Archiv der Kategorie: Öffentlichkeitsarbeit

Cover: Ethik in der Landwirtschaft - Das philosophische Bauernjahr von Christian Dürnberger

Ethik für die Landwirtschaft

Interview mit Christian Dürnberger zu dessen Buch-Neuerscheinung

Cover: Ethik in der Landwirtschaft - Das philosophische Bauernjahr von Christian Dürnberger
Christian Dürnberger: Ethik für die Landwirtschaft

Herr Dürnberger, der Anlass dieses Interviews ist die Veröffentlichung Ihres neuesten Buches „Ethik für die Landwirtschaft„. Aber bevor wir näher auf Ihr Buch eingehen, möchte ich zuerst auf Ihre Person eingehen. Wer sind Sie und wieso beschäftigen Sie sich mit ethischen Fragen rund um die Landwirtschaft?

Mein Name ist Christian Dürnberger, ich habe in Wien Philosophie und Kommunikationswissenschaften studiert.
Seit über einem Jahrzehnt arbeite ich an diversen Universitäten zu Fragen der angewandten Ethik – und wer sich mit Ethik beschäftigt, der landet über kurz oder lang auch bei Fragen der Landwirtschaft.
Warum? Weil Landwirtschaft mit vielen Dingen zu tun hat, die den Menschen wichtig sind: Nahrung, Umwelt, Klima, Tiere, Landschaftsbild, Energie usw.

Sie richten sich mit ihrem Buch an Landwirte, richtig? Warum? Haben Landwirte bei ethischen Fragen ein großes Nachholpotential?

Ich glaube nicht, dass bestimmte Berufsgruppen mehr ethisches Nachholpotential haben als andere. Aber ich bin davon überzeugt, dass sich die Erwartungen rund um die Landwirtschaft radikal verändert haben: Landwirtinnen und Landwirte sollen heute nicht mehr „nur“ Qualitätsprodukte produzieren, sie sollen auch ihrer besonderen Verantwortung für Umwelt, Klima und Tiere nachkommen.
Und damit nicht genug: Sie sollen auch in den entsprechenden Debatten selbst mitmischen. Deswegen habe ich dieses Buch geschrieben.
Das Buch soll dazu anleiten, über das „große Ganze“ der Landwirtschaft nachzudenken.

Welches Vorwissen wird vorausgesetzt?

Das ist eine gute Frage. Und eine schwierige. Denn: Das Buch ist auch ein Experiment. Ich habe versucht, ethische Fachdebatten in die Alltagssprache runterzubrechen. Damit könnte ich sagen: Man braucht keinerlei Vorwissen.
Das Buch fängt bei null an und versucht, Schritt für Schritt die Gedanken darzulegen. Aber an manchen Stellen fallen natürlich Begriffe, die kompliziert wirken: Anthropozentrische Ethiken, Agenda-Setting-Hypothese, Moralisierung von Lebensbereichen… ich hoffe aber, dass man all diese Konzepte versteht, nachdem man das Buch gelesen hat.

Was ist eigentlich „Ethik“ und was hat das mit Landwirtschaft zu tun?

„Ethik ist kein Besserwissen“

Christian Dürnberger
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grüne Kreuze an einer Hauptstrasse. Beschriftet mit Mut, Zusammen und zusammenhalten!

Grüne Kreuze der Hoffnung

#zusammenhalten

Die aktuelle Corona-Krise sorgt für existentielle Sorgen in der Bevölkerung. Es geht um Leben und Tod, aber auch für viele um die wirtschaftliche Existenz.
Zur Zeit scheint nichts mehr sicher, immer wieder gibt es leere Supermarktregale. Hamsterkäufe sind ein Ausdruck für die Sorge in der Bevölkerung vor Hunger!
Doch das kann ich mir nicht vorstellen, da denke ich, hat Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner Recht: In Deutschland muss niemand Hunger leiden!

