Archiv der Kategorie: Landwirtschaft

Das Huhn legt sein Ei auf dem Balkon, die Kartoffel wächst im Stadtpark: Lebensräume wieder lebenswert gestalten!

Alexandrowka Potsdam
Deutschland’s Lebensräume zurückerobern – packen wir es an! ALLE!

Beim Fernsehmagazin Frontal21 und damit dem Mutterschiff  #ZDF des Formats macht man sich augenscheinlich Sorgen. Große Sorgen. Es geht um nichts Geringeres als die sich dramatisch verschlimmernde Lage für Vögel, Insekten, Pflanzen und – ja, ganze Lebensräume! Um ein breites Publikum aufzurütteln, sendet #Frontal21 daher am 10. Oktober um 21 Uhr einen Beitrag zum Thema.

Bei der Ursachenforschung landete die Redaktion beim BUND für Umwelt und Naturschutz. Nun basiert die Daseinsberechtigung dieser Nichtregierungsorganisation (NGO) auf einer kaputten Natur. Je schlimmer die Lage von Flora und Fauna, desto flotter rollt der Spendenrubel. Da verwundert es wenig, wenn die üblichen Sündenböcke wieder hervorgekramt werden: Die Agrochemie und die Industrielle Tierhaltung seien ein wesentlicher Grund, so die erdverbundenen Umweltexperten aus Berlin-Mitte.

Leider sind Redaktion und NGO die Tatsache entgangen, dass das Leben kein Schwarz-Weiß trägt. Es ist komplex. Ich habe mir daher bei Facebook erlaubt, die Redaktion in einem Post darauf darauf hinzuweisen. Dabei habe ich mich um einen konstruktiven Ansatz bemüht:

Lebensräume können zurückholt werden, werte Redaktion. Ganz einfach: Die Landwirte stellen alle auf Bio um, im Ackerbau und in der Nutztierhaltung. Das wäre zwar mit beträchtlichen Mindererträgen verbunden (im Ackerbau rechnet man mit einem Minus von 30 bis 50 %), aber, hej, ist ja nur Essen, das wächst allemal im Supermarkt. Oder im Ausland. Null Problemo.

Beton zu Naturlandschaft!

Dann renaturieren wir richtig viel. Ihr wisst schon. Ein Teil des Ackerlandes (merke: Essen wächst im Supermarkt) wird in hübsch anzuschauende Natur umgewandelt, auch Massentierhaltungsställe werden vom Erdboden getilgt. Von Natur wird man zwar nicht satt, aber das spielt keine Rolle, denn: Essen wächst im Supermarkt!

Dann hören wir ab sofort auf, täglich 60 Hektar und mehr für EUCH alle da draußen umzuwandeln. Ich glaube, ich erwähne es besser kurz, da viele Menschen dermaßen weit von der Landwirtschaft entfernt sind, dass sie gar nicht wissen, WO sie leben, Auto fahren und ihre Ikea-Möbel auf der grünen Wiese shoppen. Oder WO viele ihre Penunsen verdienen: auf ehemaligem Ackerland. Ja, so ist es. Jeden Tag werden etwa 84 fußballfeldgroße Flächen der Lebensmittelerzeugung entzogen – zum Wohle der Allgemeinheit. Weil: Essen wächst ja im Supermarkt. Oder im Ausland. Oder?

Lebensraumzerstörer an die Arbeit – ALLE!

So, jetzt haben wir die bösen, lebensraumzerstörenden, konventionellen Landwirte abgearbeitet und wenden uns Euch zu, die Ihr in urbanen Milieus wohnt. Ihr seid nämlich gewaltige Lebensraumzerstörer. Daher leistet auch Ihr aus Gründen der Fairness Euren Teil:

Zuerst wird ein beträchtlicher Teil des von Euch genutzten ehemaligen Ackerlandes seiner ursprünglichen Bestimmung zurück übergeben. Ihr zieht in die Städte. Könnte etwas eng werden, aber wir ALLE sind gefordert.

Ihr glaubt zwar, Euer Essen wächst im Supermarkt. Aber ich verrate Euch ein Geheimnis: Dem ist nicht so! Und wenn Ihr Bio wollt, keine Pestizide und keine Massentierhaltung, und das KONSEQUENT nicht wollt, dann kommt Euer Essen auch NICHT aus dem Ausland.

Urban Gardening will NOT be just for fun!

