Archiv der Kategorie: Meinung

Eine Frage der Haltung

Vorbemerkung:

Ich weiß, dass die Symbolik der schwarzen Landvolkfahne sehr kontrovers und emotional diskutiert wird. Ich möchte nicht, dass der Berufsstand sich wegen dieser Debatte entzweit. Diese Debatte ist in meinen Augen zur Zeit sehr wichtig, damit künftige Protestaktionen wieder zielführend und zukunftsweisend durchgeführt werden können. Ich bitte darum, auch die am Ende Verweise in die eigene Meinungsbildung einzubeziehen.

Gemeinsame Erklärung

Wir, die Unterzeichner, sind Menschen, die sich seit längerem für und in der Landwirtschaft engagieren und dazu auf verschiedenen Wegen Kontakt mit den Mitbürgern suchen. 

Mit großer Sorge haben wir die Berichterstattung über die Demonstrationen am Rande der EU-Agrarministerkonferenz in Koblenz verfolgt. Im Mittelpunkt des medialen Interesses stand ein großes Banner auf einem LKW, das eine Reihe von bekannten Personen als „Henker der Landwirtschaft“ bezeichnete. Große Aufmerksamkeit erzielte auch die von einigen Landwirten mitgeführte schwarze Fahne mit Pflug und Schwert, die von den Medien als Zeichen einer zunehmenden Radikalisierung aller Landwirte interpretiert wurde.  

Es entsteht der Eindruck, dass die berechtigten Forderungen seitens der Landwirte hinsichtlich der Ausrichtung und Gestaltung der Agrarpolitik nicht mehr ernst genommen werden. Die vor einem Jahr durch die grünen Kreuze ausgelöste Aufbruchstimmung, die positive Berichterstattung über die große Demo in Berlin und die dadurch ermöglichten Gespräche mit den Entscheidungsträgern werden durch unüberlegte Aktionen einiger Weniger gefährdet. 

Der Unmut im Berufsstand ist vielfach verständlich, Protest berechtigt, aber Protest alleine reicht nicht. Und wenn Protest, dann mit Herz, Sinn und Verstand. Eine Verleumdung von Personen ist kontraproduktiv und wird von uns abgelehnt.

Mit der Farm-to-Fork-Strategie der EU- Kommission ist die zukünftige Ausrichtung der europäischen Agrarpolitik vorformuliert. Sie wird die gesetzgebenden Prozesse der nächsten Jahre bestimmen z. B. auch die nationalen Maßnahmenpläne im Rahmen der EU-Agrarförderung ab 2023.  Deshalb sollten wir Landwirte uns jetzt rechtzeitig in die Diskussionen mit unseren konkreten Lösungsvorschlägen einbringen. Die Vorarbeiten dazu sind schon gemacht.

Agnes Greggersen, Angeliter Deern
Anita Lucassen
Arnold Krämer, Unternehmensberater
Bernhard Barkmann, Blogagrar
Bettina Hanfstingl
Anke Kauf, @grenzlandeis
Dirk Nienhaus, Bocholter Landschwein
Gabriele Mörixmann, Aktivstall für Schweine
Gerhard Langreiter
Thomas Andresen, Hof Barslund
Heike Müller
Ludwig Wreesmann
Marco Becker
Nadine Henke, Brokser Sauen
Willi Kremer-Schillings, Bauer Willi


Verweise:

Für mehr Artenvielfalt in Niedersachsen

Warum das „Volksbegehren Artenvielfalt“ der falsche Weg ist

Die Initiierung eines „Volksbegehrens Artenvielfalt“ in Niedersachsen sorgt für Unmut bei den Landwirten im Land. Die niedersächsischen Grünen und der NABU Niedersachsen sind die wesentlichen Treiber dieses Volksbegehrens. Dabei haben sich die Landwirte in meinem Bundesland bereits aufgemacht, einen gemeinsamen Weg – zusammen mit Landwirtschaftskammer, Umwelt- und Landwirtschaftsministerium, BUND und dem NABU (!)- für die Bewahrung der Biodiversität zu finden. Dieses ist der vielzitierte „niedersächsische Weg“.

Hallo liebe Naturschützer. Bauernhöfe sind Hotspots der Artenvielfalt. Bitte niemals vergessen!
Dieses Schild darf gerne kopiert und ausgedruckt werden. PDF zum Download ist unten verlinkt.

NABU und Grüne sammeln Unterschriften

Und obwohl der NABU auch bei der gemeinsamen Kompromissfindung dabei war und dieses Papier unterzeichnet hat, forciert die NGO das Volksbegehren und sammelt gemeinsam mit den Grünen Unterschriften, damit es zu einer Volksabstimmung kommen kann.

