Archiv der Kategorie: Politik

Glyphosat- auch ein Geschäft für Anwälte

Geschworenengericht verurteilt Monsanto

Das Gerichtsurteil auf Kalifornien am vergangenen Freitag zur Schadenersatzforderung eines 46-jährigen Hausmeisters, der regelmäßig mit dem Totalherbizid RoundUp, umgegangen ist, schlägt hohe mediale Wellen.

Forderung eines Verbots

Glyphosatgegner nehmen dieses Urteil als weiteren Beweis, dass Glyphosat krebserregend sei und fordern einen sofortigen Ausstieg, z.B in Hessen. Renate Künast, ehemalige grüne Landwirtschaftsministerin, forderte im DLF gleich wieder ein generelles Verbot und ignorierte wiederholt die große Einigkeit der Wissenschaft, die zum Schluss gekommen ist, dass bei vernünftiger Anwendung von keiner Krebsgefahr auszugehen ist.

Es geht um sehr viel Geld

In vielen Artikeln wurde in meinen Augen zu wenig dieses Urteil eingeordnet. Man muss beachten, dass hier Laien geurteilt haben und keine Wissenschaftler. Man muss wissen, dass es hier um extrem viel Geld geht. Das Gericht spricht dem Ankläger 289 Millionen Dollar zu. Die Anwälte dürften sich da einen Teil der Summe abschneiden.
Natürlich geht es auch für Bayer bzw. Monsanto um sehr viel, denn es warten hunderte weitere Fälle, die noch vor Gericht verhandelt werden. Auch vor diesem Hintergrund erscheint es logisch, dass Monsanto hier in Berufung geht.

Eigeninteresse der Anwälte

Ich möchte hier in diesem Blogpost das Eigeninteresse der Anwälte in den Focus rücken. Auch sie haben ein gehöriges Interesse an diese Klagen.

Prof. David Zaruk, Betreiber des Blogs risk-monger.com, ist Experte in Risiko- und Wissenschaftskommunikation. Er twittererte gestern folgende Zeitungsanzeige:

Übersetzung:
Viele warten auf meinen Blog auf den Dewayne Johnson Fall.
Es geht nicht um Wissenschaft, sondern um Opportunismus.
Anwaltskanzleien manipulierten Fakten, täuschten Opfer, missbrauchten NGOs und erzeugten öffentliche Wut.
Wo ist die Wissenschaft? Leitender Anwalt ist ein Scientologe. RFK Jr ist ein Antivaxxer.
Ich bin zu übel für diese Scheiße

Die Anwaltskanzlei Weitz & Luxenberg sucht aktiv nach krebskranken Menschen- nicht nur per Zeitungsannonce, auch mit Fernsehspots und über das Internet.

Pikante Rolle von Christopher Portier

Weiteres pikantes Detail, das in den Medien so gut wie gar nicht thematisiert wird:
Christopher Portiers Doppelrolle und ein mögliches Eigeninteresse bei der Einstufung des Wirkstoffes Glyphosat.

  • Er war einerseits als „Invited Specialist“ Mitglied der Arbeitsgruppe des IARC. Die IARC (internationale Agentur für Krebsforschung) stufte Glyphosat im Jahre 2015 als „wahrscheinlich krebserregend“ ein.
  • Zugleich ist Portier auch seit 2015 als Berater bei Weitz & Luxenberg und einer weiteren Kanzlei für die Glyphosatprozesse angestellt.

Mit dieser Information ging dieser nicht unbedingt hausieren als er z.B. bei der Anhörung im deutschen Bundestag zu Glyphosat befragt wurde.

Detaillierte Informationen bietet Susanne Günther in ihrem Blog –> Portier-Papers

Spitzenforscher sind bestürzt über EuGH-Urteil zur neuen Gentechnik (CRISPR/Cas9)

Die folgende Stellungnahme der drei Direktoren vom Max-Planck-Institut finde ich sehr bemerkenswert. Ich finde es gut, wenn Forscher und Wissenschaftler sich zu aktuellen Debatten und Diskussionen zu Wort melden.

