Schlagwort-Archive: Hermann Wester

Meiners ist neuer Präsident der VEL

Hauptausschuss wählte Georg Meiners mit 97,6%

Heute Mittag ging die 9-jährige Ära von Hermann Wester als Präsident des Emsländischen Landvolks (VEL) zu Ende. Der 67-jährige Landwirt aus Haren stand für eine Wiederwahl, die die Satzung ihm aus Altersgründen verwehrt, nicht zur Verfügung. Nachfolger ist nun Milchviehhalter Georg Meiners aus Freren (Altkreis Lingen). Gegenkandidaten gab es keine.

Hermann Wester und Georg Meiners (rechts)
Hermann Wester und Georg Meiners (rechts)

Meiners´ Bewerbung im Wortlaut

Vor der Abstimmung trug sich Meiners seine Vorstellung den Deligierten aus dem Landkreis Emsland und der Grafschaft Bentheim mit folgenden Worten vor: Meiners ist neuer Präsident der VEL weiterlesen

Petition der Emsländischen Landwirte

Hermann Wester Landvolkfoto
Hermann Wester
Landvolkfoto

Wir Landwirte im Emsland wollen mit der heutigen Kundgebung beim Landkreis Emsland deutlich machen, dass wir vor Ort mit der Bevölkerung und der Politik im Gespräch bleiben oder auch neu ins Gespräch kommen möchten. Außerdem unterstützen wir gleichzeitig die Aktion „Wir machen euch satt!“, die in Berlin im Rahmen der Grünen Woche stattfindet.
Ziel ist es, dass nicht über uns, sondern mit uns geredet wird! Wir suchen den Dialog statt die Konfrontation. Wir fordern einen fairen und sachlichen Umgang mit landwirtschaftlichen Themen. Einer solchen Diskussion stellen wir uns gern.
Es gibt seit Jahren Demonstrationen anlässlich der Grünen Woche in Berlin von unterschiedlichsten Gruppen. Sie formieren sich unter dem Motto „Wir haben es satt.“ Sie richten sich gegen uns Landwirte und insbesondere gegen die Tierhaltung. Petition der Emsländischen Landwirte weiterlesen

Ministerpräsident Weil zu Gast bei der (Land-)Wirtschaft

Cloppenburg (VEL). Gemeinsam für die Zukunft der Region – unter dieser Devise läuteten die Kreislandvolkverbände Emsland, Cloppenburg und Oldenburg zusammen mit den Industrie- und Handelskammern und der Handwerkskammer ihren ersten Wirtschaftstag ein. Ehrengast der Auftaktveranstaltung war Ministerpräsident Stephan Weil.

Diskutierten im voll besetzten Saal über Landwirtschaft und Wirtschaft: Gert Stuke, Hubertus Berges, Moderator Uwe Haring, Stephan Weil, Karl-Heinz Bley und Christian Dreyer (von links). Foto: Knoll, VEL
Diskutierten im voll besetzten Saal über Landwirtschaft und Wirtschaft: Gert Stuke, Hubertus Berges, Moderator Uwe Haring, Stephan Weil, Karl-Heinz Bley und Christian Dreyer (von links).
Foto: Knoll, VEL

Hermann Wester, Präsident des Emsländischen Landvolkes, begrüßte die rund 400 Landwirte und bekräftigte das ungebrochene Interesse gerade der jungen Menschen an der Landwirtschaft. Wester setzt sich daher besonders dafür ein, das Leben im ländlichen Raum zu erhalten. Auch Johann Wimberg, Landrat des Landkreises Cloppenburg, sieht die Stärkung der heimischen Wirtschaft an erster Stelle. Jeder dritte Arbeitsplatz im Kreis Cloppenburg hänge direkt oder indirekt mit der Landwirtschaft zusammen. Clara Rolfes hat nicht nur ihren Arbeitsplatz, sondern auch ihren Traumberuf in der Landwirtschaft gefunden. Die 31-Jährige Agraringenieurin aus Lastrup ist die Chefin auf dem Betrieb und schätzt an ihrem Beruf neben der Arbeit mit Tieren und Pflanzen vor allem das Unternehmertum. Immer mehr Bürokratie führe jedoch dazu, dass sie mittlerweile genauso viel am Schreibtisch wie auf dem Trecker sitzt. Dies hemme Innovationen und Ideenreichtum auf den Höfen. Von der Politik wünscht sich die Mutter einer kleinen Tochter mehr Unterstützung, damit auch nachfolgende Generationen Lust auf Landwirtschaft haben.

