Archiv für den Monat: Mai 2015

professionelle Öffentlichkeitsarbeit von KTG Agrar

Liebe Besucher von Blogagrar, vielleicht ist Euch bereits das folgende Werbe-Video der „Die Landwirte“ aufgefallen. Wenn nicht, bitte schaut es Euch an- es ist wirklich gut gemacht:



Ich frage mich jetzt, wie ihr das Video findet. Bei mir setzt es positive Emotionen für das Land, die Landwirtschaft und auch für „die Landwirte“ frei. Das Video ist sehr aufwendig produziert, wie man bei meinem Bloggerkollegen JTG lesen kann.img1
„Die Landwirte“ ist dabei zugleich der Name für ein Tochterunternehmen der KTG-Agrar-Gruppe und Markenname für deren selbsterzeugte Nahrungsmittel. Die KTG-Agrar ist ein börsennotoierter Agrarkonzern mit einer Anbaufläche von über 30000 ha und Geschäftsfeldern im Bereich Agrar, Energie und neuerdings auch Nahrung.

Mich erinnert dieses Video ein wenig auch an die alten CMA-Zeiten, in denen der (von allen Landwirten gespeisten) Absatzfond richtig professionelle Werbung für die verschiedensten landwirtschaftlichen Produkte machte.

CMA_logoDie CMA ist bekanntlich schon lange Vergangenheit und seitdem sinkt das Ansehen der heimischen Landwirtschaft stetig. Zeitungen und Medien schießen sich in aller Regelmäßigkeit auf die Landwirtschaft ein. Dieser Zusammenhang ist meiner Meinung nach kein Zufall. Sicher ist, dass wir Landwirte (und da meine ich jetzt alle!) viele Jahre zu wenig für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit getan haben.

Aber wie ist der richtige Weg für die Öffentlichkeitsarbeit? Sollte der gesamte Berufsstand wieder einen CMA-Ersatz gründen, damit wieder professionelle Werbung für heimische landwirtschaftliche Produkte in den Medien eine Rolle spielt?

Oder sollten wir die professionelle Arbeit für Werbung besser unseren Verarbeitern im nachgelagerten Bereich, die mit dem Endkunden in den Lebensmittelläden im direkten Kontakt treten, überlassen und deren Arbeit letztlich mitzahlen?

Wie sehen das die mitlesenden Landwirte und Verbraucher? Ich bin an allen Meinungen interessiert! Habt Mut und kommentiert bitte!

Apropos Mut: Auch wenn die KTG in meinen Augen ein riesiger Agrarkonzern ist, ist er im Verhältnis zu den international aufgestellten Konkurrenten im Lebensmittelsektor ein eher kleiner Player. Nestlé, Dr. Oetker, Kellog´s und Unilever sind da z.B. viel größer! Gegen diese Mitbewerber und Marktmacht setzt man sich nicht so einfach durch. Möge die aktuelle Werbekampagne für Erfolg sorgen!

tweet des Tages – mit @seeger_kathrin

twitter_logoHeute stelle ich einen Tweet vor, der eigentlich eine Frage ist. Eine Frage an @foodwatch_de, die gestern mit einem großen Mediengetöse einen Hühnerhaltungsreport vorstellten und daraus folgend eine Tierhaltungswende forderten. Damit überholt Foodwatch mit ihren Forderungen sogar die Agrarwende-Partei „B90/Grüne“!
Natürlich wird wird dabei skandalisiert und allgemein wieder auf die Tierhalter eingedroschen. Das scheint gut anzukommen bei beim gut situierten, urbanen und vegan-lebenden Klientel.
twitter_kathrin_seegerHier jetzt der Tweet von @seeger_kathrin mit einer Diskussion, in der sich auch andere Twitteraner eingeschaltet haben:

Artenschutz und Landwirtschaft – Katzenleicht!

