Schlagwort-Archive: taz

Bäuerliche Landwirtschaft? Nicht mit uns!

Mem mit Anton Hofreiter
.

Ein Raunen geht durch die Republik. Von Süderlügum in Schleswig-Holstein bis hinunter ins bayerische Rohrmoos, von Selfkant bis nach Görlitz haben Landwirte und ihre Familien endlich Gewissheit: Die Republik schert sich einen feuchten Kehrricht um die bäuerliche Landwirtschaft. Die Diskussion der letzten Monate rund um die Fristverlängerung in puncto Ferkelkastration hat es an den Tag gebracht: Die am Horizont dräuende Notlage der Sauenhalter war einer breiten Öffentlichkeit total egal.

Große Lippe, aber nichts dahinter. Wir haben es immer geahnt, aber dass wir den Menschen dermaßen am Allerwertesten vorbeiwandern, das geht an die Substanz

zeigte sich Landwirt Sören Smithpig aus Doorf  in Mecklenburg-Vorpommern entsetzt.

Was war passiert?

Die Grüne Woche naht, die Empörte Öffentlichkeit ist auf dem Sprung, sie will auch in Januar 2019 wieder Präsenz in Berlin zeigen, demonstrieren, wie satt sie die Agrarindustrie hat. Und sich für den Erhalt der Bauernhöfe einsetzen.

Webseite Initiatoren der Wir haben es satt-Demo
Es wird wieder getrommelt: Die Empörte Öffentlichkeit hat Agrarindustrie satt.

Die Bauernhöfe erhalten? Wollen die uns für blöd verkaufen? Da lachen doch die Ferkel. Mit oder ohne Eier! Dei hebt US satt! Dei Buern!

Die Bauern habe die Empörte Öffentlichkeit satt, ist sich der der 84 Jahre alte Landwirt Hinnerk Igbi sicher. Die Empörung hat den Senior schlagartig in seine Mundart zurückfallen lassen.

Einordnung des Rentner-Rants:

  • Auslöser: Die hitzige Kontroverse rund um den Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration.
  • Hintergrund: Ab dem 1. Januar 2019 hätte nur noch unter Betäubung kastriert werden dürfen.
  • Problem: Sämtliche alternative Verfahren kommen mit dem einen oder anderen Pferdefuß um die Ecke gehumpelt.
  • Resultat: Ohne Fristverlängerung wäre es vielen Ferkelhaltern an den Kragen gegangen, vor allem den kleinen und mittleren Ferkelerzeugern – bis hin zu einer massiven Strukturveränderung, sprich reihenweise Betriebsaufgaben.
  • Konsequenz: Die Große Koalition hat beschlossen, die Frist erst in zwei Jahren auslaufen zu lassen.
  • Entlarvend: Die Reaktion der Empörten Öffentlichkeit auf die dringend benötigte Atempause. Stellvertretend soll an dieser Stelle der Grünenpolitiker Anton Hofreiter zu Wort kommen, der vielen aus der Seele spricht:

Es gibt Alternativen. Die Fleischindustrie stemmt sich gegen die tierschutzgerechten Lösungen, in erster Linie um Kosten zu sparen.

Klar gibt es Alternativen. Bloß bringen sie den Landwirten kurzfristig so viel wie nackig mit einer Flasche Moskovskaja Kristall (Silber) in der Hand um Mitternacht den Vollmond anzuheulen, nämlich nullkommanüscht. Warum dies so ist, erläutern zwei Ferkelhalter erschöpfend in den hier verlinkten Beiträgen:

Ferkelkastration und die Probleme der kleinen Ferkelerzeuger.

Von der Not der Sauenhalter.

Norddeutsch-herb-knapp hat es der Bauernverband Schleswig-Holstein in die Tastatur geklopft:

  1. Ebermast: Der Lebensmittelhandel verweigert sich leider, die Tiere abzunehmen.
  2. Mast leichter Jungeber, die nicht in die Pubertät kommen: Die Schlachtbranche verweigert sich bisher, ebenso der Handel.
  3. Behandlung mit Improvac: Der Lebensmittelhandel verweigert sich.
  4. Klassische Betäubung: Der Landwirt darf es nicht durchführen, der Tierarzt hat auch ohne genug zu tun. Der Handel bezahlt den Mehraufwand nicht.
  5. Lokale Betäubung: Nicht erlaubt.