Dies griff Ministerpräsident Stephan Weil gerne auf, denn Landwirtschaft und Politik hätten ein gemeinsames Interesse daran, verloren gegangenes Vertrauen zurück zu gewinnen. Landwirte und Landwirtinnen wie Clara Rolfes sollen wieder mit Stolz sagen können „Ich bin niedersächsischer Landwirt“, so Weil. Seiner Ansicht nach sollen Landwirte Respekt für ihre Arbeit erfahren. Dafür müssten sie jedoch offener gegenüber den Wünschen der Gesellschaft sein, denn Landwirten werde heutzutage „nicht mehr automatisch auf die Schulter geklopft“. Weil: „Landwirte sollen selbstbewusst und problembewusst sein.“ Selbstbewusst auf ihre Leistungen für die gesamte Gesellschaft, aber auch problembewusst für die Gründe möglicher Kritik. Ein positives Beispiel sieht er in der Initiative Tierwohl. Denn die Gesellschaft könne nicht nur beste Standards zu günstigsten Preisen verlangen. Er wolle sich dafür einsetzen, dass noch mehr Geld in die Tierwohl-Kasse fließt.

Gert Stuke, Präsident des Niedersächsischen Handwerkstages, fand klare Worte: „Wir brauchen in Deutschland keine Agrarwende, sondern eine Verbraucherwende.“ Für Christian Dreyer, Geschäftsführer der Amazonen-Werke, liegt die Zukunft in der Technik. Mit immer präziserer Technologie beispielsweise in der Düngerausbringung lasse sich die Qualität deutlich steigern und somit auch die Verbraucherakzeptanz. Hubertus Berges, Vorsitzender des Landvolks Cloppenburg, ist von den Anschuldigungen gegen die Landwirtschaft schlichtweg „genervt“. Seiner Meinung nach muss der scheinbare Widerspruch zwischen intensiv und nachhaltig aufgelöst werden: „Die moderne Landwirtschaft kann beides, und ist zudem noch höchst effizient“, so Berges.

EINE ÄRA GEHT ZU ENDE

Lingen (VEL). Mit den Worten „Eine Ära geht zu Ende“, verabschiedete Landrat Reinhard Winter die Landfrauen Anni Barkmann aus Messingen und Maria Hermeling aus Lohne aus ihrer langjährigen Vorstandstätigkeit bei der Kreisarbeitsgemeinschaft der Landfrauen Lingen. Beide haben sich in ihrer ehrenamtlichen Arbeit stets für die Interessen der Frauen vom Land stark gemacht. In einer offiziellen Verabschiedungsfeier wurden sie nun für ihr Engagement geehrt.

Lob und Dank an Maria Hermeling und Anni Barkmann (Mitte) von den Lingener Landfrauen sowie Agnes Witschen (1.v.l.), Landrat Reinhard Winter (2.v.l.) und Hermann Wester (r.). Foto: Knoll, VEL
Lob und Dank an Maria Hermeling und Anni Barkmann (Mitte) von den Lingener Landfrauen sowie Agnes Witschen (1.v.l.), Landrat Reinhard Winter (2.v.l.) und Hermann Wester (r.). Foto: Knoll, VEL

23 Jahre Landfrauenarbeit liegen hinter der bisherigen Kreisvorsitzenden Anni Barkmann, die ihr Amt im Februar nieder legte. Die Landwirtin aus Messingen hat sich besonders für die Zukunft der landwirtschaftlichen Familienbetriebe im Emsland sowie für die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen auf dem Land eingesetzt. Gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Maria Hermeling, EINE ÄRA GEHT ZU ENDE weiterlesen

„Landwirte sind keine Rampensäue“

Haren (VEL). „Landwirte sind keine Rampensäue. Wagen Sie sich dennoch ins Scheinwerferlicht!“ Mit diesen Worten rief Werner Schwarz auf der Hauptausschusssitzung der Vereinigung des Emsländischen Landvolkes jeden Landwirt dazu auf, selbst aktiv in Sachen Öffentlichkeitsarbeit zu werden.

Wünschen sich mehr Mut und Eigeninitiative von den Bauern: Werner Schwarz (3. von links) und der Vorstand des Emsländischen Landvolkes.
Wünschen sich mehr Mut und Eigeninitiative von den Bauern: Werner Schwarz (3. von links) und der Vorstand des Emsländischen Landvolkes. Foto: Daniela Knoll, VEL

Der Vize-Präsident des Deutschen Bauernverbandes macht es vor: In seinem Sauenstall hat er eine Webcam installiert, die Live-Bilder ins Internet überträgt. Auf den ersten Blick wirken diese für einen Verbraucher vielleicht erschreckend, doch bieten sie die Chance zur Diskussion. „Kommunikation ist wie in einer guten Ehe die Zauberformel zum Erfolg. Wir müssen zeigen, was wir tun“, appellierte Schwarz. Gerade das Internet sei die ideale Plattform dafür. Im Gegensatz zu Print und TV, wo oft Sensationsjournalismus betrieben werde, finde man im Internet Gehör. Denn was geklickt und geliked wird, darüber wird berichtet.