Titelbild des Artenschutz-Reports 2015
Titelbild des Artenschutz-Reports 2015

Das Bundesamt für Naturschutz hat vor zwei Tagen einen Artenschutzbericht veröffentlicht. Und es überrascht nicht, dass die Landwirtschaft zu den zentralen Verursachern für den Rückgang der Artenvielfalt gezählt wird. Das ist einfach und dazu auch populär! Es gibt Applaus von den vielen Umweltministern und natürlich auch von den Naturschutzverbänden. Die Landwirtschaft ist ein sehr beliebter Prügelknabe, also warum sich um eine umfängliche Problemanalyse bemühen?

Sönke Hauschild vom Bauernverband Schleswig-Holstein hat ein Video dazu erstellt-  etwas polemisch, aber es soll nur mal vor Augen halten, dass das Thema Artenvielfalt durchaus komplex sein kann.

Er kommentiert sein Video:

Artenschutz ist Katzenleicht!
Das Bundesamt für Naturschutz hat einen Artenschutz-Report vorgestellt und festgestellt, dass es schlecht um unsere Tier- und Pflanzenwelt bestellt ist. Schuld ist an erster Stelle die Land- und Forstwirtschaft. Seltsam unpassend scheint es da, dass die Zahl der Vogelarten von Südwesten nach Nordosten zunimmt. Vor allem in Ostdeutschland gibt es trotz intensiver Landwirtschaft nicht nur deutlich mehr sondern auch mehr seltene Vogelarten.
In Ballungsräumen dagegen finden immer weniger Vogelarten einen Lebensraum. Dabei spielt die Hauskatze eine miese Rolle.


tweet des Tages – mit @FilFallt

twitter_logogerold_steinbach_filfallt02Der zweite „tweet des Tages„, den ich in diesem Blog vorstelle. Dieses Mal von Gerold Steinbach, der unter dem Nicknamen @filfallt schon seit 2011 twittert.
Unter dem Hashtag #Bauerntweet postete er heute ein ganz fantastisch schönes Foto:

 

 

Die schöne Krista

die schöne Krista_FilmplakatEin Filmtipp bzw. Programmtipp:

Heute Nacht (Di. 19.Mai um 00:05 Uhr) ist im ZDF der Dokumentarfilm „Die schöne Krista“ zu sehen.

Krista ist mittleren Alters, Mutter dreier Kinder von drei verschiedenen Vätern, und sieht bezaubernd aus. Ihre Figur, ihre Art sich zu bewegen, ist von ausgesprochenem Adel: Ausbalanciert, erhaben, formvollendet und mit einem eindrucksvollen Euter gesegnet. Als sie zur schönsten Kuh Deutschlands gewählt wird, ändert sich auf einen Schlag ihr Leben. Sie bekommt im Stall ihre eigene Box. Denn jetzt gehört sie zur Weltelite.

Der Dokumentarfilm begleitet KRISTA und Jörg, ihren Besitzer, bei ihren Reisen zu Wettbewerben in aller Welt, ist ganz nah, wenn der Viehdoktor kommt, oder unsere Protagonistin zum ersten Mal kalbt. Und er ignoriert nicht, dass bei aller Bauernhof-Romantik die Viehzucht ein knallhartes Geschäft ist, bei dem nicht nur das Kuhauge nicht trocken bleibt. (Text von aries images übernommen)


 

tweet des Tages – mit @BauerHolti

twitter_logoIch finde twitter klasse! Und deshalb möchte ich in meinem Blog künftig interessante Tweets vorstellen.
Das besondere an twitter ist die vorgeschriebene Kürze der Nachrichten. Man muss seine Botschaft in 140 Zeichen pressen. Hier entwickeln sich gerne ganz spannende Diskussionen- auch mit vielen Politikern und Journalisten kann man so in Kontakt treten. twitter ist schnell und unkompliziert!
Ich selber bin auch bei twitter unter @BlogAgrar zu erreichen. In der rechten Menuleiste biete ich den Besuchern dieses Blogs einen kleinen Einblick in meine letzten Tweets, die ich getwittert habe.

bauerholti_twitterHeute fange ich einfach mal an mit dem -aus landwirtschaftlicher Sicht- Twitter-König Marcus Holtkötter alias @BauerHolti, der sich daran stört, dass in Nachhaltigkeitsdiskussionen die konventionelle Landwirtschaft generell schlecht abschneidet.