Deshalb veröffentliche ich diese Stellungnahme und ergänze die Originalfassung um ein paar Formatierungen und Überschriften:

Stellungnahme der Direktoren am Max Planck Institut für Pflanzenzüchtungsforschung zu der jüngsten Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs bezüglich genetisch veränderter Organismen

6. August 2018

Wir, die Direktoren des Max-Planck-Instituts für Züchtungsforschung, sind bestürzt über das jüngste Urteil des Europäischen Gerichtshofs der Europäischen Union, das gentechnisch veränderte Pflanzen und Nutzpflanzen streng reguliert.

Gen-Editierung von hoher Bedeutung und nicht neu

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Der Überbringer der schlechten Nachricht…

… wurde fälschlicherweise schon im alten Griechenland bestraft. Die Frage, die sich stellt ist, wann lernen wir endlich dazu, lassen das und machen uns auf den Weg, um nach Lösungen zu suchen?

Tierschutzkontrollen in den Betrieben

Die Neue Osnabrücker Zeitung hat die Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage der Grünen hinsichtlich der Häufigkeit von Tierschutzkontrollen in landwirtschaftlichen Betrieben in einem Artikel aufgegriffen. Demnach finden in Niedersachsen rechnerisch in einem Betrieb nur alle 20 Jahre Kontrollen bezüglich Tierschutzgesetz durch das zuständige Veterinäramt statt, auf Bundesebene alle 17 Jahre.

ein Jogger läuft auf einer breiten Bergstraße der Sonne entgegen
(c) Nadine Henke, canva

Die Landwirte sind empört

Das Landvolk hat Zweifel an den Zahlen der Komtrolldichte. Auch in den sozialen Medien empören sich Landwirte – vor allem wird der Autor des Artikels auf seine Facebook Seite zum Teil wirklich auf unverschämte Art und Weise angegriffen. Nur warum sind die Landwirte empört? Und wie kommt es nun zu diesen Zahlen?

Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen

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FG(A)U: Gentechnikkritiker klären über neue Gentechnologien auf

Graphik FGU
Lobbyisten des Anti Gentechnik-Komplexes unter sich – sponsored by Behörden des Bundes

Für den gesunden Menschenverstand dürfte glasklar sein: Aktuelle Entwicklungen im Bereich neuer Gentechnikverfahren von gentechnikkritischen Nichtregierungsorganisationen (NGO) bzw. Aktivisten abschätzen lassen ist ähnlich sinnentleert wie den Wolf als Hütehund einsetzen. Wo Schäfer sich allerdings umgehend zu Hochzeitsplanern umschulen lassen würden, geben sich Bundesamt für Naturschutz (BfN) sowie Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) tiefenentspannt – und munter Steuergelder aus!

Stein des Anstoßes ist die frisch gegründete Fachstelle Gentechnik und Umwelt (FGU), die über aktuelle Entwicklungen im Bereich Gen- und Biotechnologien (v.a. Genome-Editing) wissenschaftlich begründet aufklären will. Projektgeber ist das BFN mit Mitteln aus dem BMU.

FG(A)U: Hütehund Wolf

Pikant: Mit der Projektdurchführung ist Testbiotech e.V. betraut, eine NGO, die für ihre deftige Skepsis gegenüber Gentechnologien bekannt ist. Ferner existiert ein Beirat, dem Aktivisten durchweg gentechnikkritischer NGO angehören.

Plus: Fachwissen im Sinne einer gründlichen Professionalisierung, sprich Studium, Promotion/Habilitation oder Forschung, ist Mangelware.

Der Mangel an wissenschaftlicher Expertise dürfte also durch eine gehörige Portion Voreingenommenheit ausgeglichen werden. Die Frage ist naheliegend: Wofür bezahlen wir eigentlich Steuergelder? Schwerlich für einen unabhängigen Überblick über den aktuellen Stand der Wissenschaft.

Dr. Kathrin Naumann vom Agrarbetrieb Groß Grenz in Benitz (bei Schwaan) hat ihre Bedenken  niedergeschrieben und BlogAgrar erlaubt, die Zeilen zu veröffentlichen.

