Archiv der Kategorie: Landwirtschaft

#fridaysforfuture?

Warum ich vielen Klimaschützern misstraue und mich nicht an „Fridays for Future“ beteilige

Noch bin ich Landwirt. Und das möchte ich auch bleiben und möglichst den Hof, den ich vorzeitig von meinem Vater geerbt habe, auch an meinem Sohn vererben können. Der ist erst 11 Jahre alt und hat noch ein paar Jahre Zeit, bis er sich für oder gegen die Hofnachfolge entscheiden wird. Diese wichtige Entscheidung für sein Leben muss er ganz alleine fällen.
Aktuell könnte ich es voll und ganz verstehen, wenn er ablehnt. Die Schweinepreise sind zwar zur Zeit sehr auskömmlich, aber dennoch halte ich die Aussichten, in Deutschland einen modernen Hof zu bewirtschaften für sehr unsicher. Und das liegt daran, dass ich das Gefühl habe, politische Entscheidungen werden nicht auf Basis von Wissenschaft und Fakten getroffen, sondern auf Basis von Stimmungen, Populismus und Wahlaussichten.
Ergebnis ist unter anderem das berühmt berüchtigte Agrarpaket, das die Bundesregierung verabschiedet hat.

gesellschaftlicher Mainstream: „Alles bio, alles gut!“

Die Ideologie einer Agrarwende und die daraus resultierende Annahme, erst wenn alle bio ist, ist es auch gut, ist weit verbreitet. Diese wird vielen Bauern viele fromme Wünsche, aber keine verlässlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bieten.

Dass Agrarwende-Propheten wie Christian Meyer (ehemaliger Landwirtschaftsminister in Niedersachsen) gelegentlich auch mal Contra kriegen, lässt vielleicht doch noch hoffen.

Doch leider scheint es in der öffentlichen Wahrnehmung so zu sein, dass nur der bio-vegane Landbau das Klima retten kann. Das erlebe ich immer wieder in Gesprächen mit Grünen, die vollkommen überzeugt von dieser bio-veganen-Idee sind. Oder wenn ich auf einige Twitter-Debatten schaue, oder wenn ich auf die „Fridays for Future“-Bewegung schaue.

Bei FridaysForFuture engagieren sich bekanntlich viele junge Leute, die aus Gründen des Klimaschutzes kein Fleisch oder sogar keinerlei tierische Produkte konsumieren (wollen). Sie machen sich Sorgen und wollen die Welt retten und begründen ihren radikalen Schritt mit der Wissenschaft. Wissenschaft? Ja, es gibt einige Forscher, die nicht nur eine Reduzierung des Fleischkonsums empfehlen, sondern sogar global eine vegane Ernährung für möglich bzw. nötig halten.

Einer dieser Wissenschaftler ist Prof. Volker Quaschning, ein Klimaexperte, der auch bei den ScientistsForFuture aktiv ist. Er gibt regelmäßig Interviews und ist anscheinend davon überzeugt, dass nur vegan die Welt noch zu retten sei.

Prof. Volker Quaschning: Vegane Ernährung am besten fürs Klima

Bei Twitter sind folgende Tweets von ihm zum Veganismus zu finden:

Welternährung geht nur mit Nutztieren!

Ich bin fest davon überzeugt, dass ein bio-veganer Landbau auf kurz über lang zum Raubbau mutiert, weil gerade tierische Exkremente sehr förderlich für die Bodenfruchtbarkeit sein können. Wenn wir wirklich das Ziel haben, alle Meschen satt zu bekommen, dürfen wir dieses zu tiefst ideologische Experiment nicht machen.

Gott sei Dank gibt es andere Wissenschaftler, die sich auf folgende Studien berufen (eine Auswahl):

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Bauerndemos für eine Agrarwende?

Dass gestern zehntausende Bauern in den letzten Wochen demonstriert haben, hatte gute Gründe! Dass eine so große Zahl auf die Straßen geht und fährt, hat auch etwas mit dem Frust zu tun, der sich jahrelang angestaut hat!

  • Frust über die vielen Kampagnen diverser NGOs,einer grünen Partei und neuerdings auch dem Bundesumweltministerium gegen die Landwirtschaft.
  • Frust über eine gefühlt unausgewogene Berichterstattung in vielen Medien.
  • Frust darüber, eigentlich einen guten Job zu machen und trotzdem ständig als Sündenbock am Prager zu stehen- wegen jedem Übel der Welt!
  • Frust darüber, dass anscheinend die Partei, die mehrheitlich von Bauern gewählt wurde und in der sehr viele Bauern immer noch Mitglied sind, die Bauern mit der Verabschiedung des Agrarpakets Anfang September verraten und verkauft hat. Wofür? Für eine reine Smybolpolitik, die letztlich auf dem Rücken der Bauern ausgetragen wird!
  • Dieses Agrarpaket sorgte für den Wassertropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

40000 Bauern demonstrieren und ausgerechnet die AbL gibt Interviews

Georg Janßen von der AbL fordert verbindliche Vereinbarungen, damit Bauern wirtschaftlich mitgenommen werden bei einer Agrarwende (dpa/Christian Charisius)
Screenshot von deutschlandfunk.de