Die WWF-Fleischampel
Die WWF-Fleischampel

Aktuell hat der WWF einen Einkaufsführer zum Fleisch herausgebracht, in dem klassisches Fleisch pauschal die rote Karte erhält. Die Ampel schaltet auf „Grün“, wenn Bio-Fleisch und Wild ausgewählt wird. Das sind aktuell ca. 1% in Deutschland. Rechnet man noch die 2% der Veganer hinzu, haben mach Aussage des WWF wohl nur eine kleine Minderheit der deutschen Bürger die Chance, die oberste Stufe der gutmenschlichen Moralvorstellungen zu erlangen. Dem Rest wird ein schlechtes Gewissen eingeredet, dass man mit einer grünen Wahlentscheidung oder auch einer Spende (beim WWF, NABU und weiteren Spendensammelvereinen) beruhigen kann. Ich kann die Aufregung von @BauerHolti verstehen:

Es entsteht eine spannende Diskussion aus diesen vorgestellten Tweets heraus. Zum Weiterverfolgen oder zum Mitdiskutieren einfach auf die Zeitangabe der hier eingebetteten Tweets klicken!

Bauer Willi bei Günter Jauch

Programmtipp für den heutigen Abend:

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21:45 Uhr im Ersten (ARD)
Günter Jauch
mit u.a. Bauer Willi (Link)

Der Bauer Willi startete seine fulminanten Blogger-Karriere bei fragdenlandwirt.de, ein ebenfalls noch junges Projekt zur Verbraucheraufklärung, das von vielen praktizierenden Landwirten getragen wird.
Bauer Willi sucht den Dialog mit dem Verbraucher, den er gerne auch direkt und emotional anspricht.

Seinen Durchbruch hatte er mit „Lieber Verbraucher„, dessen Zugriffszahlen extrem groß waren. Auch die Diskussion wurde von vielen Verbrauchern und auch Landwirten anschließend leidenschaftlich geführt.

Der wohl meist zitierte Satz ist dabei

„Du, lieber Verbraucher, willst doch nur noch eines: billig. Und dann auch noch Ansprüche stellen!“

Ich freue mich auf den heutigen Abend und wünsche unserem Willi eine sachlich faire Diskussion, in dem die Anliegen der Landwirtschaft in ihrer gesamten Breite deutlich werden!

Wer es verpasst hat, hat neben der Mediathek noch folgende Sendetermine zur Verfügung:

Mo,11.5.2015 | 03:50 Uhr Das Erste
Mo, 11.5.2015 | 9:45 Uhr Phoenix
Mo, 11.5.2015 | 20:15 Uhr tagesschau24
Di, 12.5.2015 | 0:55 Uhr NDR
Di, 12.5.2015 | 2:40 Uhr MDR

Für diejenigen, die sich aktiv einbringen wollen in die Diskussion ein Link, wo bereits jetzt aktiv und rege diskutiert wird:

http://daserste.ndr.de/guentherjauch/forum/Forum-Die-Wut-der-Bauern-sind-unsere-Lebensmittel-zu-billig,forumwutbauern100.html

Von falscher Tierliebe und echtem Menschenhass

Landblogger Olaf Henke
Landblogger Olaf Henke

Blogger Olaf Henke ist auf LANGBLOGGER aktiv. Er hat sich mit ganz viel *ismus befasst. Ein sehr aufschlussreicher Artikel ist dabei herausgekommen, den ich hier unbedingt rebloggen möchte.
Olaf Henke bloggt seit etwas mehr als einem Jahr auf landblogger.de. Er ist 28 und stammt aus dem niedersächsischem Wendland. Dort betreibt er eine Forst- und Landwirtschaft. Eine ausführliche Vorstellung seines Betriebes gibt es auch bei FragdenLandwirt und ist bei Facebook und im Web erschienen.