Dort heißt es dann in den Fußgängerzonen:

„Wollen Sie unterschreiben für mehr Artenvielfalt in Niedersachsen?“

Für mehr Artenvielfalt in Niedersachsen weiterlesen

Offener Brief

Offener Brief an die landwirtschaftlichen Vertreter im Fachbeirat Rind und Schwein der QS Qualität und Sicherheit GmbH zur Thematik „Anforderungen ausländischer Ferkellieferanten in Bezug auf die Kastration

An:

  1. Hubertus Beringmeier (Mitglied, Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband)
  2. Heinrich Dierkes, (Stellv. Mitglied, Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands)
  3. Walter Heidl (Stellv. Mitglied, Bayerischer Bauernverband)
  4. Roger Fechler (Gast, Deutscher Bauernverband)
  5. Dr. Nora Hammer (Gast, Bundesverband Rind und Schwein)


Sehr geehrte Damen und Herren,


wir als Ferkelerzeuger sind ein Betriebszweig, der in den letzten Jahren und vor allem in den nächsten 15 Jahren viele Hürden zu meistern hat.
Eine davon ist die Kastration mit Betäubung, die ab den 01.01.2021 in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben ist. Der Weg dorthin war mehr als enttäuschend für uns. Über Jahre hinweg wurde Zeit vertrödelt, Vermarktungsmöglichkeiten nicht angepasst, notwendige Studien nicht durchgeführt, und der Weg der lokalen Betäubung blockiert.

Viele wählen nun die Isoflurannarkose

Nun sind viele von uns gerade dabei, sich über die Geräte zur Isoflurannarkose zu informieren, diese zu bestellen und sich für die notwendigen Kurse anzumelden. Das ist alles ein großer Aufwand, von den Kosten reden wir mal gar nicht. Aber wir gehen diesen Weg, weil er alternativlos ist. Umso enttäuschender ist es, dass die QS Qualität und Sicherheit GmbH (QS), hier uns in keinster Weise unterstützt. Ich erwarte mir etwas anderes von Qualität und Sicherheit. Wenn die deutsche Politik nach Jahren der Diskussion nur bestimmte Möglichkeiten bei der Kastration freigibt, ist es für uns nicht verständlich, dass QS diesen gesetzlichen Rahmen bei Importferkeln nicht für notwendig erachtet. Gehört nicht auch zur Qualität, für die wir stehen, dass in Deutschland geltende Regelungen eingehalten werden? Führen wir nicht den Verbraucher in die Irre, wenn unsere Ferkel unter den gesetzlichen Mindestanforderungen kastriert werden?

In Deutschland geltende Standards einhalten

Vor allem die Narkose mit CO2, wie sie in den Niederlanden durchgeführt wird, ist bei uns nie zur Debatte gestanden und sogar zur Betäubung in den Schlachthöfen mittlerweile umstritten. Und so sehr wir für die lokale Betäubung gekämpft haben – Wenn es in Deutschland nicht erlaubt ist, dürfen auch importierte Ferkel nur die QS-Zertifizierung erhalten, wenn die in Deutschland geltenden Standards erfüllt sind. Sollte sich in Deutschland hierzu wieder etwas
ändern, kann man auch hier ja jederzeit wieder nachjustieren.

Schweinestandort Deutschland zukunftsfähig machen

Auch im Hinblick auf die langen Transportzeiten, sollte man die Ferkelerzeugung in allen Regionen Deutschlands mit allen Mitteln stärken. Dies fordern wir von der Politik, aber dies sollte auch für QS das Maß aller Dinge sein. Ein zukunftsfähiger „Schweinestandort“ Deutschland braucht eine Ferkelerzeugung in Deutschland. Und diese wird es nur geben, wenn wir die Herausforderungen der nächsten Jahre finanziell leisten können. Wenn uns durch solche Marktverzerrungen Knüppel zwischen die Beine geworfen werden, wird vielen die Aufgabe der Ferkelerzeugung sicherlich noch leichter gemacht.


Da wir nicht glauben, dass das Ihr Ziel ist, bitten wir Sie, Ihre Entscheidung hinsichtlich der Anforderungen für ausländische Lieferanten zu überdenken.


Mit freundlichen Grüßen,
Gerhard Langreiter

Gerhard Langreiter hält 170 Muttersauen im Vollerwerb im Landkreis Mühldorf, ist verheiratet und hat zwei Kinder.


