Schlagwort-Archive: Kathrin Seeger

Wir machen Werbung

Die „Wir machen Euch satt“-Demo braucht eine breite Unterstützung, damit sie auch ein Erfolg wird!

Dafür stehen viele „Frag´den Landwirt“-Aktivisten auch noch kurzfristig für kleine Vorträge auf verschiedenen Winterversammlungen zur Verfügung. (siehe Nadine Henkes Bayern-Tour, die aber alles andere als kurz war)

Auch bei der Jahreshauptversammlung des landwirtschaftlichen Vereins Scheeßel wurde über "Frag den landwirt" und die anstehende "Wir machen Euch satt"-Demo informiert.
Auch bei der Jahreshauptversammlung des Landwirtschaftlichen Vereins Scheeßel wurde über „Frag den Landwirt“ und die anstehende „Wir machen Euch satt“-Demo informiert.

Während dieser Kurzvorträge (~5 bis 10 Minuten) können im direkten ,persönlichen Dialog die bisherigen Planungen, der Stand der Vorbereitungen und noch offene Fragen geklärt werden.

Für Anfragen stehen Markus Holtkötter, Nadine Henke, Kathrin Seeger und Bernhard Barkmann zur Verfügung. Wir bemühen uns dann um einen geeigneten Repräsentanten, der zu Ihnen kommt. Wir können im Vorfeld nicht 100%ig eine Zusage für unser Kommen geben, wohl aber garantieren, dass wir unser Bestes geben werden, einen Vertreter zu finden!

Aber jeder kann auch selber für „Wir machen Euch satt“ werben. Auf unserer Webseite mit der Adresse wir-machen-euch-satt.de sind aktuelle Flyer und Plakate -zum ausdrucken oder bestellen- zu finden.
Auch Bestellunterlagen für verschiedene nützliche Artikel wie Westen, Mützen oder Demonstration-Banner sind dort zu finden!

Offener Brief …

… zur Berichterstattung über die Untersuchung von Bündnis90/Die Grünen zu Glyphosat in der Muttermilch

(c) stallbesuch.de
(c) stallbesuch.de

Mit großer Sorge haben wir die Pressereaktion auf eine von „Bündnis 90/Die Grünen“ in Auftrag gegebene Untersuchung zu Glyphosat in Muttermilch-Proben zur Kenntnis genommen.

In zahlreichen Medien wurden Inhalte und Schlussfolgerungen aus der Pressemitteilung einer politischen Interessengruppe ungeprüft übernommen und nicht angemessen gewichtet.

So werden in der Pressemitteilung die ermittelten Werte mit den Trinkwasser-Grenzwerten verglichen. Diese Grenzwerte sind allerdings pauschaler Natur, gelten für alle Arten von Pflanzenschutzmitteln und Bioziden. Sie sind nicht geeignet, um daraus eine etwaige Gesundheitsgefährdung abzuleiten (Link).

Ausschlaggebend für die Bewertung der Gesundheitsgefährdung ist die in der EU zulässige Tagesaufnahme, kurz ADI (acceptable daily intake). Diese liegt für Glyphosat bei 0,3 mg pro Kilogramm Körpergewicht.

Ein vier Kilo schwerer Säugling müsste also von der in der Stichprobe am stärksten belasteten Muttermilch mehr als 2777,778 Liter am Tag (!) trinken, um diesen Grenzwert zu überschreiten. Offener Brief … weiterlesen

meine Mail an den Deutschlandfunk

In einer Stunde geht´s los. Dann Beginnt die Live-Sendung „Heißt Mastbetrieb immer Tierquälerei?“ auf dem Hof Seeger. (Link zum DLF-Livestream)

Snapshot von deutschlandfunk.de
Snapshot von deutschlandfunk.de

Ich habe der Redaktion folgende Mail geschrieben und hoffe, dass ich mich noch in die Sendung einbringen kann (aufmerksamer Zuhörer bin auf jeden Fall):

Sehr geehrtes Team vom DLF,

ich bin Landwirt und auch Schweinehalter aus dem Emsland. Zur Sendung möchte ich folgendes sagen:

Ich bin kein Tierquäler, muss aber mit Tierhaltung Geld verdienen. Wir sind drei Generationen, die auf unseren fast 500 Jahre altem Hof mit und von der Tierhaltung leben.