Als ich gestern morgen ein Interview mit Georg Janßen von der AbL im Deutschlandfunk auf dem prominentesten Sendeplatz in der Morgensendung hörte, habe ich mich wirklich geärgert! Da bekommt ein Vertreter einer Organisation eine Bühne, die jahrelang gemeinsam mit vielen NGOs die „Wir haben es satt„-Demo (WHES) veranstaltet. Eine Demonstration, die von den allermeisten Bauern als Diffamierung ihrer Arbeit und ihres Berufsstandes empfunden wurde und wird. Die deutliche Mehrzahl der Bauern, die in letzter Zeit demonstriert haben, fühlen sich von der WHES diffamiert. Sie fühlen sich von den vielen pauschalen Verurteilungen auf dieser Demo abgestoßen!

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Svenja Schulze ist beleidigt

Was für gewaltige Bilder gab es gestern in Berlin! Viele tausend Traktoren waren in der Stadt und noch viel mehr demonstrierende Landwirte! Die Zahlen für sich, sind schon einmal sehr beeindruckend.

zehntausende Demonstranten versammelten sich zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor am 26.11.2019

Ich möchte jetzt gar nicht näher auf die Demo eingehen- da stelle ich am Ende dieses Beitrags ein paar Links zusammen, die auch interessant sein können.

Umweltministerin Schulze mit Kurzauftritt bei großer Bauerndemo

Mir gibt der insgesamt gut 5-minütige Kurzauftritt doch sehr zu denken. Welch ein schwacher Auftritt der Ministerin! Doch seht selbst:

Svenja Schulze: eiskalt!

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Umkämpfte Felder und Wiesen:

Die Natur schützen oder Lebensmittel produzieren?

Ich bin am kommenden Montag, 25. November in Berlin und freue mich, bei folgender Veranstaltung dabei sein zu dürfen:

Presseeinladung

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Zwei Kartoffeln auf Acker

Von wissenschaftlicher Rosinenpickerei und einer innigen Freundschaft, zwischen die kein Blatt passt

Das bei den Landwirten ungeliebte Agrarpaket liegt unverändert auf den Schreibtischen in den Bundesministerien für Landwirtschaft (BMEL) respektive Umwelt. Ungeliebt, da wichtige Anliegen des Natur- und Umweltschutzes darin verankert sind, während

„das Paket für die Bauern so eng geschnürt ist, dass es vielen Betrieben die Luft zum Atmen nimmt“,

bewertet BlogAgrar-Betreiber Bernhard Barkmann das Papier in seinem Beitrag „Die Botschaft hinter den grünen Kreuzen“. Daher werden die Bauern weiter demonstrieren, am 14. in Hamburg anlässlich der in der Hansestadt stattfindenden Umweltministerkonferenz und am 26. in Berlin.

Die Berater-Millionen des BMU

Aus dem Ringen um die weitere Ausrichtung der deutschen Agrarpolitik zwischen BMEL und BMU ist mit Ministerin Svenja Schulze das Umweltministerium als Gewinner hervorgegangen. Ein Ministerium, das es Ende Oktober kurz in die Negativschlagzeilen gebracht hatte mit einer Rüge des Rechnungshofs, Hunderte Millionen Euro für externe Leistungen verschleiert zu haben.

„Hat Svenja Schulze ein Beraterproblem?“ ,

fragte sich konsequenterweise Spiegel Online in seiner Ausgabe vom 30.10.2019. Dem SPON-Artikel zufolge durchaus. Allerdings ist es nicht das einzige Problem. Es finden sich weitere „Schwachstellen“ im Berliner Ministerium, die bedauerlicherweise nicht die Öffentlichkeit erhalten, die sie mit Blick auf die Bauernproteste verdienen.

Dem möchte ich in diesem Beitrag abhelfen. Dabei schwingt im Hintergrund die Überlegung mit: Was haben die Bauern vom BMU zu erwarten?

Unite behind the science?

In Bezug auf die Verwertung wissenschaftlicher Erkenntnisse erinnert das SPD-geführte Ministerium an das Gebaren von Bündnis 90/Die Grünen: Es werden Rosinen gepickt. Beim Klimawandel steht man geschlossen hinter den Aussagen der Wissenschaft, bei Glyphosat und Gentechnik hingegen zieht man seine eigenen Wahrheiten vor.

Glyphosat

Svenja Schulze hat das Glyphosatverbot ganz weit oben auf der BMU-Agenda von ihrer Amtsvorgängerin übernommen. Mit dem Agrarpaket werden also BMU-Träume wahr: Zum Stichtag 31. Dezember 2023 soll der Einsatz glyposathaltiger Mittel verbindlich beendet werden, heißt es im „Aktionsprogramm Insektenschutz“, den das Bundeskabinett Anfang September beschlossen hat.

Bloß: Bisherigen Erkenntnissen zufolge spielt Glyphosat eine untergeordnete Rolle beim Insektenrückgang. Allerdings ficht das die Ministerin und ihren Staatssekretär nicht an. Bedauerlicherweise auch nicht Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner, die das Herbizid ungeachtet aller Proteste zum „politisch toten Pferd“ deklariert hat.