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EU-Agrarpolitik- verteufelt und verteidigt

Wissenschaftlicher Beitrat des Bundeslandwirtschaftsministeriums (WBAE) empfiehlt eine Neuausrichtung der gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP)

Wissenschaftlicher Beitrat: Für eine gemeinwohlorientierte Gemeinsame Agrarpolitik der EU nach 2020: Grundsatzfragen und Empfehlungen
In dieser Stellungnahme bzw. Gutachten fordern 19 Wissenschaftler aus dem Agrarbereich eine gemeinwohlorientierte Ausrichtung der europäischen Agrarpolitik.
Dabei solle der Focus nicht mehr auf die Einkommenssicherung der landwirtschaftlichen Betriebe bzw. deren Familien gelegt werden, sondern auf sogenannte Gemeinwohlleistungen.

Direktzahlungen runter, Umweltleistungen rauf

Das bedeutet, die Direktzahlungen an Landwirte sollten nach Ansicht des WBAE sollten abgebaut werden und Maßnahmen für Tierwohl, Umwelt- und Klimaschutz sollten besser Honoriert werden.
Die gemeinsame EU-Agrarpolitik (GAP) und insbesondere die Förderpolitik hat viele Schwächen, die auch ganz gut vom WBAE aufgezeigt werden. Ich glaube in dieser Frage herrscht recht großer Konsens.

Doch warum wehren sich viele Landwirte und folglich auch der Deutsche Bauernverband dagegen, die GAP zu revolutionieren?

Einige Aspekte meinerseits:

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„Rekord-Fusion: Imperium übernimmt Mordor für 62,5 Milliarden Dollar“

Gegensätzlicher hätten die Reaktionen nicht ausfallen können: In Mordor und dem Galaktischen Imperium rieb man sich satanisch-grinsend die Hände, in Mittelerde, Trillionen Sternensystemen sowie der Berliner Bundesgeschäftsstelle von Bündnis 90/Die Grünen dagegen rang man selbige verzweifelt gen Himmel.

Grund: Wie wir erfahren haben, ist ein unheilverheißender Milliarden-Deal in trockenen Tüchern: Das Galaktische Imperium hat das finstere Reich Mordor für insgesamt 62,5 Milliarden Dollar übernommen. Damit ist die bereits 2016 angekündigte Übernahme nach einem langwierigen Genehmigungsprozess endlich in trockenen Tüchern.

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Julia Klöckner auf Hoftour

Im Rahmen des Landratswahlkampfs besuchte am 23.05 die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner die Stoltenhäger Agrar- Produktions- und Handelsgesellschaft mbH (kurz STAP).

Dem Geschäftsführer Herrn Hartmut Ruhtz war es ein besonderes Anliegen, die Mitarbeiter vorzustellen, um aufzuzeigen wie viele Familien von dem Betrieb leben:

  • Insgesamt 15 Vollarbeitskräfte
  • 4 Aushilfen und
  • ein Lehrling.

kein Mobilfunkempfang

Vor dem Hof Rundgang stellte Frau Klöckner fest das man hier „Ruhe“ hat, da das Mobilfunknetz nicht zur Verfügung stand.

Julia Klöckner sitzt in der Kabine eines großen Schleppers der Marke Fendt und inspiziert die umfassenden technischen Geräte und Bedienungsbildschirme
Julia Klöckner in der Kabine eines Fendt-Schleppers

Danach begann der Hofrundgang. Als erstes bekam Frau Klöckner einen der Fendt 936 erklärt von Junior René Rempt. Und selbstbewusst wie Frau Klöckner ist, stieg sie auf den Trecker und startete ihn.