Ganz viele Besucher, die sich die Ställe von innen ansehen, haben durchaus Verständnis für die Haltungsform. Deshalb müssen immer mehr Landwirte sich und ihre Ställe öffnen!

Natürlich geht mehr Tierwohl, aber das kostet Geld. Am besten wäre es, der Verbraucher zahlt das gerne und freiwillig über den Markt. Aktuell finanziert sich die Initiative Tierwohl aus Geldern des Lebensmitteleinzelhandels- die zweitbeste Lösung in meinen Augen.

Wenn gesetzliche Vorgaben verschärft werden sollen, dann müssen vorher Lösungen da sein, ansonsten droht eine Abwanderung ins kostengünstigere Ausland, womit nicht dem Bauern, nicht dem Tier und auch nicht dem Verbraucher gedient wäre.

Ich vermisse die Anerkennung durch Politik und NGOs für die Anstrengungen und Fortschritte bei vielen Problemfeldern wie Antibiotikaverabreichung, Gülleausbringung und dem Tierwohl. Es wird stattdessen allzu gerne pauschal auf die Landwirtschaft eingedroschen. 

Das lässt viele Landwirte verzweifeln und macht auch wütend. Wir Landwirte dürfen uns nicht aus der Mitte der Gesellschaft verdrängen lassen!

———

Ich werde den Vormittag im Büro verbringen und wäre so auch telefonisch erreichbar sofern sie ein Interesse an einem telefonischen Beitrag von mir haben.

MfG Bernhard Barkmann

 

Heißt Mastbetrieb immer Tierquälerei?

deutschlandfunk_logoProgrammtipp:
Deutschlandfunk, Sendung Länderzeit
Thema: Massentierhaltung, am Mittwoch, 17. Juni´15  um 10:10 Uhr mit dem Titel:

Heißt Mastbetrieb immer Tierquälerei?

Schweinezüchter wehren sich gegen Vorwürfe von Tierschützern

Die Radiosendung wird live aus dem südhessischem Otzberg (Odenwald) übertragen. Die Schweinehalter Kathrin und Peter Seeger öffnen für diese Sendung ihren Hof. Weitere Gäste sind Felix zu Löwenstein, Dr. Jörg Altemeier, Martina Feldmayer und Dr. Kirsten Tönnies. Moderator wird Jürgen Wiebicke sein.

Vorstellung der Gäste:

Peter und Kathrin Seeger im Gespräch mit Verbrauchern
Peter und Kathrin Seeger im Gespräch mit Verbrauchern

Peter und Kathrin Seeger betreiben eine eigene Schweinezucht. Nach einem Stalleinbruch von Stallbaugegnern und daraus folgende negative Berichterstattung entschlossen sie sich zur Offensive. Seitdem bieten sie Interessierten die Möglichkeit, ihre Ställe von innen zu sehen. Seither haben viele hundert Kinder, Jugendliche und Erwachsene ihre Ställe von innen live erleben können. Kathrin Seeger ist zudem Initiatorin des Schweinemobils und auch Mitbegründerin der Informationsplatform „Frag den Landwirt„.

Foto von bauerwilli.com
Foto von bauerwilli.com

Dr. Felix zu Löwenstein ist Landwirt und Vorsitzender des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Vorstandsmitglied im Forschungsinstitut für biologischen Landbau und auch als Buchautor bekannt. Die Bücher „FOOD CRASH: Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr und „Es ist genug da. Für alle.: Wenn wir den Hunger bekämpfen, nicht die Natur“ stammen aus seiner Feder.

Dr. Jörg Altemeier ist Tierschutzbeauftragter der Firma Tönnies und wird der Sendung aus Bielefeld zugeschaltet.

Martina Feldmayer ist agrarpolitische Sprecherin der Grünen im hessischen Landtag, in dem bekanntlich eine Schwarz-Grüne-Koaltion regiert.

Dr. Kirsten Tönnies ist Tierärztin und Mitglied im Tierärztlichen Forum für verantwortbare Landwirtschaft.

Außerdem rundet Lara Stein von der TiHo Gießen die Runde ab. Sie ist angehende Fachtierärztin Schwein.

Wie immer an den Vormittagen im Deutschlandfunk sind auch zu dieser Sendung die Meinungen und Anregungen der Hörer gefragt. Jeder kann sich über die Hörertelefonnummer 00800 – 4464 4464, per Mail: laenderzeit@deutschlandfunk.de oder bei Facebook in diese Sendung einmischen.