Grüne Kreuze leitete Protestwelle ein

Zehntausende Landwirte aus dem gesamten Bundesgebiet haben seit September grüne Kreuze aufgestellt, um ihre Sorgen vor dem Agrarpaket und der Verschärfung der Düngeverordnung auszudrücken.
Die grünen Kreuze haben eine ungeahnte Protestwelle im Berufstand ausgelöst, die für eine große mediale Präsenz gesorgt hat, letztenendes aber nicht die Verschärfung der Düngeverordnung verhindern konnte.

Das sorgte für eine große Enttäuschung bei vielen Bauern und teilweise auch für Wut. Das ist ist im Affekt verständlich, hilft aber auch nicht weiter.

grüne Kreuze an einer Hauptstrasse. Beschriftet mit Mut, Zusammen und zusammenhalten!
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Vertrauen zu gewinnen dauert Jahre, es zu verlieren Sekunden.

Blick nach vorne richten

Nach der Verschärfung der Düngeverordnung

Appell an meinen Berufsstand

Die Enttäuschung nach der Entscheidung des Bundesrates, der die Verschärfung der Düngeverordnung quasi durchgewunken hat, ist unter vielen Bauern riesig. Die Aussichten, dass die Zustimmung hätte verweigert werden können, waren äußerst gering. Dennoch ist die Empörung besonders unter den Bauern, die in den letzten 6 Monaten mit den imposanten Treckerdemos eine andere Entscheidung erzwingen wollten, wirklich groß. Es gibt Listen mit Sammelaustritten aus Parteien, Überlegungen zu Blockadeaktionen, Lieferstops und Sabotagen werden in WhatsApp-Gruppen freudig geteilt.

Verschärfung der Düngeverordnung ist fachlich falsch

Alle, die sich tiefer in die komplizierte Materie des Düngerechts eingearbeitet haben, wissen, dass dass die weitere Verschäfung fachlich nicht zu begründen ist.
Und dennoch: Die Umsetzung muss noch in den Details gestaltet und umgesetzt werden. Hier würde ich mir wünschen, dass die Politik eine hoffnungsvolle Perspektive aufzeigt, wie wir zumindest mittelfristig wieder zu praktikablen Düngerichtlinien kommen können. Alleine auf die angekündigten und in Vorbereitung stehenden Klagen möchte ich mich ungern verlassen- zumal hier auch keine schnelle Entscheidung zu erwarten ist.

Blick nach vorn und neuen Mut fassen

Die Stimmung ist auf vielen Höfen wirklich schlecht! Die Bauern müssen wieder Mut finden.
Was dabei gar nicht hilft, ist ein Verhalten wie ein Rumpelstielzchen, Rachegefühle oder der Rückzug in die Schmollecke. Auch das Wiederholen und Teilen von rechten Parolen sorgt nicht dafür, dass der Berufsstand positiver von der Bevölkerung wahrgenommen wird.

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Klartext zu „Land schafft Verbindung“ (LsV)

Zu Beginn meines Statements möchte ich zunächst betonen, dass ich die großen Treckerdemos für einen riesigen Erfolg halte!
Große Teile der Öffentlichkeit in Deutschland haben mitbekommen, dass viele Bauern unzufrieden sind und große Zukunftssorgen haben.
Dabei war und ist der riesige Zusammenhalt im Berufsstand bemerkenswert gut!
Wenn ich nun Kritik äußere, möchte ich nicht die LsV-Bewegung spalten oder ähnliches.

Logo von LandschafftVerbindung (LsV) mit einem Herz, geformt aus Traktoren


Ich möchte, dass die Anliegen der Bauern besser medial transportiert werden!

