermarktung hat. Ergänzungen sind erwünscht!

Historische Einordnung

In den 70er und 80er Jahren hat sich so langsam jeder Betrieb auf eine Tierart spezialisiert, oft auch erst in den 90ern oder wie bei mir erst in den 0er Jahren.

Früher oft im Nebenerwerb

Viele Betriebe waren zu klein, um im Vollerwerb zu wirtschaften, darum war es noch bis vor ca. 20 Jahren üblich, dass man in Zuchtsauenbestände mit ca. die 50 Sauen investiert hat. Oftmals hat die Routinearbeiten die Bäuerin erledigt, arbeitswirtschaftlich war und ist es sicherlich praktischer als Milchviehhaltung im Nebenwerb. Ferkelkastration und die Probleme der kleinen Ferkelerzeuger weiterlesen

Kommt ein Bauer in die Stadt

Meine erstes Erlebnis mit Airbnb*

Letze Woche bin ich relativ kurzfristig für zwei Tage nach Berlin gereist. Dazu benötigte ich natürlich eine Schlafstelle. Bisher habe ich fast immer in einem Hotel gewohnt.
Bei der Suche nach freien und nebenbei auch bezahlbaren Hotelzimmern über die üblichen Online-Portale wurde mir sehr schnell klar, dass es sehr teuer wird.

Günstige Angebote – und da spreche ich von happigen 120€ pro Nacht- gab es noch am Stadtrand von Berlin mit einer ellenlangen Anreise zu den Terminen im Zentrum, die ich gerne wahr nehmen wollte.

Ich habe bereits mit innerer Ablehnung und Ärger die Hotels in der 200€-Klasse sondiert, da fiel mir ein, dass es doch Airbnb gibt. Eine Buchungsplattform für private Zimmer- bzw- Wohnungsvermietungen, die auch in der Kritik steht, die Wohnungsknappheit für die Stadtbevölkerung zu verschärfen. Wegen dieser Negativschlagzeilen habe ich zum ersten mal etwas von dem amerikanischen Unternehmen gehört.

Airbnb ist eine kostengünstige Alternative zum Hotel

Also gut.Gucken kostet ja nichts. Internetseite aufgerufen und „Berlin“ in die Suchmaske eingegeben. Da zu erwarten war, dass ich eh wenig Schlaf bekommen würde, habe ich mir die günstigsten Angebote zuerst anzeigen lassen. Und dann stand mein Favorit auch schon an Platz 1 der Suchergebnisse:

Ein Zimmer von „Martin“ in einer WG am Kottbusser Tor. Mitten in Kreuzberg. Für 32 € und ein paar Cent incl. Gebühren. Perfekt!

Urheber: Lienhard Schulz , Berlin-Kreuzberg, "Kotti" Sozialer und 1.Mai-Brennpunkt Selbst fotografiert, Mai 2004 GNU FDL
Kottbusser Tor, Zentrum von Kreuzberg (von Wikipedia)

Ich habe schon viele Geschichten aus Kreuzberg und dem Kottbusser Tor gehört und bin auch mal im Möbel-Olfe einer Kneipe oder Club eingekehrt. Für mich eine ganz andere Welt, total spannend. Für mich war schnell klar, das ich dieses Angebot annehmen werde. Die Bewertungen vorheriger Gäste waren gut mit ein paar Abzügen bei der Reinlichkeit der Räume.

Die Buchung, Registrierung ging wirklich flott und einfach. Ich habe „PayPal“ und mit diesem Zahlungsdienstleister hatte ich überhaupt keine Probleme bei der Buchung und Bezahlung.

Bereits der „Check in“ ist spannend

Am Mittwochnachmittag kam ich in Berlin an und dann wollte ich auch sofort einchecken. Zwischenzeitlich hat mein Kollege René Rempt aus Mecklenburg-Vorpommern sich an mich bzw. meinem Zimmer angehängt, weil er ebenfalls kein bezahlbares Hotel mehr finden konnte. Ich habe ihm die Handynummer des Vermieters gegeben (die werden mit dem Buchungsprozess bei Airbnb normalerweise ausgetauscht) und er hat das OK  (für einen Zwanziger) bekommen, gemeinsam mit mir in dem Zimmer auf der Schlafcouch zu übernachten.

