Und viele Landwirte fragen sich: Um Gottes Willen- WARUM???
Auch Ich habe Fragezeichen und kann das überhaupt nicht nachvollziehen!
Bisher finde ich keinen Kommentar seitens der DLG oder ihres Führungspersonals.
Zur Erinnerung und Einordnung, warum das so viele Landwirte empört:
- PeTA ist die Organisation, die nach einem Hofbrand – die größte Katastrophe, die ich mir als tierhaltender Landwirt vorstellen kann – jeden Landwirt zusätzlich zur Tragödie auch eine Strafanzeige zukommen lässt! Begleitet mit einer Pressemitteilung, die all zu gerne auch noch von der Lokalpresse 1:1 übernommen wird.
- PeTA ist die Organisation, die den Tod von Tierhaltern feiert, wenn sie im Umgang mit Nutztieren ums Leben gekommen ist
- PeTA ist die Organisation, die regelmäßig gegen die EuroTier (die Weltleitmesse, wenn es um Nutztierhaltung geht) in Hannover demonstriert und viele Besucher der Messe mit einem Spießrutenlauf begleitet
Gibt es Entlastungsmomente?
Ich suche nach Entlastungsmomenten für die DLG, wo ich gerade die 25 jährige Ehrennadel bekommen habe.
Durchatmen… Ich versuche es mit einer Erfahrung, die schon einige Jahre her ist:
Greenpeace hat vor ca. 10 Jahren die Agrarwende gefordert und hat sich auf Demonstrationen mit offiziellen Ständen den Landwirten gestellt.
Das fand ich gut! „Dialog statt Protest“ war ein Motto, das ich immer noch gut finde.
Aber letztlich hat Greenpeace den Dialog gesucht, aber sehr wenig von der Sichtweise der konventionellen Bauern übernommen. Die haben ihre Kampagnen gegen die konventionelle Landwirtschaft wie schon immer knallhart durchgezogen. Keinerlei Mäßigung.
Selber habe ich daraufhin enttäuscht den Dialog mit Greenpeace zurückgefahren…
Nun könnte es sein, dass PeTA mehr Dialog mit der Landwirtschaft möchte. OK.
Nur sehe ich bei der radikalen Kernforderung von PeTA nicht den Ansatz eines Kompromisses, den PeTA mitgehen könnte:
“PeTA will das Ende jeglicher Tierhaltung”
Edmund Haferbeck, PeTA (2011 in der taz)*
PeTA möchte keinerlei Tierhaltung – keine Nutztierhaltung, was bekannt ist, aber auch keine Heimtierhaltung, was kaum jemand weiß und PeTA auch gerne verschweigt.
Ich kann selber tolerant sein und strenge Veganer zum Beispiel bei einer Party tolerieren und beköstigen. Umgekehrt funktioniert das hingegen nicht:
Die Tierrechtler von PeTA akzeptieren – wie beschrieben – keine Tierhaltung. Nicht die Hälfte, nicht mehr Tierwohl, einfach nichts! NULL!!!
Dass deren Landwirtschaftskonzept zu langfristig sinkenden Erträgen führt und letztlich dadurch viele Millionen Menschen nicht mehr ernährt werden können (oder klarer: Verhungern müssen! ☠️ ) muss ich hier wahrscheinlich gar nicht erwähnen!
- PeTA ist eine zutiefst menschenfeindliche Organisation, die keine staatliche Förderung verdient und erst Recht nicht die Bühne bei den DLG-Feldtagen.
- Viele meiner Berufskollegen fordern in WhatsApp-Gruppen den Rausschmiss der verantwortlichen Personen. Ich meine, das Mindeste muss eine öffentliche Entschuldigung sein und bitte keine Rumeierei wie bisher!
Liebe DLG: Ihr müsst hier reagieren! Das Auszusitzen geht nach hinten los!
- *) https://zoos.media/medien-echo/peta-wir-wollen-das-ende-jeglicher-tierhaltung/
- Bauer Willi: https://www.bauerwilli.com/steigt-die-dlg-bei-der-eurotier-aus/
- mein Beitrag bei LinkedIn
- Beitragsbild: wurde mir über eine WhatsApp-Gruppe übersendet. Ich ergänze gerne den Urheber

Ja, da hast Du zu 100% Recht!
vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihre offenen Worte. Wir nehmen Ihre Rückmeldung sehr ernst und können nachvollziehen, dass die Präsenz von PETA Deutschland auf den DLG-Feldtagen bei Ihnen Verärgerung auslöst.