Der Aufwand der Bauern, die in den letzten Monaten oft vielfach mit ihren Traktoren losgefahren sind und demonstriert haben, war zeitlich und auch finanziell verdammt groß! Und ja- auch die Aufmerksamkeit war nach Bonn und Berlin wirklich groß. Es gab Gesprächsrunden im Kanzleramt und die Regierung hat nicht unerhelblich Geld locker gemacht.
Die Frage ist, ob dieser riesige Aufwand so weiter aufrecht gehalten werden kann und ob sich die Treckerdemos nicht vielleicht auch abnutzen? Ich glaube ja.
Nun haben wir bisher mit großem Aufwand eine große Wirkung erzielt. Gut. Für die Zukunft sollte die große Wirkung am besten noch größer werden und der Aufwand geringer.
Das ist leichter getippt als getan- klar. Vielleicht lohnt hier ein Blick zu Greenpeace, die mit ihren Kampagnen mit sehr geringem Einsatz eine riesige Wirkung erzielen… Mein Motto ist ja „Von Greenpeace lernen heißt SIEGEN lernen!“


Nun gut. Komme ich zurück zu meinem Wunsch, dass die Anliegen der Bauern und auch die Protestbewegung LandschafftVerbindung besser in den Medien Niederklang finden.

Dazu stelle ich 5 Thesen auf:

Klartext zu „Land schafft Verbindung“ (LsV) weiterlesen
Stop CoronaVirus

Corona-Virus #COVID2019

ganz sachlich- ohne Panik!

SARS-CoV-2 – die Welt in Aufruhr

Wie Ihr ja vermutlich mitbekommen habt, verbreitet sich das neuartige Coronavirus weiter. Unser Agrarbloggercamp 4.0 wird dennoch stattfinden. Ich möchte Euch dennoch die wichtigsten Informationen gerne zusammenstellen:

Wie wird das Corona-Virus übertragen?

Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden. Aber auch im Stuhl konnte das Virus nachgewiesen werden.

  • Inkubationszeit: bis zu 14 Tage
  • Symptome: Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen, einige Betroffene leiden auch an Durchfall.

Wie könnt Ihr Euch schützen?

Stop CoronaVirus

Die Hände sind die häufigsten Überträger von ansteckenden Infektionskrankheiten. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen schützt!Beim Husten oder Niesen sollte möglichst kein Speichel oder Nasensekret in die Umgebung versprüht werden. Sich beim Husten oder Niesen die Hand vor den Mund zu halten, mag höflich sein, ist allerdings aus gesundheitlicher Sicht ziemlich bescheuert: denn dabei gelangen Krankheitserreger an die Hände und können anschließend schön weitergetragen werden.Deshalb:

  • Beim Husten oder Niesen Abstand zu anderen halten, am besten dreht man sich weg
  • in ein Einwegtaschentuch niesen und husten. Ein Einwegtaschentuch sollte auch nur 1 x (!) benutzt werden 😉
  • Und immer gilt: Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich Hände waschen!
  • Wer kein Taschentuch hat, hustet und niest in seine Armbeuge und wendet sich dabei ebenfalls von anderen ab.

Und immer schön nach dem Toilettengang die Hände waschen!!!
Falls noch Fragen sind, schreibt sie in die Kommentare!
Ansonsten freuen wir uns, Euch alle nächste Woche zu sehen!!!

Drei Landwirte bauen einen Motivwagen mit grünem Kreuz, das ein Agrarpaket zerstört.

Rosenmontag mit grünen Kreuzen

Auch an Karneval zeigen Bauern ihre Ablehnung gegen das Agrarpaket

Viele Bauern beteiligen sich seit Jahren aktiv am Karneval. Vielfach sind sie aktiv dabei und haben beim Bau der Motivwagen mitgeholfen. Die meisten dieser Wagen werden von Treckern durch die Städte gezogen

In dieser Karnevalssaison dürften die Zeichen des Bauernprotests auch während der Umzüge zu sehen sein. Seien es die LsV-Plakate an den Traktoren oder die grünen Kreuze an den Gespannen- wer genau hinsieht, wird vielfach diese Zeichen erkennen.

Und manche widmen einen ganzen Motivwagen den aktuellen Bauernprotesten, wie oben im Bild zu sehen ist.
Wer weitere Motivwagen mit landwirtschaftlichem Thema sieht, der sende mir die Bilder gerne zu!

Grafik zur Diskussion "Bio-Bäuerin gegen Massentierhalter"

Bio-Bäuerin vs. Massentierhalter

Ist Bio nur Luxus für Reiche? | DISKUTHEK

Das Thema Landwirtschaft ist zur Zeit in aller Munde. Es wird gerade auch zur grünen Woche sehr viel um die Zukunft der Landwirtschaft diskutiert. Welcher Weg ist der richtige? Ist „alles bio“ auch wirklich gut?

