ökologisch bewirtschaftete Fläche in Deutschland

in Bezug zur Förderung für Umstellung auf & Beibehaltung des Öko-Landbaus

(c) Hendrik Hanekamp

Zu dieser Grafik ist folgender Artikel beim Bauernverband Schleswig-Holstein erschienen:

Bio boomt -wenn es billig ist

In Deutschland gab es 2015 insgesamt 24.343 Bio-Höfe. Das sind knapp 9 % aller Betriebe. Sie bewirtschaften eine Ackerfläche von 1.077.950 Hektar. Der Bio-Anteil an der landwirtschaftlichen Fläche betrug 6,4 Prozent. 2015 lag der Bio-Umsatz in Deutschland bei 8,62 Mrd. Euro. Trotzdem machen Bio-Produkte nur 4,4 % des Lebensmittelumsatzes aus (2015). Bei Fleisch liegtder Bio-Anteil bei 0,7 % (Geflügel), 1,2 % (Schwein) und 2,4 % (Rind). Pro Kopf gab der deutsche Verbraucher im Jahr davor 97 Euro für Ökoprodukte aus.
Die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Schleswig-Holstein ist 2016 so stark gewachsen wie nie zuvor. Im vergangenen Jahr wurden 49.200 Hektar ökologisch bewirtschaftet, 5 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Die Zahl der Betriebe liegt bei 600 – ein Zuwachs von 80 Betrieben im vergangenen Jahr. Interessant: 38 % der Umstellungsbetreibe des Jahres 2016 bewirtschaften mehr als 100 Hektar.

Doch steigt die Staatsabhängigkeit der Betriebe durch Direktzahlung, Ökoprämie, Investitionshilfe für Ställe, Aussparung vom Greening. All das macht vor allem eines: Ökoprodukte billiger. Für Minister Robert Habeck der richtige Weg, das wurde gestern auf einer Tagung in Rendsburg deutlich. Der Markt versagt, der Staat hilft. Nicht jeder Landwirt wollte das gestern akzeptieren.

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