Regionale Rezepte gesucht

BlogAgrar bittet um Mithilfe für ein tolles Kochbuchprojekt

Portrait von Silvia Schlögel
Silvia Schlögel (Facebook-Profilfoto)

Silvia Schlögel aus Bayern ist Bäuerin, Landfrau, Mutter und Teil der Hauswirtschafterei. Und sie sucht regionale Rezepte für ein Kochbuchprojekt. Dabei möchte BlogAgrar gerne helfen:

Für Band 1 der dreiteiligen Kochbuchserie, an dem zur Zeit fieberhaft gearbeitet wird, werden noch Rezepte aus dem Norden Deutschlands gesucht. Aber auch für den zweiten Band (Rezepte aus der Mitte Deutschlands) werden bereits Rezepte gesammelt.

Wer also noch tolle Rezepte hat, der schreibt an heimatkueche@dlv.de.

#Crashkurs Heimatküche

Band 1: So kocht der Norden Deutschlands

Zum Heimatgefühl gehört die regionale Küche wie der Deckel auf den Topf.

#Crashkurs Heimatküche. Wir suchen die besten Rezepte. Bitte per Mail an heimatkueche@dlv.de senden
Rezepte gesucht!

Nichts auf der Welt weckt schneller und intensiver Kindheitserinnerungen als vertraute Düfte. Dabei hat jede Region in Deutschland ihre eigenen Spezialitäten. Und genau um diese Spezialitäten geht es in der neuen Kochbuchreihe „Crashkurs Heimatküche„.
Das Landfrauenteam der „Hauswirtschafterei“ will in einer Serie von 3 Büchern die überlieferten, neu interpretierten und allseits beliebten Leibspeisen aus Deutschlands Mitte, Norden und Süden mit Ihrer Hilfe festhalten.
Ob herzhaft, pikant oder süß – schicken Sie uns Ihr persönliches Lieblingsrezept aus Ihrer Region. Regionale Rezepte gesucht weiterlesen

EU-Agrarpolitik- verteufelt und verteidigt

Wissenschaftlicher Beitrat des Bundeslandwirtschaftsministeriums (WBAE) empfiehlt eine Neuausrichtung der gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP)

Wissenschaftlicher Beitrat: Für eine gemeinwohlorientierte Gemeinsame Agrarpolitik der EU nach 2020: Grundsatzfragen und Empfehlungen
In dieser Stellungnahme bzw. Gutachten fordern 19 Wissenschaftler aus dem Agrarbereich eine gemeinwohlorientierte Ausrichtung der europäischen Agrarpolitik.
Dabei solle der Focus nicht mehr auf die Einkommenssicherung der landwirtschaftlichen Betriebe bzw. deren Familien gelegt werden, sondern auf sogenannte Gemeinwohlleistungen.

Direktzahlungen runter, Umweltleistungen rauf

Das bedeutet, die Direktzahlungen an Landwirte sollten nach Ansicht des WBAE sollten abgebaut werden und Maßnahmen für Tierwohl, Umwelt- und Klimaschutz sollten besser Honoriert werden.
Die gemeinsame EU-Agrarpolitik (GAP) und insbesondere die Förderpolitik hat viele Schwächen, die auch ganz gut vom WBAE aufgezeigt werden. Ich glaube in dieser Frage herrscht recht großer Konsens.

Doch warum wehren sich viele Landwirte und folglich auch der Deutsche Bauernverband dagegen, die GAP zu revolutionieren?

Einige Aspekte meinerseits:

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„Rekord-Fusion: Imperium übernimmt Mordor für 62,5 Milliarden Dollar“

Gegensätzlicher hätten die Reaktionen nicht ausfallen können: In Mordor und dem Galaktischen Imperium rieb man sich satanisch-grinsend die Hände, in Mittelerde, Trillionen Sternensystemen sowie der Berliner Bundesgeschäftsstelle von Bündnis 90/Die Grünen dagegen rang man selbige verzweifelt gen Himmel.

Grund: Wie wir erfahren haben, ist ein unheilverheißender Milliarden-Deal in trockenen Tüchern: Das Galaktische Imperium hat das finstere Reich Mordor für insgesamt 62,5 Milliarden Dollar übernommen. Damit ist die bereits 2016 angekündigte Übernahme nach einem langwierigen Genehmigungsprozess endlich in trockenen Tüchern.

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Julia Klöckner auf Hoftour

Im Rahmen des Landratswahlkampfs besuchte am 23.05 die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner die Stoltenhäger Agrar- Produktions- und Handelsgesellschaft mbH (kurz STAP).

