Archiv für den Monat: September 2014

Erntekrone auch für emsländischem Landrat Winter

Die emsländischen Landfrauen produzieren herrliche Erntekronen in Serie: Natürlich haben die Landfrauen wie jedes Jahr auch das emsländische Kreishaus in Meppen mit einer Erntekrone ausgestattet. Süd-Ems-Media berichtet:

 

Gemeinsam mit den Dezernenten der Kreisverwaltung nahm Landrat Reinhard Winter die Erntekrone der Landfrauen entgegen (c) Süd-Ems-Media
Gemeinsam mit den Dezernenten der Kreisverwaltung nahm Landrat Reinhard Winter die Erntekrone der Landfrauen entgegen (c) Süd-Ems-Media

Meppen. Als ein Symbol für Wertschätzung und mit Verweis auf die heutige Wegwerfgesellschaft überreichten Annegret Nögel, Vorsitzende der Kreisarbeitsgemeinschaft der Landfrauen im Altkreis Meppen, und ihre emsländischen Kolleginnen pünktlich zum anstehenden Erntedankfest eine aus Getreide gefertigte Erntekrone an Landrat Reinhard Winter.

„Die Erntekrone ist eine schöne und wichtige Tradition und zugleich das sichtbare Zeichen unserer Dankbarkeit“, unterstrich Reinhard Winter, der zudem versprach, dass die Krone über mehrere Wochen im Kreishaus ihren Platz haben werde. 

Im Foyer des Meppener Kreishauses begrüßte der Landrat die Landfrauen und betonte, dass die Landwirtschaft mit ihren nachgelagerten Leistungen der Veredelung nach wie vor einen entscheidenden Pfeiler der emsländischen Wirtschaftsstruktur darstelle. 

In der anschließenden Gesprächsrunde mit den Landfrauen entwickelte sich eine intensive Diskussion über vielfältige aktuelle Themen – etwa die derzeitige Genehmigungspraxis für Stallanlagen sowie die verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und Transparenz in der Landwirtschaft.  In diesem Kontext sprach der Landrat auch das kürzlich eröffnete Tierseuchenlogistikzentrum in Nordhorn-Klausheide an. 

Zu guter Letzt wurde die hervorragend funktionierende Kooperation des Landkreises mit den Landfrauen hervorgehoben – auf besonders hohe Resonanz stießen dabei die zahlreichen Aktionstage mit Schülern, die sich dem Bereich Ernährung und Kochen widmen, so die Landfrauen.

 

Erntekrone für Minister Meyer

Vor zwei Wochen berichtete ich von den Landfrauen, die bei uns auf dem Hof eine schöne Erntekrone für Christian Meyer gebunden haben. Am vergangenen Montag fuhren die Landfrauen aus der Grafschaft Bentheim und dem Emsland nach Hannover. Im Blog des emsländischen Landvolks wird über den Besuch der Landfrauen wie folgt berichtet:

ERNTEKRONE IM MINISTERIUM

Landfrauen aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim übergaben erstmals dem niedersächsischen Landwirtschaftsminister Christian Meyer eine Erntekrone. Die mit getrockneten Getreideähren und auch mit Würsten verzierte Krone schmückt jetzt das hannoversche Landwirtschaftsministerium.

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(c) Daniela Knoll, VEL man beachte die Wurst an der Erntekrone! 😉

