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„Wir machen Euch satt“ im Emsland

„Wir machen Euch satt“ –> lokale Aktion im Emsland:

Kundgebung
am 15. Januar 2016 um 11 Uhr
am Kreishaus in Meppen

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Auf der „Karte der Teilnehmer“ ist die Kundgebung in Meppen bereits eingetragen

Bereits einen Tag vor der zentralen Demo in Berlin wird es auch im Emsland eine lokale Aktion zu „Wir machen Euch satt“ geben.
Es werden sich wieder viele Treckerfahrer, die sich im September auf dem Weg nach Hannover gemacht haben, auf die Strasse begeben und dieses mal nach Meppen fahren.
Dort ist am Kreishaus eine Kundgebung geplant auf der unter anderem auch eine längerfristig angelegte Kooperation mit den emsländischen Tafeln besiegelt werden soll.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Wir werden nicht explizit gegen den Landkreis oder die schlechten Preisen demonstrieren, sondern wollen unsere gesamtgesellschaftlichen Leistungen präsentieren. Wir Landwirte sind nicht das Problem, wie andere Demonstrationen gerne suggerieren, sondern die Lösung!
Wir fordern: Redet mit uns und nicht über uns!

Außerdem wird auch ein Bus aus dem Emsland zur zentralen Demo nach Berlin fahren!

Die Veranstaltung ist öffentlich und eine möglichst große Beteiligung setzt ein Zeichen für die Belange der starken und vielschichtigen Landwirtschaft im Emsland und dokumentiert die Solidarität mit allen Bauern aus Deutschland, die für Anerkennung und gegen pauschale Diffamierung kämpfen!

weiter Infos auf:
der Facebookseite zu dieser Veranstaltung
und auch unter http://www.wir-machen-euch-satt.de

Das Emsland fährt nach Berlin…

… zur „Wir machen Euch satt“- Demo

Wir fahren nach Berlin!

wmes_logo_01Am 16. Januar 2016 findet die zweite Auflage der „Wir machen Euch satt“-Demo in Berlin statt.
Dazu wird ein Bus aus dem Emsland eingesetzt.

Die Berlinfahrt wird insgesamt 100 € pro Person kosten. Darin enthalten ist: Das Emsland fährt nach Berlin… weiterlesen

MEYER MUSS WEG

Hannover (VEL). “Meyer muss weg” – so lautete wohl das inoffizielle Motto der großen Kundgebung in Hannover, zu der rund 500 Landwirte aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim angereist waren. Fast 100 Landwirte fuhren sogar mit dem Schlepper vors Landwirtschaftsministerium, um den niedersächsischen Landwirtschaftsminister Christian Meyer zu mehrn Dialogbereitschaft innerhalb der aktuellen Agrarpolitik aufzurufen. Denn dieser hinterlässt zurzeit vor allem eines: einen großen Scherbenhaufen. Dieser wurde dann auch symbolisch mit zerschlagenem Porzellan vorm Ministerium abgelegt.
Mit dem Schlachtruf “Meyer muss weg” zogen 4000 Landwirte aus ganz Niedersachsen in Begleitung der Traktoren zuerst zum hannoverschen Landwirtschaftsministerium und dann zum Steintorplatz. Diese Beteiligung übertraf alle Erwartungen und zeigt nach Angaben von Werner Hilse, Präsident des niedersächsischen Landvolkes, wie groß die derzeitige Unzufriedenheit der Landwirte mit ihrem Landwirtschaftsminister ist. Sie wünschen sich, getreu dem offiziellen Motto, eine “Perspektive statt Agrarwende”. Oft werde vergessen, dass die Landwirtschaft der zweitwichtigste Wirtschaftszweig in Niedersachsen ist. “Wir kämpfen gemeinsam für eine Perspektive auf unseren Höfen”, versprach Hilse. Das Besondere in der Landwirtschaft sei zudem, dass Familien auf den Höfen gemeinsam leben und arbeiten.

Wir ackern für den SV Meppen

SV MEPPEN SPIELER ZU GAST BEI 140 KÜHEN


vom VEL-Blog: Meppen-Helte. Gut ein Jahr ist es her, dass sich regionale landwirtschaftliche Unternehmen zur Hauptsponsoreninitiative für den SV Meppen zusammengeschlossen haben. Die Trikots der Spieler zeigen seitdem den mit Kuh, Huhn und Schwein verzierten Slogan „Echt Emsland – Wir ackern für den SV Meppen“. Um zu erfahren, was hinter den aufgedruckten Tieren steckt, besichtigten die Spieler den Milchkuhbetrieb von Familie Meyring in Meppen-Helte.

(c) VEL
Ein gutes Team: Die Spieler des SV Meppen und Mitglieder der landwirtschaftlichen Hauptsponsoreninitiative Echt Emsland.

