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Wenn mit dem Bauerntum das Wissen um die Landwirtschaft verschwindet

Mein Oktober-Lieblingsbild: Der moderne Blick auf die Landwirtschaft (Quelle: www.ichliebelandwirtschaft.de)

Am 18.10. 2018 veröffentlichte das SZ-Magazin (Süddeutsche Zeitung) in dem Beitrag »Mit Milch verbinden wir keine Schmerzen, keine Schlachtung« ein Interview mit der Fotografin Manuela Braunmüller. Diese hatte in einer Fotoreportage den Weg der Milch von der Besamung der Kuh bis zu ihrer Tötung begleitet. Auf die abschließende Frage, ob sich etwas an Ihrem eigenen Milchkonsum geändert habe, antwortet die Fotografin:

Ja, ich trinke keine Milch mehr. Ernährung ist ja ein emotionales Thema. Aber es ging mir nicht darum, irgendjemand abzuschrecken. Sondern allein darum, die Kuhmilchherstellung in industrialisierten Ländern zu zeigen. Das Bild vom Bauern, der bei Sonnenaufgang eine Kuh mit der Hand melkt, ist einfach veraltet. Durch unseren massenhaften Konsum hat sich das so verändert. Bei Kuhmilch geht es primär um wirtschaftlichen Profit.

Mir ist der Kragen geplatzt. Im Folgenden das Resultat, so wie ich es bei Facebook dem SZ-Magazin in den Thread gehauen habe:

Schimpfkanonade

Dann möge die Fotografin bitte selber hingehen und ihre Milch mit der Hand melken, statt zu jammern. Nicht immer nur kritisieren und fordern, macht es selber! Wenn mit dem Bauerntum das Wissen um die Landwirtschaft verschwindet weiterlesen

Landwirt zeigt Tierrechtler an: „Wenn man vorverurteilt wird, ist es gut, wenn man die, die an den Pranger stellen, hinterfragt.“

Soko Tierschutz angeklagt
Vom Richtgeist

Landwirtschaftsmeister Georg Huber hatte ein paar Fragen. Und die wollten ihm partout nicht aus dem Kopf gehen. Resultat: Der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes erstattete kürzlich Anzeige gegen die Soko Tierschutz. Grund: Die Tierrechtler hatten zehn Monate angebliche Missstände in einem Brucker Schlachthof gefilmt. Und keinen Finger gerührt.

Zehn lange Monate? Der Zeitraum bereitete Huber Kopfzerbrechen. Wie kann man fast ein ganzes Jahr auf angebliche Misshandlungen draufhalten – und kein Wort darüber verlieren? Hätten die selbst ernannten Tierschützer nicht dafür sorgen müssen, die Missstände schnellstmöglich abzustellen? Oder dauerte es schlicht und ergreifend so lange, überhaupt einen Verstoß vor die Linse zu bekommen?

„Wenn man vorverurteilt wird, ist es gut, wenn man die, die an den Pranger stellen, hinterfragt. Fand Huber und erstattet Anzeige. Die Süddeutsche Zeitung griff diese Aktion in ihrer Onlineausgabe vom 23. Juni auf. Landwirt zeigt Tierrechtler an: „Wenn man vorverurteilt wird, ist es gut, wenn man die, die an den Pranger stellen, hinterfragt.“ weiterlesen