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Zukunftsforum Landwirtschaft – Teil 2

forum_landwirtschaft_cdu_2015Ich bin immer noch den zweiten Teil des Berichts von der CDU-Veranstaltung „Zukunftsforum Landwirtschaft“ schuldig.

Es durften gegen Ende der Veranstaltung im süd-emsländischen Emsbüren noch Fragen aus dem Publikum heraus gestellt werden. Da wurden Befürchtungen geäußert, dass die Standards der Initiative Tierwohl (ITW) möglicherweise künftig gesetzliche Mindestanforderung werden könnte.
Diese Befürchtung konnte keiner der anwesenden Politiker entkräften. Johannes Röring aber betonte, dass die ITW ein Ausweg aus den Zwängen eines brutalen Marktes sein kann und die Konzeption der ITW die nicht-teilnehmenden Tierhalter nicht diskriminiert. Franz-Josef Holzenkamp teilte Rörings Meinung und sieht auch noch einen weiteren Vorteil für die gesamte Branche, denn immerhin würde der LEH als Marktteilnehmer die Marktverknappung mit bezahlen. Und ein knapperes Angebot steigert die Aussicht auf steigende Erlöse.
Außerdem sei die Landwirtschaft nun in der Offensive, was ein tolles Zeichen gegenüber Politik und Gesellschaft sei! Zukunftsforum Landwirtschaft – Teil 2 weiterlesen

Zukunftsforum Landwirtschaft – Teil 1

einladung_zukunftsforum_landwirtschaftGestern Abend lud der CDU-Kreisverband Lingen seine Mitglieder und Interessierte nach Emsbüren ein zum Zukunftsforum Land- und Ernährungswirtschaft, das u.a. mit vier teilnehmenden Bundestagsabgeordneten hochrangig besetzt war.

Albert Stegemann (Foto: bundestag.de)
Albert Stegemann (Foto: bundestag.de)

Der örtliche Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann führte in die Veranstaltung ein, hielt sich aber bis zu seinem Schlusswort zurück. Er stellte einleitend die Frage nach dem Rollenbild der Landwirtschaft und Landwirte in unserer Gesellschaft.

Nach der Vorstellung des Podiums übernahm der Bundestagsabgeordnete Franz-Josef Holzenkamp aus dem benachbarten Wahlkreis Cloppenburg-Vechta mit einem Impulsreferat das Wort.
Dort beschrieb er den Spagat der Landwirte zwischen Ökonomie und Verbraucherwunsch und fragte nach dem gesellschaftlichen Konsens über Landwirtschaft. Das Thema Essen und Trinken wird wichtiger für die Menschen, wird zur Lebenskultur. Eine eigentlich positive Entwicklung, doch dieses Thema ist sehr emotional und wird von vielen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) aufgegriffen (Stichwort Angstindustrie). Die Landwirte sind verunsichert und auch verärgert. Der Preisdruck bei landwirtschaftlichen Produkten sorgte für eine große Steigerung der Effizienz, gleichzeitig sank aber die Akzeptanz in der Gesellschaft.
Holzenkamp betonte, dass die Landwirte zunächst eine Anerkennung ihrer Leistung verdient haben und keine pauschalen Diskreditierungen, denn die Landwirtschaft sei wesentlich besser als früher.

Franz-Josef Holzenkamp, Johannes Buß, Matthias Everinghoff (v.l.n.r.)
Franz-Josef Holzenkamp, Johannes Buß, Matthias Everinghoff (v.l.n.r.)

Dabei ist dieses Dilemma nicht alleine auf einem Kommunikationsdefizit zurückzuführen. Die Landwirtschaft müsse sich einer ethischen Diskussion stellen und eine Qualitätsoffensive starten. Wörtlich sagte der Bundestagsabgeordnete, dass die CDU sich als „Freiheitspartei“ fühlte und „Lösungen statt Verbote“ anstrebt.
Die Initiative Tierwohl (ITW) zeige, dass Landwirte zu Veränderungen bereit sind- es muss aber bezahlt werden!
Landwirtschaft benötigt Akzeptanz– Politik kann dieses Problem nicht alleine lösen.
Junge Landwirte engagieren sich in sozialen Netzwerken und öffnen immer mehr ihre Ställe- das ist der Weg, der gegangen werden muss, denn

„Der wichtigste Botschafter ist der Bauer selbst“!

In der anschließenden Diskussionsrunde erzählte der Junglandwirt Matthias Everinghoff, warum er Landwirt geworden ist. Die gegenwärtige undifferenzierte Hetze kränkt ihn. Zukunftsforum Landwirtschaft – Teil 1 weiterlesen