Archiv für den Monat: April 2011

Der kleine Tag

Heute ist der 23. April und damit auch der der kleine Tag!

Deshalb möchte ich nochmal an ein großartiges Projekt in der Gemeinde Messingen erinnern: Die Inszenierung des Musicals „Der kleine Tag“ von Wolfram Eicke, Rolf Zuckowski und Hans Niehaus von Messingern für Messinger.Anfang März fanden die beiden restlos ausverkauften und fantastischen Aufführungen in Messingen statt (Zeitungsartikel | Fotogalerie).

Meine Tochter Sina war auch dabei. Ich denke gerne an den wunderbaren Abend zurück und bin auch ein bisschen stolz als Bürger Messingens auf die gemeinschaftliche, in vielen Proben gewachsene Leistung der vielen Messinger und danke den Schauspielern und den Initiatoren Gaby Mey, Marion Schmidt und Regisseur Thomas Mönter.

Auf diesem Flyer sind alle Akteure aufgeführt: Der kleine Tag Flyer | Rückseite des Flyers

Energiewende

Nachdem sich im Japanischen Fukushima-Daiichi eine unglaubliche Katastrophe ereignet hat, beeilen sich unsere deutschen Politiker möglichst schnell aus der Atomkraft aus zu steigen. Das von der Bundesregierung  verhängte Atom- Moratorium und die jüngst eingesetzte Ethik-Kommission sollen für eine Neubewertung und daraus folgend für eine Änderung der Energiepolitik genutzt werden.Dass die sieben abgeschalteten Atomkraftwerke nicht sofort durch regenerative Energien ersetzt werden können, wird durch den aktuellen Zukauf von Atomstrom aus unseren Nachbarländern deutlich.Bis auf Kanzlerin Merkel und die CDU scheinen alle anderen Politiker und Parteien sich ein Wettrennen um den schnellsten Ausstieg zu liefern. Mir kommt das Verhalten dabei wie ein politischer Hühnerhaufen in Panik vor!Aus diesem Grund habe ich als aktiver Landwirt und Tierhalter allergrößte Sorgen, dass jetzt mit ganz heißer Nadel das Gesetz zur Förderung der erneuerbaren Energien (EEG) so geändert wird, dass es in der Praxis zu tief greifenden Verwerfungen kommen wird.Das aktuelle EEG hat bereits die Biogasanlagen mit einem viel zu hohen Nachwachsenden-Rohstoffe-Bonus ausgestattet, der die Tierhalter in den intensiven Veredlungsregionen an den Rand gedrängt hat. Das hatte bisher schon nichts mehr mit Fairness und Wettbewerb zu tun und zu befürchten ist, dass die inländische Lebensmittelerzeugung weiter benachteiligt wird.Bei den Überlegungen zur neuen Energiepolitik müssen die Folgen ausreichend berücksichtigt werden. Wenn die Novellierung des EEG zu mehr Windkraftanlagen im Inland und im Meer führt, dann kann ich da als Landwirt sehr gut mit Leben. Aber eine weitere deutliche Förderung der Biogasanlagen, die für eine gewisse Grundlast im Mix der erneuerbaren Energien sorgen können, sollten die Auswirkungen auf die Tierwelt, das Grundwasser, dem Landschaftsbild aber auch auf eine bisher völlig gesunde und starke Ernährungsbranche abgewogen werden.Ohne Zweifel: Biogasanlagen haben zwei sehr große Vorteile:1. Sie können auch nachts, wenn die Sonne nicht scheint und bei Flaute, wenn sich kein Windrad dreht, Strom und Wärme produzieren.2. Statt der Stromerzeugung können Biogasanlagen auch zur Gaserzeugung verwendet werden. Mit diesem Gas könnte dann gekocht, geheizt aber auch  Autos und Busse damit betankt werden.Ich bin dafür, dass die Förderung von weiteren Biogasanlagen die bestehende, Nahrungsmittel erzeugende Landwirtschaft  nicht noch stärker benachteiligen darf und statt dessen die Forschung in Biogas weiter verstärkt wird. Denn eines ist auch sicher: Bezüglich der Effektivität sind Biogasanlagen noch eher am Anfang der Entwicklung!