WIE Euer Essen wächst, das werdet Ihr neu erlernen (müssen), denn Ihr baut zukünftig einen Teil selber an. Das geht nicht anders. Wo? In den Parks und auf sonstigen Grünflächen in Euren Städten. Auch Nutztiere lassen sich in der Stadt halten. Ein Blick zurück in die gute alte Zeit belegt dies. Für Schweine und Kühe findet sich immer ein Plätzchen im Hinterhof, Hühner fühlen sich auch auf dem Balkon wohl (aber nicht im Käfig, das versteht sich ja von selbst).

Parks und Grünflächen sind überflüssig. Ihr werdet keine Zeit mehr für’s Flanieren erübrigen können, die Lebensmittelerzeugung neben dem Bürojob ist zeitintensiv. Eure Wauwis braucht Ihr demnächst auch nicht mehr Gassi führen. Warum? Die werden verboten. Genauso wie Eure Katzen.

Warum? Habt Ihr einen blassen Schimmer, was Eure Lieblinge fressen und WO das Futter herkommt? Und vor allem welche Mengen zusammen kommen? Keine Massentierhaltung, kein Fressi. Keine mit Gas getöteten Küken (NEIN, die Puschels werden in Deutschland NICHT geschreddert!), kein Fressi. Ganz einfach.

Lebensraumzerstörung für einen guten Zweck!

EIN Lebensraum bedarf allerdings dringend der Zerstörung, will man dem verlinkten Kress-Artikel Glauben schenken: das journalistische Biotop.

Werte Frontal21-Redaktion, Ihr kündigt im Teaser das übliche Hau-die-Landwirtschaft an. Das hatten wir in den letzten Jahren wirklich bis zum Erbrechen. Geht es auch differenziert?

Bauern wollen Grüne nicht

Landvolk-Forderungen an Bund und Land – „Brauchen Verlässlichkeit“

Logo der Landvölker aus Emsland, Cloppenburg und OldenburgCloppenburg (PM). Das Landvolk im Nordwesten Niedersachsens appelliert an die CDU als stärkste Fraktion im Bundestag, bei den Koalitionsgesprächen zur Bildung der künftigen Bundesregierung die „aktuellen Kernthemen der Landwirtschaft nicht auf dem Altar der politischen Verhandlungen zu opfern“. Die Union müsse die wichtigen Zukunftsfragen der Agrarbranche selber mit Inhalten füllen und dürfe dieses Feld nicht den Bündnis-Grünen überlassen, sagte der Vorsitzende des Kreislandvolkverbandes Cloppenburg, Hubertus Berges.

große Stammwählerschaft der CDU im ländlichen Raum

In einer gemeinsamen Erklärung mit den Landvolkverbänden aus Oldenburg, dem Emsland und der Grafschaft Bentheim warnt Berges davor, die Agrarthemen in den Koalitionsverhandlungen zu zerreiben. Hubertus Berges: „Die Union sollte auf ihre angestammte Wählerschaft Rücksicht nehmen. Die ist besonders groß in den ländlichen Regionen des Landes.

Düngeverordnung ist Wahlkampfthema

Die Landwirtschaft habe generell schon mit vielen Problemen zu kämpfen, die politische Ursachen hätten. Da sei ein Bundeslandwirtschaftsminister aus den Reihen der Grünen durchaus verzichtbar. Berges: „Wohin das führen kann, sehen wir gerade im Bundesrat, wo die Grünen die neue Düngeverordnung zu Wahlkampfzwecken missbraucht haben.“ Das habe zu eine rechtsfreien Situation geführt, da die Ausgestaltung der Verordnung
nicht erfolgt sei. Berges: „Die Strafen bei Verstößen gegen die Düngeverordnung stehen schon fest, aber der Landwirt weiß noch gar nicht, was eine Strafe eigentlich auslöst.“

Verlässliches politisches Handeln ist nötig

Verlässliches politisches Handeln sehe jedenfalls anders aus, kritisierte Berges. Mit Blick auf die Landtagswahlen am 15. Oktober 2017 in Niedersachsen erklärten die Landvolkverbände, Niedersachsen dürfe nicht zu einem politischen Experimentierfeld verkommen. Von der SPD und Ministerpräsident Stephan Weil erwarte die Landwirtschaft eine „deutliche Absage“ an eine mögliche Regierungsbeteiligung der Partei „Die Linke“,
der ein Wiedereinzug in den niedersächsischen Landtag vorhergesagt wird. Es habe auch etwas mit Verlässlichkeit zu tun, wenn der Regierungschef trotz drohender Stimmenverluste bei der Landtagswahl „klare Kante“ zeige und einer rot-rot-grünen Koalition die Zustimmung verweigere. Berges: „Ich kann nur an Weil appellieren, dieser Versuchung zu widerstehen.

