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Problem Schwanzbeißen: 100 % gesund?

Warum Landwirte gegen Investigativrecherche & illegale Filmaufnahmen in Ställen einfach keine Chance haben

von Mirjam Lechner*, StallAktiv

Logo von StallAktivAls Spendenmotivations-Auslöser haben Furchterregungs-Kampagnen seit einiger Zeit Hochsaison. Fotos/Videos von teilweise wirklich schlimm verletzten/kranken Tieren – dramatisch im Halbdunkeln mit bedrohender Musik unterlegt führen zu Empörung, Unterschriftenaktionen und Fernsehdiskussionen: Und Denunziationen aller Tierhalter .

Das Traurige – auch wirklich gute Betriebe/Haltungen haben an sich keine Chance – weil es eine 100 %ige Gesundheit nicht gibt! Und bei nur 1 % kranker Tiere sich in einem 1000er Bestand dann 10 betroffene Tiere zeigen lassen – Jackpot!

Auch in meinen Fotos von alternativen Haltungen oder aus Tierschutzlabelställen in der Schweiz – kann ich euch sowas zeigen:

angefressener Schwanz aus Tierwohllabelstall
Aus einem Tierwohl-Labelstall in der Schweiz: Trotz Auslauf, eingestreuter Liegefläche mit Stroh und wirklich guter Betreuung vom Schweinegesundheitsdienst – gibt es Schweine die andere „anfressen“. Und ja das geht über Nacht!

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Machbarkeitsstudie zum Schwanzbeissen bei Schweinen

In folgendem Video bzw. Telefonat mit Thomas Wengenroth von stallbesuch.de berichtet Prof. Dr. Blaha (Tierärztlichen Hochschule Hannover) von einer Studie zum Schwanzbeissen bei Schweinen.
Die Versuche bei verschiedenen Betrieben waren nicht erfolgreich, aus diesem Grund bezieht Professor Blaha deutlich Position und empfiehlt dem niedersächsischem Landwirtschaftminister, auf ein generelles Verbot für das Schwanzkupieren zu verzichten. Das von Minister Meyer angedachte Geld für die sogenannte Ringelschwanzprämie solle besser für die Forschung und das „Training“ auf den jeweiligen Betrieben eingesetzt werden.



Endlich bezieht ein Wissenschaftler einmal deutlich Stellung! Als Landwirt und Tierhalter fühlt man sich in seiner Argumentation manchmal ganz schön alleine gelassen gegen die vielen Akteure, die gerne gemäß ihren ideologischen Wunschvorstellungen entscheiden wollten.