(*Anmerkung am Ende zu Isofluran)

Kurzum: Es ist alles nicht einfach – aus Gründen, die die Sauenhalter nicht zu verantworten haben.

Da wundert es kaum, dass Bauer Igbi aus Dörp in Norddeutschland der Meinung ist, der Empörten Öffentlichkeit sei die bäuerliche Landwirtschaft total egal. Anders kann der rüstige Senior die Gleichgültigkeit gegenüber der Notlage seiner Kollegen nicht einordnen. Daher ist der alte Mann mit seiner Schimpfe noch nicht fertig (dafür aber mit dem Hochdeutschen):

Un dann schnackt dei Lüe up ehre Karnevalsfier in Januar in Berlin davon, den Buernhof tau erhollen. Un daut jüst dat Gegendiel.  Un schnackt wedder lut vant Fleisch un jammert över dat Wer, över „Nachhaltigkeit“ – und loopt iin Heuner- un Schwieneklamotten ut Schina rümme. Dor wert doch dei Hund in dei Pannen verrückt!

Und dann reden die Leute auf ihrer Karnevalsfeier im Januar in Berlin davon, die Bauernhöfe erhalten zu wollen. Und machen genau das Gegenteil. Und reden wieder laut über das Fleisch und jammern über das Wetter (Klima, Anm. der Übersetzerin, über Nachhaltigkeit - und laufen in Hühner- und Schweineklamotten made in China rum. Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt!

Auch Martín Känzle aus Dörfle hat das lautstarke Hin und Her der vergangenen Wochen genau beobachtet:

Dass ohne Fristverlängerung viele Sauenbetriebe ins Schlingern geraten wären bzw. ihre Betriebe hätten schließen müssen, findet kaum Erwähnung. Die Kollegen mitsamt ihren Familien kommen schlicht nicht vor,

bestätigt der Landwirt.

Wir haben es also mit einem sattsam bekannten Problem zu tun: Eine Kombination aus komplexen Sachverhalten, der Gier nach schlichten Erklärungen kombiniert mit fachlichem Unwissen führen dazu, dass die Empörte Öffentlichkeit, ob sie es  will oder nicht, für die Abschaffung familienbäuerlicher Strukturen plädiert.

„Wir haben Agrarindustrie satt!“

Wer sich regelmäßig in den Sozialen Medien aufhält, in der realen Welt mit Verbrauchern spricht, die Berichterstattung zum Thema Landwirtschaft verfolgt, könnte in der Tat meinen, die Deutschen beten bäuerliche Landwirtschaft förmlich an.

Bloß:

Die wollen ihren Kuchen besitzen –  und ihn  gleichzeitig aufessen. Und das kompromisslos.

verstehen Sauenhalter die Welt nicht mehr.

Daher interessiert mich: Wer ist eigentlich die Empörte Öffentlichkeit? Wie kann es sein, dass viele Landwirte den Verdacht nicht loswerden,  ihre Höfe seien den Deutschen völlig egal? Ich habe mal einigen aufs Maul geschaut, Menschen, Organisationen. Es ist nur ein kleiner Einblick, denn das Netz quillt förmlich über. Aber entlarvend. Also Vorhang auf für:

Die Empörte Öffentlichkeit

Trägerorganisationen von „Wir haben es satt“

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland – BUND e.V.

Die BUND ist immer ganz vorne dabei, wenn es darum geht, die Agrarindustrie zu bekämpfen. Was konsequenterweise nicht bedeutet, dass man sich für die Belange der bäuerlichen Landwirtschaft einsetzt. Sprachlich geht es dabei in die untere Schublade: Die Rede ist davon, dass „wieder einmal“ „erneut“ etwas „verschleppt“ werden – und zwar von der „bösen“ Agrarlobby.

Screenshot Katrin Wenz
Die „Agrarlobby“: Es geht doch nichts über ein gesundes Feindbild.

Natürlich lehnt der BUND jegliche Verzögerung ab. Verlängerung bringt der NGO nichts. Cui bono? Dem Geldbeutel, der Heimat des Spendenrubels. Die richtige Emotion der Empörten Öffentlichkeit am richtigen Wickel packen und gen eine wie auch immer geartete Lobby auskeilen – DAS ist und bleibt das Erfolgsrezept für die gelungene Kampagne!

Also: Betrieben der bäuerlichen Landwirtschaft eine Ruhepause verschaffen? Nein.