Ich halte das für eine Bankrotterklärung. Schließlich sanktionieren BMEL und BMU mit ihrem Beschluss nichts weniger als dass 

  • a-wissenschaftliche Schmutzkampagnen sich auszahlen, bei denen neben wissenschaftlichen Erkenntnissen die Integrität von Menschen (ich erinnere u.a. an Landwirtschaftsminister a.D. Christian Schmidt und BFR-Präsident Prof. Dr. Andreas Hensel) und Institutionen (ich erinnere u.a. an das BfR und an das BMEL (!)) mit Füßen getreten werden;
  • zukünftig jedes synthetisch hergestellte „Chemie“-Pflanzenschutzmittel und damit im Übrigen die Versorgungssicherheit des Landes leichte Beute sind für ideologisch verbrämte Schmierkampagnen der Big Green (Bündnis 90/Die Grünen / Naturschutz-NGO);
  • Zielkonflikte ausgeblendet werden, vorausgesetzt, es gelingt, alarmistisch, emotionsgeladen und laut genug zu trommeln;
  • Deutschlands Landwirte mit Glyphosat das sicherste Pflanzenschutzmittel verlieren werden und es keine (ökologisch sinnvollen!) Alternativen gibt.

Wer sich über Insektenserben und Glyphosat informieren möchte, empfehle ich die folgenden Links:  

Wie gefährlich ist Glyphosat?
Gutes Gift und böses Gift

Böse „Gene“

Ein gravierendes Desinteresse an wissenschaftlichen Erkenntnissen manifestiert sich im BMU ferner bei der Gentechnologie – ein Skandal im Übrigen, der wohl erst dann den hohen Nachrichtenwert finden, den er verdient, wäre der Schauplatz das BMEL. Vermutlich würden sich Medien und Öffentlichkeit überschlagen, würde Julia Klöckner und nicht Svenja Schulze die „Fachstelle für Gentechnik und Umwelt (FGU)“in ihrem Haus finanzieren.

Die FGU wird getragen von dem Verein Testbiotech e.V., der

„seit zehn Jahren unermüdlich gegen den Einsatz von Gentechnik, gegen die synthetische Biologie und gegen die Patentierung von biotechnologischen Erfindungen kämpft“,

so der Wissenschaftsjournalist und Salonkolumnist Ludger Weß in seinem exzellenten Beitrag „Pflanzenforscher, haut ab!“.

Sprich: Das BMU bezahlt eine gentechnologiekritische Einrichtung dafür, neue Gentechnologien zu beobachten und zu bewerten und die Öffentlichkeit darüber aufzuklären. Pikant: Die Wissenschaft ist sich nicht erst seit gestern einig: Von gentechnisch veränderten Organismen geht keine Gefahr aus. In der Humanmedizin ist ihr Einsatz schon lange Alltag. Auch für die Landwirtschaft wären neue Technologien wie die CRISPR/Cas-Methode nicht nur in Zeiten des Klimawandels ein Segen, sondern auch zur Reduktion des Einsatzes von – Pflanzenschutzmitteln!

„NABU-Ministerium“

Möchte man das Handeln von BMU bzw. Svenja Schulze verstehen, führt meines Erachtens kein Weg am NABU-Naturschutzbund Deutschland e.V. vorbei. Der NABU vertritt auf seiner Webseite die Auffassung, dass die Intensivierung der landwirtschaftlichen Produktion  

„die dringend benötigten Lebensräume für viele Arten und ihre Nahrungsgrundlage drastisch einschränkt.“

(https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/landwirtschaft/agrarpolitik/index.html)

Ziel der NGO ist eine Agrarpolitik, die der Natur deutlich mehr Platz einräumt:

Der Natur deutlich mehr Platz einräumen – aber was ist mit unserem Essen? https://www.nabu.de/news/2019/09/27013.html

Eine NABU-Studie kommt zum Schluss, dass folgende Maßnahmen notwendig sind, um die Biodiversität in unseren Agrarlandschaften dauerhaft zu erhalten oder auch wiederherzustellen:

NABU-Studie: https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/landwirtschaft/agrarpolitik/eu-agrarreform/studien/26156.html

Nichts weniger als der Umbau der Landwirtschaft ist geplant – letztendlich mit einem massiven Eingriff in die Nahrungsmittelerzeugung. Ein erster Schritt auf dem Weg ist das Agrarpaket. Dementsprechend findet das Insektenschutzprogramm großen Anklang beim NABU:

„Das ambitionierte Programm ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“,

begrüßte der NABU das Aktionsprogramm (https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/insektensterben/26943.html).

BMU bzw. Svenja Schulze und der NABU „funken auf einer Wellenlänge“. Ob sich wohl Raum findet für die Belange der konventionellen Landwirtschaft?