Rückfragen an Heinz-Josef Laing (Tel. 0176-34076775)


Anmerkung:

Dass die Bauern keinen grünen Landwirtschaftsminister wollen, kann man auch am Wahlergebnis ablesen. In dieser Berufsgruppe erhielten die Grünen ledeglich 5% der Stimmen.

Grafik zum Wahlergebnis. Landwirte wählten zu 61% CDU, 5% SPD, 5% Grüne, 4% Linke, 14% FDP und 8% AfD
Wahlergebnis nach Berufsgruppen

Jamaika: Droht uns ein Bauernopfer?

Nachbetrachtung zur Bundestagswahl: Was würde eine mögliche Jamaika-Koalition für die Landwirtschaft bedeuten?

Deutschland hat gestern gewählt. Die Wahlbeteiligung ist erfreulicherweise angestiegen und die Liberalen (FDP) sind wieder Teil des künftigen Bundestages. Doch das waren dann auch in meinen Augen die positiven Aspekte der gestrigen Wahl. Die Volksparteien sind deutlich geschrumpft und die rechte AfD hüpft locker über die 5%-Hürde und wird sogar drittstärkste Fraktion.

Wahlergebnis der Bundestagswahl 2017. Neben der großen Koalition ist auch eine Jamaika-Koalition möglich
Wahlergebnis der Bundestagswahl 2017 (entnommen von ard.de)

Die SPD hat sehr schnell nach der ersten Prognose eine Regierungsbeteiligung abgelehnt. Damit bliebe dann eigentlich nur noch das sogenannte Jamaika-Bündnis aus Union, FDP & Grünen. Eine Konstellation die vielen Bauern in Deutschland Bauchschmerzen bereitet.

Warum „Jamaika“ gefährlich sein kann für das Land

Viele Bäuerinnen und Bauern haben schlicht Angst vor einem grünen Jamaika: Droht uns ein Bauernopfer? weiterlesen

Tierhaltung und Klimagase

In Diskussionen und auf manchen tierhaltungskritischen und -feindlichen Seiten wird man immer wieder mit den gar schrecklichen Zahlen der FAO konfrontiert, nach denen die globale Tierhaltung für 18% der Klimagase verantwortlich wäre. Diese Zahl wurde von der FAO tatsächlich kommuniziert, stammt aber von 2006. Mittlerweile wurde sie revidiert und die FAO nennt nur noch 14,5%.  Das ging an all den Verbreitern der ursprünglichen Zahl mit Sicherheit nicht vorbei und so beweist das Beharren auf die „18“ die Unseriösität dieser Publikationen.

http://www.fao.org/news/story/en/item/197623/icode/

 

„Total emissions from global livestock: 7.1 Gigatonnes of Co2-equiv per year, representing 14.5 percent of all anthropogenic GHG emissions. This figure is in line FAO’s previous assessment, Livestock’s Long Shadow, published in 2006, although it is based on a much more detailed analysis and improved data sets. The two figures cannot be accurately compared, as reference periods and sources differ.“

 

Nun kann man einwenden, dass zwischen 18 und 14,5 kein SOO gravierender Unterschied besteht. Was die Zahlen aber wirklich relativiert, ist die offensichtliche Tatsache, dass hier die Tierhaltung wirklich ganz separat berechnet und die zuvor erfolgte Kohlenstoffsenke durch die Futterpflanzen nicht berücksichtigt wurde. Diesen Schluss lässt eine andere Publikation der FAO zu, welche für die gesamte Landwirtschaft inclusive Tierhaltung 5,3 Gigatonnen/Jahr und somit einen Anteil von 10,8% nennt. Man darf sich dabei nicht durch „Giga“ in Zusammenhang mit „Billion“ verunsichern lassen. Im amerikanischen steht „Billion“ für „Milliarde“.