Unterstützerliste:

Michael Hamburger
Lorenz Baisl
Johann Reichenspurner
Günther Kurz
Alexander Obermeier
Barbara Kamhuber
Konrad Loidl
Josef Aicher
Johann Hansbauer
Andreas Stoiber
Karl Seiler
Josef Hochholzer
Michael Holzner
Hans-Jörg Steinberger
Bernhard Schneider
Sebastian Weindl
Konrad Gröbner
Johannes Scharl
Bernhard Barkmann
Michael Haußer
Agnes Greggersen
Nadine und Heinrich Henke


Download:


NEIN zum „Volksbegehren Artenvielfalt“

Mein Appell an die Naturfreunde in Niedersachsen

In Niedersachsen werden zur Zeit Unterschriften gesammelt für das sogenannte „Volksbegehren Artenvielfalt„.
Ich bitte alle Naturfreunde in meinem Bundesland, dieses Volksbegehren NICHT zu unterstützen!

Volksbegehren GEGEN die Landwirtschaft

Dieses Volksbegehren verfolgt einen Weg, der GEGEN die Interessen der über 30000 Betriebe und damit gegen zigtausend Bäuerinnen und Bauern in Niedersachsen gerichtet ist. Dabei gibt es in meinem Bundesland bereits eine Vereinbarung über ein Maßnahmenpaket zwischen dem Land Niedersachsen, den Landwirten und dem Naturschutz. Das ist ein für die Landwirtschaft schwieriger Weg, der aber GEMEINSAM gegangen wird.

Ausschnit aus der Broschüre: Der niedersächsische Weg mit den Partnern Land Niedersachsen, Landvolk, Landwirtschaftskammer, BUND und NABU
Der Niedersächsische Weg: es geht auch gemeinsam

NABU Niedersachsen verlässt den gemeinsamen Weg

Um so bedauerlicher, dass allen voran der NABU Niedersachsen diesen gemeinsamen Weg verlässt und offensichtlich eigene Ziele verfolgt. Ich wünsche mir, dass dieses Volksbegehren nicht erfolgreich ist. Es vertieft die Gräben zwischen der Landwirtschaft und des Naturschutzes. Dieser Alleingang des NABU führt in die Sackgasse. Davon profitiert NICHT:

  • die Natur
  • der Artenschutz
  • die Umwelt
  • die Landwirtschaft mit über 30000 Bäuerinnen und Bauern und ihren Familien

Vermutlich profitiert von diesem Volksbegehren nur der NABU und/oder die treibenden Kräfte in diesem Naturschutzverband.

Medienkritik, die Dritte!

Zu: 1 Thema, 3 Köpfe – „Du bist, was du isst – was Billigfleisch mit der Pandemie zu tun hat“

Es wird immer mehr zu einer kleinen Nebenbeschäftigung von mir, mich mit Sendungen in Funk und Fernsehen auseinanderzusetzen. Hier war ich zum Beispiel mal beim Bayerischen Rundfunk oder hier habe ich die Recherche des BR zu einem Tierschutzskandal analysiert.

Seitdem hätte ich alle paar Wochen wieder ein Thema gehabt, in dem mir schlechte Recherche, Subjektivität oder Parteinahme aufgefallen ist. Aber, wie ich auch dieses Mal wieder gesehen habe, macht es doch ziemlich viel Arbeit, sich mit einer Sendung oder auch einen Zeitungsartikel auseinanderzusetzen. Außerdem ist es oftmals zum Grünundblauärgern, so dass ich aus gesundheitlichen Gründen bestimmte Fernsehbeiträge oft gar nicht komplett anschaue.

Ein „Meinungspodcast“

Hier ist das anders. „1 Thema, 3 Köpfe“ ist ein Podcast von B5 aktuell, von dem ich glaube ich noch keine einzige Sendung versäumt habe. Ich brauche für meine eigene Meinungsbildung andere, fundierte Meinungen, und die finde ich hier. Im Gegensatz zu zum Beispiel „Augstein und Blome“ sind hier immer JournalistInnen am Mikro, die sich in der Thematik auskennen und quasi „vom Fach“ sind. Normalerweise moderieren Christine Auerbach oder Christian Orth den Podcast. Dieses Mal ist es Nina Landhofer, die mit ihren KollegInnen Birgit Frank und Thies Marsen über Bedingungen in Schlachthöfen, angebliches Billigfleisch und was das alles mit der Pandemie zu tun hat, diskutiert.

Ich gebe zu, manchmal sind mir die drei Diskutanten zu sehr einer Meinung und ich frage mich dann, ob man im BR keine Journalistin aufgetrieben hat, die vielleicht dem anderen Journalisten eine gegensätzliche Meinung entgegengebracht hätte. Bei dieser Sendung war Thies Marsen der „Fleischesser“ und Birgit Frank die Vegetarierin (seit 20 Jahren). Und da fängt es schon an: Fleischesser impliziert für mich das Bild eines Menschen, der den ganzen Tag nur Fleisch- und Wurstwaren in sich hineinstopft, was ja so nicht ist. Allesesser würde meiner Meinung nach hier besser passen.