Bauer Willi

Interessant finde ich folgende Beobachtung von Bauer Willi: 

„Wer Svenja Schulze reden hört, könnte sich auch gleich mit der Kreisverbandsvorsitzenden eines Naturschutzvereines unterhalten. Empathie für Bauern ist da nicht zu erwarten“,

urteilt er in seinem lesenswerten BlogPost „Nichts Neues, aber neue Erkenntnisse“. In dem Beitrag referiert er ein Gespräch mit Julia Klöckner, das er am 22. Oktober in Berlin geführt hatte – eine lesenswerte Lektüre übrigens für diejenigen, die Näheres über den Hintergrund der Bauernproteste erfahren möchten. Ich habe ihn hier verlinkt.

NABU-Mitglied Schulze

Bauer Willi hat mit seiner Einschätzung zwar keinen Volltreffer gelandet, liegt aber auch nicht daneben: Die Ministerin ist NABU-Mitglied – und zwar kein passives:

„Für mich macht der NABU eine Lobbyarbeit im besten Sinne – und das werde ich mit aller Kraft weiter unterstützen“,

lobte Svenja Schulze, seinerzeit Mitglied des Landtags Nordrhein-Westfalen, 2008 im NABU-Mitgliedermagazin „Naturzeit im Münsterland“ die Arbeit von NABU-Mitgliedern und -Aktiven. Beim Stadtverband Münster des NABU freute man sich: Man nehme sie beim Wort, ist auf der Webseite des Verbandes zu lesen ( https://www.nabu-muenster.de/der-nabu-gratuliert-svenja-schulze-zum-neuen-amt-als-bundesumweltministerin/).

Zehn Jahre später wiederum übernahm Schulze, mittlerweile Bundesumweltministerin, am 22. November 2018 die Schirmherrschaft des NABU-Projektes „Gemeinsam Boden gut machen“, wie die NGO auf ihrer Webseite mitteilte. Mit der Initiative unterstützt der NABU Landwirte, die von der konventionellen Landwirtschaft auf Öko-Landbau umsteigen wollen.

Am 5. März 2019 wiederum zog der NABU beim Online-Portal www.euractiv.de nach einem Jahr GroKo Bilanz zum Umweltschutz: Das Landwirtschaftsministerium erhielt durchweg schlechte Noten, Lob gab es hingegen für die Initiativen von Umweltministerin Schulze. (https://www.euractiv.de/section/energie-und-umwelt/news/ein-jahr-groko-nabu-zieht-enttaeuschende-bilanz-zum-umweltschutz/)

Man mag sich augenscheinlich, was nicht nur im Netz seinen Ausdruck findet. Auch die folgenden BMU-Personalien sprechen Bände:

Jochen Flasbarth

Seit Dezember 2013 ist Jochen Flasbarth Staatssekretär im Bundesumweltministerium. Bei ihrem Wechsel nach Berlin 2018 übernahm Svenja Schulze gemeinsam mit dem Ressort den Staatssekretär ihrer Amtsvorgängerin, Ministerin a.D. Dr. Barbara Hendricks. Flasbarth war von 1992 bis 2003 als hauptamtlicher NABU-Präsident tätig, nachdem er bereits 1989 das Amt des Vizepräsidenten angetreten hatte.

Josef Tumbrinck

Seit April 2019 leitet Josef Tumbrinck das BMU-Unterressort „Naturschutz“. Zuvor war er in Nordrhein-Westfalen als NABU-Landeschef tätig gewesen. Pikant: Nur wenige Monate später befasste sich die Justiz mit Tumbrincks Stellenbesetzung. Das Verwaltungsgericht Köln hatte Ende Juli auf die Beschwerde eines Mitbewerbers um den Posten entschieden, dass die Stelle des Unterabteilungsleiters „Naturschutz“ neu ausgeschrieben werden müsse. Der Verdacht einer möglichen Postenschieberei sei bereits Anfang des Jahres laut geworden, zitiert die Agrarjournalistin Sabine Leopold AgraEurope in dem agrarheute-Beitrag „Fragwürdige Verquickung. Stellenvergabe im Umweltministerium in der Kritik“.

Zudem habe die Regierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag im Mai mitgeteilt, dass insgesamt fünf BMU-Angestellte direkt aus dem NABU oder dem Deutschen Naturschutzring (DNR) ins Ministerium gewechselt sind. Laut Wikipedia ist der DNR der Dachverband der deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen. Auch der NABU gehört dem DNR an.

„Während jedoch Vorwürfe hinsichtlich Lobbyismus und unsauberer Verquickungen in der Agrarbranche immer wieder für enorme Schlagzeilen sorgen, haben sich die großen Medien der Vorgänge im Bundesumweltministerium bislang nicht angenommen“,

bilanziert Leopold.

Das Tumbrinck’sche Kartoffelgate

Josef Tumbrinck dürfte manchem Nutzer der Sozialen Medien durch ein Tweet bekannt geworden sein, in dem er kürzlich einen gravierenden Mangel an landwirtschaftlichem Basiswissen offenbarte. Pech für Tumbrinck, der anscheinend noch nie ein Kartoffelfeld im Herbst gesehen hat: Sein im Tweet zum Ausdruck gebrachtes Bauern-Bashing fiel in den Sozialen Medien mit voller Wucht auf ihn zurück.