Die DLG-Feldtage verstehen sich als fachliche Plattform für Austausch und Dialog rund um fachliche und strategische Fragen des Pflanzenbaus. Dazu gehört in einem demokratischen Umfeld auch, unterschiedliche Perspektiven zuzulassen, allerdings nur unter klaren Bedingungen: Alle Aussteller müssen sich konstruktiv, friedlich und im Rahmen unserer Messe-Richtlinien sowie der freiheitlich-demokratischen Grundordnung bewegen. Der fachliche Charakter der Veranstaltung und der respektvolle Umgang miteinander stehen für uns dabei an erster Stelle. Das ist mit dem Auftritt von PETA gegeben.
Die DLG steht klar zur Landwirtschaft mit Tierhaltung. Die Zulassung eines Ausstellers bedeutet nicht, dass die DLG dessen Positionen teilt oder vertritt. Gerade weil Landwirtschaft und Tierhaltung im öffentlichen Fokus stehen, halten wir es für wichtig, Dialog nicht aus dem Weg zu gehen, sondern ihn in einem geregelten Rahmen zu ermöglichen. Dies ändert nichts an unserer klaren positiven Haltung zur landwirtschaftlichen Praxis und zur Bedeutung der Tierhaltung.
Die DLG hat zeitnah auf meine konstruktive Kritik geantwortet, allerdings sehr oberflächlichig. Wenn sich das nicht ändert wird es viele Auftritte geben.
NEIN!
Das ist mit Peta nicht gegeben,
siehe Infotext auf der Internetseite von Peta selbst!
https://presseportal.peta.de/
Dialog?
Das ist eine Antwort, die ich als RumEierei bezeichnen würde. Das ist eine typische Nonpology, die wenig glaubhaft ist!
Stimmt!
Diese Standard Antwort habe ich auch von der DLG auf meine Eingabe hin erhalten! Der “Dialog” mit der DLG wird von mir fortgesetzt!
Die DLG hat sich geäußert und das Rückzugsgefecht angetreten, was es noch schlimmer macht. Wenn Landwirte und Blogger überhaupt nicht öffentlich öffentlich reagiert hätten, sondern die DLG per mail kontaktiert, wäre der Schaden geringer oder gar nicht eingetreten. Nun hat man viel Reichweite für PeTa geschaffen (Streisand-Effekt)
Hier die DLG:
“Das sagt die DLG dazu
Auf Nachfrage von top agrar nimmt die DLG wie folgt Stellung:
“Die DLG steht klar zur Landwirtschaft und ausdrücklich zur landwirtschaftlichen Nutztierhaltung. Tierhaltung ist ein wichtiger Bestandteil einer vielfältigen und verantwortungsvollen Landwirtschaft. Durch die Teilnahme von PETA als Aussteller an den DLG-Feldtagen 2026 ist der Eindruck entstanden, dass die DLG deren Positionen unterstützen könnte. Das bedauern wir. Denn das ist ausdrücklich nicht der Fall.
„Wir wissen um die schwierige Situation vieler Tierhalterinnen und Tierhalter, insbesondere auch in der Schweinehaltung. Die Kritik und die Sorgen, die uns in den vergangenen Tagen erreicht haben, nehmen wir sehr ernst. Wir haben verstanden, dass hier ein falsches Signal entstanden ist – und genau das war nicht unsere Absicht“, so DLG-Präsident Hubertus Paetow.
Die DLG-Feldtage verstehen sich als fachliche Plattform für Austausch und Dialog zum Pflanzenbau. Unterschiedliche Perspektiven lassen wir zu, solange sie friedlich und im Rahmen unserer Messe-Richtlinien eingebracht werden.
Wir nehmen die kritischen Rückmeldungen sehr ernst. Wir haben uns entschlossen, auf zukünftigen DLG-Veranstaltungen Kampagnen-Organisationen wie PETA keinen Platz mehr zu bieten.”
glaube mir, es haben etliche Landwirte die DLG angeschrieben und eine butterweiche Nonpology erhalten.