Archiv für den Monat: Juli 2015

Auf das Schlachten hochtragender Kühe verzichten!

„Kühe werden nicht geschlachtet, weil sie tragend sind!“

In diesem Artikel möchte ich auf die gestrige Sendung von „REPORT Mainz“ Bezug nehmen, in der es u.a. auch um Schlachtungen tragender Kühe ging.

Ein Sendebeitrag, der viele Verbraucher irritierte und erschütterte. Ich selber habe keinen Hof mit Kühen- deshalb bin ich bei diesem Thema nicht der große Experte. Aber ich sehe es wie der Bauernverband Schleswig-Holstein, der das Schlachten von hochtragenden Kühen nicht als Kavaliersdelikt ansieht: Auf das Schlachten hochtragender Kühe verzichten! weiterlesen

Tarmstedter Gespräche

tarmstedt_logoAm morgigen Montag werde ich in Tarmstedt vor Ort sein. Dort findet eine große landwirtschaftliche Ausstellung* statt, die bereits seit Freitag läuft und morgen (am Montag) um 18 Uhr zu Ende geht.
Ab 9 Uhr werde ich auf dem Stand von „Frag den Landwirt“ zu finden sein. Zwischendurch bin ich auf dem Podium des „Land und Forst“-Forums vertreten.

Zum diesem Forum, das in Zelthalle 2 stattfinden wird, gibt es folgende Presseerklärung:

Am Montag geht es um 11 Uhr wieder los mit einem richtigen Praktiker-Thema. Beim Land und Forst-Forum geht es um „Weidemilch: Kleines Marktpotenzial oder großer Marketingtrend?“ Molkereivertreter, Berater und Erzeuger diskutieren die derzeitigen Rahmenbedingungen für die Erzeugung von Weidemilch in den klassischen Grünlandgebieten. Dabei stehen folgende Fragestellungen im Mittelpunkt: Wer kann „echte“ Weidemilch unter welchen Bedingungen erzeugen? Darf es Weidemilch nur im Sommerhalbjahr geben? Muss Weidemilch mehr Geld für die Erzeuger bringen? Wie groß ist das Marktpotenzial von Weidemilch? Moderieren wird Land & Forst-Redakteur Jan-Gerd Ahlers.

Von 12 bis 13:30 Uhr schließt sich zum Abschluss der diesjährigen Tarmstedter Gespräche wieder die große Podiumsdiskussion zum Thema Öffentlichkeitsarbeit in der Landwirtschaft an. In diesem Jahr geht es um die Frage, welche Chancen Facebook und Co. für die Öffentlichkeitsarbeit bieten. Auf dem Podium steht Christine Licher von der Landesvereinigung Milchwirtschaft Niedersachsen, die seit zwei Jahren das Projekt „My KuhTube“ begleitet. Gemeinsam mit Milchviehhalter Amos Venema aus Ostfriesland, einer der Landwirte, die kleine Videos auf ihren Höfen für diesen Kanal drehen, berichtet sie über ihre Erfahrungen. Das Projekt wird auch über die sozialen Medien beworben und hat in den beiden Jahren viel Aufmerksamkeit hervorgerufen.

Genauso viel beachtet ist die Internetseite „Frag doch mal den Landwirt“ (www.fragdenlandwirt.de), mit der eine Gruppe von Praktikern Auskünfte über die moderne Landwirtschaft gibt. Vertreterin Nadine Henke, die mit ihrem Mann einen Schweinemastbetrieb in Bruchhausen-Vilsen leitet, und Milchviehhalterin Heike Klatte aus Bremen werden darüber Auskunft geben.

Und schließlich wird auf dem Podium Bernhard Barkmann sein. Seit Februar 2011 bloggt der Landwirt mit Ackerbau, Bullen- und Schweinemast aus Messingen (Emsland) unter blogagrar.de vor allem zu landwirtschaftlichen Themen. Insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit im landwirtschaftlichen Bereich hat sein höchstes Interesse und eine eigene Rubrik auf seinem Blog.

Moderieren wird die Diskussionsrunde Agrarjournalist Hinrich Neumann.

* Die Tarmstedter Ausstellung bietet mit ihrem 18 Hektar großen Gelände und 700 Ausstellern eine große Menge Möglichkeiten zur Information. Es in Tarmstedt Tradition, bestimmte Brennpunktthemen in Diskussionsrunden zu vertiefen und mit Fachvorträgen neue Impulse zu setzen. Die Themen sprechen dabei sowohl Landwirte als auch Verbraucher an. In diesem Jahr bietet die Ausstellung ein noch breiteres und vielseitigeres Themenspektrum. Insgesamt finden an allen vier Ausstellungstagen sieben Podiumsdiskussionen mit hochkarätigen Referenten und vier Fachvorträge statt. Alle Foren finden in der Zelthalle 2 statt.

ReBlog: VORSICHT, ERDBEEREN!

Ludger Weß (Facebook-Profilbild)
Ludger Weß (Facebook-Profilbild)

Dieser Artikel stammt von Blogger Ludger Weß* (Link). Inspiriert von Bauer Willis Blogpost zu „Cyanidin in Erdbeeren„, stellt er mit Schrecken fest, dass Bauer Willi das ganze Ausmaß der Gefahr durch Erdbeeren nur gestreift hat:

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen hat Glyphosat in der Muttermilch nachweisen lassen. Die Nachweismethode ist zwar ungeeignet, operiert an der technischen Nachweisgrenze und für die insgesamt 16 (!) Messwerte fehlen Kontrollen und elementare Statistik, aber die Verunsicherung ist gelungen, zumal auch Nachrichtenagenturen und Fernsehsender den Inhalt der Pressemeldung der Grünen unkritisch weiter verbreiteten. Stillende Mütter haben Angst, obwohl sich mit Grundkenntnissen der Mathematik (Dreisatz) nachrechnen lässt, dass ein Säugling mehrere Tausend Liter Muttermilch am Tag zu sich nehmen müsste, um auch nur in die Nähe des zulässigen Grenzwerts für Nahrungsmittel zu kommen (der in Deutschland zu den strengsten der Welt gehört). Näheres dazu findet sich im Tagesspiegel oder in dem offenen Brief der Initiative Stallbesuch. Auch die Zeitschrift The European geht mit der Verunsicherungskampagne der Grünen Bundestagsfraktion hart ins Gericht.

Hoffen wir, dass die stillenden Mütter keinen Kaffee trinken, auf Alkohol verzichten und auch nicht rauchen. Sie sollten aber auch kein Obst essen, schon gar nicht die gerade so beliebten Erdbeeren. ReBlog: VORSICHT, ERDBEEREN! weiterlesen