 

http://www.fao.org/resources/infographics/infographics-details/en/c/218650/

 

Die Zahlen sind von 2011 und somit nicht mehr ganz aktuell. Sie werden sich jedoch nicht in großem Ausmaß geändert haben.  Aber man sieht, dass es auch bei den Berichterstattern der FAO Leute gibt, die ihre Zahlen gerne so interpretieren, dass die Landwirtschaft schlecht dasteht. Und so wird die ungefähre absolute Verdoppelung (2,7 auf 5,3) von 1961 bis 2011 angeprangert. Wenn auch etwas relativiert wird („Agriculture’s greenhouse gas emissions continue to rise – although not as fast as emissions from other human activities“)

 

Dabei bescheinigen diese Zahlen große Verbesserungen. Denn während die Weltbevölkerung in diesen Jahren um das 2,26- fache anstieg und die Zahl der sattwerdenden Menschen um ungefähr das 2,7-fache stieg der Ausstoß von CO2 Äquivalenten für deren Ernährung nur um das 1,96-fache. Einen besseren Beweis für die Effizienz und Nachhaltigkeit moderner Landbewirtschaftungsformen MIT Tierhaltung kann es nicht geben.

 

 

Forschung unterstützt deutsch-afrikanische Partnerschaft im Kampf gegen Hunger und Mangelernährung.

Afrikanische Erfolgsbeispiele vom Kampf gegen Hunger zeigt neuester Bericht des Malabo-Montpellier Expertenpanels.

Abidjan, Côte d’Ivoire,  – 8. September 2017 (PM): Die Kooperation zwischen Deutschland und Afrika in den Bereichen Ernährungssicherung und landwirtschaftliche Entwicklung soll weiter gestärkt werden. Dies wurde am Rande des African Green Revolution Forums 2017 (AGRF-2017) in Abidjan beschlossen. An dem Forum nahmen über 1500 Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft teil.

(c) Malabo Montpellier Panel

Auch die Ausweitung der Partnerschaften im Rahmen der deutschen „EINEWELT ohne Hunger“ Initiative mit mehreren afrikanischen Staaten und Indien, die Deutschland bereits mit 1,5 Milliarden Euro unterstützt, konnte während des AGRF-2017 vorangetrieben werden, einschließlich des Ausbaus trilateraler Dialoge zwischen Indien, Afrika und Deutschland. Forschung unterstützt deutsch-afrikanische Partnerschaft im Kampf gegen Hunger und Mangelernährung. weiterlesen

Schwein-O-Mat: Schweine-Fakten statt Wahlkampfgetöse

Thesen-Fakten-Einschätzung – so funktioniert der Schwein-O-Mat

Am Anfang war die Bauernregel, und die Bauernregel war bei Umweltministerin Hendricks, und Ministerin Hendricks machte mit ihrer Bauernregel die Landwirte böse.

So böse, dass die ISN – Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands hinging und ein Gegenprojekt auf die Beine stellte. Die Zustimmung war enorm. Da die Umweltministerin mit ihrer Kampagne zwischenzeitlich zurückgerudert war, wurde das Geld einem anderen Zweck zugeführt.

Schweine-Fakten statt Wahlkampfgetöse

Ergebnis ist der Online-Schwein-O-Mat. Anders als beim Wahl-O-Mat bleibt der Schwein-O-Mat der Politik allerdings fern. Er soll über die Schweinehaltung aufklären. Dazu reagieren die Projektinitiatoren mit Fakten auf Plattitüden.

Passgenau kam die folgende Steilvorlage aus dem Hause des Kanzlerkandidaten Martin Schulz:

Massentierhaltung ist unterhalb der Würde von Tieren. Zitat: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz vom 5 September 2017 (Quelle: Zeit ONLINE)

Die Antwort des Schwein-O-Mats (auszugsweise):

„Massentierhaltung ist ein nicht definierter Begriff. Welche Kriterien werden hier angesetzt? Ohne zu wissen, was Massentierhaltung ist, hat deren Wertung überhaupt keinen inhaltlichen Wert.“ Und: „‘Ob ein Kuhstall mit 300 oder mit 30 Kühen besser für die Kühe ist, das kann man dem Kuhstall nicht ansehen‘, hat Robert Habeck, grüner Landwirtschaftsminister in Schleswig-Holstein, sehr trefflich dargestellt. Grundsätzlich: „Über welche Betriebsgrößen reden wir eigentlich? Im Mai 2017 gab es hierzulande noch 23.800 schweinehaltende Betriebe mit mehr als 50 Schweinen bzw. mehr als 10 Sauen. Im Durchschnitt wurden 228 Sauen bzw. 870 Mastschweine gehalten. Mehr als 88 % der Betriebe halten – überwiegend als Familienbetrieb organisiert – weniger als 2.000 Schweine.  Jährlich steigen zahlreiche Schweinehalter aus – seit 2010 fast die Hälfte.“ Wichtig: „Diese Entwicklung wird weiter gehen. Die verbleibenden Betriebe werden größer und spezialisierter – auch weil Sie die strengeren Vorgaben mit steigender Tierzahl eher umsetzen können.“