Corona in Schlachthöfen

Zu anfangs geht es um die Coronafälle in den Schlachthöfen. Schuld daran sollen die – Zitat – „miserablen Arbeitsbedingungen“ sein. Hier muss ich gleich mal einhaken, denn es ist die Unterbringung, die an der Verbreitung des Virus großen Anteil hat. Meist eng zusammen in sehr einfachen Behausungen. Meist wird zusammen gekocht und gegessen. Ganz klar, dass es hier nicht einzuhalten war, dass jeder für sich bleibt, wie es wir „normalen“ Leute in unseren Wohnungen und Häusern gemacht haben. Ich bin ja immer noch auf der Suche, nach einer guten Reportage zu den vielen osteuropäischen Arbeitskräften, die mit Werksverträgen quasi überall in allen Bereichen unserer Wirtschaft arbeiten und dadurch eigentlich alle Verbraucher „schuld“ sind – auch Birgit Frank als Vegetarierin (wie sie ja auch zugibt mit „Ich kann nicht alle retten“). Ich will hier keine Beschönigungen („die wollen ganz billig wohnen, damit sie mit möglichst viel Geld wieder heim kommen“), aber auch keine Skandalisierung („die müssen hier arbeiten wie Sklaven“). Einfach ein ausgewogener Bericht. Links gerne in den Kommentaren!

Greenpeace-„Studie“

Nun kommt starker Tobak: Erst wird wieder dieser Schwachsinnspressemitteilung von Greenpeace zitiert, dass 90 % der Fleischwaren in Deutschland Billigfleisch aus Massentierhaltung sind. War es irgendwie verpflichtend, dass diese PM in allen Redaktionen Deutschlands aufgehängt werden musste, oder warum höre und lese ich diesen Satz gefühlt jeden Tag woanders? Greenpeace hat einfach die die Haltungsform-Kennzeichnung des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) mit den 4 Stufen genommen und Stufe 1 und 2 als Fleisch aus Massentierhaltung bezeichnet. Was vollkommener Blödsinn ist. Weil jeder Tierhalter in Stufe 1 ist, wenn er nicht gelabelt ist. Auch ein Biomilchviehhalter, der keine Biomolkerei für seine Biomilch findet wäre Stufe 1, wenn Milch ähnlich gelabelt wäre. Und ich bin auch Stufe 1, weil ich bei keinem Label mitmache. So einfach – eigentlich – nicht aber für deutsche Journalisten?

Dann wird von Thies Marsen behauptet, dass die Schweinepest zum ersten Mal vor 40 Jahren in den USA in der industriellen Schweinehaltung aufgetreten ist. Warum versuchen wir eigentlich seit Jahren die Deutschen zum Thema Afrikanische Schweinepest zu sensibilisieren. Da müsste doch jeder mitbekommen haben, das die Afrikanische Schweinepest in Wildschweinenbeständen in Osteuropa in unsere Richtung zieht und in Osteuropa vor allem Hinterhofschweinehaltungen betroffen sind, große Ställe aufgrund der dort herrschenden Hygiene dagegen eher selten. Auch die Europäische Schweinepest, die es in früheren Jahren oftmals gab, hat sich erst durch die Verfütterung von Speiseresten, meist auf kleinen Höfen, verbreitet.

Bei Ebola und Corona ist dann irgendwie auch die Massentierhaltung schuld, weil Kleinbauern durch Großbetriebe in die Urwälder getrieben werden, wo sie dann Wildtiere essen und dadurch diese Viren entstehen. Ja, so wirds gewesen sein…

„Einfach weniger Fleisch essen…“

Das Fazit ist immer das Gleiche: Weniger Fleisch essen schadet nie und geht ganz einfach und ist auch kein Verzicht, sagt Birgit Frank. Thies Marsen isst ja auch nur noch wenig Fleisch und wenn dann nur „gutes“ Fleisch. Bringt aber auch das Argument, dass Mitmenschen mit wenig Geld sich trotzdem immer noch Fleisch leisten sollten und er darum einer Verteuerung von Fleischprodukten skeptisch gegenüber steht. Dieses Argument gilt aber laut Birgit Frank nicht, weil es ja kein Verzicht ist, wenn man weniger Fleisch ist. Mir ging noch das Argument ab, dass man ja nur noch die Hälfte Fleisch essen kann und dafür doppelt so viel ausgeben kann und dadurch am Ende genauso viel Geld im Säckchen hat, was ja auch so nicht stimmt, weil man ja dann für die anderen Mahlzeiten vegetarische Zutaten kaufen muss, die bestimmt auch nicht günstiger sind, wie Fleisch.

