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Anti-Fleischatlas-regional

boell_stiftung_logo_de_0Die Heinrich-Böll-Stiftung der Grünen und der BUND stellen zur Grünen Woche in Berlin einen „Fleischatlas regional“ vor.

Besonders interessant dürfte die Antwort auf diese Frage sein: (aus der Pressemitteilung): „Wie viele Höfe „sterben“ jährlich in den einzelnen Bundesländern?“. Da könnte man nun weiter fragen: Wessen Politik hat die größten Industrialisierungswelle verursacht und zu einer Verdrängung von Kleinbauern in den letzten Jahren stark beigetragen? Die Biogaswelle, angestoßen von den Grünen! Die Grünen sollen bitte nicht so tun, als hätten sie keine Landwirtschaftspolitik gemacht bisher und würde ihre Politik die Kleinbauern eher erhalten. Kein Zweig der Landwirtschaft ist so großtechnisch geprägt wie Biogas, hat so viele Gesellschaften (oft mit beschränkter Haftung) statt Familienbetriebe.

Zu den bisherigen „Fleischatlassen“ habe ich einen Anti-Fleischatlas geschrieben und bin auch auf den letzten Seiten des Anti-Bodenatlasses nochmal auf den Fleischatlas eingegangen.

München trinkt Wasser, das vorher für Rindfleisch verbraucht wurde!

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Wie auf die Medien reagieren?

Diese Frage stellt sich auch Georg Keckl, Agrarstatistiker aus Hannover in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift top agrar. In seinem Leserbrief der Ausgabe 1/2015 schreibt er als Antwort (hier ist übrigens meine Antwort) auf den „Streitpunkt: Reden sie die Probleme nicht schön!“:

Leserbrief von Georg Keckl in top agrar 1/2015
Leserbrief von Georg Keckl in top agrar 1/2015

[…] Wie kommt die Landwirtschaft da raus? Probleme nicht schönreden, ist sicher richtig, wird den Bauern aber nicht gedankt. Über Blogs etc. gibt es eine Möglichkeit, die Fakten richtig zu schildern und mögliche Schwindeleien der NGOs aufzudecken. Die Glaubwürdigkeit der Kritiker schwindet mit jedem aufgedeckten Schwindel. […]

Als ich diesen Leserbrief gelesen habe, dachte ich mir sofort, dass ich den hier bloggen werde. Denn das ist es ja, was ich seit fast 4 Jahren immer wieder versuche: Neue Fakten und eine andere Sichtweise in die Diskussion um die einseitige Berichterstattung vieler landwirtschaftlicher Themen hineinzubringen.

Eine große Herausforderung, weil die Beschaffung von Fakten und deren richtige Einordnung sehr zeitaufwendig ist. Das führt bei mir dazu, dass ich schon mal viele Stunden und auch mal Tage über einen einzigen Blogartikel brüte. Ich habe mich in der Vergangenheit bereits des öfteren bei Georg Keckls Faktensammlung bedient. Doch jetzt hat der Agrarstatistiker ein etwas größeres Werk veröffentlicht:

Der Anti-Fleischatlas

Dazu gibt Keckl folgende Erklärung ab:

Das „Anti“ im Titel bezieht sich auf die Fleischatlanten von Heinrich-Böll-Stiftung, BUND und Le Monde Diplomatique, nicht auf das Fleisch. Aus dem Fleisch-Bashing in den Fleischatlanten soll hier kein Fleischatlas-Bashing werden. Es geht um eine Kritik an den manchmal autistischen Sichtweisen vieler Fleischgegner auf den Themenbereich. Insbesondere wenn diese Werke in den Schulen besprochen werden, besteht auch so was wie ein gemeinnütziger Bildungsauftrag, eine andere Sicht zu zeigen, damit es nicht einseitig wird. Ein eifriger Teil der Lehrerschaft folgt, wie so oft in der deutschen Geschichte, einer Modeideologie, verwechselt wieder Mission mit Bildung.

Dieses Werk verdient große Aufmerksamkeit und kann hier als .pdf-Datei kostenlos herunter geladen werden. Die im Anti-Fleischatlas zusammengetragenen Fakten werden nicht nur mir, sondern auch anderen Bloggern ein große Hilfe sein. Danke!