Kartoffelacker mit grünem Kreuz, im Hintergrund ein Kraftwerk.
Landwirtschaft des Todes – oder Kartoffeln kurz vor der Ernte?
Zwei ausgegrabene Kartoffeln auf Kartoffeldamm
Zombie-Kartoffeln. Oder: Die Grünen Kreuze bringen auch zum Ausdruck, dass die Gesellschaft einschließlich des Naturschützers Josef Tumbrinck das Wissen über die Erzeugung sogar ihrer Grundnahrungsmittel verloren hat.

Da wir gerade bei bösartigen Anwürfen aus NABU-Reihen sind – hier eine Randnotiz: Am 26. Oktober echauffierte sich der Bauernverband Bremen auf seiner Webseite über den Geschäftsführer des NABU Bremen. Dieser hatte live im Fernsehen gesagt,

„dass sie doch die Umweltvergifter seien und ihre eigene Funktionäre vom Bauernverband Rukwied und Konsorten, das sind letztendlich Verbrecher, die wirklich Millionen abzocken, das muss man so deutlich sagen, die Millionen abzocken,…“.

Als ob diese Schublade nicht schon unterirdisch genug wäre, nannte er im Nachgang auf Facebook die Bauern als „Brunnenvergifter, Käfertöter und Vogelschlächter“ und wiederholte seine Aussage zu den Vertretern des Bauernverbandes. Der Kommentar des Bauernverbandes kann hier vollständig nachgelesen werden.

Druschba – Freundschaft

Die gegenseitige Wertschätzung von NABU und BMU findet ferner in monetärer Form Ausdruck: Das ehemalige NABU-Mitglied Jens-Werner Dettmann veröffentlichte Anfang 2019 einen Offenen Brief an Ministerin Schulze u.a. zur Personalie Tumbrinck und arbeitet  darin bis dato bewilligte Fördermittel aus dem BMU für den NABU und dessen Stiftungen in einer anschaulichen Grafik auf.

Die Zahlen entstammen einer Anfrage, die die Bundestagsfraktion der FDP im vergangenen Jahr an die Bundesregierung gerichtet hatte. Das lesenswerte Schreiben mit Link zur Anfrage und Auflistung der einzelnen NABU-Projekte habe ich an dieser Stelle verlinkt.

Bildnachweis: Jens-Werner Dettmann

Meine Meinung? Zwischen NABU und BMU passt kein Blatt. Anders ausgedrückt:

„Die deutsche Agrarlobby: verfilzt, intransparent und wenig am Gemeinwohl orientiert“ lautete eine Studie, die der NABU am 29. April 2019 vorgelegte (https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/landwirtschaft/agrarpolitik/26321.html). Ich will auf den Inhalt der Studie gar nicht eingehen – es ist die übliche Agrarlobbyverteufelung, deren Sinn oder Unsinn einen eigenen Beitrag wert wäre.

Ich stelle mir allerdings die Frage, ob es nicht Zeit ist für eine weitere Studie? Als Überschrift könnte ich mir vorstellen:

„BMU und NABU: verfilzt, intransparent und wenig am Gemeinwohl orientiert.“

Fazit:

Eingangs hatte ich die Frage gestellt, was die Bauern vom BMU zu erwarten haben. Meine Antwort: Vermutlich nichts.

Aber wer weiß? Ich höre immer wieder, auf regionaler Ebene arbeiten Bauern und NABU-Mitglieder gut zusammen. Es sei die Führungsriege, die einen Konfrontationskurs fahre. Vielleicht ergibt sich aus den vielen Partnerschaften irgendwann und irgendwie eine Kurskorrektur – über das NABU hinein ins Herz des BMU?

Interview mit Lea Fließ, Forum Moderne Landwirtschaft

Lea Fließ am Rednerpult beim Berliner Abend im Oktober 2019
Lea Fließ

Hallo Lea, wir führen dieses Interview, weil ich immer wieder aus Reihen der Landwirte Kritik an der Arbeit des Forums Moderne Landwirtschaft vernehme. Aber bevor wir dazu kommen möchte ich gerne, dass Du dich kurz vorstellst und Deinen Weg zum Forum schilderst.

Lea Fließ:
Hallo Bernhard, vielen Dank für die Gelegenheit, hier ein paar Fragen zu beantworten. Ich bin 37 Jahre alt und studierte Journalistin sowie ausgebildete Redakteurin. Ich habe auch die meiste Zeit meines Berufslebens als Journalistin und Redakteurin gearbeitet, zuletzt bei BILD. Vor ziemlich genau vier Jahren bin ich dann zum Forum Moderne Landwirtschaft gekommen. Ich bin im Allgäu geboren, bin auf dem Land in einem 1.500-Seelen-Dorf in einem 300 Jahre alten Haus aufgewachsen, in dem es noch den alten Kuhstall samt Fresströgen, einen Hühnerstall, die alte Scheune und den kleinen Kellerraum gab, in dem wir Äpfel und Kartoffeln gelagert haben. Mittlerweile lebe ich seit bald 10 Jahren in Berlin, die meiste Zeit davon in Prenzlauer Berg. Vielleicht ist dieser Kontrast ein bisschen der Grund, warum ich vor vier Jahren auf das Forum Moderne Landwirtschaft aufmerksam wurde und es für eine so spannende und wichtige Organisation halte.