Wir haben uns vor dem Haus verabredet, damit wir gemeinsam einchecken und später auch zusammen zur Veranstaltung des Forums moderne Landwirtschaft zu gehen. Nachdem wir die Eingangstür des mehrstöckigen Altbaus gefunden haben, ging es hinein. Die WG lag im zweiten Stock, die Bewohner waren da und haben uns geöffnet.

Internationale WG

In der WG wurde Englisch gesprochen, ein Deutscher, ein Italiener und ein weiterer englischsprachiger junger Mann, den wir aber nur kurz gesehen haben waren da. Der Bewohner des Zimmers, das wir nun gemietet hatten, weilte im Ausland.

Kurze Wohnungsführung mit Schlüsselübergabe und dann waren wir schon in „unserem“ Zimmer und haben uns kurz ausgeruht, dann frisch gemacht und umgezogen bevor wir und zum Regierungsvietel aufgemacht haben.

Im Flur schnupperten wir einen süßlichen Duft. Vermutlich von einem Joint, aber sicher können wir das natürlich nicht sagen. 😉

Der Abendveranstaltung war sehr interessant und es wurde wie erwartet spät. Zu später Stunde sind wir mit einigen weiteren Gästen in der ständigen Vertretung gelandet zum Kölsch trinken. Irgendwann- vermutlich so um 2- ging es zurück zu unserer Herberge.

Nächtliche Diskussionen über Musik und Landwirtschaft

Als wir die Wohnung betreten haben, war in der Küche noch Betrieb. Wir setzen uns zu dem Deutschen und dem Italiener und diskutierten, nachdem wir uns als Landwirte geoutet hatten, kontrovers, aber respektvoll über Landwirtschaft, Nitrat, Glyphosat und Massentierhaltung. Das volle Programm. Aber auch über Musik, denn unsere Gastgeber waren DJ bzw. Instrumentenbauer. Und beide irgendwie auch Lebenskünstler.

Bleibende Erinnerungen

Dieser Berlinaufenthalt wird mir noch ziemlich lange im Gedächntnis bleiben. Ich bin Leuten zusammen gekommen, mit denen ich niemals sonst diskutiert hätte. Es war spannend und auch aufschlussreich. Ich habe ein etwas besseres Gefühl dafür, wie Großstädter drauf sind, wie sie denken und leben. Und vielleicht haben unsere Gastgeber auch ein etwas anderes Bild von normalen Bauern und der Landwirtschaft erhalten.

Als René und ich am nächsten Morgen die Wohnung verlassen haben, schliefen wohl noch alle Bewohner, so dass wir leider ohne Verabschiedung gegangen sind. Aber wer weiß? Es war bestimmt nicht das letzte Mal Berlin & Airbnb für mich und vielleicht ist dann ja wieder ein Zimmer am Kottbusser Tor frei.

Berlin an einem Oktobermorgen

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ich habe diesen Beitrag aus freien Stücken geschrieben. Ich finde Airbnb spannend und gut. Der in diesem Text eingebaurte Link zur Internetseite von Airbnb ist ein sogenannter Partnerschaftslink, womit ich Reisegutscheine in Höhe von 15€ bekommen kann, wenn darüber Neukunden gewonnen werden. Diese Neukunden bekommen 25€-Reiseguthaben geschenkt.

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Nachwuchskraft aus dem Norden

Vorwort

Eigentlich sollte es nur ein ganz kurzer Artikel über einen kleinen Film bei YouTube gehen, am Ende habe ich ein etwas größeres Fass aufgemacht und generell die Frage nach dem richtigen Weg in der landwirtschaftlichen Öffentlichkeitsarbeit gestellt.

Das ist bestimmt kontrovers. Deshalb würde ich mich freuen, wenn alle Leser bis ganz zum Ende durchhalten und ihre Einschätzung auch in einem Kommentar hinterlassen.

Auszubildende Schilligmann gefällt der Beruf „Landwirtin“

Levinia-Alexa Schillingmann befindet sich in der Ausbildung zur Landwirtin. In diesem Video erklärt sie, was ihr am Beruf der Landwirtin besonders gefällt.

Ich wünsche mir mehr Geschichten

In diesem Film erzählt die 20-jährige eine kurze Geschichte zu ihrer Ausbildung.
Das macht sie in meinen Augen richtig gut. Sympathisch und authentisch. Ich würde mir weitere Geschichten wünschen, vielleicht auch zu ihren ersten Erfahrungen als frisch ausgebildete Agrarscoutin.