Wodurch wir wieder am Anfang sind beim „Fleischesser“. Ich selber esse auch nicht übermäßig viel Fleisch, merke aber, dass, wenn ich mich zum Beispiel körperlich anstrenge, die Luft nach einem vegetarischen Mittagessen schneller raus ist, wie wenn ich einen Schweinsbraten gegessen habe. Fakt ist, dass immer weniger Menschen sich körperlich anstrengen müssen und darum eine energiereiche Nahrung so nicht mehr notwendig ist. Das wäre für mich der einzige Grund, weniger Fleisch zu essen. Tierschutz- oder Klimaschutzgründe sind für mich dagegen völliger Humbug, weil in Deutschland erzeugtes Fleisch zu 99 % zu höchsten Standards erzeugt wird und da ist es auch egal, ob es sogenanntes Billigfleisch ist, oder Fleisch vom Metzger aus regionaler Erzeugung.

Ferkel im Aufzuchtstall von Gerhard Langreiter

Meine Ferkel landen auch zum größten Teil später mal als „Billigfleisch“ in der Theke. Aber denen gehts genauso gut, wie denen, die mein Mäster direkt bei ihm auf dem Hof schlachtet. Und diese Milchmädchenrechnungen zum Klimakiller Fleisch wurden auch schon so oft widerlegt, dass ich es hier nicht noch ein mal ausbreiten will. Nur so viel: Man braucht für 1 kg Zuwachs beim Schwein ca. 3 kg Getreide und ich ernte 9000 kg von 10000 m2 – also 3000 kg Schweinefleisch vom Hektar. Ganz davon abgesehen, dass ich als kleiner Betrieb alles, was ich anbaue, verfüttere, müsste ein großer Betrieb erstmal schauen, ob er bei seiner Fruchtfolge zum Beispiel mit Kartoffeln oder Gemüse so viel Energie vom Hektar runterbringt, wie ich! Von irgendwelchen exotischen Früchten wie Avocado und deren Klimabilanz reden wir erst mal gar nicht.

Meinungen sind verfestigt

Ich will festhalten, was sich durch alle meine Artikel zu der Thematik zieht. Bestimmte Vorurteile und Meinungen zu Landwirtschaft und Tierhaltung haben sich in der deutschen Gesellschaft so verfestigt, dass es keinen mehr auffällt, wenn man in einem Nebensatz eine dieser Halbwahrheiten verbreitet.

Natürlich sollen wir Landwirte uns immer wieder hinterfragen, ob wir unsere Tiere richtig halten, ob wir unser Produktionsweise verändern sollten. Und ob wir zum Beispiel mit der angedachten Nutztierhaltungsstrategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums in die Richtung gehen, dass wir bei mehr Tierwohl, dass wir unseren Tieren bieten, Geld aus einer separaten Quelle bekommen, die mit dem „Markt“ nichts zu tun hat. Der Bayerische Bauernverband zum Beispiel hat sich intensiv mit Palmöl und deren Verfütterung in der Tierhaltung beschäftigt (was auch von Thies Marsen erwähnt wird) und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass man lieber auf einheimische, teurere Produkte setzen sollte. Ich möchte hier noch, da es ja in dem Podcast durch das Zitat von Robert Habeck („Tiere werden nur noch als Rohstoff betrachtet“) Thema war, das Buch von Christian Dürnberger „Ethik für die Landwirtschaft“ empfehlen. Wie zitiert Thies Marsen Theodor W. Adorno: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen. “ Egal ob Landwirte, Tierrechtler, Grünenpolitiker oder Journalisten, alle können aus diesem Buch etwas mitnehmen. Eine Rezension bzw. Zusammenfassung folgt demnächst!

Fazit:

Es wurde auch im Podcast von Nina Landhofer gesagt: Es ist komplex. Vegetarismus ist nicht unbedingt links, und Biohersteller wie Rapunzel neigen zur Weltverschwörung bei Corona. Leider kommt das bei der Dreierdiskussion zu selten rüber. Denn dann müsste man viel öfters raushören, dass Billigfleisch nichts mit einer Pandemie zu tun hat, sondern dass es zwei völlig verschiedene Themen sind. Wie Lars Fischer auf spektrum.de berichtet, sind Katzen hier um Einiges gefährlicher und es gibt sogar den Verdacht, dass Katzen in einem Altersheim Corona verbreitet haben. Wir in Deutschland haben leider oder zum Glück – das kommt auf das Einkommen und die Sichtweise an – günstige Nahrungsmittel. Dies aber führt nicht dazu, dass Bauern schlecht mit ihren Tieren umgehen. Dieses Fazit fehlt bei „1 Thema – 3 Köpfe“. Es fehlt der Focus auf den gewählten Titel. Stattdessen philosophiert man über Essen, Lebensentwürfe und Konsum. Eigentlich schade, denn ansonsten kann ich den Podcast uneingeschränkt empfehlen und ich werde ihn auch weiter regelmäßig verfolgen, immer mit dem Impuls, mitreden zu wollen. Aber per Blog geht’s ja auch!