Twitter BUND
Frist verschieben und Betriebe der bäuerlichen Landwirtschaft retten? Um Gottes willen, bloß nicht, könnte man meinen.

Werte NGO der Berliner Demo, auf der alle alles satt haben: Ich habe heute ein Screenshot für Sie!

Screenshot Zitat Connemann
Quelle: ZDF, 4. November 2018: GroKo verschiebt Betäubungspflicht – Grüne kritisieren Ferkel-Kastration bei Bewusstsein

Bioland

Es folgt ein schlimmer Tweet, wie ich finde. Bioland ist ein Anbauverband und Mitglied im Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Also ein Zusammenschluss von Landwirten. Als Außenstehende frage ich mich: Gönnen Landwirte ihren Kollegen diese für ihr Überleben existenzielle Verschnaufpause nicht?

Screenshot Bioland
Was haben Ihre Kollegen Ihnen angetan, dass Sie einen dermaßen asolidarischen Tweet absetzen?

Ganz ehrlich? Wer solche Kollegen hat, braucht keine Feinde.

Campact

Screenshot Webseite
Agrarlobby und Scharfmachersprech sind immer gut fürs Spendengeschäft. (Quelle: https://weact.campact.de/petitions/stoppt-ferkelkastration-ohne-betaubung)

WeAct? Oh yes, you do! Keep acting, Campact, keep abolishing small farms!

Foodwatch und Greenpeace

Foodwatch

Aber nicht nur die „Sattisten“ haben satt, dass sie satt sind. Auch bei Foodwatch und Greenpeace schäumt man. Und wie bei den anderen NGO  interessiert man sich herzlich wenig für das ganze Bild. Wobei ich mich immer wieder frage: Was haben selbsternannte Essensretter und Umweltschützer eigentlich mit der betäubungslosen Ferkelkastration zu tun? Antwort: Das Thema ist „kampagnenfähig“.

Screenshot Foodwatch: Eil-Aktion
Die „Brutalos“ der Agrarlobby wieder mal!

Bei Foodwatch gibt man sich sachverständig: Es existiere eine tier- und kostenschonendene Alternative. Dass die sich nicht mal eben so aus dem Ärmel schütteln lässt?

Screenshot mit Reichstag
Ohne das Wedeln mit der Lobby geht es einfach nicht.

Auf NGO-Deutsch: Das Gesamtbild scheint nicht kampagnenfähig zu sein. Gegen eine Lobby austeilen dagegen – sehr!

Greenpeace

Auch bei der millionenschweren Lobbybude Greenpeace (laut Wikipedia 58,5 Mio. Spendeneinnahmen in 2015) kommt Gleichgültigkeit gegenüber den ferkelerzeugenden Betrieben zum Ausdruck. Und dann wäre da natürlich die Sache mit dem Geiz der Bauern, dem Gieren nach dem letzen Cent: keine NGO-Empörung ohne Kohle-Hammer!

Scfeenshot Greenpeace
#issgutjetzt? Iss Fleisch aus Schweinehaltungen, von der wir nicht wissen, wie die Tiere gehalten wurden. Weil die Sauenhaltung in Deutschland dicht macht. #issso

Was die „praktikablen“ Alternativen betrifft – wertes Foodwatch, wertes Greenpeace, auch Sie zählen zu den Gewinnern: Ich habe heute ein Screenshot für Sie!

Screenshot Gitta Connemann
ZDF, 4. November 2018.

Zum Thema NGO, Spendenabhängigkeit und warum die Retter alles andere als uneigennützig klappern – hier Links zu zwei aufschlussreichen Beiträgen:

Nur noch kurz die Welt retten

Auf der Seite der Guten™

Bündnis 90/Die Grünen

Wenn es um die Nutztierhaltung bzw. Landwirtschaft geht, empfiehlt sich immer auch ein Blick in Richtung Bündnis 90/Die Grünen. Wer meine Blogbeiträge zur Serie „Grüne geistige Brandstiftung – oder wenn die moralische Feuerwehr zum Feuerteufel wird. Eine Analyse.“ verfolgt hat, weiß, dass ich in der ersten Jahreshälfte das Kommunikationsverhalten von Grünenpolitiker unter die Lupe genommen habe. Das Ergebnis war wenig schmeichelhaft. Zudem ist nach der Lektüre glasklar: Die konventionelle Landwirtschaft ist der Erzfeind!

