Archiv der Kategorie: Medienkritik

Agrarkriminalität

ein neuer Kampfbegriff?

In der Berichterstattung rund um den Rücktritt von Christina Schulze Föcking als NRW-Umwelt-& Landwirtschaftsministerin schuf Jürgen Döschner vom WDR ein neues Wort: Agrarkriminalität
Ist damit ein neuer Kampfbegriff nach Massentierhaltung, Ackergift oder Merkelgift kreiert worden?

Affäre #SchulzeFöcking mit #Rücktritt längst nicht ausgestanden. Es geht darum, wie diese Regierung, wie unsere Gesellschaft mit den Problemen der Umwelt- und #Agrarkriminalität umgeht." (M)Ein Kommentar:
Jürgen Döschner auf Twitter

Kreuzug gegen konventionelle Landwirtschaft?

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Die konventionelle Landwirtschaft unter medialem Dauerbeschuss

Screenshot Trinkwasser wird immer teurer
Schreckensmeldung: Trinkwasser wird teurer. Nicht.

Die konventionelle Landwirtschaft kommt aus den Negativschlagzeilen nicht heraus. Jüngster „Skandal“:

„Düngemittel-Belastung: Trinkwasser wird immer teurer.“ (www.tagesschau.de, 11. Mai 2018)

Bloß: Die von Bündnis 90/Die Grünen vorgestellte Analyse stimmte vorne und hinten nicht, wie das Bundesamt für Statistik in einer Pressemitteilung klar stellte. Zahlreiche Medien, einschließlich der dpa sowie der Tagesschau hatten die Meldung erst übernommen und später Richtigstellungen hinterhergeschickt.

Eine Negativmeldung jagt die andere, Skandal folgt auf Skandal. Wer erinnert sich nicht an die Schreckensmeldung des Münchner Umwelt-Instituts,  der zufolge Glyphosat in beliebten deutschen Bieren gefunden worden war? Allerdings war laut Philipp Hummel

„die Methodik ist schwach und der Medienhype deshalb unangemessen“.

(Meinung: Glyphosat im Bier, die Klickmaschine; www.spektrum de, 25. Februar 2016)

 Aber da war das Kind schon im wahrsten Sinne des Wortes in den Brunnen gefallen und das Pflanzenschutzmittel Glyphosat und damit die konventionelle Landwirtschaft hatte einen weiteren Skandal am Hals.

In der bundesdeutschen Berichterstattung rund um ihre Branche laufe vieles schief, klagen Landwirte seit Jahren. Dieser Meinung bin ich auch. Daher veröffentliche weiter unten einen Beitrag, den ich Ende Januar 2017 bei Facebook online gestellt hatte.

Ich finde, er hat nichts an Aktualität verloren.

Landwirtschaft abschaffen!

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Der Fall Schulze Föcking – oder warum der Konjunktiv WDR-Schlagzeilen regiert

Nadine Henke und Schwein
Nadine Henke

Der WDR schießt scharf gegen NRW-Umweltministerin Christina Schulze Föcking – zu Unrecht, findet Tierärztin und Sauenhalterin Nadine Henke in ihrem Blog „Brokser Sauen“.  Sie hat uns ihr Einverständnis erteilt, ihre ausführliche Analyse an dieser Stelle zu veröffentlichen.

Der Fall Schulze Föcking – eine Hexenjagd

…und es hört nicht auf… Der Fall Schulze Föcking – oder warum der Konjunktiv WDR-Schlagzeilen regiert weiterlesen

Journalisten und Agrarblogger

Ein Fernsehbeitrag im NDR von Oda Lambrecht über Agrarblogger sorgte viel Diskussionen innerhalb der Agrarbloggerszene. Es wurde viel drüber geschrieben, ich selber habe mich bisher nicht offiziell geäußert.

Bloggen Bauern vergeblich?

Das möchte ich jetzt aber doch kurz tun. Doch bevor ich anfange, möchte ich auf den Blogpost von Rainer Winter verweisen, der das bisher geschehene gut zusammengefasst und selber bewertet hat. Auch Links zu anderen Beiträge dieses Themas und zum TV-Beitrag sind dort zu finden:

Rainer Winter beschäftigt sich mit dem TV-Beitrag vom Medienmagazin ZAPP (NDR)
Rainer Winter: „Bauern bloggen – vergeblich?“

 

Mein Antrieb zu bloggen

Wenn ich gefragt werde, warum ich mit dem Bloggen begonnen habe, antworte ich meistens:

„Weil ich als konventioneller Bauer die Berichterstattung zu landwirtschaftlichen Themen in den (meist) überregionalen Medien für unausgewogen hielt und mit meiner Sicht der Dinge selber auf „Sendung“ gehen wollte“

Das war vor sieben Jahren. Mein Medium war anfangs nur mein WordPress-Blog, erst später kamen Twitter, Facebook, YouTube & Instagram dazu.
Die Situation der medialen Berichterstattung hat sich seitdem nicht unbedingt verbessert. Die sozialen Netzwerke wie Facebook wuchsen zu Giganten und die klassischen Medien haben weiter mit sinkenden Auflagenzahlen und Einschaltquote zu kämpfen.