Diskussion an der Pfanzenschutzspritze

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Ferkelkastration: Offener Brief

Offener Brief (zur Zukunft der Ferkelkastration in Deutschland) an

  • Marcus Mosa (EDEKA)
  • Lionel Souque (REWE)
  • Klaus Gehring (Schwarz Gruppe)
  • Marc Heußinger (Aldi)
  • Olaf Koch (Metro Gruppe)
  • Clemens Tönnies (Tönnies Fleisch)
  • Tom Heidmann (VION)
  • Johannes Steinhoff (Westfleisch)
  • Kjeld Johannesen (Danish Crown)
  • Martin & Stefan Müller (Müller Gruppe)
Ferkelchen nascht an einer Futterschale. An der Schnauze kleben Futterreste.
(c) Nadine Henke, Brokser Sauen

Sehr geehrte Herren,

der 01.01.2019 rückt immer näher. Mit diesem Datum soll in Deutschland nun endlich mit der betäubungslosen Ferkelkastration Schluss sein. Allerdings stehen damit unsere deutschen Ferkelerzeuger und auch die Mäster vor einer großen Herausforderung.

Drei Alternativen stehen zur Verfügung

Zur Zeit gibt es drei zugelassene Verfahren: Es besteht die Möglichkeit, die Ferkel von einem Tierarzt betäuben zu lassen, und sie dann zu kastrieren. Die Ferkel könnten jedoch auch einfach unkastriert bleiben und als Eber gemästet werden. Eine weitere Variante wäre die Immunokastration. Alle drei Verfahren haben sowohl Vor– als auch Nachteile. Alle drei Alternativen sind wie oben schon erwähnt zugelassen und damit möglich. Wir Landwirte sind bereit, das gewünschte Verfahren in die Praxis umzusetzen. Nur dazu benötigen wir eine gewisse Planungssicherheit. Denn der Ferkelerzeuger muss in den ersten Lebenswochen entscheiden, ob die Tiere kastriert werden sollen, oder nicht. Und auch der Mäster muss wissen, ob er später eine Absatzmöglichkeit hat (als Volleber oder immunokastriert), wenn er beispielsweise Eber kauft.

Weiterer Strukturwandel?

Unsere Ferkelerzeuger stehen zur Zeit vor einem riesengroßen Dilemma, denn sie müssen die Entscheidung treffen. Sie wissen zur Zeit nicht, egal was sie tun, ob sie später Ferkel erzeugt haben, die am Markt auch nachgefragt werden. Sie stehen in direkter Konkurrenz zu anderen europäischen (v.a. dänischen und holländischen) Ferkelerzeugern, die weiterhin problemlos Kastrate (völlig losgelöst unter welchen Voraussetzungen diese kastriert wurden) liefern dürfen und werden.

Sehr geehrte Herren,

wir Ferkelerzeuger möchten weiterhin wettbewerbsfähig bleiben. Bitte sagen Sie uns, welches Verfahren Ihr Unternehmen bevorzugt, damit wir uns darauf einstellen können. Lassen Sie uns zeitnah in den Dialog treten und gemeinsam eine Lösung finden. Damit es auch in Zukunft noch ein 4 x D gibt.

Mit freundlichen Grüßen

Nadine Henke

Glyphosat im alkoholfreiem Bier

Urin, Bier, Muttermilch & alkoholfreies Bier

Wo haben wir nicht schon Spuren von Glyphosat gefunden? In Urin, Bier und vermeintlich auch in Muttermilch. Letztere Behauptung erwies sich als glatte Falschmeldung, weil die Messmethode nicht verifiziert war- aber Scheiß drauf- der angebliche Glyphosatfund in der Muttermilch setzte sich in den Köpfen der Verbraucher fest und sorgte für große Verunsicherung bei den stillenden Müttern.

ewiger Streit um die Gesundheitsgefahren

Ewig lange wurde diskutiert und argumentiert, ob das Totalherbizid schädliche Wirkungen auf den menschlichen Organismus hat. Letztlich haben sich eigentlich alle Fachbehörden weltweit für die Ungefährlichkeit des Glyphosats ausgesprochen. Doch dieses Urteil wird von vielen nicht akzeptiert.

aktueller „test“ nur wegen Glyphosatfunden in den Schlagzeilen?