Daher werden auch im Januar vermutlich wieder viele Grünenpolitiker hinter ihrer grünen Bande einher marschieren, auf der eingemeißelt steht: Wir haben Agarindustrie satt! Und sich für die Erhaltung der bäuerlichen Landwirtschaft eine ganze Straßenbreite in Szene setzen.

Bloß, werte Grüne, die Empörungswelle, auf der Sie aktuell lustvoll surfen, entlarvt, dass auf Ihren langen grünen Plastikbändern (#Plastikmüll! #MadeInChina? #Containerschifftransport! #Klima?) in unsichtbaren Lettern steht:

Bäuerliche Landwirtschaft? Nicht mit uns!

Dies gilt unter anderem für den Grünen-Chef Robert Habeck, Ex-Landwirtschaftsminister in Schleswig-Holstein, der Bauernhöfen, scheint’s, keinen hohen Stellenwert einräumt.

Screenshot Zitat Habeck
Man könnte mit einem Satz auf die de fakto-Notlage der Sauenhalter eingehen. Könnte. (ZDF 04/11/18)

Natürlich habe ich auch für Herrn Habeck (und Kolleg*innen) einen Screenshot im Nikolaussack!

Screenshot Gitta Connemann
ZDF, 4. November 2018.

Und hier kommt die aufschlussreiche Reaktion von Fraktionschef Anton Hofreiter auf die Aussage von Gitta Connemann:

Bäuerliche Landwirtschaft mal eben abgebügelt! (ZDF 04/11/18)

Eine treue Mitläuferin der „Wir haben es satt“, dass wir so satt sind-Demo, ist Renate Künast. Aber auch sie hat für Bauernhöfe augenscheinlich wenig übrig. Warum gehen Sie eigentlich demonstrieren, Frau Künast? Wenn es hart auf hart kommt, ist Ihr Einsatz pro bäuerliche Landwirtschaft – vom Winde verweht.

Die Regierung tut das, was Sie fordern: Sie knickt vor den wirtschaftlichen Interessen der Gruppe ein, für die SIE angeblich auf die Straße gehen.

Auch auf Katrin Göring-Eckardt können sich Deutschlands Landwirte verlassen. Nicht.

Screenshot Twee Katrin Göring-Eckardt
Irgendwer hatte in der Tat den Durchblick! Die #groko hat geholfen und die Grünen haben sich für eine richtig große Sauerei entschieden.

Werte Grünen, sehen Sie, in diesem Land weiß so gut wie jeder, dass irgendjemand aus was für Gründen auch immer den fristgerechten Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration vermasselt hat. Aber dass IHR Klientel es hätte ausbaden müssen, und zwar bis hin zu Betriebschließung – DAS hätte man wissen und reflektieren können!

Hätte man denn den Anstand besessen, sich zu interessieren!

Grüne hinter grüner Bande
Die Grünen werden extra geehrt: Sie erhalten neben dem Screenshot eine grüne Bande. Bitte schön, gerne geschehen!

Die Medien

Ob die massenmediale Behandlung des Themas betäubungslose Ferkelkastration in der Tendenz neutral verhackstückt wurde oder unausgewogen, dazu kann ich mir keine Meinung bilden. Nachdem mir einige harte, schlecht recherchierte bzw. voreingenommene O-Töne über den Weg gelaufen sind, habe ich auf Durchzug geschaltet.

Seit einigen Jahren beobachte ich intensiv die Berichterstattung rund um die moderne Landwirtschaft. Sowohl Facebook als auch Twitter habe ich zu einer Art Pressespiegel umfunktioniert. Ich merke aber, dass mein Interesse an dem, was in der Zeitung steht, im Fernsehen kommt bzw. in den Sozialen Medien rauscht und flimmert, allmählich erlischt.

Alles im Leben nutzt sich irgendwann ab. Die oft einseitige, unreflektierte Fokussierung durchurbanisierter Milieus, die ihr Lebtag keinen Fuß in einen stinknormalen Bauernhof gesetzt und auch sonst kaum Ahnung von der Erzeugung ihrer Lebensmittel haben, auf u.a.

  • profitgierige Landwirte
  • profitgierige Agrarlobby
  • profitgierige Agrarindustrie
  • profitgierige Fleischmafia
  • (ad infinitum)

und deren „bösartiges“ Treiben ermüdet nur noch.  Ausgewogenheit? „Die wichtigsten Argumente zu den wichtigsten Punkten liefern“, wie es Marion Gräfin Dönhoff mal zum Ausdruck gebracht hat?