Wachsende Bloggerszene

Die Zahl der Blogger ist stark gestiegen. Es ist ja auch recht einfach zu bloggen und für fast jeden Typ gibt es eine Plattform, die für ihr genau passend ist. Ich selber bin begeistert über wirklich tolle YouTube-Kanäle, Instagram & Twitter-Accounts, über die bunte Vielfalt der Podcasts und natürlich auch über die Reichweiten, die einige über Facebook erreichen. Selber fühle ich mich hier bei WordPress und Twitter am Wohlsten.

Sind Blogger eine Gefahr für Journalisten?

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Drohungen, gehackter Fernseher: Hatz auf NRW-Ministerin erreicht neue Eskalationsstufe

Blick in eine Großbucht der Mastschweinehaltung von Christina Schulze Föcking
Mastschweine im Stall von Schulze Föcking, Juni 2017

Wer einen landwirtschaftlichen Familienbetrieb besitzt, Schweine mästet und NRW-Landwirtschaftsministerin ist, der – ist Freiwild! Christina Schulze Föcking und ihre Familie durchleben gerade einen Horrortrip: Seit Monaten ist die Politikerin massiven Anfeindungen bei Facebook ausgesetzt. Vor einigen Tagen wurde die Familie zudem Opfer eines Hackerangriffes.

Unbekannte hatten sich Zugang zum Fernseher der Familie verschafft und ein Video eingespielt (WDR, 16.03.2018: NRW-Umweltministerin wird massiv bedroht). Hintergrund: Familie Schulze Föcking war im Juli vergangenen Jahres seitens eines Tierrechtlers vor laufender Stern TV-Kamera Missstände im Schweinestall angeklagt worden. Zu Unrecht, wie ein Berufskollege bei BlogAgrar im Detail erläutert. Nichtsdestotrotz schloss sich eine massenmediale Hatz an. Drohungen, gehackter Fernseher: Hatz auf NRW-Ministerin erreicht neue Eskalationsstufe weiterlesen

Glyphosat-Berichterstattung im NDR sorgt für Unmut

„Glyphosat: Wundermittel oder Gift?“ Am 26. Februar 2018 berichtete der NDR um 19:30 Uhr in  Nordmagazin über das Pflanzenschutzmittel Glyphosat. Bei Facebook macht Landwirt und Pflanzenbauexperte Daniel Bohl auf gravierende Mängel in dem Beitrag aufmerksam. Der Vize-Vorstandsvorsitzende der Wariner Pflanzenbau eG mit Sitz in Trams hat BlogAgrar die Erlaubnis erteilt, seinen Beitrag an dieser Stelle online zu stellen. 

Lohnt sich für den NDR das sauber Recherchieren nicht mehr?

Gestern Abend berichtete der NDR Mecklenburg-Vorpommern im regionalen Nordmagazin mal wieder über den Wirkstoff Glyphosat.

Als Landwirt fand ich es erschreckend, wie nachlässig für den Beitrag recherchiert wurde, dabei ist das Thema seit Monaten Bestandteil der Berichterstattung in den Medien. Glyphosat-Berichterstattung im NDR sorgt für Unmut weiterlesen

Erster Agrardialogpreis vergeben

Berlin, 16. Januar 2018 -(PM)

Im Rahmen der Eröffnungspressekonferenz „Deutschland blüht auf!“ am 16. Januar 2018 in Berlin wurde erstmalig der Agrardialogpreis durch die Initiative „Wir machen euch satt“ (Wmes) vergeben. Die Auszeichnung ging an das WDR-Projekt „Superkühe“.

„Es ist wichtig, ein positives Zeichen zu setzen und den Dialog trotz aller Widersprüche und Kritik an der Landwirtschaft zu intensivieren und weiterzuführen. Wie dies gelingen kann, hat das Medienereignis „Die Superkühe“ bewiesen“, führte Landwirt Bernhard Barkmann als Vertreter der Wmes-Landwirte, aus.

