Schlagwort-Archive: Muttermilch

Glypho-Fiktion, Teil 4

Kalkulierte Skandalmeldung?

Als im Juni vergangenen Jahres die Bundestagsfraktion der Bündnisgrünen die Pressemitteilung zu den Glyphosatfunden in Muttermilch herausbrachte, setze sich eine gewaltige Medien-Maschinerie in Gang. Nahezu alle Medien nahmen das Thema auf und berichteten darüber, sogar die Tagesschau. Die wenigsten Journalisten hielten es in dieser hektischen Zeit allerdings für nötig, diese Meldung etwas zu hinterfragen. Stattdessen wurden in der Bevölkerung und speziell bei stillenden Müttern Ängste geschürt.

breite Medienwirkung
Die das Suchergebnis bei Google weist auf eine breite Medienwirkung hin

fragezeichenIch frage mich, ob die Initiatoren der unwissenschaftlichen Studie, die Wirkung in den Medien ganz bewusst einkalkuliert haben, um das Zulassungsverfahren des Pflanzenschutzmittels Glyphosat zu torpedieren?  Glypho-Fiktion, Teil 4 weiterlesen

Glypho-Fiktion, Teil 3

In Teil 3 der Glypho-Fiktion-Reihe möchte ich Ludger Weß* rebloggen:

WIE MAN SÄUGLINGE FÜR POLITISCHE KAMPAGNEN MISSBRAUCHT

Ludger Weß (Facebook-Profilbild)
Ludger Weß (Facebook-Profilbild)

Schon in der Antike wusste man – der griechische Historiker Thukydides hat darüber geschrieben -, dass Angst eine Haupttriebkraft für das politische Handeln ist. Mit Angst gewinnt man Unterstützer und zieht das Wahlvolk auf seine Seite.

Niemand beherzigt diese Erkenntnis heute so perfekt wie Umweltschutz-NGOs und ihre Lobbyisten in Parteien und Parlamenten. Die größte Angst kann man schüren, wenn man Müttern einredet, ihre Kinder würden vergiftet – durch Impfstoffe, Vitamin D, Fluor im Trinkwasser oder Gift in der Nahrung. Auf die Spitze treiben lässt sich die Angst durch die Behauptung, Mütter würden ihren Kindern durch das Stillen schwerste Gesundheitsschäden  zufügen.

Genau mit dieser Behauptung – Muttermilch sei durch „wahrscheinlich krebserregendes Pflanzengift“ verseucht -, ging die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen im Juni 2016 an die Öffentlichkeit. Die Fraktion hatte eine Untersuchung von 16 Glypho-Fiktion, Teil 3 weiterlesen

Glypho-Fiktion, Teil 2

Bauernverband_SH_logoAuf der Facebookseite des Bauernverbandes Schleswig-Holstein ist folgender Kommentar zum Thema Glyphosat und Muttermilch zu lesen:

Grüner Jubel: Endlich amtliche Muttermilch-Tests auf Glyphosat!

Im Juni 2015 ließen Bündnis 90/Die Grünen 16 Muttermilch-Stichproben auf Glyphosat testen. Die Ergebnisse waren „zunächst“ alarmierend, so die Grünen heute. Nein! Sie waren nicht alarmierend, sie waren falsch. Denn, das geben die Grünen heute selber zu: Es gab zu diesem Zeitpunkt noch keine Testmethode.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) entwickelte daraufhin Testverfahren für Glyphosat in Muttermilch und untersuchte jetzt 114 Proben. Ergebnis: In keiner Probe wurde Glyphosat oberhalb der Nachweisgrenze gefunden. Noch einmal: In keiner Probe. Glypho-Fiktion, Teil 2 weiterlesen

Glypho-Fiktion, Teil 1

snap_grüne_muttermilch_glyphosatEnde Juni vergangenen Jahres sorgte die Bundestagsfraktion der Bündnisgrünen für Aufregung in der Öffentlichkeit und vor allem bei stillenden Müttern. Sie behaupteten, in mehreren Muttermilchproben Spuren von Glyphosat, einem höchst umstrittenen Pflanzenschutzmittel, gefunden zu haben.
Schon damals kamen sehr viele Zweifel auf, was die Seriosität der Messungen und der Bewertung der Laborergebnisse anbelangte.