Bernhard Barkmann, Landwirt und Agrarblogger aus Messingen, wünschte sich ebenfalls mehr Eigeninitiative von seinen Berufskollegen. Viele hätten jedoch Angst vor Skandalvideos oder Stalleinbrüchen. Schwarz beruhigte: Seine Webcam hatte zwar anfänglich für viel Kritik und so genannte „Shitstorms“ gesorgt, aber letztendlich nur Positives für die ganze Branche bewirkt. Eines gab er daher den Landwirten mit auf den Weg: „Machen Sie etwas, statt nur zu kritisieren.“

Für Werner Schwarz ist Öffentlichkeitsarbeit nicht nur Spielerei, sondern ein fester Betriebszweig.
Für Werner Schwarz ist Öffentlichkeitsarbeit nicht nur Spielerei, sondern ein fester Betriebszweig. Foto: Daniela Knoll, VEL

Weitere Hintergrundinformationen: (hinzugefügt vom Admin)

Den rund einen Monat andauernden Shitstorm, den Werner Schwarz nach der Freischaltung der Web-Cam in seinem Sauenstall erntete, kann hier auf der Facebookseite des Bauernverbandes aus Schleswig-Holstein nachgelesen werden.

Außerdem freue ich mich, dass Werner Schwarz nicht nur bei Facebook aktiv ist, sondern jetzt auch bei Twitter. Folgt ihm unter https://twitter.com/WernerSchwarz5 !

Die Facebookseite des nördlichsten Landesverbandes hat zur Zeit 2757 „Gefällt mir“-Angaben. Wenn noch nicht geschehen, dann kann ich ein „Like“ an dieser Stelle nur empfehlen“. 😉

 

 

Wir ackern für den SV Meppen

SV MEPPEN SPIELER ZU GAST BEI 140 KÜHEN


vom VEL-Blog: Meppen-Helte. Gut ein Jahr ist es her, dass sich regionale landwirtschaftliche Unternehmen zur Hauptsponsoreninitiative für den SV Meppen zusammengeschlossen haben. Die Trikots der Spieler zeigen seitdem den mit Kuh, Huhn und Schwein verzierten Slogan „Echt Emsland – Wir ackern für den SV Meppen“. Um zu erfahren, was hinter den aufgedruckten Tieren steckt, besichtigten die Spieler den Milchkuhbetrieb von Familie Meyring in Meppen-Helte.

(c) VEL
Ein gutes Team: Die Spieler des SV Meppen und Mitglieder der landwirtschaftlichen Hauptsponsoreninitiative Echt Emsland.

Statt aufs Fußballfeld ging es für die Regionalligaspieler in den Milchkuhstall von Christa und Matthias Meyring. Zwei vollautomatische Melkroboter melken dort die 140 Kühe mehrmals täglich. Die Tiere können frei entscheiden, wann sie gemolken werden. Familie Meyring setzt auch im Stall auf Kuhkomfort: Durch offene Seitenwände ist es hell und luftig. Zudem gibt es weiche Liegebetten und Kratzbürsten. Die Spieler waren von dem modernen Stall beeindruckt: „Ich wusste nicht, dass heute mit so viel Technik gearbeitet wird“, so Martin Wagner. Dem 28-jährigen Mittelfeldspieler gefällt das etwas andere Logo auf seiner Brust: „Die Landwirtschaft passt einfach ins Emsland. Ich bin mir sicher, dass sich viele Zuschauer damit identifizieren können.“

(c) VEL
Das Team des SV Meppen besichtigt interessiert die 140 Milchkühe von Familie Meyring.

Das glaubt auch Hermann Wester. Der Präsident der Vereinigung des Emsländischen Landvolkes hob als einer der Hauptsponsoren die Bedeutung der Landwirtschaft für die Region hervor: „Die Landwirtschaft spielt als Herzstück des Emslandes eine große Rolle. Zahlreiche Arbeitsplätze hängen daran“. Markus Lohle, Geschäftsführer beim SV Meppen, zeigte sich mit den Ergebnissen der Hauptsponsoreninitiative sehr zufrieden. Nach guten fußballerischen Leistungen im letzten Jahr hofft er auf eine weitere erfolgreiche Saison. Zudem wies er auf gemeinsame Aktionen im Stadion wie das attraktive Echt Emsland-Torwandschießen für Zuschauer in der Halbzeit hin.

(c) VEL
Glückskind des Tages war Hendrik Meyring: Zum Geburtstag bekam er ein handsigniertes SV Meppen-Trikot.

Neben dem Landvolk zählen zu der Hauptsponsoreninitiative die Firmengruppe Rothkötter, die Unternehmensgruppe Krone sowie die Agravis Raiffeisen AG und weitere landwirtschaftliche Unternehmen aus dem vor- und nachgelagerten Bereich. Nachdem im letzten Jahr für die Meppener Spieler bereits ein Besuch der Hähnchenschlachterei Emsland Frischgeflügel auf dem Programm stand, konnten auf dem Betrieb von Meyrings neben Milchkühen auch moderne Technik von Krone und Agravis besichtigt werden. Meyrings hatten Maschinen ausgestellt, die auf dem Hof zur Grasernte sowie zum Güllefahren dienen.