 

tweet des Tages – mit @seeger_kathrin

twitter_logoHeute stelle ich einen Tweet vor, der eigentlich eine Frage ist. Eine Frage an @foodwatch_de, die gestern mit einem großen Mediengetöse einen Hühnerhaltungsreport vorstellten und daraus folgend eine Tierhaltungswende forderten. Damit überholt Foodwatch mit ihren Forderungen sogar die Agrarwende-Partei „B90/Grüne“!
Natürlich wird wird dabei skandalisiert und allgemein wieder auf die Tierhalter eingedroschen. Das scheint gut anzukommen bei beim gut situierten, urbanen und vegan-lebenden Klientel.
twitter_kathrin_seegerHier jetzt der Tweet von @seeger_kathrin mit einer Diskussion, in der sich auch andere Twitteraner eingeschaltet haben:

„Wir machen Euch satt!“ – Demo

Hiermit möchte ich alle Landwirte und Unterstützer der Landwirtschaft auffordern, sich möglichst an der Gegendemonstration zur unsäglichen und Bauern-diffamierenden „Wir haben es satt“- Demo zu beteiligen:

wirmacheneuchsatt_aufruf_demo_2015

Bei dieser Demo soll, kann bzw. darf auch getanzt werden zum legendären „Farmer Style„:


 

Jetzt ist die ZEIT

Landwirt, Tierarzt + Verbraucher im Diolog: Mit der Gegendarstellung in der ZEIT wird auch eine Homepage freigeschaltet. (Bild anklicken) (c) dafür-stehen-wir.de
Landwirt, Tierarzt + Verbraucher im Diolog: Mit der Gegendarstellung in der ZEIT wird auch eine Homepage freigeschaltet. (Bild anklicken) (c) dafür-stehen-wir.de

Es ist tatsächlich geschafft: Die Gegendarstellung ist nun in der Wochenzeitung die ZEIT erschienen. Gut 30000 € wurden von 1837 Landwirten, Tierärzten und den dazugehörigen Branchen gespendet. Eine ganz bewusst breit angelegte Solidaritätsaktion gegen die unsachliche Berichterstattung der ZEIT, die auch hier im Blog mehrfach thematisiert wurde.

Thomas Wengenroth (stallbesuch.de) hält die gedruckte ZEIT in den Händen
Thomas Wengenroth (stallbesuch.de) hält die gedruckte ZEIT in den Händen

Mit der heutigen wurde auch eine Homepage freigeschaltet: dafür-stehen-wir.de und die dazugehörige Facebookgruppe.

Man kann es erahnen: Diese Anzeige wird kein einmaliges Projekt bleiben. Bleibt zu hoffen, dass viele ZEIT-Leser sich längerfristig mit landwirtschaftlichen Themen unvoreingenommen beschäftigen. Ein Schritt ist gemacht und ich wette, dass hier noch weitere Schritte hinzukommen.

Zu guter Letzt hoffe ich, dass diese Anzeige nicht nur bei den Lesern der ZEIT „angekommen“ ist, sondern auch bei den Journalisten. Es wäre wirklich schön, wenn die Einsicht wächst, dass die Serie um „Die Rache aus dem Stall“ viele Schwächen hatte und es künftig gute Gründe gibt, die Meinung der Praktiker (Landwirte und Tierärzte) etwas ernster zu nehmen. Das wäre nämlich guter Journalismus, wie er traditionell bei der ZEIT vermutet wird. Marion Gräfin Dönhoff, ehemalige Chefredakteurin und Herausgeberin der ZEIT, hat ihren persönlichen Anspruch als Journalistin folgendermaßen formuliert:

etnommen von dafür-stehen-wir.de, (c) Lebendiges Museum online
entommen von dafür-stehen-wir.de, (c) Lebendiges Museum online

 

Angst vor Kontrollverlust

Bauernverbände sind so unflexibel wie Führer kommunistischer Staaten

Netzlandwirt.de
Netzlandwirt.de

Alois Wohlfahrt (Netzlandwirt-Blogger) spricht mir aus der Seele: Wenn es um Öffentlichkeitsarbeit mit Hilfe sozialer Netzwerke geht, dann scheint das Misstrauen und die Skepsis sehr groß zu sein. Es entsteht eine immer stärker werdende Bewegung von unten, die nicht mehr aufzuhalten ist. Aber lest selber:

Wehe wenn sie losgelassen

Wenn das eifersüchtige Mariechen sicher weiß, daß ihr Mann mit seinen Kumpels in der Dorfkneipe am Saufen ist, dann ist die Welt für sie in Ordnung.