Agrarscoutin Schillingmann unterhält sich vor vom Supermarkt mit Verbrauchern
Levinia-Alexa Schillingmann  als Agrarscoutin im Gespräch mit Verbrauchern

In der örtlichen Tageszeitung wurde über den Agrarscouteinsatz im emsländischen Meppen bereits berichtet, allerdings eher allgemein:

Aber vielleicht müsste die Berichterstattung noch stärker persönlicher und personenbezogen aufgezogen werden, damit die Botschaften besser rüber kommen?

Das sind aber nur Gedanken von mir, wie man es machen könnte… Aber ob ich richtig liege mit meiner Einschätzung?

Jedenfalls bin ich froh, dass das Thema Öffentlichkeitsarbeit immer mehr als sehr wichtig angesehen wird und gerade die jüngere Generation, die Berufseinsteiger hier sehr offen ist.

So habe ich mich sehr gefreut, als im letzten Monat 10 neue Agrarscouts ausgebildet wurden.

10 neue Agrarscouts im Emsland
Levinia-Alexa Schillingmann ist vorne rechts im Bild zu sehen

Es gibt aber auch schon viele Geschichten im Netz

Nur fehlt hier oft die Reichweite. Viele- zu viele- kennen diese Geschichten nicht.

Ich denke an MyKuhTube oder an das Bocholter Landschwein. Das sind hervorragende Kanäle bei Youtube. Es wäre wünschenswert, wenn die Filmbeiträge mehr Verbreitung finden würden.

Hilfe durch Konzerne?

Gestern habe ich anlässlich des internationalen Landfrauen-Tages auf Videoportraits aus der ganzen Welt hingewiesen. Diese wurden von DowDuPont, einem weltweit agierenden Konzern, produziert und verbreitet. Wie groß die Reichweite sein wird, kann ich nicht einschätzen, aber diese Videos sind von sehr hoher Qualität. Und ich finde sie gut!

Der Hersteller von Pflanzenschutzmitteln bleibt selber in diesen Videos im Hintergrund. im Vordergrund stehen die Geschichten der Frauen. Und deshalb finde ich, sollten wir Landwirte im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit auch mit Firmen aus dem vor- und nachgelagertem Bereich der Landwirtschaft zusammenarbeiten, kooperieren.

Agrarbranche muss zusammenarbeiten

Wir haben gemeinsame Ziele- nämlich die Leistungen der modernen Landwirtschaft der Öffentlichkeit zu zeigen. Deshalb plädiere ich dafür, dass die gesamte Agrarbranche an einem Strang zieht. Die Landwirte dürfen sich dabei nicht verkaufen, das ist klar.

Win-Win-Win

Es sollte eine Win-Win-Win-Situation hergestellt wird. Die Landwirtschaft profitiert und damit auch die Branchen, die auf die Landwirte angewiesen sind. Aber auch die Gesellschaft profitiert, die ein vielfältigeres Bild aus der Landwirtschaft zur eigenen Meinungsbildung erhält.

Tell your story – Erzähle Deine Geschichte

Es gibt so viele Geschichten auf den Höfen, sie müssen nur erzählt werden. Wir müssen mehr und mehr unsere eigenen Geschichten erzählen bevor es andere tun!

Tell your story„- das ist auch das Motto von den Peterson Farm Brothers, die einen riesigen Erfolg mit ihren YouTube-Videos haben.

Internationaler Tag der Landfrauen

Video-Portraits aus 10 Ländern

Heute ist der Internationale Tag der Landfrauen der Vereinten Nationen. Zu diesem Anlass hat Corteva Agriscience, der Agrarbereich von DowDuPont, eine Videoserie über Landwirtinnen weltweit produziert. Die kurzen Filme zeigen die sehr unterschiedliche Situation von Frauen in der Landwirtschaft in zehn Ländern.

Deutsche Landfrau aus Baden-Württemberg porträtiert

Ein Film wurde in Remseck-Neckarrems in Baden-Württemberg gedreht.  Im Fokus steht die 36-jährige Landwirtin Melanie Eppinger. Internationaler Tag der Landfrauen weiterlesen