BlogAgrar berichtete in folgenden Posts von der reißerischen Kampagne:

bfr_logoJetzt bestätigt eine vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Auftrag gegebene Studie hochoffiziell, dass kein Glyphosat in Muttermilch nachweisbar ist und die Testverfahren der Studie der grünen Bundestagsfraktion nicht geeignet waren, Glyphosat zu bestimmen- schon gar nicht in so niedrigen Konzentrationen wie damals behauptet.


Ich möchte nun einen ersten Kommentar meiner geschätzten Kollegin Susanne Günther rebloggen. Sie schreibt in ihrem Blog schillipaeppa.net:

Die Grünen in der Pestizid-Sackgasse: Kein Glyphosat in Muttermilch nachweisbar

Im vergangenen Sommer ließ die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen 16 Muttermilch-Stichproben auf Glyphosat untersuchen. Bei der Analyse, die man von einem tiermedizinischen Labor  durchführen ließ, wurden die Grünen fündig und schlugen Alarm: Glypho-Fiktion, Teil 1 weiterlesen

Besser Gift im Acker als Gift im Kopf

Eine Filmkritik zur WDR-Dokumentation “Gift im Acker. Glyphosat, die unterschätzte Gefahr?” vom 2. November 2015

von Susanne Günther, Bloggerin bei Schillipaeppa.net

Am Montag Abend sendete der WDR die Dokumentation “Gift im Acker. Glyphosat, die unterschätzte Gefahr?” Dieser Film reiht sich ein in eine Serie von Filmen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, die die Debatte um Glyphosat ganz im Sinne von Big Green (Bündnis 90/Die Grünen, Greenpeace, BUND, Umweltinstitut München e.V. etc.) ausleuchten. Ich habe mal auf die Schnelle ein paar Informationen und Anregungen zusammen getragen:

WDR_diestory_glyphosat_2015Gleich zu Anfang ein paar Formfehler: Eingangs übersetzen die Filmemacher im gesprochenen Kommentar „BfR“ mit „Bundesanstalt für Risikoforschung“, die Bundesbehörde heißt aber „Bundesinstitut für Risikobewertung“. Es wird behauptet, dass das BfR bereits im Jahr 2000 eine Risikobewertung für Glyphosat vorgenommen habe. Das kann aber nicht sein, weil das BfR erst am 01.11.2002 gegründet wurde.

Die Darstellung der Arbeit von Prof. Dr. Günter Neumann von der Universität Hohenheim schafft den Eindruck, dass der Wissenschaftler ein erklärter Glyphosat-Gegner sei. Das ist aber nicht der Fall, er plädiert lediglich für begrenzten Einsatz des Wirkstoffs. In der Oktoberausgabe der Agrar-Fachzeitschrift dlz ist ein Interview mit Prof. Neumann abgedruckt. Ein Auszug ist online abrufbar. Dort wird gefragt:

„Sind aus Ihrer Sicht weitere Einschränkungen für den Wirkstoff nötig?“

und Prof. Neumann antwortet:

Nein, weitere Einschränkungen für Glyphosat im Ackerbau über die jetzt schon bestehenden Regeln hinaus würde ich sogar eher als problematisch erachten. Damit wird zunehmend die Flexibilität eingeschränkt, um gezielt auf Problemsituationen bei der Unkrautbekämpfung reagieren zu können.“

Eine solche Aussage in dem Film und der Gesamteindruck für den Zuschauer wäre ein völlig anderer gewesen, oder? Besser Gift im Acker als Gift im Kopf weiterlesen

ReBlog: VORSICHT, ERDBEEREN!