Ich jedenfalls schäme mich nicht, einen modernen, konventionellen Familienbetrieb zu führen und scheue mich auch nicht, in öffentlichen Diskussionen für meine Positionen zu werben.

Diskussion in der DISKUTHEK

Schriftzug von Diskuthek

Das junge YouTube-Format des Stern, die DISKUTHEK, ist eine Talkshow, die ausschließlich für das Internet produziert wird. Hier diskutierten zu unterschiedlichsten Themen bereits Kevin Kühnert, Philipp Amthor, Gegor Gysi und Luisa Neubauer.

Anschauen und bitte Feedback geben

Bei der aktuellsten Folge durfte ich mit der Bio-Bäuerin Gisela Sengl debattieren. Nehmt Euch bitte die 30 Minuten Zeit und schaut die Folge in Ruhe an. Ich bin sehr gespannt auf Euer Feedback, gern auch hier als Kommentar!

Rückblende

Vor drei Jahren habe ich bereits ein ähnliches Streitgespräch geführt. Damals auf der grünen Woche mit Jochen Fritz, der zu der Zeit noch Kampagnenleiter der „Wir haben es satt“-Demo war.
https://www.morgenpost.de/berlin/article209409039/Bio-oder-kein-Bio-Wer-hat-die-besseren-Rinder-im-Stall.html

Liebe Landwirtinnen und Landwirte, könnten Sie erklären, warum es offenbar inzwischen zwei Bauernorganisationen mit dem Namen "Land schafft Verbindung" gibt? Und vor allem: Was unterscheidet die beiden? Gibt es unterschiedliche Forderungen? Vielen Dank, schönen Sonntag!

Meine Einordnung von Land schafft Verbindung (LsV)

Die Journalistin Oda Lambrecht (NDR) fragte vor wenigen Tagen die Landwirte auf Twitter, warum zwei Bauernorganisationen namens „Land schafft Verbindung“ existieren würden.

Liebe Landwirtinnen und Landwirte, könnten Sie erklären, warum es offenbar inzwischen zwei Bauernorganisationen mit dem Namen "Land schafft Verbindung" gibt? Und vor allem: Was unterscheidet die beiden? Gibt es unterschiedliche Forderungen? Vielen Dank, schönen Sonntag!

Ich habe daraufhin mit meiner Einschätzung und Einordnung geantwortet. Das habe ich in einem kleinen Thread gemacht, weil das unmöglich in einem einzigen Tweet zu erklären ist. Diesen Thread veröffentliche ich hier im Blog aus aktuellem Anlass, denn die grüne Woche startet am Wochenende und parallel dazu fährt LsV wieder mit Traktoren in die Städte und setzt auch auf direktem Dialog mit der Bevölkerung.

soweit ich das mitbekommen habe, möchte eine LsV völlig unabhängig von Verbänden agieren und die andere steht Kooperationen und gegenseitige Hilfe offen gegenüber. Von außen betrachtet hat deshalb die "LsV Deutschland" in meinen Augen eine höhere Relevanz. (Thread)

Mein kleiner Twitter-Thread hier in Textform:

Soweit ich das mitbekommen habe, möchte eine LsV völlig unabhängig von Verbänden agieren und die andere steht Kooperationen und gegenseitige Hilfe offen gegenüber. Von außen betrachtet hat deshalb die „LsV Deutschland“ in meinen Augen eine höhere Relevanz.

Dagegen scheint „LsV original“ eher eine Fundamentalopposition zu sein. Das ist für mich einfach zu destruktiv und Null komma Null lösungsorientiert. Insgesamt schafft es LsV (und dann nenne ich beide, weil ich es selber nicht 100%ig auseinander halten kann) aber, die Protestbereitschaft hoch zu halten.