Dem Geschäftsführer Herrn Hartmut Ruhtz war es ein besonderes Anliegen, die Mitarbeiter vorzustellen, um aufzuzeigen wie viele Familien von dem Betrieb leben:

  • Insgesamt 15 Vollarbeitskräfte
  • 4 Aushilfen und
  • ein Lehrling.

kein Mobilfunkempfang

Vor dem Hof Rundgang stellte Frau Klöckner fest das man hier „Ruhe“ hat, da das Mobilfunknetz nicht zur Verfügung stand.

Julia Klöckner sitzt in der Kabine eines großen Schleppers der Marke Fendt und inspiziert die umfassenden technischen Geräte und Bedienungsbildschirme
Julia Klöckner in der Kabine eines Fendt-Schleppers

Danach begann der Hofrundgang. Als erstes bekam Frau Klöckner einen der Fendt 936 erklärt von Junior René Rempt. Und selbstbewusst wie Frau Klöckner ist, stieg sie auf den Trecker und startete ihn.

Diskussion an der Pfanzenschutzspritze

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Warum Landwirte ihre Tiere super pflegen und dann trotzdem zum Schlachten abgeben

Ist es nicht seltsam, dass ein Bauer seine Schweine, Puten oder Rinder mit Können und Engagement, Respekt und Zuneigung aufzieht, nur um sie dann zur Schlachtung zu geben?

von Sönke Hauschild

Das fragt sich manch ein Bürger, der dann allerdings meist genauso beherzt in sein leckeres Mettbrötchen beißt. Doch warum machen Bauern das? Und wie verträgt sich diese Hingabe mit der anschließenden Abgabe?

Ein Schwein schaut aus dem Viehtransporter nach draussen
Schwein auf einem Viehtransporter (c) Sönke Hauschild

Der Versuch einer Erklärung:

Der Beruf des Landwirts zeichnet sich durch eine Besonderheit aus: Wir haben mit Natur zu tun. Dort gibt es keine 100 % kontrollierten Bedingungen wie in der Industrie. Alles, was wir machen, ist ein Kompromiss – hoffentlich ein möglichst guter. Ein Kompromiss zwischen dem Wesen der Natur und dem menschlichen Wunsch, uns davon eine Scheibe abzuschneiden, damit auch wir leben können.

Wissen und Technik helfen uns, den Kompromiss besser zu machen, mehr nicht.

Der Kastenstand in der Abferkelung ist ein kurzzeitiger Kompromiss zwischen dem Bewegungsdrang der Sau und dem Leben der neugeborenen Ferkel.
Die Laufstallhaltung der Kühe ist ein Kompromiss zwischen den natürlichen Verhalten der Kuh und einer wirtschaftlichen Milcherzeugung.
Der Ackerbau ist ein Kompromiss zwischen der Artenvielfalt und dem Erzeugen gesunder und günstiger Lebensmittel.
Pflanzenschutz ist ein Kompromiss zwischen dem Schutz der Nutzpflanze und dem Überhandnehmen des Pilzbefalls, Unkrautdrucks oder Insektenbefalls.

Auch Natur ist ein Kompromiss

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Ferkelkastration: Offener Brief

Offener Brief (zur Zukunft der Ferkelkastration in Deutschland) an

  • Marcus Mosa (EDEKA)
  • Lionel Souque (REWE)
  • Klaus Gehring (Schwarz Gruppe)
  • Marc Heußinger (Aldi)
  • Olaf Koch (Metro Gruppe)
  • Clemens Tönnies (Tönnies Fleisch)
  • Tom Heidmann (VION)
  • Johannes Steinhoff (Westfleisch)
  • Kjeld Johannesen (Danish Crown)
  • Martin & Stefan Müller (Müller Gruppe)
Ferkelchen nascht an einer Futterschale. An der Schnauze kleben Futterreste.
(c) Nadine Henke, Brokser Sauen

Sehr geehrte Herren,

der 01.01.2019 rückt immer näher. Mit diesem Datum soll in Deutschland nun endlich mit der betäubungslosen Ferkelkastration Schluss sein. Allerdings stehen damit unsere deutschen Ferkelerzeuger und auch die Mäster vor einer großen Herausforderung.

