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NABU UND LANDVOLK IM DIALOG

(VEL) Miteinander reden und gemeinsame Nenner finden – das war das Ziel eines ersten Gespräches zwischen Landvolk und Naturschutzbund (NABU) Emsland/Grafschaft Bentheim, zu dem das Landvolk eingeladen hatte. Anlass war ein im VEL_logo_180August in der Zeitung erschienener offener Brief des NABU. Ziel des NABU ist es, die Biodiversität in der Agrarlandschaft zu erhöhen. So sei durch intensive Ackerwirtschaft und Grünlandumbruch der Bestand an Wiesenvögeln stark nabu_el_logozurückgegangen. Positiv wirke sich hier die Haltung von Rindern auf der Weide aus. Zum Schutz von Wildtieren waren sich NABU und Landvolk einig, dass die Mahd von innen nach außen selbstverständlich sein solle. Wichtig sei auch der Anbau von Zwischenfrüchten und Blühstreifen. Der NABU erkennt viele richtige Ansätze, die aber weiter verfolgt und für ein besseres Image auch an die Öffentlichkeit gebracht werden müssen.

Miteinander und nicht übereinander sprachen der NABU und das Landvolk.
Miteinander und nicht übereinander sprachen der NABU und das Landvolk.

Beim Thema Nitratbelastung im Grundwasser wies Lambert Hurink auf stetig sinkende Werte hin. Außerdem NABU UND LANDVOLK IM DIALOG weiterlesen

MEYER MUSS WEG

Hannover (VEL). “Meyer muss weg” – so lautete wohl das inoffizielle Motto der großen Kundgebung in Hannover, zu der rund 500 Landwirte aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim angereist waren. Fast 100 Landwirte fuhren sogar mit dem Schlepper vors Landwirtschaftsministerium, um den niedersächsischen Landwirtschaftsminister Christian Meyer zu mehrn Dialogbereitschaft innerhalb der aktuellen Agrarpolitik aufzurufen. Denn dieser hinterlässt zurzeit vor allem eines: einen großen Scherbenhaufen. Dieser wurde dann auch symbolisch mit zerschlagenem Porzellan vorm Ministerium abgelegt.
Mit dem Schlachtruf “Meyer muss weg” zogen 4000 Landwirte aus ganz Niedersachsen in Begleitung der Traktoren zuerst zum hannoverschen Landwirtschaftsministerium und dann zum Steintorplatz. Diese Beteiligung übertraf alle Erwartungen und zeigt nach Angaben von Werner Hilse, Präsident des niedersächsischen Landvolkes, wie groß die derzeitige Unzufriedenheit der Landwirte mit ihrem Landwirtschaftsminister ist. Sie wünschen sich, getreu dem offiziellen Motto, eine “Perspektive statt Agrarwende”. Oft werde vergessen, dass die Landwirtschaft der zweitwichtigste Wirtschaftszweig in Niedersachsen ist. “Wir kämpfen gemeinsam für eine Perspektive auf unseren Höfen”, versprach Hilse. Das Besondere in der Landwirtschaft sei zudem, dass Familien auf den Höfen gemeinsam leben und arbeiten.

Bauernpräsident zu Gast in Nordhorn

Ehrengast der Mitgliederversammlung des Grafschafter Landvolks war in diesem Jahr der Präsident des deutschen Bauernverbandes Joachim Rukwied. Der Festsaal im Hotel Rammelkamp in Nordhorn war voll besetzt.

voll besetzter Saal in Nordhorn
voll besetzter Saal in Nordhorn

Nach einer kurzen Einführung durch angehende Landwirte und Berufsschüler hielt Rukwied eine 90-minütige Rede. Zu Beginn betonte er, dass die deutsche Landwirtschaft insgesamt und in Weser-Ems speziell eine Erfolgsgeschichte sei. Die deutsche Landwirtschaft sei in der Summe wettbewerbsfähig. Darauf sei er stolz und er werde diese Erfolge verteidigen und dafür kämpfen, dass dieses auch so bleibt.

Er betonte, dass die deutschen Bauern unbedingt unternehmerische Freiheit benötigen und trotzdem oder auch deshalb nachhaltig sind, denn jeder Bauer denkt in Generationen- sein Betrieb soll möglichst mindestens so gut aufgestellt an die nachfolgende Generation weitergegeben werden.

Bauernpräsident Joachim Rukwied
Bauernpräsident Joachim Rukwied

Anschließend ging er auf all die Sorgen und Themen ein, die aktuell in der politischen Diskussion stehen: von der Novelle der Düngeverordnung, über das problematische Doppelpassspiel zwischen Umweltstaatsekretär und grünen Länderagrarministern, Arzneimittelmonitoring, Pflanzenschutz, Flächenschutz, Tierwohldebatten bis hin zum LROP in Niedersachsen, in dem den Landwirten in vielen Fällen eine schleichende Enteignung und der Entzug der Lebensgrundlage droht, ließ Rukwied kein wichtiges Thema aus.

Es war immer wieder zu spüren, dass es eine große Herausforderung ist, den Bauernverband „zusammenzuhalten“. Dass insgesamt immer wieder eine Linie als Kompromiss aus den verschiedensten Ansichten zwischen Nord/Süd, West/Ost, Ackerbauer/Tierhalter, Öko/Konventionell gefunden wird und mit einer Stimme zur Politik gesprochen werden kann.