VON FALSCHER TIERLIEBE UND ECHTEM MENSCHENHASS

Rassismus, Antisemitismus und Faschismus sind Begriffe, die sich in unserem heutigen Diskurs fest etabliert haben um damit jeden zu diskreditieren der einer anderen als der eigenen Meinung ist. Ob die eigenen Aussagen dabei überhaupt etwas mit diesen harten Vorwürfen zu tun haben, spielt dabei gar keine Rolle. Aber es gibt noch einen weiteren Ismus, der zwar vielen noch unbekannt sein mag, dessen Bedeutung sich aber vor allem bei Veganern fest etabliert hat, wenn es um landwirtschaftliche Tierhaltung geht: Der Spezizismus!

Selbst begegnete mir dieser Begriff das erste Mal vor etwa drei Jahren in einem Flugblatt der grünen Hochschulgruppe Göttingen anlässlich der Wahlen des Studentenparlamentes. Konkret geht es darum, daß ein Spezizist sich auf Grund seiner Art / Spezies (MenschHomo sapiens sapiens) anderen Spezien überlegen fühlt und sich auf Grund dessen das Recht herausnimmt diese zu domestizieren, zu melken oder sogar zu töten und zu essen (Quelle).
„Ja und?“, mögen viele jetzt denken, die von sich selbst ein höheres Bild hat als von einer Ziege, Mücke oder Ratte haben, zu denen wohl ohne weiteres 95 % der mitteleuropäischen Bevölkerung zählen. Dennoch sollte man die selbsternannten Antispezizisten nicht einfach als Spinner abtun und ihren keine Aufmerksamkeit schenken, denn die Vergangenheit ermahnt uns regelrecht mit solchen Gruppierungen offensiv umzugehen. Bis heute ist beispielsweise der Anteil der Biokonsumenten nicht wesentlich über fünf Prozent hinausgekommen, nach unserem Wahlrecht wäre eine Partei der Biokäufer in keiner unsere demokratischen Institutionen vertreten. Dennoch wurden in den vergangenen zehn Jahren grundlegende politische Entschlüsse mit milliardenschweren Förderpaketen getroffen um die Bioproduktion massiv zu subventionieren und zu protektionieren. Vegetarier und vor allem Veganer, die sich gerne als Antispezizisten sehen, sind eine noch kleinere Minderheit und dennoch wird allerlanden über Veggydays und Einschränkungen der Tiernutzung aus moralischen, eben antispezizistischen Gründen diskutiert, der sich 96 % der fleischessenden Bevölkerung unterwerfen soll! Der Mensch habe laut dieser Ideologie keinerlei Recht Tiere zu töten, zu nutzen oder überhaupt zu halten, das ist die klare und unerschütterliche Doktrin der überzeugten Antispezizisten und ihrer hippen Organisationen.

Damit verbietet sich nicht nur der Fleischverzehr, auch Honig, Milch, Käse, Eier, Butter, Pfannkuchen, Wollpullover, Lederschuhe, Seidenkravatten uvm. würden so der Vergangenheit angehören. Ganz vorne bei solchen Kampagnen steht immer wieder die „Tierrechts“vereinigung PETA. Anders als andere Organisisationen, wie NABU und BUND, die sich mit Tierschutz und -rechten befassen und zumindest in der Vergangenheit versucht haben seriöse Arbeit zu leisten, die ihnen die Anerkennung als offizielle Lobbyisten ihrer Interessen in Deutschland brachte, war und ist PETA hingegen eine militante Organisation, die Fleischverzehr auch gerne mal mit dem Holocaust gleichsetzt. An sachlicher politischer Arbeit ist ihnen nicht gelegen, sie provozieren stattdessen lieber mit nackten Promies und starten Aktionen fernab dem Boden der Legalglität. Im Kampf für die Gleichstellung der Tiere scheint ihne wirkliche jedes recht und billig zu sein.