Unsere Bayerischen Bauern

Bei diesem Blogbeitrag steht zwar schon in der Überschrift, dass es dieses Mal um Bayern geht, aber ich denke, auch der Rest Deutschlands kann das auf das eigene Bundesland projizieren.

Vor vielen, vielen Jahren gab es eine Organisation namens CMA (Centrale Marketing Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft). Sie hat von jedem Stück Schlachtvieh, Ferkel, jedem Liter Milch, jedem Kubikmeter Holz, jedem Doppelzentner Getreide Geld eingesammelt bei uns Bauern, um im In- und Ausland unsere Erzeugnisse zu bewerben und an den Mann und die Frau zu bringen. Ein Landwirt hat gegen diese Zwangsabgabe geklagt, Recht bekommen, und daraufhin wurde die CMA abgewickelt.

Dann gab es lange nichts und unsere Berufsvertreter trafen sich ein um das andere Mal, um eine Nachfolgeorganisation ins Leben zu rufen. Aber es tat sich nichts. Deutschlandweit war man nicht dazu in der Lage, einen Verein zu gründen, der Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Absatzförderung für uns Bauern macht.

Daraufhin hat man sich in Bayern dazu entschlossen, alleine voranzugehen und den Verein „Unsere Bayerischen Bauern“ zu gründen.

Das Kampagnenmotiv „Schweinebauer“

Alle wichtigen Selbsthilfeorganisationen und einige Firmen im vor- und nachgelagerten Bereich sind hier Mitglied und finanzieren den Verein mit. Sie ziehen von ihren Mitgliedern, wenn diese dem zugestimmt haben, einen bestimmten Betrag je l, dt, kg, Stück usw. ein und geben dieses Geld an „Unsere Bayerischen Bauern“ weiter. Bei mir als Sauenhalter sind es 3 Cent je verkauftem Ferkel . Schweinemäster zahlen 10 Cent je Mastschwein.

Mittlerweile gibt es in Westfalen-Lippe den Verein „Landwirt Schafft Leben, der ein ähnliches Ziel hat. In den anderen Regionen Deutschlands hab ich bis jetzt noch nichts entdeckt, ihr dürft aber gerne in den Kommentaren „Schwestervereine“ verlinken!

Warum schreib ich zu diesem Thema?

Ich habe in Zeiten von Corona als stellv. Kreisobmann des BBV den Entschluss gefasst, Bauern in meinen Landkreis, die keinen Mitgliedsbeitrag an den Bauernverband zahlen, anzurufen und nachzufragen, wo der Schuh drückt und ob man mal wieder mit einer Mitgliedschaft rechnen kann. Diese Anrufe sind sicherlich nicht vergnügungssteuerpflichtig, aber es waren schon einige gute Telefonate dabei. Was mir aber dabei schon einige Male bitter aufgestoßen ist, waren die Aussagen, dass es zwar den Bauernverband braucht, aber einem selber bringt er nichts und darum zahlt man nicht. Ähnlich ist es mit „Unsere Bayerischen Bauern„. In der Gründungsphase habe ich sehr viel Werbung bei den Bauern draußen gemacht, dass bitte alle mitmachen sollen. Aber auch hier war immer wieder die Aussage: „Was bringt mir das?“ „Das kostet ja nur Geld!“ „Ich zahl eh schon so viel Verbandsbeitrag, davon kann der Bauernverband ja auch diesen Verein finanzieren.“

Jede Menge Aktionen bei „UBB“

Darum ist es immer noch so, dass „Unsere Bayerischen Bauern“ (UBB) zwar für das verfügbare Budget eine super Arbeit macht! Schaut auf die Website, schaut auch die Portraits der Bäuerinnen und Bauern an, die Erklärvideos, die Verbrauchtertouren, die Kochvideos, die Plakataktionen in U-Bahnen und auf Bussen, die Banner draußen für die Höfe und Vieles mehr. Aber es wäre viel mehr möglich, wenn jeder Bauernhof in Bayern einen angemessenen Beitrag leisten würde. Ich zahle lächerliche 120 Euro im Jahr und bin von den Hektar ein Durchschnittsbetrieb. Wenn also alle 100000 Betriebe in Bayern 100 Euro zahlen würden, hätten wir 10 Mio Euro und davon sind wir leider meilenweit entfernt. Wenn wir in diese Dimension vorstoßen würden, könnte mein Wunschzettel endlich Wirklichkeit werden. Ganzjährig Anzeigen in Zeitungen, Werbespots im Radio und Fernsehen, dauerhaft Plakate in den Großstädten Bayerns usw. usw.