Doch geht der Angebetete mit seinen Kumpels in die unbekannte Stadt, dann kommen dem Mariechen allerlei Befürchtungen.

Angst vor dem Kontrollverlust
So ähnlich geht es wohl den Bauernverbänden und auch anderen Landwirts-Organisationen, wenn sich die Bauern mit Ihren Kollegen zum netten Plausch im Internet treffen.

Daß die Bauern “untreu” werden wenn sie das Internet und die Social-Media-Vernetzung nutzen ist eine Befürchtung der eifersüchtigen Anführer. Die Angst vor dem Kontrollverlust über die Schäfchen ist groß.

Das ist nicht einfach eine Behauptung von mir, sondern fusst auf detaillierten Rückmeldungen meiner Leser, genauso wie auch meine Erfahrungen im Vertrieb. Man möchte schon gerne den Landwirt per Smartphone immer und überall informieren und damit auch führen. Aber bitte nur exklusiv!

Helfen statt verteufeln
Dabei wäre gerade die Unterstützung durch die Verbände für beide Seiten ein sehr lohnender Weg.

Es ist in der Tat für den einzelnen Landwirt nicht leicht den Einstieg in die Social Media Welt zu finden. Bei der Internet-Nutzung für die Produktion bekommt der Landwirt von Beratung, Verbänden, Lehranstalten und Industrie jede Menge Unterstützung. Aber bei Social Media schweigt das Umfeld der Landwirte. Wohl auch deshalb, weil dort selbst solches Know-How wenig vorhanden ist.

Also wird mehrheitlich von den Verbänden bewusst ein Bogen um das Thema gemacht.

Und so bleibt motivierten Landwirten denn auch nichts anderes übrig, als selbst loszulaufen.

Ja, Sie tun es. Immer mehr!
Jüngstes Beispiel: Frag-den-Landwirt

Zuerst geheime Facebook- und Google Plus Gruppen, dann Usertreffen und Ende September stellen die Initiatoren die Facebook-Seite “Frag-doch-mal-den-Landwirt” ins Netz. Oder besser gesagt 2 Seiten. Eine (unsichtbare, interne) Facebook-Gruppe, wo sich die Landwirte sammeln, diskutieren und strukturieren um auf der offiziellen Seite öffentlich Rede und Antwort zu stehen. Die Postings werden automatisch von Facebook auf die Internet-Seite www.fragdenlandwirt.de gespiegelt. Dort können auch Nicht-Facebooker fragen stellen und mitmachen.

Bauern – Die tun was!
OK, klingt abgekupfert, aber passt. Es scheint wirklich das arg gebeutelte Bedürfnis der Landwirte nach Anerkennung zu sein, das sie antreibt.  Jenseits von Bauer-sucht-Frau-Gesülze und der jahrzehnte alten Verbandsjammerei.

[…]

Darum geht auch der Social Media Trend nicht an den Landwirten vorbei. Sie wollen dabei sein!

Nach 3 Tagen 4000 Likes
Ich denke, dass diese Motivation sehr dazu taugt Landwirte und das Umfeld der Landwirtschaft in der Netzwelt voranzubringen.

Sicher, die Langfristigkeit zählt und nicht der glamouröse Start. Die Landwirte werden sicher auch Fehler machen, Rückschläge erleben.

Hinfallen ist kein Schande – nur liegen bleiben
Aber sie werden dabei lernen. Ich sehe großes Potential in dieser Initiative.

Mal sehen, was die eifersüchtigen Mariechens dazu sagen werden?

In diesem Sinne Schafft Euch Euer Netz

Alois

Der Bauernverband und die Landesverbände müssen die Zeichen der Zeit erkennen und sich öffnen.
Das wohl berühmteste Zitat Gorbatschovs ist nun 25 Jahre alt, ist aber immer noch aktuell:

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!

Im diesen Sinne hoffe ich auf mehr Offenheit und Mut.