Es ist das erste Mal, dass eine Erntekrone der Landfrauen Weser-Ems auf persönlichen Wunsch des Ministers den Weg nach Hannover antritt. Gemeinsam haben die Landfrauen-Kreisvorstände aus Aschendorf, Bentheim, Lingen und Meppen nun die handgearbeitete und reich verzierte Krone nach Hannover gebracht. Die Bezirksvorsitzende Frieda Wolbert dankte in ihrer Ansprache für die sehr gute Ernte, die jedoch je nach Region unterschiedlich ausfiel. Dies zeige, dass die Landwirtschaft auch in unserer modernen Zeit stark von der Natur abhängt. Mit einem Augenzwinkern verwies sie auf die in einer Erntekrone eher unüblichen Würste, die auf die heimischen Erzeugnisse aus der Tierhaltung hinweisen sollen. Mit dem Erntedank verbindet Wolbert auch den Wunsch nach einer höheren Wertschätzung der landwirtschaftlichen Produkte: „Landwirte produzieren hochqualitative und gleichzeitig günstige Lebensmittel bei höchsten Umwelt- und Tierschutzstandards“, betonte die Landfrau aus Laar. Christian Meyer bedankte sich im Gegenzug für die Arbeit der Landfrauen im ländlichen Raum. Gerade Aktionen wie das Landfrauenprojekt „Kochen mit Kindern“ tragen enorm zur Ernährungsbildung junger Menschen bei. Auch Meyer rief zu mehr Wertschätzung der täglichen Arbeit von Mensch und Tier auf den Höfen auf.

Im Anschluss diskutierten die Landfrauen aktuelle Themen mit dem Minister. Agnes Rösing, Vorsitzende des Kreisverbandes Aschendorf-Hümmling, wünschte sich einen intensiveren Dialog zwischen Politik und Landwirtschaft: [weiter geht´s hier]

Video-Dokumentation zur Nottötung von Ferkeln

Thomas Wengenroth, Initiator der Internetseiten von stallbesuch.de, lässt Tierhalter und Tierärzte in einer Video-Dokumentation zum Thema Ferkelnottötung zu Wort kommen.

Stallbesuch.de
Bei Stallbesuch.de ist das ganze Jahr über „Tag des offenen Hofes“

In einer aktuellen Presseerklärung heißt es:

„Video-Dokumentation zur Nottötung von Ferkeln

Im Sommer 2014 haben mehrere Bundesländer Vorgaben der EU für die Nottötung von Ferkeln in Form neuer Verordnungen umgesetzt. Diese schreiben vor, Ferkel mittels Kopfschlag zu betäuben und anschließend durch Kehlschnitt oder Herzstich zu entbluten. Diese Methode lehnen Deutschlands Ferkelerzeuger praktisch einhellig ab.

In einer jetzt veröffentlichten Video-Dokumentation melden sich Tierhalterinnen und Tierärzte zu Wort: Stellvertretend für die vielen deutschen Ferkelerzeuger, erklären Nadine Henke und Lara Monhof, warum sie die vorgeschriebene Methode nicht anwenden wollen.

Prof. Dr. Thomas Richter, Fachtierarzt für öffentliches Veterinärwesen und Tierschutz, spricht über Aspekte des Tierschutzes und zukünftige Zuchtziele für Muttersauen.

Dr. Martin von Wenzlawowicz, Fachtierarzt für Tierschutz und Spezialist für Schlachtung und Betäubung, erläutert Vor- und Nachteile verschiedener Betäubungs- und Nottötungsverfahren. Ausführlich bewertet er Kopfschlag/Entblutung, Kohlendioxid, Elektrozangen und Bolzenschussgeräte als Betäubungs- und Tötungsmittel.

Weil aber die Problematik niemand wirklich versteht, ohne die „verordnungsgemäße Methode“ tatsächlich gesehen zu haben, wird auch sie im Video gezeigt.

Nicht jeder Laie mag sich die Aufnahmen ansehen und muss es vielleicht auch nicht.

Politiker und Journalisten allerdings werden ausdrücklich aufgefordert, sich diesen Teil des Videos nicht zu ersparen!

Der Kopfschlag als Betäubungsmetode ist unzuverlässig und die Tötung durch Kehlschnitt ist schlicht unzumutbar. Jetzt haben es die politisch Verantwortlichen in der Hand, ihre Verordnungen zu korrigieren und die in der Dokumentation benannten Alternativen zu gestatten. Im Interesse von Tier und Mensch besteht hier dringender Handlungsbedarf.

