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Fleisch unter Krebsverdacht

Die Weltgesundheitsorganisation erklärt in einem Bericht Wurst und Fleisch als krebserregend.

Eine erschreckende Meldung, die sicher viele Verbraucher verunsichern wird. Aber der Zentralverband der deutschen Schweineproduktion (ZDS) ordnet diese Meldung ein und erklärt:

logo_zds„Die IARC, eine Unterorganisation der Weltgesundheitsorganisation (WHO), hat eine Monographie zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Fleisch und Fleischprodukten veröffentlicht – und scheint in einem parallel veröffentlichten FAQ – Paper die eigene Einstufung, die auf der Auswertung von 800 Studien beruht, zu relativieren.
Das wundert nicht, schließlich sind jüngere Metastudien zu dem Ergebnis gekommen, dass die Zusammenhänge nicht so eindeutig sind, wie sie von der IARC in der Zusammenfassung ihrer Monographie dargestellt werden. Grundsätzlich steckt die Ernährungsforschung in einem Dilemma: fundamentale Schwächen lassen eigentlich keine Erkenntnisse zu.
Darauf weist die wohl bekannteste englische Ernährungswissenschaftlerin Zoé Harcombe in ihrer aktuellen Stellungnahme zu der IARC-Monographie hin. Die IARC leitet ihre Einschätzung bzgl. des Einflusses eines steigenden Fleischkonsum auf das Darmkrebsrisiko aus 10 von 800 Studien ab. Welche Studien das sind, sind derzeit noch nicht bekannt.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) reagierte nach der Veröffentlichung der IARC mit einem Hinweis, dass Fleisch Bestandteil einer gesunden Ernährung darstellt. Ebenso das Landwirtschaftsministerium und selbst die IARC. Sehr schnell war auch der Spiegel mit einer sehr fachlichen Risikoeinschätzung.“ (Quelle: ZDS)

Nichtsdestotrotz befindet sich jetzt Fleisch und verarbeitetes Fleisch auf einer WHO-Liste von krebserregenden Stoffen neben Tabakrauch, Asbest und Autoabgasen. Für die fanatischen Anhänger der vegatarischen bzw. veganen Lebensweise eine Bestätigung ihrer Ablehnung von Fleisch.

Doch was sind denn die Alternativen? Mehr Soja essen? Anscheinend auch keine eindeutig richtige Alternative.soja_krebs_medizinwelt

Was dann? Einfach auf Fleisch verzichten? Davon rät die DGE (s.o.) bekanntlich auch ab. Weil der Vegetarismus wohl auch selber wiederum krebserregend sein soll.vegetarier_krebs_asthma_welt

vegetarier_krebsDa bleibt wohl nur die Lichtnahrung- ach nee, Sonnenstrahlen sind ja auch kanzerogen…

Na ja – Das Leben an sich ist krebserregend, zumindest mit zunehmender Dauer. Und ganz gefährlich wird es im hohen Alter, denn dann ist die Wahrscheinlichkeit zu sterben am höchsten! Fleisch unter Krebsverdacht weiterlesen

#Güllestorm

von agrarblogger.de
von agrarblogger.de

Ich kannte bisher einen Shitstorm (–> z.B. Wiesenhof) oder einen Candystorm (z.B. für die  ehemalige Frontfrau der B90/Grünen Claudia Roth), aber spätestes ab jetzt gibt es auch den #Güllestorm.
Diesen Begriff hat die Redaktion der Wissenschaftssendung Quarks&Co (WDR) geprägt, nachdem eine Fülle von Protestmeldungen vor allem aus der Landwirtschaft als Reaktion eines vorab veröffentlichen Videos auf die Mitarbeiter des WDR einprasselte.

Auf der Seite Agrarblogger.de wird dieser Güllestorm, aber auch die Richtigstellung eindrucksvoll beschrieben. Kurzum: Das vorab veröffentliche Video „Wirtschaftssimulator: Das Rind“ lässt jeden wissenschaftlichen Ansatz vermissen und ist das Produkt einer öko-veganen Ideologie.

Dieses unausgewogene Video rief viele Proteste hervor.

Die Bauern und die Freunde der bauern und die Funktionäre
Die Bauern und die Freunde der Bauern und die Funktionäre

Quarks & Co. ging anfangs von „ein paar Bauern, Freunde von Bauern, Freunde von Freunden von Bauern und Bauernfunktionären “ aus.  Vielleicht denken sie noch immer so, aber ein wenig Wirkung haben die Argumente dann doch gezeigt. Die Proteste und vor allem die Argumente und Fakten zeigten Wirkung, denn das Vorab-Video wurde leicht geändert. Ganz genau lässt sich das wiederum auf Agrarblogger.de nachvollziehen, deren Blogger von Anfang an bei diesem Thema am Ball waren!

Ich frage mich, was bleibt nach dieser Sendung, die gestern Abend ausgestrahlt wurde, hängen?

1. Quarks & Co würde ich nicht mehr als wissenschaftlich bezeichnen. Diese Sendung ist anscheinend irgendwo im Infotainment-Sektor beheimatet und wird sich wohl eher mit Sendungen des Zeitgeists wie „Galileo“ messen wollen. Was für mich eigentlich kein Problem sein sollte, wenn Quarks & Co nicht selber einen hohen wissenschaftlichen Standard proklamieren würde. Die Sendung von Quarks & Co „Pfusch in der Wissenschaft“ sollte jedem nach der gestrigen Sendung nachdenklich machen…

2. Um die im Kontext falschen Informationen wieder auszubügeln, bedarf es für jeden Fernsehzuschauer ein Vielfaches an Zeit, die erzeugten (Vor-)Urteile zu widerlegen. Das Image der (deutschen) Landwirtschaft dürfte weiter gelitten haben.

3. Diskussionen während eines Shitstorms bzw. Güllestorms arten gewöhnlich aus. Mit Fakten kann man nicht bzw. kaum gewinnen.

4. Gowin´s Law gilt! In diesem Fall wurden in der „Diskussion“ bzw. bei den „Kommentaren“ sogar nicht nur Nazi-Vergleiche gezogen, auch so abstruse Vorwürfe wie Sodomie und Ökoterror sind hier gefallen. Anonymität killt wohl auch die Netiquette, leider.

Weiterführende Informationen: