Archiv für den Monat: Juli 2016

Alternative zum Glyphosat: Maisanbau

Ich habe am Wochenende bereits über mögliche Alternativen zu Glyphosat berichtet. Kleingärtner werden demnach vermehrt auf thermische Verfahren ausweichen, sollte der Wirkstoff Glyphosat endgültig seine Zulassung verlieren. (–> Abflämmen?)

Auch ich habe mir Gedanken gemacht, wie ich mit meinem kleinen, emsländischen Hof auf ein Verbot reagieren würde:

Dazu möchte ich zunächst beschreiben, wie unser Ackerbau bisher betrieben wird: Unserem landwirtschaftlichem Betrieb stehen ca. 55 Hektar Ackerland zur Verfügung. Auf ca 20 Hektar wird dabei Silomais (für die Bullenfütterung) und ca. 15 Hektar CCM-Mais (für die Schweinefütterung) abgebaut. Also über 50% Maisanteil in der Fruchtfolge. Daneben haben wir Getreide (Weizen, Triticale und Gerste) auf den Feldern stehen, der auch komplett in unserem Betrieb verfüttert wird. Bis vor zwei Jahren bauten wir noch Winterraps an, aber nach dem Verbot der Neonikotinoide war mir der Anbau zu riskant.

Auf den Flächen mit Getreide wird in der Regel eine Zwischenfrucht angebaut, um verbliebene Nährstoffe zu binden und mit der Gründüngung die Fruchtbarkeit der Böden zu erhöhen.

(c) Bayer Agrar Deutschland
(c) Bayer Agrar Deutschland

Da die Quecke ein bedeutendes und sehr lästiges Unkraut ist, das sehr gut nach Getreide im Stoppelacker mit einem glyphosathaltigen Herbizid nachhaltig bekämpft werden kann, wurden bisher Teilflächen mit Glyphosat gespritzt. Das war nicht nur wirksam, sondern auch kostengünstig. Alternative zum Glyphosat: Maisanbau weiterlesen

Alternative zum Glyphosat: Abflämmen

Wenn die Politik etwas verbieten möchte, sollten auch die Folgen berücksichtigt werden. Speziell Kleingärtnern wird die thermische Variante nahe gelegt. Sie sollen also das ungeliebte Unkraut abflämmen. Das kann aber böse Folgen haben, wie Susanne Günther (schillipaeppa.net) recherchiert hat:

schillipaeppa_glyphosat_abflämmen

Susanne Günther listet eine Vielzahl solcher Zeitungsberichte aus ganz Deutschland auf, in denen die Flammen auf Häuser übergetreten sind.
Die Gefahr, dass nicht nur das Unkraut abgeflämmt wird, sondern auch Haus und Hof, ist anscheinend sehr groß. Ob die Landesminister, die die Anwendung bisher verboten bzw. eingeschränkt haben, sich überhaupt mit möglichen Folgen ihrer Erlasse beschäftigt haben, darf angezweifelt werden.

 

1. Oktober: Regio Day!

Heute ist der offizielle Start der „Regio-Day„-Kampagne.
Der Regio-Day ist neu. Ausgedacht wurde dieser besondere Tag für die heimische Lebensmittelerzeugung von Bauer Willi und Alois Wohlfahrt.

Ich zähle zu den Mitinitiatoren und werde aus dem Emsland heraus mich für den Erfolg dieser Kampagne einsetzen.

Ich übernehme nun die Erklärung von Bauer Willi:

regio-dayUnser Ziel:

Wir wollen, dass alle, die am Weg unserer Lebensmittel vom Feld bis auf den Teller beteiligt sind, positive Botschaften senden und für heimische Produkte werben.  Eine Botschaft lautet: Heimische Produkte sind gut für die Umwelt, die Region, für die Erzeuger, die Verarbeiter, den Handel und natürlich auch diejenigen, die unsere regionalen Produkte verzehren. Wir wollen Menschen motivieren, sich für diesen Tag pfiffige Aktionen auszudenken und so beim Regio Day am Samstag, dem 1.Oktober 2016 mitzumachen.  Egal ob dies Ackerbauern, Viehhalter, Hofläden, Milchtankstellen, Obstbauern, Winzer, Bäcker, Metzger, Handelshäuser oder sonstige Unternehmen oder Organisationen sind, die sich um unsere Lebensmitteln und deren Herstellung kümmern. Und das sind verdammt viele. Beispiele für Aktionen finden Sie auf unserer Homepage www.regioday.com Aber Ihnen fällt bestimmt noch viel besseres ein. 🙂

Wer sind wir?

regioday_snack-1415680_1920Wir machen das nicht alleine sondern sind so eine Art NGO. Eine NGO für heimische Lebensmittel. Wir wollen aber nicht anklagen, aufdecken, erschrecken, sondern positive Botschaften unters Volk bringen. Wir sind„Aktivisten“ aus Deutschland, Österreich und Südtirol. Wir haben konventionelle und Bio-Bauernhöfe mit Ackerbau und Viehzucht, Wein- und Obstbau oder verarbeiten Produkte, die aus der Region stammen, zu hochwertigen Lebensmitteln. Diese Aktion, diese Kampagne machen wir aus Überzeugung, wir sind kein Verein und auch nicht organisiert. Spenden darf man aber gerne, halt auch wie bei einer „richtigen“ NGO. 🙂 Bisher haben wir nämlich alles selbst finanziert.

Was müssen Sie tun?

regioday_Lebensmittel_1500Sie, Ihr Hof, Ihr Geschäft, Ihr Betrieb, Ihre Mitglieder oder Filialen melden sich unter www.regioday.com an. Sie erhalten dann Zugang zu Logos und Flyern, die Sie für Ihre Aktion herunterladen. Kostenlos. Gleichzeitig erfolgt eine Eintragung in eine Karte. So können alle Nutzer schnell erkennen, wer was wann und wo veranstaltet oder anbietet.

Was bringt das?

regioday_fruit-1145516_1920Wir wollen das Vertrauen in unsere heimischen Lebensmittel stärken. Der Regio Day soll der Treffpunkt für alle auf dem Weg von der Herstellung bis zum Verzehr werden. Natürlich dient er auch als Werbung für die heimische Landwirtschaft, das heimische Gewerbe und den eigenen Betrieb. Ein Fan-Shop ist auch schon in Vorbereitung. Auch wie bei einer „richtigen“ NGO… 🙂

Wir wollen mit dieser Kampagne eine große Aufmerksamkeit erreichen. Je mehr mitmachen umso eher wird uns das gelingen. Wir sind zuversichtlich, dass alle diese gute Idee unterstützen. Auch Sie! Einen Vorschlag für ein Anschreiben an Freunde und Bekannte finden Sie hier.

Bitte an alle weitergeben, die ihr kennt und die unsere Seite nicht lesen.

Es grüßt Euch das Regio Day-Team, besonders Willi und Alois

regioday_Heimischermarkt