Im Anschluss hatten die Anwesenden noch die Chance, eigene Fragen zu stellen. So durfte ich Joachim Rukwied die Frage stellen, wie der Bauernverband wieder die Meinungsführerschaft zu landwirtschaftlichen Themen in der Öffentlichkeit zurückgewinnen möchte. 
In seiner Antwort stellte der Bauernpräsident anfangs fest, dass die Medienlandschaft sich in den letzten Jahren gewandelt habe und heute Journalisten nicht mehr die Experten des Bauernverbandes oder Agrarwissenschaftler fragen, sondern eher die sog. Experten bei diversen NGOs.
Diesem möchte er mit mehr Hintergrundgesprächen mit Journalisten und mehr Informationskampagnen begegnen. Auch im Internet soll es immer wieder Kampagnen und Aktionen geben, wie z.B. die Schweinestallkamera von Werner Schwarz (Präsident der schleswig-holsteinischen Bauern) oder meine-bauernfamilie.de. Erst zum Schluss sagte er, dass auch jeder Bauer in seinem Bekanntenkreis Aufklärungsarbeit machen könne.

Ich finde, dass die Initiative der Basis, der einzelnen Bauern ganz oben stehen sollte und alles andere unterstützend für den Landwirt gemacht werden sollte. Wir brauchen eine richtig breite Front, um unsere Anliegen deutlich zu machen. Darauf wies auch Lambert Hurink, Hauptgeschäftsführer des VEL, hin: Jeder sei gefragt, Öffentlichkeitsarbeit zu machen!

Nach einer halbstündigen Diskussion endete die Veranstaltung, die ich als insgesamt gelungen bezeichnen möchte. In den Gesprächen hinterher mit Berufskollegen wurde deutlich, dass die Demonstrationsbereitschaft bei den Bauern steigt. Der Frust und Unmut über Minister Meyer in Hannover ist groß. Ich bin gespannt, ob die aktuellen Probleme um Landesraumordnungsprogramm (LROP) und das ständige Misstrauen des Ministeriums gegenüber den Landwirten sich im Gespräch zwischen Landvolk und Minister beseitigen lassen. Leider scheint es so, dass zur Zeit noch nicht einmal ein Gespräch mehr möglich ist. Das wäre ein Armutszeugnis! Von beiden Seiten.

Ball der Landwirtschaft in Haren

Ball der LandwirtschaftHaren. Am 8. November findet der zweite Ball der Landwirtschaft im festlichen Rahmen im Hotel Hagen in Haren statt. Hier trifft sich die grüne Branche, um neben Tanz und Geselligkeit die Lossprechung der land- und hauswirtschaftlichen Absolventen aus dem Raum Aschendorf-Hümmling und Meppen zu feiern. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen.

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Freuen sich auf den Ball der Landwirtschaft: Die Junglandwirte Anna Maria Lübbers und Hermann von Ohr mit Landvolk-Hauptgeschäftsführer Lambert Hurink (von links).

Da der erste Ball der Landwirtschaft im vergangenen Jahr mit 400 Gästen die Erwartungen der Veranstalter weit übertroffen hat, wird dieses attraktive Fest nun erneut durchgeführt. Feierlich verabschiedet werden an diesem besonderen Abend die Absolventen der Land- und Hauswirtschaft, Werker in der Landwirtschaft sowie Landwirtschaftsmeister. Nach Angaben von Paul Schulte, zuständig für die Berufsausbildung bei der Landwirtschaftskammer Bezirksstelle Emsland, haben die Absolventen allen Grund zu feiern: „Die Berufschancen in den Grünen Berufen sind sehr gut und auch sehr vielfältig. Eine feierliche Übergabe der Urkunden lässt die jungen Leute mit viel Selbstbewusstsein in ihre berufliche Zukunft starten“, erklärt Schulte. So wie die frisch gebackenen Junglandwirte Anna Maria Lübbers (19) aus Werpeloh und Hermann von Ohr (20) aus Heede. Sie sind schon gespannt auf ihre Lossprechung und den anschließenden Ball mit Musik und Tanz: „Wir sehen unsere Mitschüler wieder und können gemeinsam über unsere Ausbildungszeit reden. Außerdem lernen wir alle Ausbilder kennen“, freut sich Anna Maria Lübbers. Beide haben langfristig das Ziel, auf den elterlichen Betrieb einzusteigen.

Doch auch für Nicht-Absolventen hat der Ball der Landwirtschaft einiges zu bieten. Nach Angaben von Lambert Hurink, Hauptgeschäftsführer des Emsländischen Landvolkes, eigne sich das Fest für jede Landwirtin und jeden Landwirt hervorragend dazu, alte Bekannte zu treffen und neue Kontakte zu knüpfen. „Oftmals kommunizieren wir heutzutage nur noch über Handy oder Internet. Gemeinsam einen schönen Abend zu verbringen, ist daher umso wertvoller“, so Hurink.

Der Kartenvorverkauf läuft bereits und die Veranstalter raten allen Gästen, sich frühzeitig eines der begehrten Tickets zu sichern. Die mengenmäßig begrenzten Eintrittskarten gibt es nur im Vorverkauf in den Landvolk-Geschäftsstellen Aschendorf und Meppen. Eine Karte kostet inklusive Essen und Live-Musik wie im letzten Jahr 15 Euro. Der Abend beginnt um 19 Uhr mit der Freisprechung. Anschließend findet ab 20:30 Uhr der öffentliche Ball statt. Organisiert wird das große Fest der grünen Branche von der Vereinigung des Emsländischen Landvolkes, der Landwirtschaftskammer, dem Verein landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen sowie den Landfrauen.

Lesen Sie den Flyer mit allen Informationen  hier