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Tarmstedter Gespräche

tarmstedt_logoAm morgigen Montag werde ich in Tarmstedt vor Ort sein. Dort findet eine große landwirtschaftliche Ausstellung* statt, die bereits seit Freitag läuft und morgen (am Montag) um 18 Uhr zu Ende geht.
Ab 9 Uhr werde ich auf dem Stand von „Frag den Landwirt“ zu finden sein. Zwischendurch bin ich auf dem Podium des „Land und Forst“-Forums vertreten.

Zum diesem Forum, das in Zelthalle 2 stattfinden wird, gibt es folgende Presseerklärung:

Am Montag geht es um 11 Uhr wieder los mit einem richtigen Praktiker-Thema. Beim Land und Forst-Forum geht es um „Weidemilch: Kleines Marktpotenzial oder großer Marketingtrend?“ Molkereivertreter, Berater und Erzeuger diskutieren die derzeitigen Rahmenbedingungen für die Erzeugung von Weidemilch in den klassischen Grünlandgebieten. Dabei stehen folgende Fragestellungen im Mittelpunkt: Wer kann „echte“ Weidemilch unter welchen Bedingungen erzeugen? Darf es Weidemilch nur im Sommerhalbjahr geben? Muss Weidemilch mehr Geld für die Erzeuger bringen? Wie groß ist das Marktpotenzial von Weidemilch? Moderieren wird Land & Forst-Redakteur Jan-Gerd Ahlers.

Von 12 bis 13:30 Uhr schließt sich zum Abschluss der diesjährigen Tarmstedter Gespräche wieder die große Podiumsdiskussion zum Thema Öffentlichkeitsarbeit in der Landwirtschaft an. In diesem Jahr geht es um die Frage, welche Chancen Facebook und Co. für die Öffentlichkeitsarbeit bieten. Auf dem Podium steht Christine Licher von der Landesvereinigung Milchwirtschaft Niedersachsen, die seit zwei Jahren das Projekt „My KuhTube“ begleitet. Gemeinsam mit Milchviehhalter Amos Venema aus Ostfriesland, einer der Landwirte, die kleine Videos auf ihren Höfen für diesen Kanal drehen, berichtet sie über ihre Erfahrungen. Das Projekt wird auch über die sozialen Medien beworben und hat in den beiden Jahren viel Aufmerksamkeit hervorgerufen.

Genauso viel beachtet ist die Internetseite „Frag doch mal den Landwirt“ (www.fragdenlandwirt.de), mit der eine Gruppe von Praktikern Auskünfte über die moderne Landwirtschaft gibt. Vertreterin Nadine Henke, die mit ihrem Mann einen Schweinemastbetrieb in Bruchhausen-Vilsen leitet, und Milchviehhalterin Heike Klatte aus Bremen werden darüber Auskunft geben.

Und schließlich wird auf dem Podium Bernhard Barkmann sein. Seit Februar 2011 bloggt der Landwirt mit Ackerbau, Bullen- und Schweinemast aus Messingen (Emsland) unter blogagrar.de vor allem zu landwirtschaftlichen Themen. Insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit im landwirtschaftlichen Bereich hat sein höchstes Interesse und eine eigene Rubrik auf seinem Blog.

Moderieren wird die Diskussionsrunde Agrarjournalist Hinrich Neumann.

* Die Tarmstedter Ausstellung bietet mit ihrem 18 Hektar großen Gelände und 700 Ausstellern eine große Menge Möglichkeiten zur Information. Es in Tarmstedt Tradition, bestimmte Brennpunktthemen in Diskussionsrunden zu vertiefen und mit Fachvorträgen neue Impulse zu setzen. Die Themen sprechen dabei sowohl Landwirte als auch Verbraucher an. In diesem Jahr bietet die Ausstellung ein noch breiteres und vielseitigeres Themenspektrum. Insgesamt finden an allen vier Ausstellungstagen sieben Podiumsdiskussionen mit hochkarätigen Referenten und vier Fachvorträge statt. Alle Foren finden in der Zelthalle 2 statt.

Offener Brief …

… zur Berichterstattung über die Untersuchung von Bündnis90/Die Grünen zu Glyphosat in der Muttermilch

(c) stallbesuch.de
(c) stallbesuch.de

Mit großer Sorge haben wir die Pressereaktion auf eine von „Bündnis 90/Die Grünen“ in Auftrag gegebene Untersuchung zu Glyphosat in Muttermilch-Proben zur Kenntnis genommen.

In zahlreichen Medien wurden Inhalte und Schlussfolgerungen aus der Pressemitteilung einer politischen Interessengruppe ungeprüft übernommen und nicht angemessen gewichtet.

So werden in der Pressemitteilung die ermittelten Werte mit den Trinkwasser-Grenzwerten verglichen. Diese Grenzwerte sind allerdings pauschaler Natur, gelten für alle Arten von Pflanzenschutzmitteln und Bioziden. Sie sind nicht geeignet, um daraus eine etwaige Gesundheitsgefährdung abzuleiten (Link).

Ausschlaggebend für die Bewertung der Gesundheitsgefährdung ist die in der EU zulässige Tagesaufnahme, kurz ADI (acceptable daily intake). Diese liegt für Glyphosat bei 0,3 mg pro Kilogramm Körpergewicht.

Ein vier Kilo schwerer Säugling müsste also von der in der Stichprobe am stärksten belasteten Muttermilch mehr als 2777,778 Liter am Tag (!) trinken, um diesen Grenzwert zu überschreiten. Offener Brief … weiterlesen