Agrarblogger Bernhard Barkmann vor der Tür des Bullenstalles, die mit einem großen Regenbogen verziert ist

Der Oktocopter

Der Hexacopter war gestern, heute setzen die jungen Tüftler Janßen, Röttger und Rohoff einen weiterentwickelten Oktocopter zur Wildrettung ein.
Im letzten September traten sie mit ihrer Idee, Tiere aus der Luft vor dem Mähtod zu retten, an die Öffentlichkeit. Bei einem Treffen auf meinem Hof äußerten Sie die Hoffnung, einen oder mehrere Kooperationspartner zur Weiterentwicklung ihres Copters zu finden. Es wurde in der Presse und auch hier im Blog darüber berichtet.

Oktocopter_im_Einsatz
Der Oktocopter im Einsatz
(c) Johann Högemann

Statt sechs sorgen jetzt acht Rotoren für sehr stabile Flugeigenschaften. Das Flugobjekt kann nun mit einer hochauflösenden Kamera aber auch mit einer Wärmeblidkamera ausgestattet werden.

Hier ein Blick auf das Bedienelement des Oktocopters mit Display für die Wärmebildkamera
Hier ein Blick auf das Bedienelement des Oktocopters mit Display für die Wärmebildkamera

Faszinierend ist auch die Möglichkeit, per Tablet oder PC und Google-Maps programmierte Flugrouten vorzugeben. So lässt sich eine Fläche systematisch und lückenlos abfliegen.
Möglich wurden diese technischen Entwicklungsschübe durch eine Kooperation mit der Jägerschaft aus Lingen und eines Unternehmers, der mit Hilfe eines Oktokopters fehlerhafte Photovoltaikmodule diagnostizieren möchte.

In diesem Jahr konnten zur Grünroggen- und Grasernte bereits einige Flächen vor der Mahd testweise „abgeflogen“ werden. Johann Högemann, Obmann für Naturschutz bei der Jägerschaft Lingen, weist aber auch auf weitere Möglichkeiten hin, um des Mähtod von Wildtieren zu verhindern. Eine Kombination aus den in seiner Vorträgen vorgestellten Maßnahmen ist aber in jedem Fall am sinnvollsten. Högemanns Präsentation lässt sich hier als .pdf-Datei herunterladen.

Ich jedenfalls freue mich, dass mit Hilfe moderner Technik Wildtiere gerettet werden können. Es ist schön zu sehen, wie sich die Idee und das Projekt „Retter aus der Luft“ entwickeln konnten.

Für alle, die noch mehr Informationen haben wollen, empfehle ich den Internetauftritt der drei Jungs unter http://www.el-copter.de/. Hier gibt es auch weitere Videos und Fotos.

 

Bernhard Barkmann

Related Posts

Agnes Greggersen im LandWild-Portrait

Agnes Greggersen im LandWild-Portrait

Agrarblogger Bernhard Barkmann vor der Tür des Bullenstalles, die mit einem großen Regenbogen verziert ist

Eine Frage der Haltung

Agrarblogger Bernhard Barkmann vor der Tür des Bullenstalles, die mit einem großen Regenbogen verziert ist

Für mehr Artenvielfalt in Niedersachsen

Agrarblogger Bernhard Barkmann vor der Tür des Bullenstalles, die mit einem großen Regenbogen verziert ist

Einblicke in „Ethik für die Landwirtschaft“

2 Comments

  1. Hallo,
    ich habe großes Interesse an Ihrem Projekt Rehkitze per Oktokopter vor dem Mähen zu finden. Leider haben wir unseren Betrieb in Schleswig-Holstein (Hamburg/Lübeck), wenn trotzdem eine Möglichkeit besteht Sie und ihr Team hierherzubestellen, wären wir sehr sehr dankbar. 13 ha Ackergras sind unser Hauptanliegen, für die Kosten kommen wir selbtverständlich auf.
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Blog via E-Mail abonnieren

Gib deine E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

Schließe dich 43 anderen Abonnenten an

Neueste Kommentare

Schlagwörter

Archive

Neueste Beiträge

Kategorien

Unterseiten

Wir weisen darauf hin, dass wir Google-Analytics verwenden.