Drei Alternativen stehen zur Verfügung

Zur Zeit gibt es drei zugelassene Verfahren: Es besteht die Möglichkeit, die Ferkel von einem Tierarzt betäuben zu lassen, und sie dann zu kastrieren. Die Ferkel könnten jedoch auch einfach unkastriert bleiben und als Eber gemästet werden. Eine weitere Variante wäre die Immunokastration. Alle drei Verfahren haben sowohl Vor– als auch Nachteile. Alle drei Alternativen sind wie oben schon erwähnt zugelassen und damit möglich. Wir Landwirte sind bereit, das gewünschte Verfahren in die Praxis umzusetzen. Nur dazu benötigen wir eine gewisse Planungssicherheit. Denn der Ferkelerzeuger muss in den ersten Lebenswochen entscheiden, ob die Tiere kastriert werden sollen, oder nicht. Und auch der Mäster muss wissen, ob er später eine Absatzmöglichkeit hat (als Volleber oder immunokastriert), wenn er beispielsweise Eber kauft.

Weiterer Strukturwandel?

Unsere Ferkelerzeuger stehen zur Zeit vor einem riesengroßen Dilemma, denn sie müssen die Entscheidung treffen. Sie wissen zur Zeit nicht, egal was sie tun, ob sie später Ferkel erzeugt haben, die am Markt auch nachgefragt werden. Sie stehen in direkter Konkurrenz zu anderen europäischen (v.a. dänischen und holländischen) Ferkelerzeugern, die weiterhin problemlos Kastrate (völlig losgelöst unter welchen Voraussetzungen diese kastriert wurden) liefern dürfen und werden.

Sehr geehrte Herren,

wir Ferkelerzeuger möchten weiterhin wettbewerbsfähig bleiben. Bitte sagen Sie uns, welches Verfahren Ihr Unternehmen bevorzugt, damit wir uns darauf einstellen können. Lassen Sie uns zeitnah in den Dialog treten und gemeinsam eine Lösung finden. Damit es auch in Zukunft noch ein 4 x D gibt.

Mit freundlichen Grüßen

Nadine Henke

Die ’50 Million Shades Of Grey‘ der Nutztierhaltung

Figur auf hohem Ausguck mit Fernglas
Der Alltag in der Nutztierhaltung besteht aus Unmengen Graustufen. Sie finden sie nicht? Bei Tageslicht auf dem Bauernhof die Augen öffnen hilft unbedingt!

Tierrechtler, die die Nutztierhaltung kompromisslos ablehnen, steigen nachts klammheimlich in Schweine- und Hühnerställe ein, drehen über Monate Filme von angeblichen Missständen. Sender des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, aber auch Privatsender, strahlen die Berichte ungeprüft in schrill-skandalisierender Tonlage aus. Wieder einmal ein Tierquäler erwischt! Wieder einmal wird von einem Fall auf alle geschlossen! Die „erwischten“ Landwirte werden wie die sprichwörtliche Sau durch das massenmdiale Dorf gejagt. Ein ganzer Berufszweig gerät pauschal in Misskredit. Die ’50 Million Shades Of Grey‘ der Nutztierhaltung weiterlesen

Glyphosat im alkoholfreiem Bier

Urin, Bier, Muttermilch & alkoholfreies Bier

Wo haben wir nicht schon Spuren von Glyphosat gefunden? In Urin, Bier und vermeintlich auch in Muttermilch. Letztere Behauptung erwies sich als glatte Falschmeldung, weil die Messmethode nicht verifiziert war- aber Scheiß drauf- der angebliche Glyphosatfund in der Muttermilch setzte sich in den Köpfen der Verbraucher fest und sorgte für große Verunsicherung bei den stillenden Müttern.

ewiger Streit um die Gesundheitsgefahren

Ewig lange wurde diskutiert und argumentiert, ob das Totalherbizid schädliche Wirkungen auf den menschlichen Organismus hat. Letztlich haben sich eigentlich alle Fachbehörden weltweit für die Ungefährlichkeit des Glyphosats ausgesprochen. Doch dieses Urteil wird von vielen nicht akzeptiert.

aktueller „test“ nur wegen Glyphosatfunden in den Schlagzeilen?

Jetzt hat die eigentlich renommierte „Stiftung Warentest“ alkoholfreie Biere getestet und dabei auch auf Glyphosat untersucht und wenig überraschend auch gefunden.
Die Testergebnisse waren der dpa und vielen Medien eher unwichtig, aber der Fund von Spuren des Herbizids war ihnen dann doch eine Schlagzeile wert.

Die taz lernt es nie bzw. will es nicht lernen?