Gruppenfoto mit Carolyn Braun von den Superkühen
Carolyn Braun (l) nahm stellvertretend für das Team um „Superkühe“ den ersten Agrardialogpreis entgegen. Weiter im Bild Bernhard Barkmann, Nadine Henke und Marcus Holtkötter (Foto: Sabine Leopold, agrarheute)

Foto vom Agrardialogpreis 2018„Der Westdeutsche Rundfunk ermöglichte es einem vielköpfigen Team rund um die Journalisten Björn Erichsen und Jacob Vicari, vier Wochen lang in einer Art Life-Dokumentation zu zeigen, wie Milchkühe in Deutschland gehalten werden. Dabei wurden auch Problembereiche, beispielsweise die Kälbertrennung, nicht ausgegrenzt,“, urteilten die Landwirte weiter.

„Anfängliche Berührungsängste waren schnell überwunden, heraus kam ein realistisches Bild der Milchviehhaltung, wie man es tagtäglich auf unseren Höfen vorfinden kann. Das war uns den ersten Agrardialogpreis wert“. Erster Agrardialogpreis vergeben weiterlesen

Wir haben es satt! Ach! So ein Zufall. Ich auch. Immer noch. Und wie!

Infos zum Aktionstag
Das Aktionsbündnis „Wir machen Euch satt“ packt lieber an statt auf Töpfe einzudreschen.

Kommenden Samstag ist es wieder soweit: Das „Aktionsbündnis Wir haben es satt (WHES) demonstriert gegen alles Mögliche rund um die moderne Landwirtschaft in Berlin. Vorrangiges Ziel: Man will der Agrarindustrie die Stirn bieten.

Ich habe es es auch satt. Daher  habe ich meine private Anti-WHES-Demo von 2017 aus dem Archiv geholt, abgestaubt, aufgepeppt und online gestellt. Die Version 2.0 ist um einiges länger als mein erster Text damals. Nicht von ungefähr. Wer gedacht hatte, 2016 war ein heftiges Jahr für die konventionelle Landwirtschaft, wurde 2017 eines Besseren belehrt.

Warum ich auch 2018 nicht bei WHES mitlaufen und der Agrarindustrie die Stirn bieten will? Darum! Wir haben es satt! Ach! So ein Zufall. Ich auch. Immer noch. Und wie! weiterlesen

Fachkompetenz 2.0

auf der Facebookseite von BlogAgrar habe ich folgen Netzfund geteilt:

Normalerweise ist es egal, ob sich meine Leser hier oder bei Facebook informieren. Ich strebe an, dass alle Artikel, die ich hier veröffentliche auch bei Facebook zu sehen sind. Allerdings kommt es vor, dass bei Facebook mehr Artikel, aber in der Regel kurze Kommentare, gepostet werden. Ich habe jetzt einmal einen Facebookpost hier zusätzlich veröffentlicht. Wie findet ihr das?

BREAKING NEWS: Der BUND kennt das Wort „Wissenschaft“

Bild Ankündigung Forschungspreisverleihung
Wir gehen mit der Wissenschaft – wirklich?!

Die Nichtregierungsorganisation (NGO) Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) scheint ein neues Kapitel in ihrer Geschichte schreiben zu wollen: Sie hat tatsächlich das Wort „Wissenschaft“ in ihr Vokabular aufgenommen. Konkret geht es um die Ankündigung, man wolle „mit der Wissenschaft gehen“: Im Juni wird ein BUND-Forschungspreis für Arbeiten zur Nachhaltigen Entwicklung verliehen.

Das Neuartige an der Meldung?

Nach Jahren hemmungslosen Glyphosat-Bashings, in denen die Berliner beinhart jeglichen wissenschaftlichen Erkenntnissen abhold waren, will der BUND eine Liaison eingehen mit Terra Incognita. Ich wusste gar nicht, dass die Umweltaktivisten das Wort überhaupt buchstabieren können.

Der BUND, das sind immerhin die, die, wenn es ihnen nicht in den Kram passt, gegen die Wissenschaft austreten. Die Forscher in den Dreck ziehen. Die, wenn was nicht passt, etwas mit Auslassungen, steilen Behauptungen und alternativen Fakten pass machen. Die weder differenzieren können – und, so scheint‘s, es auch gar nicht wollen.

Faktencheck: Der BUND, Glyphosat und tote Babys

Schon vor vier Jahren hat das Online-Portal SciLogs von Spektrum der Wissenschaft in einem Faktencheck belegt, wie wenig die NGO mit seriöser Wissenschaft am Hut hat. BREAKING NEWS: Der BUND kennt das Wort „Wissenschaft“ weiterlesen