Die ersten fünf Thesen sind nur der Anfang. Geplant ist, Geld für weitere Aktionen zu sammeln und das Projekt „Fakten statt Wahlkampfplattitüden“ fortzuführen.

Die Schwein-O-Mat-Macher (die von dem eingeworbenen Geld auch Anzeigen in Tageszeitungen schalten) suchen weiter nach Plattem und freuen sich daher über sachdienliche Hinweise, munter nach dem Motto:

Gebt uns Plattitüden!

Fakten statt Wahlkampf  – hier entlang geht es zum Schwein-O-Mat!

FakeNews: Wahlkampf in Grün

fairer Wahlkampf mit FakeNews?

Die Partei Bündnis 90/Die Grünen plädieren für einen fairen Bundestagswahlkampf und haben sich eine Selbstverpflichtungserklärung auferlegt. Darin heißt es:

„Wir führen den Wahlkampf mit Fakten und Argumenten – gerne auch zugespitzt. Dies soll auch so bleiben. Lügen und bewusste Falschaussagen sowie das Verbreiten von nachweislich und eindeutig falschen Meldungen, Zitaten und Behauptungen lehnen wir entschieden ab.

Flyer der Bürgerinistiative "Pro Waldeck"
Flyer der BI in Waldeck

Diese haben in der demokratischen Auseinandersetzung nichts zu suchen. Wir werden entschlossen dagegen vorgehen, dass sie Teil der Wahlkampfauseinandersetzung werden.“

Am 18. August 2017 hielt der Grüne EU-Parlamentarier Martin Häusling bei einem Bürgerabend der Bürgerinitiative „Pro Waldeck“ im Bürgerhaus Waldeck ein Referat zum Thema „Negative Konsequenzen der Massentierhaltung„.
Wir wollen mal reinhören und schauen, in wie weit die Grünen ihre eigenen Grundsätze ernst nehmen:

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3. Wirtschaftstag im Landkreis Oldenburg

Die anstehenden Wahlen machten es möglich: Der 3. Wirtschaftstag, eine gemeinsame Veranstaltung der Landvölker, Handwerkskammern und IHK im Nordwesten der Republik, war sehr hochkarätig mit Politikern besetzt.

Oldenburg. Am 24. August führen wir gemeinsam mit den KLV Cloppenburg, Oldenburg und Osnabrück unseren 3. Wirtschaftstag durch.Dieser findet in diesem Jahr im Oldenburgischen Wardenburg statt. Als Gastreferenten konnten wir Dr. Bernd Althusmann gewinnen. Er wird zum Thema „Verlässlichkeit politischer Entscheidungen – Folgenabschätzungen“ referieren. Ebenfalls haben sich weitere namhafte Politiker angekündigt, unter anderem Christian Meyer. Wann: Donnerstag, 24. August ab 14 Uhr Wo: Hotel „Wardenburger Hof“, Oldenburger Str. 255, 26203 Wardenburg

Verlässlichkeit politischer Entscheidungen und Folgeabschätzungen

Das Hauptreferat hielt CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 15. Oktober in Niedersachsen, Bernd Althusmann. Vor gut 300 Zuhöhrern stellte er die Notwendigkeit verlässlicher Politik in den Vordergrund, weil er diese bei der aktuellen Landesregierung vermisse. Er forderte mehr Wertschätzung für die Landwirtschaft und einen faires Miteinander ein.
Bezüglich der vielen Zielkonflikte zwischen Ökonomie, Ökologie und Tierwohl sagte Althusmann, dass die Landwirtschaft kein nachgelagerter Bereich der Umweltpolitik sei. Verbesserungen beim Tierwohl müssten mit den Praktikern entwickelt werden und benötigten Zeit und Übergangsfristen. Viel Zustimmung erhielt er mit dem Appell, dass die Landwirtschaft noch mehr tun müsse, wenn es darum geht, ein realistisches Bild von der heutigen, modernen Landwirtschaft zu zeichnen.
Natürlich blieben auch verbale Atacken gegen den politischen Gegner nicht aus:

Niedersachen ist immer noch Agrarland Nr. 1- daran konnte selbst die Politik von Minister Meyer nichts ändern

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Nitrat- werden wir alle vergiftet?