Eines der neuen Plakate

Mich nervt es mittlerweile gewaltig, dass man zum Beispiel bei den von mir geführten Telefonaten gesagt bekommt, dass der Bauernverband nichts tut und alles Scheiße ist in der Landwirtschaft. Dass man aber für politische Lobbyarbeit, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit nicht nur guten Willen, sondern auch viel Geld braucht, kapiert von denen leider niemand. Mir hat mal ein Schweinemäster gesagt, er wäre jederzeit bereit dazu, 3000 Euro für gute Werbung für unsere Erzeugnisse zu zahlen, da das Geld mit einem minimal höheren Schweinepreis in nullkommanix wieder auf dem Konto wäre. Diese Einsicht haben aber in meinen Augen zu wenig Berufskollegen und darum ist unsere Situation derzeit so, wie sie ist.

Geld regiert die Welt!

Aber vielleicht hab ich ja mit diesem Artikel die eine oder den anderen für die wichtige Sache Öffentlichkeitsarbeit sensibilisieren können. Bitte tragt es in eure Bauernblase: Jeder Euro, den wir in Öffentlichkeitsarbeit und Lobbyarbeit investieren, ist bald als 2-Euro-Stück wieder in unserem Geldbeutel!

PS: Ich versuche mich grad am Nachkochen der UBB-Kochvideos, Beweise findet ihr auf meinen Instagramkanal!

Künasts pandemische Verschwörungstheorie

Nun ist die Landwirtschaft auch noch Schuld an Corona-Epidemie?

Jedenfalls wenn es nach der Vorstellung von Renate Künast geht:

Renate Künast im Bundestag: "Ein Grund für diese Pandemie war die falsche Art & Weise, wie wir unsere Nahrungsmittel produzieren, Landwirtschaft betreiben und dabei mit unserer Umwelt umgehen. Jetzt müssen wir die Krise umgekehrt nutzen, um endlich die Ernährungswende auf den Weg zu bringen! "

Ich finde diese Schuldzuweisung von Ex-Landwirtschaftsministerin Künast wirklich unerträglich! Da nutzt sie die große Krise der Corona-Epidemie aus, um letztlich ein Argument für ihre ideologisch motivierte Agrarwende zu finden.

Künast macht es wie Trump!

Künasts pandemische Verschwörungstheorie weiterlesen
ein blauer Schmetterling (Bläuling) im Blühstreifen. Aufnahme von Ralf Lachenmaier

Frau Schulze und die Schuld der Bauern

Gestern demonstrierten zum ersten Mal nach Beginn der Corona-Krise wieder tausende Bauern in ganz Deutschland. Aktueller Anlass die Vorstellung der Naturschutzberichtetes durch Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) und der Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) Beate Jessel.
Beide verwiesen als Ursache auf Rückgänge in der Artenvielfalt einseitig auf die konventionelle Landwirtschaft und blendeten dabei andere Ursachen wie Flächenversiegelung komplett aus.

Treckerdemos gegen Schulze und Bauernbashing

Darüber empörten sich viele Landwirte in den sozialen Netzwerken und resultierten in der Wiederbebung der Treckerdemos aus dem letzten Herbst und Winter.

Toller Kommentar bei Facebook:

Bei Facebook ist mir dazu ein lesenswerter Kommentar von Ralf Lachenmaier aus Baden-Württemberg aufgefallen, den ich hier an dieser Stelle mit einigen Ergänzungen und leicht aufbereitet wiedergeben möchte:

„Heute fahren sie wieder zu Demos, die Traktoren. Ein kurzer Faktencheck zeigt – zurecht. Unser BMU hat offensichtlich den Pfad der Tugend verlassen. Der Bericht des Bundesumweltministeriums und des treuen (zum Ressort gehörenden) Handlangers Bundesamt für Naturschutz zum Zustand der Natur sorgten seit letzter Woche für Verwunderung, Trauer, Wut und massives Unverständnis nicht nur bei den Bauern selbst. Grund war die Tatsache, dass man die Entwicklung der Arten auf intensiven landwirtschaftlichen Flächen als dramatisch negativ einstuft und den Landwirten die alleinige Schuld hierfür zuweist + weitere Konsequenzen androht.

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Cover: Ethik in der Landwirtschaft - Das philosophische Bauernjahr von Christian Dürnberger

Ethik für die Landwirtschaft

Interview mit Christian Dürnberger zu dessen Buch-Neuerscheinung

Cover: Ethik in der Landwirtschaft - Das philosophische Bauernjahr von Christian Dürnberger
Christian Dürnberger: Ethik für die Landwirtschaft

Herr Dürnberger, der Anlass dieses Interviews ist die Veröffentlichung Ihres neuesten Buches „Ethik für die Landwirtschaft„. Aber bevor wir näher auf Ihr Buch eingehen, möchte ich zuerst auf Ihre Person eingehen. Wer sind Sie und wieso beschäftigen Sie sich mit ethischen Fragen rund um die Landwirtschaft?