Was macht das Forum eigentlich, wem gehört das Forum, wie viele arbeiten für das Forum?

Lea Fließ:
Um ehrlich zu sein haben wir einen richtig tollen Job: Wir lassen uns von der Landwirtschaft zeigen, wie einfallsreich, innovativ und nach vorne gerichtet sie arbeitet und begegnen dabei zahlreichen pfiffigen, sympathischen Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und alle unfassbar faszinierende und spannende Erfolgsgeschichten zu erzählen haben. Diese Geschichten versuchen wir dann an die Menschen weiterzutragen bzw. zu übersetzen, die keine Gelegenheit haben, mit diesen coolen Typen so viel Zeit zu verbringen wie wir. Um das hier zu vereinfachen nenne ich diese Menschen „Städter“. Die Reaktionen, also sowohl das Lob als auch die Fragen, die Kritik, die Wünsche, die wir von den Städtern zurückbekommen, geben wir dann wiederum an die Landwirtschaft zurück. Auf diese Weise entstehen gleich zwei positive Effekte: Zum einen begeistern wir so die Städter für Landwirtschaft und auf der anderen Seite bringen wir deren konkrete Wünsche, die Veränderungen in der Landwirtschaft betreffen, zu den Landwirten, damit diese überlegen können, ob und wie sie sich erfüllen lassen. Dafür nutzen wir die sozialen Netzwerke, wo wir 17 Millionen Menschen im Jahr erreichen. Dafür initiieren wir im Schnitt jedes Wochenende eine Aktion in einer Innenstadt, bei der wir am Tag mit etwa 100-200 Menschen ins Gespräch kommen. Dafür machen wir Landwirte zu AgrarScouts, die wir dann auf unseren Aktionen in der Innenstadt mit Städtern ins Gespräch bringen. Und dafür sprechen wir mit Multiplikatoren wie z.B. Journalisten. Wir – das sind aktuell zehn Kollegen und Kolleginnen in Berlin. Und wem gehört das FML? Wir sind ein ideeller Verein, der im Auftrag seiner Mitglieder handelt. Alles, was wir also anschaffen, um unsere Arbeit zu machen – dazu zählt ein Schreibtisch genauso wie unsere Homepage – gehört damit den Mitgliedern, solange sie Mitglieder sind, und die stehen alle hier auf der Homepage.

Wie lautet der offizielle Auftrag der Mitglieder des Forums?

Lea Fließ:
Unser Auftrag lautet kurz und knapp, die moderne Landwirtschaft in die Mitte der Gesellschaft zu bringen – und zwar wertgeschätzt und anerkannt. Etwas detaillierter kann man das sehr gut hier in unserer Satzung nachlesen.

Hat sich der Auftrag in der Vergangenheit geändert?

Lea Fließ:
Geändert nicht, aber wir haben unsere Kommunikations-Strategie an die äußeren Gegebenheiten angepasst, also z.B. geschaut, was bestehende Vereine und Initiativen wie die regionalen Bauernverbände, die i.m.a. etc. bereits machen. Diese wollen wir ergänzen, ggf. verstärken, aber nicht ersetzen. Und natürlich haben auch die Erfahrungen, die wir machen und der Budget-Rahmen, der uns zur Verfügung steht, Einfluss auf diese Kommunikations-Strategie. Auf Basis all dieser Überlegungen haben wir ziemlich klar herausgearbeitet, mit wem wir ins Gespräch über Landwirtschaft kommen wollen: mit Menschen in Deutschland ab 18 Jahren, die vor allem in Städten leben. Denn wir wissen: Je größer die Stadt, desto geringer die Beziehung zur Landwirtschaft. Und wir haben dann auch ziemlich klar herausgearbeitet, wie wir diese Städter am besten so erreichen können, dass wir unseren Auftrag, also Wertschätzung und Anerkennung für die Landwirtschaft zu generieren, erfüllen.

Und wie sieht es eigentlich mit Euren Finanzen aus? In welcher Größenordnung liegt Euer Budget und wie ist die Entwicklung dieses Budgets in den letzten Jahren? Schlägt sich die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit für die Landwirtschaft auch in steigende Haushalte nieder?

Lea Fließ:
Wir haben im Jahr 3 Millionen Euro Budget zur Verfügung, das sich in den letzten fünf Jahren insgesamt leicht gesteigert hat. Also ja, die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit für die Landwirtschaft schlägt sich auch in steigenden Haushalten nieder – allerdings sehr zäh.

Nun zu den etwas kritischeren Fragen: Was denkst Du, warum kommt immer wieder mal Kritik an Eurer Arbeit von Bauern auf?

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Grüne Bänder

Nach den #grüneKreuze sollen #grüneBänder zum Dialog einladen

Mit den grünen Kreuzen haben bereits viele tausend Landwirte und – erfreulicher Weise – auch Freunde der Landwirtschaft still gegen das Agrarpaket der Bundesregierung, immer weiter steigenden Auflagen und der gesellschaftlichen Ächtung protestiert.

ein grünes Silikonband

Wie Bauer Willi es bereits in seinem Blog geschrieben hat, wollen wir, die Graswurzler, es nicht bei der Mahnung belassen, sondern setzen dabei auch auf Dialog. Deshalb bitten wir alle, die der Landwirtschaft positiv gesinnt sind, ein grünes Band zu tragen.