Screenshot Die Gräfin
Eine Grande Dame des deutschen Journalismus: Die (ZEIT-)Gräfin.

Mittlerweile frage ich mich: Hat es das jemals gegeben? In puncto konventionelle Landwirtschaft wenigstens viel zu selten, und das seit Jahren. Auf die Hetze gebe ich Brief und Siegel! Zahlreiche Ausnahmen bestätigen selbstverständlich die Regel.

Im Januar geht die Grüne Woche in Berlin wieder los, der Aufhänger, gegen alle, die die Republik satt machen, zu Felde zu ziehen. Ich kann schon hören, wie bei den NGO und in den ihnen angeschlossenen Redaktionen die Messer gewetzt werden.

taz

Es folgt eine kleine Screenshot-Show, die ich mit meinem persönlichen Favoriten beginne, ein, wie ich finde, Leuchtmittel am weihnachtlichem Firmament, das den Stern zu Bethlehem wie eine verkümmerte LED-Birne wirken lässt: die taz, massenmedialer Arm der Agrarwende.

Da wäre Aktivist Jost Maurin zu nennen, der es geschafft hat, einen langen, informativen und durchaus recherchierten Artikel zu verfassen – um dann mit der Notlage der Sauenhalter ein zentrales Argument für die Fristverschiebung einfach unter den Tisch fallen zu lassen.

Screenshot Überschrift taz-Artikel
Der Bauernverband will verhindern. Er könnte das schaffen. Der böse. (http://www.taz.de/!5532423/)

Herr Maurin, ich habe heute ein Screenshot für Sie!

Screenshot Gitta Connemann
Bitte schön, keine Ursache! (ZDF 04/11/18)

Ein Knaller, um es mal jugendlich-flott zu formulieren, ist meiner Meinung nach der Abdruck des Kommentars von Hilal Sezgin. Einer kompromisslosen Gegnerin jeglicher Form von (Nutz)Tierhaltung das Wort zu erteilen OHNE die Einstellung der Tierrechtlerin adäquat einzuordnen, finde ich unterirdisch.

Screenshot Kommentar Hilal Sezgin
Es spricht eine studierte Philosophin, Schriftstellerin und Journalistin….

Was mich noch brennend interessiert, werte taz-Redaktion: Nehmen wir mal an, Sie würden Joachim Rukwied ein Plätzchen an der taz-Kommentarsonne einräumen: Würden Sie den Bauernverbandschef unter den Tisch fallen lassen, dafür aber erwähnen, dass Ihr Gast Landwirt ist und einen Bauernhof mit so und so viel Hektar bewirtschaftet? Würden Sie? Na?

Sehen Sie!

Weitere medialen Perlen

Ein Kommentator bei der SZ ist der Meinung, der deutsche Sauenhalter lasse seine Tiere einiger weniger Penunsen wegen leiden. Logo.  Was sonst?

Screenshot Textpassage
Kommentar Markus Balser: Unbegreiflicher Rückschlag für den Tierschutz – und die Koalition (SZ, 5.11.18)

Welt-Journalist Johannes Wiedermann kann was nicht nachvollziehen. Wenn ich einen höflichen Tipp geben darf? Recherche!

Screenshot Tweet Wiedemann
Johannes Wiedemann empört sich bei Twitter

Bei quer vom BR ist man gleichfalls unwissend. Dass die Musterländle Schweden und Schweiz vielleicht einen beschwerlichen Weg hatten, bis sie das Ende der betäubungslosen Ferkelkastration einläuten konnten?  Wer will das schon so genau wissen! Übrigens, werte quer-Redaktion: Schweden importiert heute einen Großteil seiner Ferkel.

Screenshot quer
Scheine, Schweden, scheine! Scheine, Schweiz, scheine!

Der Empörungstaumel hat unreflektiert auch die Zeit erreicht.

Screenshot Textpassage Schwein
In der Zeit (Arme Schweinchen, 03.10.18) empört sich Elisabeth Raether. Sachgründe für eine Verlängerung gebe es nicht.

Die Stimmen der Anderen

Das Thema Fristverschiebung war Gegenstand intensiver, kontroverser Diskussionen bei Facebook,  Twitter, in den Diskussionsforen u.a. bei SPON. Ich habe viel mitdiskutiert und kann dazu nur sagen:

Der Hinweis auf die Notlage kleiner und mittlerer Landwirtschaftsbetriebe hat die Empörte Öffentlichkeit dort einen SCHEIßDRCK interessiert.