Ludger Weß (Facebook-Profilbild)
Ludger Weß (Facebook-Profilbild)

Dieser Artikel stammt von Blogger Ludger Weß* (Link). Inspiriert von Bauer Willis Blogpost zu „Cyanidin in Erdbeeren„, stellt er mit Schrecken fest, dass Bauer Willi das ganze Ausmaß der Gefahr durch Erdbeeren nur gestreift hat:

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen hat Glyphosat in der Muttermilch nachweisen lassen. Die Nachweismethode ist zwar ungeeignet, operiert an der technischen Nachweisgrenze und für die insgesamt 16 (!) Messwerte fehlen Kontrollen und elementare Statistik, aber die Verunsicherung ist gelungen, zumal auch Nachrichtenagenturen und Fernsehsender den Inhalt der Pressemeldung der Grünen unkritisch weiter verbreiteten. Stillende Mütter haben Angst, obwohl sich mit Grundkenntnissen der Mathematik (Dreisatz) nachrechnen lässt, dass ein Säugling mehrere Tausend Liter Muttermilch am Tag zu sich nehmen müsste, um auch nur in die Nähe des zulässigen Grenzwerts für Nahrungsmittel zu kommen (der in Deutschland zu den strengsten der Welt gehört). Näheres dazu findet sich im Tagesspiegel oder in dem offenen Brief der Initiative Stallbesuch. Auch die Zeitschrift The European geht mit der Verunsicherungskampagne der Grünen Bundestagsfraktion hart ins Gericht.

Hoffen wir, dass die stillenden Mütter keinen Kaffee trinken, auf Alkohol verzichten und auch nicht rauchen. Sie sollten aber auch kein Obst essen, schon gar nicht die gerade so beliebten Erdbeeren. ReBlog: VORSICHT, ERDBEEREN! weiterlesen

Nationale Stillkommission und BfR empfehlen Müttern, weiterhin zu stillen

bfr_logoEs überrascht nicht, dass das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) bezüglich der Glyphosatfunde in Muttermilch heute offiziell Entwarnung gegeben hat. Die sogenannte Studie der Grünen Bundestagsfraktion ist als Instrument zur Panikmache enttarnt- ganz offiziell!

Hier der Wortlaut der gemeinsamen Erklärung von Nationaler Stillkommission und dem BfR:

Veröffentlichte Werte zu Glyphosat in Muttermilch führen zu einer Aufnahme bei Säuglingen, die weit unter dem gesundheitlich abgeleitetem Richtwert liegt

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat am 25. Juni 2015 berichtet, dass ein Labor in 16 Muttermilchproben den Pflanzenschutzmittelwirkstoff Glyphosat gemessen hat, und diese Messungen als „sehr besorgniserregend“ bezeichnet. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Nationale Stillkommission schätzen die gemessenen Gehalte von bis zu 0,43 Nanogramm (ng) pro Milliliter (ml) als gesundheitlich unbedenklich ein. Die veröffentlichten Werte würden bei Neugeborenen zu einer Glyphosataufnahme führen, die um einen Faktor von mehr als 4000 niedriger liegt als der in der EU abgeleitete Richtwert, bei dem keine gesundheitlichen Risiken zu erwarten sind. Darüber hinaus bestehen erhebliche Zweifel an der Methodik des Tests. Die Nationale Stillkommission und das BfR weisen anlässlich von Anrufen besorgter Mütter darauf hin, dass Muttermilch nach wie vor die natürliche und damit beste Nahrung für Säuglinge ist. Mütter sollten sich nicht verunsichern lassen und wie bisher stillen.