Das gelingt auch schon mal über polemisierende und radikalere Wortwahl in den Videobotschaften, die vorwiegend per WhatsApp geteilt werden. Da habe ich auch schon mal Bauchschmerzen, allerdings sind dann die großen Demos selber wirklich gesittet und geordnet verlaufen. Da sind sich offensichtlich alle Bauern bewusst, dass sie in der Öffentlichkeit stehen und ein anderes Verhalten kontraproduktiv wäre.

Was ich kritisch sehe: Viele NGOs wie AbL, Nabu, BUND, Greenpeace deuten die Bauernproteste für ihre Zwecke um. Ich finde das sehr perfide, weil die allermeisten Bauerndemonstranten NICHT deren Positionen teilen. Sie empfinden übrigens auch die @WirHabenEsSatt2 als Bauernbashing. Und noch kritischer sehe ich es, wenn Medienvertreter dieses Spiel willfährig mitspielen.

Was ich insgesamt an LsV noch wirklich gut finde: Diese Organisationen sorgen dafür, dass ganz viele Bäuerinnen und Bauern nun den Mut haben, sich in der Öffentlichkeitsarbeit einzusetzen. Am Ende muss die Politik einlenken und die Sorgen der Bauern ernst nehmen. Geschieht das nicht, dann sehe ich tatsächlich eine große Enttäuschung, die auch in eine Radikalisierung münden kann.

Die Bildung eines Arbeitskreises ist hier sicher nicht genug. Pauschalverurteilungen, Ideologie und Symbolpolitik müssen ein Ende haben!

(Thread Ende)


Meine Antwort kann hier im Blog ohne das Tracking von Twitter gelesen werden. Wem das nichts ausmacht, der kann gerne auch direkt bei dem Kurznachrichtendienst lesen, indem die Screenshots in diesem Beitrag angeklickt werden. Dort sind auch noch weitere Kommentare zu lesen.

#Bauernprotest

Bauerndemos für eine Agrarwende?

Dass gestern zehntausende Bauern in den letzten Wochen demonstriert haben, hatte gute Gründe! Dass eine so große Zahl auf die Straßen geht und fährt, hat auch etwas mit dem Frust zu tun, der sich jahrelang angestaut hat!

  • Frust über die vielen Kampagnen diverser NGOs,einer grünen Partei und neuerdings auch dem Bundesumweltministerium gegen die Landwirtschaft.
  • Frust über eine gefühlt unausgewogene Berichterstattung in vielen Medien.
  • Frust darüber, eigentlich einen guten Job zu machen und trotzdem ständig als Sündenbock am Prager zu stehen- wegen jedem Übel der Welt!
  • Frust darüber, dass anscheinend die Partei, die mehrheitlich von Bauern gewählt wurde und in der sehr viele Bauern immer noch Mitglied sind, die Bauern mit der Verabschiedung des Agrarpakets Anfang September verraten und verkauft hat. Wofür? Für eine reine Smybolpolitik, die letztlich auf dem Rücken der Bauern ausgetragen wird!
  • Dieses Agrarpaket sorgte für den Wassertropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

40000 Bauern demonstrieren und ausgerechnet die AbL gibt Interviews

Georg Janßen von der AbL fordert verbindliche Vereinbarungen, damit Bauern wirtschaftlich mitgenommen werden bei einer Agrarwende (dpa/Christian Charisius)
Screenshot von deutschlandfunk.de

Als ich gestern morgen ein Interview mit Georg Janßen von der AbL im Deutschlandfunk auf dem prominentesten Sendeplatz in der Morgensendung hörte, habe ich mich wirklich geärgert! Da bekommt ein Vertreter einer Organisation eine Bühne, die jahrelang gemeinsam mit vielen NGOs die „Wir haben es satt„-Demo (WHES) veranstaltet. Eine Demonstration, die von den allermeisten Bauern als Diffamierung ihrer Arbeit und ihres Berufsstandes empfunden wurde und wird. Die deutliche Mehrzahl der Bauern, die in letzter Zeit demonstriert haben, fühlen sich von der WHES diffamiert. Sie fühlen sich von den vielen pauschalen Verurteilungen auf dieser Demo abgestoßen!

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