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FG(A)U: Gentechnikkritiker klären über neue Gentechnologien auf

Graphik FGU
Lobbyisten des Anti Gentechnik-Komplexes unter sich – sponsored by Behörden des Bundes

Für den gesunden Menschenverstand dürfte glasklar sein: Aktuelle Entwicklungen im Bereich neuer Gentechnikverfahren von gentechnikkritischen Nichtregierungsorganisationen (NGO) bzw. Aktivisten abschätzen lassen ist ähnlich sinnentleert wie den Wolf als Hütehund einsetzen. Wo Schäfer sich allerdings umgehend zu Hochzeitsplanern umschulen lassen würden, geben sich Bundesamt für Naturschutz (BfN) sowie Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) tiefenentspannt – und munter Steuergelder aus!

Stein des Anstoßes ist die frisch gegründete Fachstelle Gentechnik und Umwelt (FGU), die über aktuelle Entwicklungen im Bereich Gen- und Biotechnologien (v.a. Genome-Editing) wissenschaftlich begründet aufklären will. Projektgeber ist das BFN mit Mitteln aus dem BMU.

FG(A)U: Hütehund Wolf

Pikant: Mit der Projektdurchführung ist Testbiotech e.V. betraut, eine NGO, die für ihre deftige Skepsis gegenüber Gentechnologien bekannt ist. Ferner existiert ein Beirat, dem Aktivisten durchweg gentechnikkritischer NGO angehören.

Plus: Fachwissen im Sinne einer gründlichen Professionalisierung, sprich Studium, Promotion/Habilitation oder Forschung, ist Mangelware.

Der Mangel an wissenschaftlicher Expertise dürfte also durch eine gehörige Portion Voreingenommenheit ausgeglichen werden. Die Frage ist naheliegend: Wofür bezahlen wir eigentlich Steuergelder? Schwerlich für einen unabhängigen Überblick über den aktuellen Stand der Wissenschaft.

Dr. Kathrin Naumann vom Agrarbetrieb Groß Grenz in Benitz (bei Schwaan) hat ihre Bedenken  niedergeschrieben und BlogAgrar erlaubt, die Zeilen zu veröffentlichen.

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Artenschutz und Landwirtschaft – Katzenleicht!

Titelbild des Artenschutz-Reports 2015
Titelbild des Artenschutz-Reports 2015

Das Bundesamt für Naturschutz hat vor zwei Tagen einen Artenschutzbericht veröffentlicht. Und es überrascht nicht, dass die Landwirtschaft zu den zentralen Verursachern für den Rückgang der Artenvielfalt gezählt wird. Das ist einfach und dazu auch populär! Es gibt Applaus von den vielen Umweltministern und natürlich auch von den Naturschutzverbänden. Die Landwirtschaft ist ein sehr beliebter Prügelknabe, also warum sich um eine umfängliche Problemanalyse bemühen?

Sönke Hauschild vom Bauernverband Schleswig-Holstein hat ein Video dazu erstellt-  etwas polemisch, aber es soll nur mal vor Augen halten, dass das Thema Artenvielfalt durchaus komplex sein kann.

Er kommentiert sein Video:

Artenschutz ist Katzenleicht!
Das Bundesamt für Naturschutz hat einen Artenschutz-Report vorgestellt und festgestellt, dass es schlecht um unsere Tier- und Pflanzenwelt bestellt ist. Schuld ist an erster Stelle die Land- und Forstwirtschaft. Seltsam unpassend scheint es da, dass die Zahl der Vogelarten von Südwesten nach Nordosten zunimmt. Vor allem in Ostdeutschland gibt es trotz intensiver Landwirtschaft nicht nur deutlich mehr sondern auch mehr seltene Vogelarten.
In Ballungsräumen dagegen finden immer weniger Vogelarten einen Lebensraum. Dabei spielt die Hauskatze eine miese Rolle.