Statt aufs Fußballfeld ging es für die Regionalligaspieler in den Milchkuhstall von Christa und Matthias Meyring. Zwei vollautomatische Melkroboter melken dort die 140 Kühe mehrmals täglich. Die Tiere können frei entscheiden, wann sie gemolken werden. Familie Meyring setzt auch im Stall auf Kuhkomfort: Durch offene Seitenwände ist es hell und luftig. Zudem gibt es weiche Liegebetten und Kratzbürsten. Die Spieler waren von dem modernen Stall beeindruckt: „Ich wusste nicht, dass heute mit so viel Technik gearbeitet wird“, so Martin Wagner. Dem 28-jährigen Mittelfeldspieler gefällt das etwas andere Logo auf seiner Brust: „Die Landwirtschaft passt einfach ins Emsland. Ich bin mir sicher, dass sich viele Zuschauer damit identifizieren können.“

(c) VEL
Das Team des SV Meppen besichtigt interessiert die 140 Milchkühe von Familie Meyring.

Das glaubt auch Hermann Wester. Der Präsident der Vereinigung des Emsländischen Landvolkes hob als einer der Hauptsponsoren die Bedeutung der Landwirtschaft für die Region hervor: „Die Landwirtschaft spielt als Herzstück des Emslandes eine große Rolle. Zahlreiche Arbeitsplätze hängen daran“. Markus Lohle, Geschäftsführer beim SV Meppen, zeigte sich mit den Ergebnissen der Hauptsponsoreninitiative sehr zufrieden. Nach guten fußballerischen Leistungen im letzten Jahr hofft er auf eine weitere erfolgreiche Saison. Zudem wies er auf gemeinsame Aktionen im Stadion wie das attraktive Echt Emsland-Torwandschießen für Zuschauer in der Halbzeit hin.

(c) VEL
Glückskind des Tages war Hendrik Meyring: Zum Geburtstag bekam er ein handsigniertes SV Meppen-Trikot.

Neben dem Landvolk zählen zu der Hauptsponsoreninitiative die Firmengruppe Rothkötter, die Unternehmensgruppe Krone sowie die Agravis Raiffeisen AG und weitere landwirtschaftliche Unternehmen aus dem vor- und nachgelagerten Bereich. Nachdem im letzten Jahr für die Meppener Spieler bereits ein Besuch der Hähnchenschlachterei Emsland Frischgeflügel auf dem Programm stand, konnten auf dem Betrieb von Meyrings neben Milchkühen auch moderne Technik von Krone und Agravis besichtigt werden. Meyrings hatten Maschinen ausgestellt, die auf dem Hof zur Grasernte sowie zum Güllefahren dienen.

Viruserkrankung ILT löst bei Geflügelhaltern Sorge aus

vom VEL-Blog:
Meppen. In den letzten Wochen sind in emsländischen Geflügelbetrieben verstärkt Fälle von ILT (Infektiöse Laryngotracheitis) aufgetreten. Diese ansteckende Viruserkrankung befällt die oberen Luftwege mit Entzündung des Kehlkopfes und der Luftröhre. Derzeit stimmt der vor- und nachgelagerte Bereich der Landwirtschaft in Zusammenarbeit mit Geflügelhaltern ein Maßnahmenkonzept ab.

(c) VEL
Geflügelhalter befürchten eine Erkrankung ihrer Tiere. Der Bestand auf dem Foto ist allerdings gesund.

Die Viruserkrankung ILT ist eine weltweit auftretende meldepflichtige Tierkrankheit bei Hühnervögel wie Haushuhn, Fasan und Perlhuhn. Sie stellt für den Menschen keine Gefahr dar. Die Verbreitung erfolgt direkt oder indirekt. Im Jahr 2006 wurde sie auch in den Niederlanden bei Masthähnchen diagnostiziert. Seit einigen Wochen sind auch Geflügelhalter im Raum Emsland bei der Mast ihrer Hähnchen betroffen und müssen sich mit dieser Krankheit auseinandersetzen.

Aufgrund der raschen Verbreitung dieses Virus haben sich die Geflügelhalter aus den betroffenen Gebieten in Abstimmung mit den Tierärzten sowie dem vor- und nachgelagerten Bereich zusammen gefunden, um gemeinsam einen Maßnahmenkatalog zu erstellen. Ziel ist es, das Virus schnellstmöglich zu beseitigen. Hierbei greifen sie auf Erfahrungen aus den USA und den Niederlanden zurück. Dort trat bereits in den Jahren 2006 und 2010 dieses Virus in größerem Ausmaße auf.

Die betroffene Region im Emsland ist anhand bestimmter geografischer und verkehrstechnischer Gegebenheiten in mehrere Gebiete eingeteilt worden. Jeder Geflügelhalter in diesen Gebieten beendet in den nächsten Wochen seinen normalen Mastdurchgang, stallt aber anschließend keine neuen Tiere ein. Erst nach einer zeitlich festgelegten Leerstandperiode werden alle Geflügelhalter neue Küken einstallen. Des Weiteren sind auf den Betrieben zusätzliche hygienische Maßnahmen eingeleitet worden, um dem Virus letztendlich die Lebensgrundlage zu entziehen. Diese erfolgen in Abstimmung mit den Tierärzten.

Der Mist aus den betroffenen Ställen in Mieten bis zum Abklingen der Ansteckungsfähigkeit zwischengelagert.

Hervorzuheben ist, dass für diese gemeinsamen Anstrengungen auch Geflügelhalter mitwirken, die bislang keinen Krankheitsbefall in ihren Tierbeständen haben. Aber die Erfahrungen in den Niederlanden haben gezeigt, dass nur gemeinsam mit allen Beteiligten die Krankheit eingedämmt werden kann.