Ich weiß, ich müsste mir jetzt den Mund auswaschen gehen. Aber die Gleichgültigkeit bzw. unnachgiebige Härte, mit der Menschen, die in einem Satz Kleinbetriebe vergöttern und im nächsten ihre Abschaffung einfordern, ist haarsträubend. Vokabularentgleitend, quasi.

Zum Abgewöhnen

Nicht nur das. Was bin ich beleidigt, beschimpft, blöde angemacht worden. Weil ich es gewagt habe, nicht den Mainstram-„Absonderungen“ zu folgen, sondern weil ich um Verständnis geworben habe. Mein persönliches Hater-„Highlight“ ist eine Diskussion bei Foodwatch am 4. Oktober. Tatort: Facebook.

Meiner langjährigen Erfahrung mit der Diskussionskultur bei NGOs zufolge  ist der folgende Post noch als höflicher Umgangston zu werten:

Es ist Alltag, dass Social Media Teams nicht eingreifen. Auch nicht, wenn der Ton zunehmend entgleitet, verroht. Auch nicht, wenn man die Redakteure mehrere Male auf konkretes Fehlverhalten hingewiesen hat. Bei Foodwatch verpasste mir obiger empörter Bürger einen zweiten Post und vergriff sich eindeutig im Ton:

Wertes Foodwatch, an dieser Stelle mein „Dank“, dass nicht ein einziger Versuch der Deeskalation unternommen wurde. Großartiges Heuchelei-Kino vor dem Hintergrund, dass Sie am 21. November bei Facebook eine Campact-Petition geteilt haben, in der gegen – TADA! – Hate Speech im Internet mobil gemacht wird.

Zum Mitschreiben: Ihr Social Media-Team teilt „Steh auf gegen Hass im Netz“, toleriert aber Bedrohung, Beleidigung und Einschüchterung bei sich daheim. Muss man erst mal bringen!

Neujahrswunsch

Nachdem ich wieder einmal viel zu viele Internetseiten vollgeschrieben habe, bleibt mir nur ein Jahresendwunsch: Ich wünsche der Empörten Öffentlichkeit frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr! Genießen Sie die zahlreichen Köstlichkeiten, die Deutschlands Schweinehalter Ihnen in topp Zustand zu schmalen Preisen in die Supermarktregale legen.

Es könnte sein, dass damit bald Schluss ist.

Denn die Erkenntnis, dass Sie alle im Grunde genommen auf die bäuerliche Landwirtschaft pfeifen, hat nach einer kurzen Schockstarre bewirkt, dass ein Aufatmen durch zahlreiche Familien ging – von Norden nach Süden, von Westen nach Osten.

Wir können es schon lange niemandem mehr recht machen. Also Schluss mit dem Anarbeiten gegen Windflügel!

hört man aktuell in vielen Dörfern große Felsbrocken von ferkelerzeugenden Herzen plumpsen. Schluss mit Landwirtschaft. Stattdessen: Fünf Arbeitstage die Woche bei chilligen Nine-to-Five, verlässliche Einkommen, regelmäßig bezahlter Urlaub (was für ein Luxus!) und die Arbeit anderer Leute pausenlos kritisieren – ein Leben nach der Tretmühle ist für viele Bauern eine verheißungsvolle Option.

Und das Schnitzel kommt zukünftig von betäubungslos kastrierten Schweinen aus dem Ausland.

ODER: Alternativ nur noch aus deutschen Betrieben agrarindustriellen Zuschnitts. In denen aber auch gute Arbeit geleistet wird (wie in allen Branchen bestätigen Ausnahmen  die Regel und gehören vor den Kadi). Von Mitarbeitern, die eine fundierte Ausbildung bzw. ein Studium durchlaufen haben, denen das Wohlergehen der ihnen anvertrauten Tiere am Herzen liegt und die sehr wohl Gesetzestexte lesen und im Betrieb umsetzen können. Die nicht einfach die Stalltüren aufreißen und Tiere in dunkle, stinkige Löcher reinprügeln und dort darben lassen, sondern die wie alle Sauenhalter enorme Investitionen getätigt haben in ihre Ställe.  In Standards, die weltweit Spitze sind.

Einfach mal den Landwirt fragen, wie es in deutschen Ställen aussieht, ob groß oder klein: hier entlang geht es zum Bauernwiki.