Die gesamte Dokumentation finden Sie im Internet auf www.stallbesuch.de

Weitere Informationen gibt Ihnen gerne:

Thomas Wengenroth
VetDocVideo
Höhenstrasse 29
64720 Michelstadt
Telefon: 06061/70 53 91
E-Mail: info@stallbesuch.de

Auf YouTube ist dazu ein Vorschau-Video zu sehen:


Ich hoffe, dass dieses sensible Thema mit der nötigen Sachlichkeit diskutiert werden kann.

Erntedank 2014

Der offizielle Erntedanktag Anfang Oktober liegt noch vor uns, aber ich möchte bereits jetzt kurz bilanzieren:

das Resultat ist prächtig!

Für mich ist die Getreide- und Rapsernte bereits seit knapp sechs Wochen erledigt. Die Erträge waren beim Getreide wirklich sehr gut und beim Raps kann von einer guten Ernte gesprochen werden. Insgesamt wurde in diesem Jahr allgemein eine sehr gute Ernte eingefahren, so dass in der Folge aufgrund des erhöhten Angebots die Erlöse pro dt Getreide deutlich unter dem Vorjahresniveau lagen. Für reine Ackerbaubetriebe eine schlechte Nachricht- für unseren Familienbetrieb mit Viehhaltung bedeutet das allerdings eine sehr gute und günstige Futtergrundlage für das Vieh. Wir werden weniger Futtergetreide zukaufen müssen und haben bereits Futter für ein Jahr vorgekauft, weil das Preisniveau uns so günstig erscheint.

Ein Geschäft, das übrigens ohne Warenterminbörsen kaum möglich wäre. Aber dieses Thema möchte ich jetzt nicht weiter ausbreiten…

Hier im Emsland und in der Grafschaft Bentheim gibt es also viele Gründe, für die insgesamt gute Ernte zu danken. Ausgedrückt wird dieser Dank in der Regel mit einer Erntedankmesse und einem anschließenden zünftigen Erntedankfest bei dem eine Erntekrone zur Schau gestellt wird.

Eine solche Erntekrone haben die Landfrauen aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim Ende August bei uns in der Scheune gebunden.

namen
von links: Ulrike Brokamp, Marlies Schoo, Annegret Nögel, Johanne Kampert, Anni Barkmann, Agnes Rösing, Maria Hermeling, Frieda Wolbert, Elisabeth Schiedergers

Diese Erntekrone wird übrigens am 22. September in Hannover dem niedersächsischem Landwirtschaftsminister Christian Meyer überreicht. Den Landfrauen erwartet an diesem Tag ein interessantes Programm in der Landeshauptstadt.

Nur wenige Kilometer südlich hatten die Landwirte um Münster herum aber wegen des umfangreichen und regelmäßigen Regens äußerst schlechte Erntebedingungen. Viel zu oft kam der Regen der Erntearbeit in die Quere und wenn das Getreide eigentlich trocken genug war, dann waren viele Böden einfach nicht befahrbar. Von der Strasse aus lassen sich die Spuren vieler „Schlammschlachten“ besichtigen.

Auch der WDR hat Marcus Holtkötter alias“Bauer Holti“ bei der erschwerten Ernte begleitet und einen 14-minütigen Film gedreht:


Angesichts dieser nervenaufreibenden Ernte im Münsterland kann man wirklich froh und dankbar sein, dass man es selber viel besser erwischt hat.
Bleibt nun noch ein Ausblick auf die für unsere Region wichtige Maisernte:
Auch der Mais wird hohe Erträge bringen. Gerade auf den leichten Standorten steht dieser sehr, sehr gut. Wenn die Flächen zur Ernte befahrbar sein werden, kann auch bei dieser Frucht eine gute Ernte eingefahren werden. Aber dazu dann zu gegebener Zeit mehr…