Alle Beiträge von Bernhard Barkmann

Lesenswert: Interviews zum „Antibiotikaschnitzel“

Christina Annelies´ Blogpost zum „Antibiotikaschnitzel“ hat zu einer lebhaften Diskussion geführt. Ich möchte hier noch zwei lesenswerte Interviews vorstellen, die ebenfalls den viralen Facebook-Post eines Verbrauchers thematisieren:

  1. Interview von Thorsten Winter, FAZ, mit Schweinehalterin Kathrin Seeger:
    Interview von Thorsten Winter, FAZ, mit Schweinehalterin Kathrin Seeger
  2. Interview von Quentin Lichtblau, jetzt, mit Matthias Wolfschmidt von Foodwatch
    Interview von Quentin Lichtblau, jetzt, mit Matthias Wolfschmidt von Foodwatch

Woran soll der normale Verbraucher sich beim Einkauf orientieren?

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Gute Arbeit in der Landwirtschaft

Wenn über Landwirtschaft diskutiert wird, dann wird meistens auch über das weite Thema „Tierwohl“ gesprochen. Wie geht es aber den Menschen- also den Bauern, den Angestellten und Erntehelfern auf den Höfen?

Diese Frage wird im Schleswig-Holsteinischen Itzehoe mit Gewerkschaftlern, Bauernvertretern und der Politik unter der Moderation von der Journalistin & Autorin Tanja Busse debattiert.

Die meisten Bauernhöfe in Deutschland werden als sogenannter Familienbetrieb geführt. Dort ist die selbstverständliche Selbstausbeutung weit verbreitet. Da kontrolliert die Oma zu spät-abendlichen Stunden noch eine Geburt im Stall, der Opa pflegt die Hecken und Böschungen, macht größere & kleinere Reparaturen Gute Arbeit in der Landwirtschaft weiterlesen

Live- Ticker vom Zukunfsdialog

Heute (30. Mai) findet in Berlin der 4. Zukunftsdialog Agrar & Ernährung statt. Ich werde ab 10 Uhr über meinen Twitteraccount (@blogagrar) berichten.

Ich bin schon voller Vorfreude, denn das Programm ist in diesem Jahr wirklich gut und die Podien hochkarätig besetzt. Unter anderem sind

  • Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt
  • Umweltministerin Dr. Barbara Hendricks
  • stellvertrender Bundesvorsitzender der FDP Wolfgang Kubicki
  • Bauernpräsident Joachim Rukwied
  • Dr. Felix Prinz zu Löwenstein (BÖLW)
  • Philosoph Richard David Precht

dabei. Weiter bin ich natürlich auch gespannt, wen ich von meinen Bekannten dort in der Kalkscheune (dem Veranstaltungsort) treffen werde.

Also bis gleich, ab 10 Uhr gibt es den Live-Ticker auf Twitter. Hashtag ist #zdae17

Barbara trifft Barbara

Und noch ein toller Zeitungsartikel über eine richtig gute Dialogveranstaltung:

Umweltministerin Barbara Hendricks besucht einen modernen Milchviehbetrieb (von Michael und Anita Lucassen) und trifft dabei die älteste Kuh des Betriebes, die zufällig auch den namen Barbara trägt.

(c) nwz, Hans Passmann

Anita Lucassen ist eine der Protagonist(inn)en von der Videoplattform MyKuhTube und hatte die Ministerin mit diesem Video zum Besuch und zum Dialog aufgerufen: Klasse! 🙂 Barbara trifft Barbara weiterlesen

zum Insekten- & Vogelsterben

Frank Nagel (frankshalbwissen.de) beschäftigt sich in seinem aktuellsten Artikel über das von den Grünen oft postulierte Insekten- bzw. Vogelsterben. Ist das nun ein reales Problem, oder doch nur wieder die übliche grüne Panikmache?

Diese Analyse ist lang, aber die viertel Stunde, die für die gründliche Lektüre nötig ist, ist sehr gut investiert:

(c) frankshalbwissen.de

 

ProVieh ist ContraBauern

von Sönke Hauschild, Bauernverband Schleswig-Holstein

Gestern postete der Nutztierschutzverein Provieh einen Meinungsartikel aus dem Weserkurier:

Autorin ist die in Bremen tätige Ärztin Imke Lührs vom Verein „Ärzte gegen Massentierhaltung“.

Sie fährt fort: „Wegen spezieller Züchtungen, drangvoller Enge, schlechter Luft und unnatürlicher Lebensweise sind die Tiere besonders anfällig. Eine industrielle Tierhaltung ist ohne diese Medikamente nicht denkbar. Viele tierische Lebensmittel sind deshalb, wenn sie in den Handel kommen, mit resistenten Erregern behaftet, die so vom Menschen aufgenommen werden. Bei schlechter Abwehrlage oder bei Einnahme von Antibiotika vermehren sich diese Keime rasant und können dann nicht mehr behandelt werden.