Zeichen des Zusammenhalts, der Solidarität und des Dialogs

Diese grünen Bänder sind einerseits ein nach außen sichtbares Zeichen des Zusammenhalts in der Branche und auch ein Zeichen der Solidarität. Und andererseits sind die grünen Bänder auch eine sehr gute Gelegenheit, darüber ins Gespräch zu kommen, einen Dialog zu beginnen.

Wie komme ich an diese #GrüneBänder?

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Screenshot Abstimmungsvorlage

Warum der FDP-Antrag „Wettbewerbsfähige Landwirtschaft“ die Aufregung nicht wert ist und Bauer Willi klasse Arbeit geleistet hat

Eine emotionale Woche ist für Deutschlands Landwirte zu Ende gegangen: Eure Demo gegen Agrarpaket und Mercosur-Handelsabkommen, gegen das Bauern-Bashing seitens NGOs und teils Politik war ein großartiger Erfolg! Meine aufrichtigen Glückwünsche nachträglich an die Organisatoren für Eure Herkulesarbeit und an die vielen Bauern, die so klasse ihre Anliegen vertreten haben!

So euphorisch die Woche begonnen hat, so missgestimmt ging sie zuende. Stichwort: FDP-Antrag „Wettbewerbsfähige Landwirtschaft“. Und auch zwischendurch gab es Misstöne. Einen bösen hat sich Bauer Willi eingefangen.

Persönlich fand ich die Wut über den Antrag verständlich, aber übers Ziel hinausschießend. Er war es schlicht und ergreifend nicht wert! Bzw. in dem Maße, in dem man sich über die Ablehnung die Unionsparteien aufregen mag, hätte man auch der FDP einen überziehen müssen. Mindestens. Und was mit Bauer Willi veranstaltet wurde, war schlicht und ergreifend nicht in Ordnung.

Zu beiden möchte ich mich hier äußern und fange mal mit A wie Antrag an:

FDP-Antrag „Wettbewerbsfähige Landwirtschaft“

Wie alles begann: Die Landwirte Thomas Andresen und Philip Krainbring haben mit einem vielfach geteilten, an dieser Stelle verlinkten Video-Rant auf das Abstimmungsverhalten der CDU reagiert. Diese hatte geschlossen gegen den FDP-Antrag „Wettbewerbsfähige Landwirtschaft“ gestimmt.

Warum der FDP-Antrag „Wettbewerbsfähige Landwirtschaft“ die Aufregung nicht wert ist und Bauer Willi klasse Arbeit geleistet hat weiterlesen
Politiker halten Bande hoch

Was haben die Grünen jemals für die Bauern getan?

Im Anschluss an die größte Bauern-Demonstration im Nachkriegs-Deutschland ist Anton Hofreiter vergangenen Dienstag vor die Kamera getreten. Grund: Der Grünen-Fraktionsvorsitzende bietet den Landwirten den Dialog an.

„Eine vernünftige Agrarpolitik, die Klima und Umwelt schützt, kann nur mit den Bauern, nicht gegen die Bauern passieren“,

so Hofreiter.

Porträtphoto des Grünen-Politikers Anton Hofreiter
Ist das Dialogangebot ernst gemeint?

Bloß: Können Deutschlands Landwirte dieses Angebot ernst nehmen?

Buhmann grüner Agrarpolitik

Denn dass die Bauern am 22. Oktober landesweit auf die Straße gegangen sind, hat auch damit zu tun, dass Hofreiter bzw. seine Partei die konventionell wirtschaftenden Landwirte seit Jahr und Tag an den Pranger stellen. Sie haben das schwarz-weiß in der öffentlichen Debatte befeuert, so dass die Öffentlichkeit heute beispielsweise glaubt, Deutschlands Landwirte vergiften ihre Landsleute mit „Ackergift“. Dabei sind es PflanzenSCHUTZmittel, die übrigens auch Biolandwirte einsetzen – aus denselben Gründen wie ihre konventionell wirtschaftenden Kollegen: Sie schützen ihre Pflanzen vor Krankheiten und Schädlingen und gewährleisten Ertragssicherheit (wo viele Grüne gerne blanke Profitgier unterstellen!).

Aber dass auch Bio-Landwirte Pestizide einsetzen, diese zentrale Info halten Hofreiter und seine Kollegen in der Öffentlichkeit wohlweislich zurück. Was im Einzelnen in der Bio-Landwirtschaft zum Einsatz kommt, kann hier nachgelesen werden: „Mythenjagd (1): Bio bedeutet ungespritzt“. Dabei gilt hüben wie drüben: Seit Paracelsus macht unverändert die Dosis das Gift.

Erinnern Sie sich an Ihre Nitrat-Rants, Herr Hofreiter? Sie sprachen von „Güllefluten“ und der „Überdüngung unserer Gewässer“, kündigten an, die Trinkwasserpreise würden steigen aufgrund der „zunehmenden Verunreinigung des Grundwassers durch Nitrate der Agrarindustrie“. Ohne es mit Fakten sonderlich ernst zu nehmen, wie hier nachzulesen ist.

