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Gülle ist Lebenselixier für Pflanzen. Immer wieder!

Screenshot Faktencheck Gülle
Ressourcenschonerin Gülle. Quelle: www.faktencheck-schwein.de – dahinter steckt immer ein guter Fakt!

Es stinke, und zwar zum Himmel! Obwohl Stadt unter der Hitze seufze, sei Lüften nutzlos, die so genannte gute Landluft mache es unmöglich. So beginnt ein Leserbrief an die Stadter Tageszeitung, in dem sich Prof. Dr. Nait beklagt: Man frage sich, wieso sich noch irgendein Landwirt darüber wundert, dass das Image der Landwirtschaft schlecht sei. Das Wasser belastet – die Bürger müssen zahlen. Bauland sei eingeschränkt – wegen Tierhaltungsanlagen. Auch in Stadt sei Landwirtschaft nicht alles – erst recht nicht, wenn es sich nur um ein kleine Gruppe von Menschen handele, die auf ihre Mitmenschen Rücksicht nehmen sollten. Zumal diese ihnen einen Großteil ihrer Einkünfte durch Steuern finanzieren.

Die Landwirte Sören Smithpig und Stefan Strawberry aus Dorf wollten dies nicht auf sich sitzen lassen und haben mit einem Leserbrief geantwortet. Es ist das zweite Schreiben der Beiden, das ich bei BlogAgrar veröffentlichen darf. Wieder spielt Gülle eine Rolle. Zur Erinnerung hier das erste Schreiben: Gülle ist Lebenselixier für Pflanzen.

Der anonymisierte Lesebrief beruht auf einer wahren Gegebenheit.
Screenshot Grafik Rolle der Düngung
Die Rolle der Gülle in der Düngung. Quelle: www.faktencheck-schwein.de – dahinter steckt immer ein guter Fakt!

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Tierschützer auf dem Holzweg

Tierschützer demonstrieren gemeinsam mit PeTA

Der Lingener Tierschutzverein demonstrierte am vergangenen Wochenende im emsländischen Lingen gegen die Haltung von Wildtieren beim Circus Krone.

14.07.2018, 18:40 Uhr GEGEN WILDTIERHALTUNG Peta demonstriert in Lingen vor dem Circus Krone
(c) Lingener Tagespost vom 14.7.18

Eigentlich kein Problem, obwohl Krone hohe Standards bei der Unterbringung und Transport seiner Tiere bietet. Die Bedingungen für die Wildtiere werden sicherlich ganz individuell und subjektiv bewertet. Der Cirkus Krone klärt sehr transparent darüber auf, aber dennoch ist es legitim, die Tierhaltung dort zu kritisieren und dagegen zu demonstrieren.

Was für mich allerdings unverständlich ist, ist die Tatsache, dass die Lingener Tierschützer, selber oft Halter von Pferden oder Haustieren, gemeinsam mit Anhängern der Tierrechtsorganisation PeTA demonstrierten.

Deshalb habe ich folgenden Leserbrief geschrieben, der heute in der Lingener Tagespost veröffentlicht wurde: Tierschützer auf dem Holzweg weiterlesen

Wie auf die Medien reagieren?

Diese Frage stellt sich auch Georg Keckl, Agrarstatistiker aus Hannover in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift top agrar. In seinem Leserbrief der Ausgabe 1/2015 schreibt er als Antwort (hier ist übrigens meine Antwort) auf den „Streitpunkt: Reden sie die Probleme nicht schön!“:

Leserbrief von Georg Keckl in top agrar 1/2015
Leserbrief von Georg Keckl in top agrar 1/2015

[…] Wie kommt die Landwirtschaft da raus? Probleme nicht schönreden, ist sicher richtig, wird den Bauern aber nicht gedankt. Über Blogs etc. gibt es eine Möglichkeit, die Fakten richtig zu schildern und mögliche Schwindeleien der NGOs aufzudecken. Die Glaubwürdigkeit der Kritiker schwindet mit jedem aufgedeckten Schwindel. […]

Als ich diesen Leserbrief gelesen habe, dachte ich mir sofort, dass ich den hier bloggen werde. Denn das ist es ja, was ich seit fast 4 Jahren immer wieder versuche: Neue Fakten und eine andere Sichtweise in die Diskussion um die einseitige Berichterstattung vieler landwirtschaftlicher Themen hineinzubringen.

Eine große Herausforderung, weil die Beschaffung von Fakten und deren richtige Einordnung sehr zeitaufwendig ist. Das führt bei mir dazu, dass ich schon mal viele Stunden und auch mal Tage über einen einzigen Blogartikel brüte. Ich habe mich in der Vergangenheit bereits des öfteren bei Georg Keckls Faktensammlung bedient. Doch jetzt hat der Agrarstatistiker ein etwas größeres Werk veröffentlicht:

Der Anti-Fleischatlas

Dazu gibt Keckl folgende Erklärung ab:

Das „Anti“ im Titel bezieht sich auf die Fleischatlanten von Heinrich-Böll-Stiftung, BUND und Le Monde Diplomatique, nicht auf das Fleisch. Aus dem Fleisch-Bashing in den Fleischatlanten soll hier kein Fleischatlas-Bashing werden. Es geht um eine Kritik an den manchmal autistischen Sichtweisen vieler Fleischgegner auf den Themenbereich. Insbesondere wenn diese Werke in den Schulen besprochen werden, besteht auch so was wie ein gemeinnütziger Bildungsauftrag, eine andere Sicht zu zeigen, damit es nicht einseitig wird. Ein eifriger Teil der Lehrerschaft folgt, wie so oft in der deutschen Geschichte, einer Modeideologie, verwechselt wieder Mission mit Bildung.

Dieses Werk verdient große Aufmerksamkeit und kann hier als .pdf-Datei kostenlos herunter geladen werden. Die im Anti-Fleischatlas zusammengetragenen Fakten werden nicht nur mir, sondern auch anderen Bloggern ein große Hilfe sein. Danke!