Bemerkenswert, dass eine Ärztin fachlich derart „unbeleckt“ scheint, dass sie die wahren Zusammenhänge nicht kennt. Denn 97,5 % der multiresistenten Keime stammen aus Krankenhäusern und Pflegeheimen. Haushunde sind viermal häufiger mit resistenten Keimen besiedelt als Hähnchen. Die Geflügelhaltung steht (ebenso wie die Schweinehaltung) in keinem Zusammenhang mit der Zahl der MRSA-Fälle beim Menschen. Es sind Fakten des Bundesinstitutes für Risikobewertung.

Wir meinen: Frau Lührs kennt diese Zahlen!
Wir meinen: Auch Provieh kennt diese Zahlen!

Und es ist unredlich, gar gefährlich, dieses Problem zu verneinen, um der Landwirtschaft „einen mitzugeben“. Bauern-Bashing der feinsten Sorte, die aber von der wahren Gefahr ablenkt: Der Humanmedizin. Frau Lührs weiß das. Was sie macht, ist fahrlässig. So bekommen wir das Problem mit den resistenten Keimen nie in den Griff! ProVieh ist ContraBauern weiterlesen

Jäger, Landwirte, Angler und Imker in einem Boot

Emotionale Worte einer Jägerin, die anonym bleiben möchte:

Wow. Da sind sie wieder, die aktuellen Diskussionen, die jeder Jäger und vermutlich auch jeder Landwirt, jeder Angler oder Imker kennt. Da wird aufs übelste beschimpft, beleidigt, provoziert. Sicherlich im Endeffekt von beiden Seiten.

Aber woher kommt er, dieser abgrundtiefe Hass gegenüber uns?

Leuten, die meiner Ansicht nach noch mit und in der Natur leben, agieren und versuchen, ihre Zusammenhänge zu verstehen? Warum ist es „nur in seiner Natur“, wenn ein Prädator ein Wildtier erbeutet, wenn er es eben nicht sofort schnell und schmerzlos tötet, wenn es gar leidet oder viel mehr Tiere gerissen werden, als für eine Mahlzeit notwendig wäre?Warum ist es nicht „in der Natur“, dass wir Nutztiere halten oder eben Wildtiere erlegen, um sie zu essen?

Wären wir seit zigtausende von Jahren tatsächlich reine Pflanzenfresser, dann hätten wir einen um mehrere Meter längeren Darm, keinen verkümmerten Blinddarm und ein völlig anderes Gebiss. Warum haben unsere Vorfahren die Gefahren und Strapazen der Jagd auf sich genommen, wo Löwenzahn, Brennnesseln und Beeren doch vermutlich vor der Nase wuchsen? Warum wird als Argument immer gleich die „Lust“ am Töten vorgerufen? Fehlt mir da ein Körperteil, als Frau? Oder macht Fleisch essen einfach satt und ist somit befriedigend?

Ich jage auch. Aber eben nicht nur. So wie der Landwirt viele Stunden an Arbeit hat und auch nicht nur tötet. Empfinden Angler Lust? Ich muss doch mal einen fragen. Ich dachte eher, es ist noch eine Form des Jagdtriebs. Beute machen zu wollen. Nahrung zu haben. Vielleicht ist das doch noch ein Fitzelchen aus jahrtausendelanger Entwicklung. Übrig geblieben wie unser kurzer Darm oder unser Allesesser-Gebiss.

Und dann stolpere ich wieder über Kommentare von Leuten, bei denen mir die Haare zu Berge stehen und meine Augenbrauen vor Erstaunen sich nicht weiter nach oben ziehen können. Ich sehe mir deren Profile an, während ich Sachen wie „Karma regelt das bei euch, zur Not im Krankenhaus„, „Psychopathen„, „erschießt euch selber“ und so weiter lese. Auf den Profilen sehe ich aber Leute, die Tiere lieben. Die sich um verletzte und kranke Tiere kümmern. So wie wir das tun. Leute, die meistens doch auch einem normalen Job nachgehen.

Woher kommt dieser Hass? Bei vielen Kommentaren frage ich mich, wie dieselben Personen täglich im Job und Alltag argumentieren. Ob sie da am Schreibtisch oder der Supermarktkasse ausflippen, und dem Kollegen mit dem Leberwurstbrot einen qualvollen Tod, oder dem Käufer von Hackfleisch mit dem Aufstechen der Autoreifen drohen? Da sind alle völlig unscheinbar.