Muttermilch ist die beste Nahrung für Säuglinge. Sie ist gut verdaulich und so zusammengesetzt, dass sie im ersten Lebenshalbjahr den Bedarf an Nährstoffen und Flüssigkeit deckt. Säuglinge, die vier bis sechs Monate lang ausschließlich gestillt wurden, haben ein deutlich geringeres Infektionsrisiko zum Beispiel bei Atemwegsinfekten. Weitere Krankheiten, die bei gestillten Kindern im späteren Leben seltener auftreten können, sind Übergewicht und Diabetes mellitus Typ 2. Die Nationale Stillkommission empfiehlt daher, Säuglinge mindestens bis zum Beginn des fünften Monats ausschließlich zu stillen und auch nach Einführung der Beikost weiter zu stillen, so lange Mutter und Kind mögen.

Nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisstand reichert sich Glyphosat aufgrund seiner physikalisch-chemischen Eigenschaften nicht im Fettgewebe an. Auch in den vorliegenden Tierversuchen ist keine Affinität zum Fettgewebe beobachtet worden und die Ausscheidung in der Milch von Kühen war vernachlässigbar gering.

In Bezug auf die verwendete ELISA-Methode bestehen zudem Zweifel an deren Zuverlässigkeit für die Analyse von Muttermilch. Die dem BfR bekannten ELISA-Tests sind für die Bestimmung von Glyphosat in Wasserproben validiert, eine Eignung für Milch und andere fetthaltige Matrices ist nicht belegt. Es gibt eine Vielzahl von Studien, die keine Hinweise auf eine Anreicherung im Organismus erbracht haben. Aus den dem BfR vorliegenden Informationen geht nicht hervor, ob der Test vorher für alle untersuchten Matrices (Muttermilch, Urin) validiert wurde. Dies ist für eine gültige Aussage erforderlich, da die Bestimmungsgrenzen in den verschiedenen Matrices sehr unterschiedlich sein können. Die veröffentlichten Gehalte in 16 Muttermilchproben lagen in einem relativ engen Bereich zwischen 0,21 und 0,43 ng pro ml. Die empfindlichste in der Überwachung eingesetzte Analysenmethode erlaubt jedoch nur eine Bestimmungsgrenze von 10 ng pro ml. Die berichteten Gehalte in Muttermilch liegen also deutlich darunter und können ohne genaue Aussagen zur verwendeten Analysenmethode nicht beurteilt werden.

Das BfR hat auf Basis der veröffentlichten Glyphosatgehalte in Muttermilch berechnet, ob gesundheitliche Richtwerte überschritten werden würden. Neugeborene haben – bezogen auf ihr Körpergewicht – im Vergleich zu älteren Kindern den höchsten Flüssigkeitsbedarf von ca. 150 ml pro kg Körpergewicht täglich. Bei Zugrundelegung des höchsten gemessenen Gehaltes ergibt sich für ein ausschließlich gestilltes Neugeborenes eine tägliche Glyphosataufnahme von 0,000065 mg pro kg Körpergewicht. Für die Aufnahme von Rückständen aus Lebensmitteln wurde in der EU eine akzeptierte tägliche Aufnahmemenge (ADI, Acceptable Daily Intake) von 0,3 mg pro kg Körpergewicht abgeleitet, bei der keine gesundheitlichen Risiken zu erwarten sind. Damit liegt die berechnete Glyphosataufnahme eines Neugeborenen um einen Faktor von mehr als 4000 niedriger als der gesundheitlich abgeleitete Richtwert für eine unbedenkliche Aufnahme. Die Nationale Stillkommssion und das BfR kommen zu dem Ergebnis, dass es wissenschaftlich nicht begründbar ist, bei dieser Größenordnung eine Besorgnis festzustellen, selbst wenn man Neugeborene für empfindlicher hält als im genannten ADI-Wert berücksichtigt.