Dass jetzt peu à peu an den Tag kommt, dass sich für Nitrate und Stickstoffe noch ganz andere zu verantworten haben – ich glaube nicht, dass nach der Hetze der vergangenen Jahre auch nur ein einziger Landwirt sich in diesem Land vorstellen kann, dass die Grünen dem nachgehen, geschweige denn in ihre Überlegungen bzw. Kampagnen einbeziehen werden. Oder haben Sie, Herr Hofreiter, bzw. Ihre Kollegen auch nur in einem einzigen Ihrer Rants gegen die Agrarindustrie beim Thema Nitrat das Wort „Belastungsmessnetz“ erwähnt? Hart in der Sache PLUS Fairness, Redlichkeit und Respekt war bis dato Ihrer aller Sache nicht.

Fakten für eine zukunftsfähige Landwirtschaft

Was wir, Landwirte, Gesellschaft und Politik, brauchen für eine zukunftsfähige, nachhaltige Landwirtschaft, sind Fakten als Diskussions- und Entscheidungsgrundlagen. Und keine ideologisch verbrämten Agrarwende-Visionen, für die Sie und Ihre Kollegen sich die Argumente brachial zurechtbiegen.

Nach allem, was gewesen ist, kann ich mir schwerlich vorstellen, dass die Landwirte viel von Ihnen oder Ihren Kollegen zu erwarten haben. So gut wie jegliche Kommunikation rund um die konventionelle Landwirtschaft war feindseliger Natur. Hinzu kommt, dass viele Bauern in den vergangenen Jahren versucht haben, bei Facebook mit Ihnen oder Ihren Kollegen in ein Gespräch zu treten. Die meisten, so wie Sie auch, haben den Dialog verweigert.

Fazit:

Persönlich würde ich Ihr Angebot als ein den eindrucksvollen Bildern der Demonstration geschuldeten Kurzschluss betrachten. ABER: Vielleicht sehen die Landwirte das anders? Es bleibt spannend!

Wenn ich Sie im Folgenden daran erinnern darf, was Sie und Ihre Kollegen an wertvollem Porzellan kaputt geschlagen gehaben – und wie unfassbar rabiat?

Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt im Bundestag, 11. September 2019

„Bauern zerstören die Landschaft | Bauern vernichten die Arten | Bauern verseuchen das Wasser“

Wer Ihr seid!

Wie Ihr seid! Teil 1: Harald Ebner
Wie Ihr seid! Teil 2: Partei, Fraktion und grüne Europagruppe

Grüne geistige Brandstiftung – oder wenn die moralische Feuerwehr zum Feuerteufel wird. Eine Analyse.

Teil 1 – Einleitung
Teil 2 – Massentierhaltung
Teil 3 – Antibiotika
Teil 4 – Glyphosat
Teil 5 – Glyphosat: Gift in den Händen der Abgeordneten Harald Ebner MDB, Martin Häusling MEP, Sven Giegold MEP und Maria Heubuch MEP
Teil 6 – Nitrat: Gülleschwemme? Oder ist alles ganz anders, als es aussieht?

Grüne-Politiker halten No Hate Speech-Bande hoch
„Sprache schafft Welt und Wirklichkeit“. Robert Habeck : „Genverseucht, Gendreck, Merkelgift (Anm.: gemeint ist Glyphosat), Frankensteinpflanze, Feldbefreiung, genmanipuliert, chemieverseucht, Chemiebauer, Agrarmafia, Genpflanze, Horrorsaat, Monsterpflanze, genkontaminiert…“ Ludger Weß zitiert aus grünen Pressemitteilungen | Ackergift, Brunnenvergiftung, Gülleschwemme, Gülleflut …. kleiner Auszug aus meiner Analyse grüner Kommunikation

Zuhören!

Podcast beschäftigt sich mit Bauernprotesten

Ich bin mittlerweile langjähriger Hörer des Podcasts „Wochendämmerung„. Hier unterhalten sich Katrin Rönicke und Holger Klein über ausgewählte Themen der abgelaufenen Woche.
Für mich ist es sehr interessant, wie links-grün-versiffte Hauptstädter (das meine ich überhaupt nicht despektierlich oder beleidigend, sondern mit einem Augenzwinkern) über verschiedene Themen denken, wie sie aus ihrer Berliner Hauptstadt-Blase auf die Welt blicken. Sprich: Sie haben eine völlig andere Perspektive wie ich.
Und es ist ganz häufig so, dass ich ganz und gar nicht einer Meinung mit den beiden Podcastern bin. Aber die Sendungen regen zum Nachdenken an, helfen mir eine Meinung zu bilden.

Wenn Großstädter sich über landwirtschaft unterhalten…

Ganz spannend wird es für mich, wenn landwirtschaftliche Themen behandelt werden.
So wie aktuell in der Folge 218, in der ca. 20 Minuten lang die Bauernproteste thematisiert werden.

mit einem Klick gelangt ihr zum Podcast
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