So auch die taz bzw. dessen Redakteur Jost Maurin. Er twitterte seinen Artikel:

„test“ findet krebsverdächtiges Pestizid Glyphosat in alkoholfreiem Bier Das umstrittene Ackergift wurde in „Flensburger Frei“ und „Holsten Alkoholfrei“ nachgewiesen. Krebsgefahr ist nicht ausgeschlossen.
Auch die neue Wortschöpfung „Ackergift“ darf bei der Schlagzeilengestaltung nicht fehlen

Daraufhin gaben Susanne Günther (Bloggerin bei schillipaeppa.net) und Hendrik Hanekamp (@flaemingslord) folgende Antworten ab:

Es lohnt sich, den gesamten Diskussionsstrang bei Twitter durchzulesen. Es ist in der tat ermüdend, wie das umfangreich untersuchte Glyphosat noch immer für ideologisch aufgeladene Debatten missbraucht wird.

Debatte auch bei bei Facebook

Parallel zur Debatte bei twitter wurde auch bei Facebook über diesen Artikel bzw. übers Glyphosat im Bier diskutiert (bitte auf das untere Bild klicken).
Dabei ärgerte ich mich vor allem über folgende Aussage von Joyce Moewius (Mitarbeiterin beim BÖLW). Ich vermute, dass ihre Aussage nicht ironisch gemeint war.

Joycee Moewius Im Bier! Ist doch krass. Und dass trotz erheblicher Aufbereitung des Wassers. Die übrigens nicht die Verursacher zahlen, sondern die wasserkunden. Find ich nicht ok. Und auch nicht, dass die Konzentration dieser Stoffe in der Umwelt weit höher sind. Und auch dort wiederum nicht die Verursacher zahlen und schaden verursacht wird, der auch mit Geld gar nicht repariert werden kann. Ich kann nicht erkennen, warum eine solche Ironie oder Gleichgültigkeit an den Tag gelegt wird. Noch weniger, da Landwirte es ja auch schaffen ohne Glyphosat zu wirtschaften.
Snapshot bei facebook

Und hier nochmal die wunderbare Grafik von Hendrik Hanekamp alias @flaemingslord:

In dieser Grafik sind die gemessenen Mengen an Glyphosat aus verschiedenen Untersuchungen ins Verhältnis mit den akzeptablen täglichen Aufnahmemengen (=ADI) gesetzt. Annahme zu den Bierzahlen: Tageskonsum beträgt eine Kiste Bier (8 Liter).
zur vergrößerten Ansicht bitte anklicken (c) @flaemingslord

 

Datenschutzgrundverordnung DSGVO

In wenigen Stunden ist sie nun in Kraft: die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Datenschutz ist natürlich wichtig und auch auf diesem Blog werden personenbezogene Daten erfasst. So ganz ohne funktioniert heute wohl keine Webseite, die mit seinen Lesern bzw. Nutzern interagieren möchte.

Ich werde jetzt einige Plugins deinstallieren, die möglicherweise von außen her Daten tracken könnten. Ich finde das sehr schade, denn speziell die rotierenden Tweets, die ich in der rechten Spalte eingebunden habe, fand ich sehr nützlich. Schließlich bin ich sehr gerne bei Twitter aktiv und so kann meine Leserschaft auf meinem Blog verfolgen, was ich bei diesem Kurznachrichtendienst so treibe.

Ich möchte kein Opfer der Abmahnanwälte werden

Ich bin gespannt auf die ersten Urteile von Gerichten und werde die Lage beobachten. Sobald bezüglich einiger PlugIns etwas mehr rechtssicherheit herscht, werde ich diese auch wieder scharf stellen wollen. Aber zunächst gehe ich in die Defensive und hoffe, kein Opfer der Abmahnanwälte zu werden.

Übrigens (Fun Fact):

Beim tippen der Überschrift habe ich bemerkt, dass dort die Abkürzung GVO drin ist. Das kann doch kein Zufall sein, oder?

Quarks & die Bienen

gestern noch Sorge ums Bienensterben – heute sind die Honigbienen die Täter

Im sozialen Netzwerk facebook veröffentlicht Quarks mehrmals täglich kurze Videos bzw. Infografiken zu aktuellen Wissensthemen.
Natürlich auch zu Bienen.

Folgender Film sorgte für Verwunderung bei mir, bei vielen Imkern und allgemein im Netz:

Gestern postete die Quarks-Onlineredaktion diese Infografik:

Die Bienen sterben, heißt es – sogar die Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht inzwischen davon. Und ja es stimmt, einige Wildbienenarten gelten als gefährdet. Die Honigbienen in Deutschland sind aber nicht vom Aussterben bedroht – solange es Imker gibt, die sie pflegen.
Quelle: Quarks, WDR

Noch nicht lange her, da wurde zum Thema Bienen und Bienensterben folgende Videos veröffentlicht: Quarks & die Bienen weiterlesen