Jetzt hat die eigentlich renommierte „Stiftung Warentest“ alkoholfreie Biere getestet und dabei auch auf Glyphosat untersucht und wenig überraschend auch gefunden.
Die Testergebnisse waren der dpa und vielen Medien eher unwichtig, aber der Fund von Spuren des Herbizids war ihnen dann doch eine Schlagzeile wert.

Die taz lernt es nie bzw. will es nicht lernen?

So auch die taz bzw. dessen Redakteur Jost Maurin. Er twitterte seinen Artikel:

„test“ findet krebsverdächtiges Pestizid Glyphosat in alkoholfreiem Bier Das umstrittene Ackergift wurde in „Flensburger Frei“ und „Holsten Alkoholfrei“ nachgewiesen. Krebsgefahr ist nicht ausgeschlossen.
Auch die neue Wortschöpfung „Ackergift“ darf bei der Schlagzeilengestaltung nicht fehlen

Daraufhin gaben Susanne Günther (Bloggerin bei schillipaeppa.net) und Hendrik Hanekamp (@flaemingslord) folgende Antworten ab:

Es lohnt sich, den gesamten Diskussionsstrang bei Twitter durchzulesen. Es ist in der tat ermüdend, wie das umfangreich untersuchte Glyphosat noch immer für ideologisch aufgeladene Debatten missbraucht wird.

Debatte auch bei bei Facebook

Parallel zur Debatte bei twitter wurde auch bei Facebook über diesen Artikel bzw. übers Glyphosat im Bier diskutiert (bitte auf das untere Bild klicken).
Dabei ärgerte ich mich vor allem über folgende Aussage von Joyce Moewius (Mitarbeiterin beim BÖLW). Ich vermute, dass ihre Aussage nicht ironisch gemeint war.

Joycee Moewius Im Bier! Ist doch krass. Und dass trotz erheblicher Aufbereitung des Wassers. Die übrigens nicht die Verursacher zahlen, sondern die wasserkunden. Find ich nicht ok. Und auch nicht, dass die Konzentration dieser Stoffe in der Umwelt weit höher sind. Und auch dort wiederum nicht die Verursacher zahlen und schaden verursacht wird, der auch mit Geld gar nicht repariert werden kann. Ich kann nicht erkennen, warum eine solche Ironie oder Gleichgültigkeit an den Tag gelegt wird. Noch weniger, da Landwirte es ja auch schaffen ohne Glyphosat zu wirtschaften.
Snapshot bei facebook

Und hier nochmal die wunderbare Grafik von Hendrik Hanekamp alias @flaemingslord:

In dieser Grafik sind die gemessenen Mengen an Glyphosat aus verschiedenen Untersuchungen ins Verhältnis mit den akzeptablen täglichen Aufnahmemengen (=ADI) gesetzt. Annahme zu den Bierzahlen: Tageskonsum beträgt eine Kiste Bier (8 Liter).
zur vergrößerten Ansicht bitte anklicken (c) @flaemingslord

 

Zeit läuft für Ferkelerzeuger ab

Ab 1. Januar 2019 dürfen Ferkel nicht mehr ohne Betäubung kastriert werden

Es gibt einige Wege bzw. Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration, die grundsätzlich möglich sind. Relativ kurzfristig ginge:

  • die Ebermast
  • Immunokastration
  • Kastration mit Vollnarkose
  • Kastration mit lokaler Betäubung

Für alle Wege gibt es Vor- und Nachteile.

Langfristig sind Lösungen wie Spermasexing oder züchterische Bearbeitung des Ebergeruchs denkbar. Allerdings wird es bis zur Deadline im kommenden Jahr hier niemal Lösungen geben können.

Was aber wohl wirklich niemand möchte, sind analog zur Debatte des Kükentötens die „Bruderferkel„, die als schwereres Spanferkel „verwertet“ werden würden.

Radio Randwirtschaft, Folge 19

der bayrische Sauenhalter Gerhard Langreiter berichtet im Interview mit Thomas Wengenroth, dass keines dieser Wege die eine große Lösung für Deutschlands Ferkelerzeuger ist: Zeit läuft für Ferkelerzeuger ab weiterlesen