Lassen wir den rein ethischen Aspekt, Mensch und Tier auf die selbe Stufe der Wertigkeit zu stellen mal einfach beiseite, denn über Ethik und privater Glaube lässt sich schlecht diskutieren, sondern konzentrieren wir uns mal auf die Ethik der Umsetzung dieses Glaubens. Wie die meisten Anti-Begriffe geht es beim Antispezizismuss nicht allein um eine Ablehnung, vielmehr ist er das radikale Spiegelbild dessen was man zu bekämpfen versucht.

“Seit fruchtbar und mehret Euch! Macht euch die Erde untertan!”, jeder der schon einmal eine Bibel in der Hand hatte und sinnigerweise vorne zu lesen begann, kennt diesen Satz. Weil dieser Satz so bekannt und prägend für das christliche Abendland war und noch immer ist, ist er die Hauptzielscheibe der Antispezizisten.

Extreme Beschimpfungen kommen immer wieder aus der "veganen Ecke"- diese Kommentare wurden im Rahmen einer Diskussion auf der Facebookseite einer Metzgerei gefunden.
Extreme Beschimpfungen kommen immer wieder aus der „veganen Ecke“- diese Kommentare wurden im Rahmen einer Diskussion auf der Facebookseite einer Metzgerei gefunden.

Es geht nicht nur um die reine Ethik, Veganer und Antispezizissten sind als eine postchristliche Sekte zu verstehen. Sie fühlen sich moralisch überlegen, versprechen durch ihre Lebensweise eine langes Leben mit ewiger Gesundheit und predigen allen, die es ihnen nicht nachmachen den bevorstehenden Untergang der heutigen Welt. Ihr Kampf gilt weniger den Rechten der Tiere, vielmehr ist es ein Glaubenskrieg gegen unsere heutige Gesellschaft und den Resten ihrer christlichen Werte und Motive. Doch noch etwas stört sie an der Weisung, die Gott unseren Stammeltern mitgab, das “seid fruchtbar und mehret euch”. Vielen Antispezizisten geht es nicht um Gleichberechtigung von Mensch und Tier, es geht ihnen um die Bekämpfung der Menschheit. Für sie ist der Mensch, wie bei vielen radikalen „Umweltschützern“, Ursache allen Übels und ein Fremdkörper auf unserem Planeten, den es soweit wie möglich zurückzudrängen gilt. So findet man all zu oft das äußerst fragwürdige Argument, daß drei Milliarden Menschen mehr als genug für unsere Erde seien. Doch was mit den restlichen fünf geschehen soll wird dabei idR. verschwiegen. Diesen ideologischen Hintergrund dieser Bewegung muss einem bewusst werden um ihre Argumente und Handeln verstehen zu können.

Es ist auffällig, daß sich radikaler „Tierschutz“ immer wieder mit perversen Menschenhass paart. Daß Staaten und Regime, die umfassende Tierrechte durchdrückten, kein Problem mit Mord und Folter an Menschen hatten. Am deutlichsten wurde das wohl während des Dritten Reichs (Quelle). Die ersten und umfangreichsten Tierschutzgesetze, ein Jagdgesetz und vieles mehr, wurde schon sofort zu Beginn geschaffen und waren seinerzeit ein weltweites Novum. Den Nazis war sehr daran gelegen, daß keinem Tier auch nur ein Haar gekrümmt werden sollte und Hitler selbst war überzeugter Vegetarier, der mit der Förderung des Grünkernanbaus auch den Rest Deutschlands von dieser fortschrittlichen Ernährungsweise überzeugen wollte. Die Folterung und Ermordung von Millionen, Juden, Zigeunern, Homosexuellen und Behinderten hingegen, war für sie moralisch nicht nur in Ordnung sondern ein dermaßen erstrebenswertes Ziel, daß sie es bis zu einer industrialisierten Vernichtungsmaschinerie perfektionierten. Nirgends wird der Widerspruch von völlig abstruser „Tier- und Naturliebe“ und gleichzeitigen Menschenhass deutlicher als zu dieser Zeit.