In der Mitteilung der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen wurde außerdem problematisiert, dass in den Muttermilchproben die festgestellten Glyphosatrückstände oberhalb von 0,1 ng pro ml lagen, was dem Trinkwasserhöchstgehalt für Pestizide entspricht. Eine Überschreitung des Trinkwasserhöchstgehaltes, wie dies für Glyphosatfunde aus der Muttermilch angenommen wird, bedeutet nicht, dass ein gesundheitliches Risiko besteht, da der Trinkwasserhöchstgehalt ein Vorsorgewert für alle Pestizide ist und nicht toxikologisch für einzelne Wirkstoffe abgeleitet wird. Für Pestizidrückstände in Babynahrung liegt der maximal zulässige Höchstgehalt bei 10 ng pro Gramm (g) Fertignahrung. Dieser Höchstgehalt liegt somit um etwa hundertfach höher als der zitierte Trinkwasserwert.

Grundsätzlich ist zu gemessenen Gehalten von Fremdstoffen in Muttermilch an dieser Stelle abschließend festzustellen, dass durch den enormen Fortschritt der analytischen Methodik in den letzten 30 Jahren heute fast jede Substanz bei entsprechendem Aufwand auch in Muttermilch nachzuweisen ist. Der alleinige Nachweis kann daher kein ausreichender Grund für eine Besorgnis sein; entscheidend ist in jedem Fall die Höhe der Gehalte, die gesundheitlich zu bewerten ist.

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

grafische Darstellung zu Glyphosat-Grenzwerten
grafische Darstellung zu Glyphosat-Grenzwerten

Offener Brief …

… zur Berichterstattung über die Untersuchung von Bündnis90/Die Grünen zu Glyphosat in der Muttermilch

(c) stallbesuch.de
(c) stallbesuch.de

Mit großer Sorge haben wir die Pressereaktion auf eine von „Bündnis 90/Die Grünen“ in Auftrag gegebene Untersuchung zu Glyphosat in Muttermilch-Proben zur Kenntnis genommen.

In zahlreichen Medien wurden Inhalte und Schlussfolgerungen aus der Pressemitteilung einer politischen Interessengruppe ungeprüft übernommen und nicht angemessen gewichtet.

So werden in der Pressemitteilung die ermittelten Werte mit den Trinkwasser-Grenzwerten verglichen. Diese Grenzwerte sind allerdings pauschaler Natur, gelten für alle Arten von Pflanzenschutzmitteln und Bioziden. Sie sind nicht geeignet, um daraus eine etwaige Gesundheitsgefährdung abzuleiten (Link).

Ausschlaggebend für die Bewertung der Gesundheitsgefährdung ist die in der EU zulässige Tagesaufnahme, kurz ADI (acceptable daily intake). Diese liegt für Glyphosat bei 0,3 mg pro Kilogramm Körpergewicht.

Ein vier Kilo schwerer Säugling müsste also von der in der Stichprobe am stärksten belasteten Muttermilch mehr als 2777,778 Liter am Tag (!) trinken, um diesen Grenzwert zu überschreiten. Offener Brief … weiterlesen

Reblog: Glyphosatdurstige Säuglinge gesucht!

Landblogger-Icon-rechteckDieser Artikel stammt von Blogger Olaf Henke (LANDBLoGGER):

Der aktuelle Medienhype um angebliche Glyphosatfunde in der Muttermilch US-amerikanischer Mütter zeigt ein weiteres Mal, wie leicht man sich einen Skandal zusammenkonstruieren kann und wie leichtgläubig und unkritisch unsere Medien derartige Themen wie ein Schwamm aufsaugen.

Thilo Spahl vom The European hat sich in diesem Artikel genau mit dieser Thematik beschäftigt und legt eindrucksvoll offen, wie man aus unspektakulären Analysen einen spektakulären Skandal baut, in dem man mit Einheiten, Grenzwerten, eingeschränkten Stichprobeumfängen usw. hantiert.

Quintessenz des amerikanischen Glyphosatfundes: bei sehr durstigen Säuglingen, die etwa 1,6 Mio l (1.600.000 l) Muttermilch am Tag trinken, ist unter Umständen, eventuell, vielleicht ein gesundheitliches Risiko zu erwarten. Reblog: Glyphosatdurstige Säuglinge gesucht! weiterlesen