Nitrat ist mittlerweile ein Dauerthema, über das auch hier schon mehrfach geschrieben wurde. Aktuell hat es der WWF für sich entdeckt und malt ein Gespenst an die Wand, das einen vor Furcht erschaudern lässt:Grundwasser der Region ist „Nitratbrühe“ Der Naturschutzverband World Wide Fund For Nature (WWF) warnt vor einem deutlichen Anstieg der Trinkwasserpreise. Ursache dafür seien steigende Nitratwerte im Grundwasser in der Region Hannover, sagte Verbandssprecher Roland Gramling am Donnerstag.

Bauer Willi hat das Ganze in seinem Blog relativiert und auch das (GRÜNE!!) niedersächsische Umweltministerium (hört hört) stellt einige der Falschaussagen richtig.

Und wieder mal Nitrat: Der WWF untersucht in der Region Hannover 6 Proben und findet drei mit über 50 mg/l. Enercity,…

Posted by Bauer Willi on Freitag, 18. August 2017

Trinkwasser in Hannover birgt keine Gefahren Die Nitratbelastung im Trinkwasser der Region Hannover liegt weit unter den zulässigen Grenzwerten und stellt damit keine Gesundheitsgefahr dar. Das hat das niedersächsische Umweltministerium auf Anfrage klargestellt und damit Angaben der Stadtwerke bestätigt.

Wie man sieht, wieder mal viel heiße Luft ohne jegliche Grundlage. Dass die tatsächlichen Nitratwerte und die Entwicklung der letzten Jahre im Widerspruch zu den Behauptungen von manchen Politikern, NGOs und Versorgern stehen, ist eigentlich geklärt. Deshalb will ich mich dem Stoff an sich widmen: Wenn man manche Berichte liest, gewinnt man den Eindruck, dass man nach einem Glas Wasser mit über 50mg/Liter sofort tot umfällt oder zumindest an Krebs dahinsiecht. So schreibt auch der WWF: Nitrat- werden wir alle vergiftet? weiterlesen

Eieiei. Schafft die Massentierhaltung ab, und alles wird gut!

Hühnerhaltung vor über 80 Jahren
Klein, aber fein. Keine Massentierhaltung – dafür vermutlich viele versiffte Eier. Zumindest nach heutigen Maßstäben.

Fipronil und kein Ende. Auch Jost Maurin von der taz hat sich geäußert. Sein Essay „Ei. Ei. Eieieieiei“ vom 11. August lässt sich auf einen kurzen Nenner bringen: Die industrielle Massentierhaltung ist besonders anfällig für illegale Praktiken. Seine Schlussfolgerung

Für den Hühnerhof gilt – von Ausnahmen abgesehen: Klein ist fein.

ist: schlicht und ergreifend. Oder eher: Ergreifend – schlicht?

Jost Maurin scheint davon auszugehen, dass kleine Bestände immun sind gegen verunreinigte Hygieneprodukte. Ach. Weiß er denn nicht, dass jeder Eiervermarkter strenge Hygienevorschriften umzusetzen hat? Das Produkt Ei ist anfällig gegen zahlreiche Unreinheiten, die, wüssten wir im Detail Bescheid, uns das Gruseln lehren würden.

Dass wir uns über die kleinen Proteinbomben zum Frühstück kaum Gedanken machen brauchen, liegt daran, dass die Eiererzeuger der Republik, von der Deutschen Frühstücksei bis hin zum Landwirt mit seinem lütten Mobilstall auf dem Gelände, penibel dafür Sorge tragen, dass ihre Ställe in hygienisch einwandfreiem Zustand sind. Ausnahmen bestätigen selbstverständlich wie überall die Regel und sind, wie man aktuell sieht, nicht nur in den Reihen der Landwirte zu suchen. Eieiei. Schafft die Massentierhaltung ab, und alles wird gut! weiterlesen