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Das Wasser und das liebe Vieh

Immer wieder begegnet einem bei Diskussionen über die Umweltfolgen von tierischen Produkten der Verweis auf den immensen Wasser“verbrauch“.

So werden zum Beispiel für 1 kg Rindfleisch 15400 Liter genannt.

Dass eine solch gewaltige Menge vom Tier nicht gesoffen werden kann, erscheint logisch unter dem Gesichtspunkt, dass dieses Kilo Fleisch an 1 bis 3 Tagen heranwächst. Und auch das Putzwasser bei der Produktion kann nicht diese Höhe erreichen. 15400 Liter aus der Leitung würden hierzulande zwischen 50 und 100 Euro kosten. Das wäre mit Sicherheit ein zu großer Aufwand für ein Kilo Fleisch im Wert von 6 – 20 Euro. Und trotzdem stimmt die Zahl. Es handelt sich um sogenanntes „virtuelles Wasser“, den sogenannten waterfootprint.

Virtuelles Wasser wird im deutschen wikipedia einigermaßen anschaulich erklärt. Trotzdem werde ich später auf englischsprachige Seiten verlinken. Denn auf wikipedia hat sich wie in vielen anderen deutschen Publikationen und von Seiten der Wasserversorger der Begriff „WasserVERBRAUCH“ eingebürgert.

Das ist meines Erachtens falsch. Denn „Verbrauch“ im Zusammenhang mit Wasser ist in wikipedia folgendermaßen definiert: https://de.wikipedia.org/wiki/Verbrauch Das Wasser und das liebe Vieh weiterlesen

Erntedank 2014

Der offizielle Erntedanktag Anfang Oktober liegt noch vor uns, aber ich möchte bereits jetzt kurz bilanzieren:

das Resultat ist prächtig!

Für mich ist die Getreide- und Rapsernte bereits seit knapp sechs Wochen erledigt. Die Erträge waren beim Getreide wirklich sehr gut und beim Raps kann von einer guten Ernte gesprochen werden. Insgesamt wurde in diesem Jahr allgemein eine sehr gute Ernte eingefahren, so dass in der Folge aufgrund des erhöhten Angebots die Erlöse pro dt Getreide deutlich unter dem Vorjahresniveau lagen. Für reine Ackerbaubetriebe eine schlechte Nachricht- für unseren Familienbetrieb mit Viehhaltung bedeutet das allerdings eine sehr gute und günstige Futtergrundlage für das Vieh. Wir werden weniger Futtergetreide zukaufen müssen und haben bereits Futter für ein Jahr vorgekauft, weil das Preisniveau uns so günstig erscheint.

Ein Geschäft, das übrigens ohne Warenterminbörsen kaum möglich wäre. Aber dieses Thema möchte ich jetzt nicht weiter ausbreiten…

Hier im Emsland und in der Grafschaft Bentheim gibt es also viele Gründe, für die insgesamt gute Ernte zu danken. Ausgedrückt wird dieser Dank in der Regel mit einer Erntedankmesse und einem anschließenden zünftigen Erntedankfest bei dem eine Erntekrone zur Schau gestellt wird.

Eine solche Erntekrone haben die Landfrauen aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim Ende August bei uns in der Scheune gebunden.

namen
von links: Ulrike Brokamp, Marlies Schoo, Annegret Nögel, Johanne Kampert, Anni Barkmann, Agnes Rösing, Maria Hermeling, Frieda Wolbert, Elisabeth Schiedergers

Diese Erntekrone wird übrigens am 22. September in Hannover dem niedersächsischem Landwirtschaftsminister Christian Meyer überreicht. Den Landfrauen erwartet an diesem Tag ein interessantes Programm in der Landeshauptstadt.

Nur wenige Kilometer südlich hatten die Landwirte um Münster herum aber wegen des umfangreichen und regelmäßigen Regens äußerst schlechte Erntebedingungen. Viel zu oft kam der Regen der Erntearbeit in die Quere und wenn das Getreide eigentlich trocken genug war, dann waren viele Böden einfach nicht befahrbar. Von der Strasse aus lassen sich die Spuren vieler „Schlammschlachten“ besichtigen.

Auch der WDR hat Marcus Holtkötter alias“Bauer Holti“ bei der erschwerten Ernte begleitet und einen 14-minütigen Film gedreht:


Angesichts dieser nervenaufreibenden Ernte im Münsterland kann man wirklich froh und dankbar sein, dass man es selber viel besser erwischt hat.
Bleibt nun noch ein Ausblick auf die für unsere Region wichtige Maisernte:
Auch der Mais wird hohe Erträge bringen. Gerade auf den leichten Standorten steht dieser sehr, sehr gut. Wenn die Flächen zur Ernte befahrbar sein werden, kann auch bei dieser Frucht eine gute Ernte eingefahren werden. Aber dazu dann zu gegebener Zeit mehr…