Mein Name ist Christian Dürnberger, ich habe in Wien Philosophie und Kommunikationswissenschaften studiert.
Seit über einem Jahrzehnt arbeite ich an diversen Universitäten zu Fragen der angewandten Ethik – und wer sich mit Ethik beschäftigt, der landet über kurz oder lang auch bei Fragen der Landwirtschaft.
Warum? Weil Landwirtschaft mit vielen Dingen zu tun hat, die den Menschen wichtig sind: Nahrung, Umwelt, Klima, Tiere, Landschaftsbild, Energie usw.

Sie richten sich mit ihrem Buch an Landwirte, richtig? Warum? Haben Landwirte bei ethischen Fragen ein großes Nachholpotential?

Ich glaube nicht, dass bestimmte Berufsgruppen mehr ethisches Nachholpotential haben als andere. Aber ich bin davon überzeugt, dass sich die Erwartungen rund um die Landwirtschaft radikal verändert haben: Landwirtinnen und Landwirte sollen heute nicht mehr „nur“ Qualitätsprodukte produzieren, sie sollen auch ihrer besonderen Verantwortung für Umwelt, Klima und Tiere nachkommen.
Und damit nicht genug: Sie sollen auch in den entsprechenden Debatten selbst mitmischen. Deswegen habe ich dieses Buch geschrieben.
Das Buch soll dazu anleiten, über das „große Ganze“ der Landwirtschaft nachzudenken.

Welches Vorwissen wird vorausgesetzt?

Das ist eine gute Frage. Und eine schwierige. Denn: Das Buch ist auch ein Experiment. Ich habe versucht, ethische Fachdebatten in die Alltagssprache runterzubrechen. Damit könnte ich sagen: Man braucht keinerlei Vorwissen.
Das Buch fängt bei null an und versucht, Schritt für Schritt die Gedanken darzulegen. Aber an manchen Stellen fallen natürlich Begriffe, die kompliziert wirken: Anthropozentrische Ethiken, Agenda-Setting-Hypothese, Moralisierung von Lebensbereichen… ich hoffe aber, dass man all diese Konzepte versteht, nachdem man das Buch gelesen hat.

Was ist eigentlich „Ethik“ und was hat das mit Landwirtschaft zu tun?

„Ethik ist kein Besserwissen“

Christian Dürnberger
Ethik für die Landwirtschaft weiterlesen
Vertrauen zu gewinnen dauert Jahre, es zu verlieren Sekunden.

Blick nach vorne richten

Nach der Verschärfung der Düngeverordnung

Appell an meinen Berufsstand

Die Enttäuschung nach der Entscheidung des Bundesrates, der die Verschärfung der Düngeverordnung quasi durchgewunken hat, ist unter vielen Bauern riesig. Die Aussichten, dass die Zustimmung hätte verweigert werden können, waren äußerst gering. Dennoch ist die Empörung besonders unter den Bauern, die in den letzten 6 Monaten mit den imposanten Treckerdemos eine andere Entscheidung erzwingen wollten, wirklich groß. Es gibt Listen mit Sammelaustritten aus Parteien, Überlegungen zu Blockadeaktionen, Lieferstops und Sabotagen werden in WhatsApp-Gruppen freudig geteilt.

Verschärfung der Düngeverordnung ist fachlich falsch

Alle, die sich tiefer in die komplizierte Materie des Düngerechts eingearbeitet haben, wissen, dass dass die weitere Verschäfung fachlich nicht zu begründen ist.
Und dennoch: Die Umsetzung muss noch in den Details gestaltet und umgesetzt werden. Hier würde ich mir wünschen, dass die Politik eine hoffnungsvolle Perspektive aufzeigt, wie wir zumindest mittelfristig wieder zu praktikablen Düngerichtlinien kommen können. Alleine auf die angekündigten und in Vorbereitung stehenden Klagen möchte ich mich ungern verlassen- zumal hier auch keine schnelle Entscheidung zu erwarten ist.

Blick nach vorn und neuen Mut fassen

Die Stimmung ist auf vielen Höfen wirklich schlecht! Die Bauern müssen wieder Mut finden.
Was dabei gar nicht hilft, ist ein Verhalten wie ein Rumpelstielzchen, Rachegefühle oder der Rückzug in die Schmollecke. Auch das Wiederholen und Teilen von rechten Parolen sorgt nicht dafür, dass der Berufsstand positiver von der Bevölkerung wahrgenommen wird.

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