So häufig die Nazikeule in heutiger Zeit auch geschwungen werden mag, gegen die die diese abartige Ideologie voller Überzeugung auch heute noch in sich tragen, kommt sie all zu selten zum Einsatz. Stattdessen werden feiert man sie in gleichgesinnten (antispezizistischen Kreisen) als fortschrittliche Denker einer schönen Zukunft. Zu ihnen gehört ohne Frage auch Philosophie Professor Peter Singer, der an der amerikanischen Priceton-Universität Bioethik lehrt (Quelle). Er gehört zu den Vordenkern und Erfindern des Begriffes „Spezizismus“, welchen er das erste mal 1975 in seinem Werk „Die Befreiung der Tiere“ benutzte. Seiner Ansicht nach würden Tiere uneingeschränkt die gleichen Gefühle und Emotionen wie Menschen empfinden, so daß sich jede Haltung und Nutzung von Tieren aus ethischer Sicht verbieten würde. Als Bioethiker beschäftigt er sich jedoch auch schon seit längerem der Ethik der Abtreibung menschlicher Schwangerschaften und hat seine Schlussfolgerungen dazu immer weiter gesponnen. Für Singer stellt es kein Problem dar Kinder, wenn sie denn geistig behindert sind auch noch nach der Geburt zu töten. Seiner Ansicht nach könne man in solchen Fällen nicht von Mord sprechen, denn es seien Objekte ohne eigenen Zukunftspläne, vermutlich auch ohne Gefühle und Empfinden (Quelle). Während er alle Tiere pauschal auf die selbe Stufe wie den Menschen stellt, ordnet er behinderte Kinder als Ausschussware und Müll ein, den man ohne ethische Gewissensbisse töten und entsorgen könne. Es ist die abartige Ironie des Zusammenhangs von krankhafter Tierliebe und Menschenhass. Trotz solcher Erschreckender Ansichten, ist und bleibt Peter Singer die unangefochtene Ikone der weltweiten Tierrechtsfaschisten, die auf Grundlage seiner Theorien, Einbrüche, Gewalt, Diebstahl und Brandstiftungen als legitim rechtfertigen. Auch ihnen ist der Menschenhass anscheinend angeboren, verfolgt man diverse Foren und soziale Netzwerke, wenn es wieder einen Brand auf einem Bauernhof gab oder ein Mensch beim Umgang mit Tieren schwer verletzt oder gar getötet wurde. Ein Bulle, der seinen Bauern tottrampelte wird dort zum Helden stilisiert und die Kommentatoren hoffen noch auf viele weitere „zermatschte Sch..ßlandwirte“. Ein Stallbrand wird süffisant kommentiert, schade das es nicht das Wohnhaus mit dem Drecksbauern und seinen Tierquälerblagen erwischt habe. Zuletzt geriet im Facebookauftritt der Initiative „Frag den Landwirt“ sinnigerweise eine Behinderteneinrichtung unter Beschuss menschenverachtender Kommentare („Was können denn die armen Kühe dafür, dass Du behindert bist?“), weil dort behinderte Menschen mit Kühen arbeiten.

Jedoch muss auch die so propagierte Tierliebe der Antispezizisten arg in Frage gestellt werden. Nicht umsonst fordert man das absolute Verbot von Tierhaltung, den es scheint so, als würde sich die, die solches fordern regelrecht vor Tieren ekeln oder panische Angst haben. So sieht sich PETA immer mehr den Vorwürfen ausgesetzt, Tiere systematisch auf Druck aus oberste Vorstandsebene ohne Notwendigkeit getötet zu haben (Quelle)

Offensichtlich ist es mit dem Antispezizismus wie mit jedem anderen Ismus, es ist eine verquere Ideologie, die auf eigenen Komplexen und allgemeinen Welthass beruht. Ihre Anhänger wollen keine Diskussionen und schon gar nicht ihre Lebensweise in aller Ruhe für sich leben. Es geht ihnen allein darum ihren Hass und ihre eigene Frustrationen an anderen abzureagieren und sich dafür eine moralische Rechtfertigung zu schaffen.

Von falscher Tierliebe und echtem Menschenhass weiterlesen