Also doch nur die Anonymität auf Facebook, die kleine heile Welt im Computer? Ich frage mich jedesmal, was deren Chef dazu sagen würde, wenn er sowas lesen könnte. Woher kommen diese Menschen verachtenden Aggressionen? Was passieren würde, wenn man sie mit Steinen und ähnlichem bewaffnet in die Realität entlassen würde. Was ist das? Frust? Langeweile? Verzweiflung?

Wie oft sitze ich auf meinen Händen, denke mir „schreib nichts! Schreib dazu bloß nichts!“ Mich lässt das, wie man sieht, auch nicht völlig unberührt.
Ich denke, dass viele viele Leute einfach nicht genügend informiert sind, aber durchaus interessiert an der Natur und ihrer Umwelt. Diese Leute gilt es abzuholen und mitzunehmen. Bei 500 und mehr Hasstiraden in einzelnen Beiträgen stellt man schnell fest, dass der Großteil der Wut- und Fehlinformationen von einzelnen wenigen Personen gepostet wird. Damit aber deren laute Meinung nachher nicht aussieht, als wäre sie die einzige, sollte man aber vielleicht doch immer wieder sachlich mitargumentieren. Auch wenn es schwer fällt. Verdammt schwer, in dem Moment, in dem man sich doch am liebsten auf das selbe Niveau hinablassen würde und mit „Herr, schmeiß Hirn vom Himmel“ antworten möchte.

Die festgefahrene Meinung und die Einstellung einzelner Personen lässt sicher niemals eine sachliche Diskussion zu. Wichtig sind doch die, die das lesen und sich nur denken „was ist denn bitte da los?“. Mit denjenigen möchte ich reden.

Da geht es nicht um das Rechthaben. Da geht es um zeigen, fühlen und empfinden unserer Umwelt, eine Meinung kann sich jeder selber bilden.

Für alle, die Fragen haben, zur Jagd (die ich sicher auch nicht alle beantworten kann, ich bin ja nicht allwissend) zum „warum“, für all jene habe ich ein offenes Ohr. Und Zeit. All jene lade ich ein, einfach mal mitzukommen. Vor der Mahd durch regennasse Wiesen zu laufen, pitschnass zu werden und am Ende ein kleines Rehkitz zu finden und es an einem sicheren Bereich abzusetzen. Am Sonntag statt auszuschlafen um 03.30 Uhr aufzustehen, über Stunden still auf einer Holzbank zu sitzen und die Natur beim Erwachen zu beobachten. Mit einer Hacke ‚bewaffnet‘ zwei-drei Stunden dabei zu helfen, Wildschweinschäden in einer fremden Wiese wieder einzuebnen. Eimerweise Steine zu entfernen, um einen brachliegenden Wegrandbereich in eine Wildwiese zu verwandeln… Gemeinsam Jagd -und auch das ist ein kleiner Teil davon, zu erleben. Da freue ich mich drauf. Und bei dem Gedanken daran sind sie auch schon weg, diese ganzen Frustrationen. Ganz ohne Beleidigungen. Geht doch. Mitkommen. Mitmachen.


Dieser Text steht bei einer Jägerin in ihrem Facebookprofil. Das Angebot hat sie ihren Facebookfreunden gemacht. Aus Sorge vor Anschlägen wie Hochsitz-Ansägen etc. möchte sie hier aber anonym bleiben.
Sollten einige Leser das Dialogangebot der Jägerin annehmen wollen, kann ich je nach Region sicherlich helfen, einen Jäger(in) zu vermitteln.

Auf einem Austausch würden sich auch die jungen Jäger aus Bonn freuen: https://twitter.com/JungeJaeger

Jubel, Trubel und Häme in NRW

Ich glaube, ich habe noch nie so viel Jubel über eine Wahlniederlage einer Regierung bzw. Partei gehört.
Die Landesregierung in Düsseldorf und speziell Minister Remmel hat Politik gegen große Teile der Landbevölkerung gemacht und DURCHGESETZT. Diskussion? Dialog? Nein. – Das wurde auch als Arrogant empfunden.
Der Jubel und die Häme sind groß bei vielen Jägern, Anglern und Landwirten aus NRW.

StellengesuchGescheiterter Spitzenpolitiker und Abiturient, Mitte 50, 11 Jahre Lehramtsstudium ohne Abschluss,…

Posted by Agrofacts on Montag, 15. Mai 2017

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Einbruch?

Die Reaktionen, die Landwirtin Gabriele Mörixmann auf den Fernsehbericht von Panorama 3 erhielt, waren weit überwiegend positiv. Eine kleine Gruppe, die das anders seht, gibt es aber dennoch: radikale Tierrechtler, die wohl mit einem nächtlichem Besuch Einbruch drohen:

Einbruch?Der nach diesem Beitrag folgende Panorama Beitrag ist eingeschlagen wie eine Bombe. Dankeschön für das große…

Posted by Aktivstall für Schweine on Donnerstag, 11. Mai 2017