* Mittlerweile ist das Mittel Isofluran zur Inhalationsnarkose zugelassen worden. Eine Pressemitteilung der ISN – Interessengemeinschaft der Schweinehalter lässt ahnen, wie sehr der Teufel im Detail liegt - wie sehr „Petitessen“ letztendlich über Hopp oder Topp entscheiden.

„Nur durch eine Fristverlängerung kann der notwendige Freiraum geschaffen werden, um nun die Anwendung in die Hände der Landwirte zu bringen, die Inhalationsgeräte zu organisieren und um mögliche Sicherheitsbedenken für den Anwender zu klären bzw. ggf. durch Optimierungsmaßnahmen auszuräumen.“

PeTA feiert Rücktritt von Schulze Föcking

Täterin Nr. 1
Snapshot bei Facebook

Von Beginn ihrer Amtszeit als Ministerin haben diverse Tierrechtsgruppen Christina Schulze Föcking als Zielscheibe auserkoren. Nach ihrem Rücktritt postuliert die bekannte Tierrechtsorganisation PeTA:

„Täterin Nr.1: weg“

Darunter dieses Bild mit den Gesichtern von Schulze Föcking, der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast und der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner:

PeTA mit drastischer Aussage: "Tierqualprofiteure raus aus der Politik!". Dabei ein drei Fotos der Ministerinnen Schulze Föcking, Otte-Kinast & Klöckner. Schulze Föckings Foto wurde ausge"x"t

Meinung von Marcus Holtkötter

Dazu hat Marcus Holtkötter einen viel beachteten Facebook-Post geschrieben, den ich hier zitieren möchte:

Profilbild von Marcus Holtkötter alias BauerHolti
Snapshot bei Facebook

„Ich muss gestehen das ich sprachlos bin, der Umgang mit Christina Schulze Föcking ist an Niedertracht nicht zu überbieten. 
Das ganze ist eine Hetzkampagne die an dunkelste Zeiten der deutschen Geschichte erinnert.

Das ganze muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen:
Da brechen vermeintliche Tierschützer mehrmals in die Ställe der Familie Schulze Föcking ein, um einen vermeintlichen Skandal zu erzeugen. Stern TV ist denen dabei dann gerne behilflich. Im Nachgang stellt sich heraus es war alles OK, Veterinäramt wie Staatsanwaltschaft sehen keine Verfehlungen.
PeTA feiert Rücktritt von Schulze Föcking weiterlesen

BREAKING NEWS: Der BUND kennt das Wort „Wissenschaft“

Bild Ankündigung Forschungspreisverleihung
Wir gehen mit der Wissenschaft – wirklich?!

Die Nichtregierungsorganisation (NGO) Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) scheint ein neues Kapitel in ihrer Geschichte schreiben zu wollen: Sie hat tatsächlich das Wort „Wissenschaft“ in ihr Vokabular aufgenommen. Konkret geht es um die Ankündigung, man wolle „mit der Wissenschaft gehen“: Im Juni wird ein BUND-Forschungspreis für Arbeiten zur Nachhaltigen Entwicklung verliehen.

Das Neuartige an der Meldung?

Nach Jahren hemmungslosen Glyphosat-Bashings, in denen die Berliner beinhart jeglichen wissenschaftlichen Erkenntnissen abhold waren, will der BUND eine Liaison eingehen mit Terra Incognita. Ich wusste gar nicht, dass die Umweltaktivisten das Wort überhaupt buchstabieren können.

Der BUND, das sind immerhin die, die, wenn es ihnen nicht in den Kram passt, gegen die Wissenschaft austreten. Die Forscher in den Dreck ziehen. Die, wenn was nicht passt, etwas mit Auslassungen, steilen Behauptungen und alternativen Fakten pass machen. Die weder differenzieren können – und, so scheint‘s, es auch gar nicht wollen.

Faktencheck: Der BUND, Glyphosat und tote Babys

Schon vor vier Jahren hat das Online-Portal SciLogs von Spektrum der Wissenschaft in einem Faktencheck belegt, wie wenig die NGO mit seriöser Wissenschaft am Hut hat. BREAKING NEWS: Der BUND kennt das Wort „Wissenschaft“ weiterlesen

Eieiei. Schafft die Massentierhaltung ab, und alles wird gut!

Hühnerhaltung vor über 80 Jahren
Klein, aber fein. Keine Massentierhaltung – dafür vermutlich viele versiffte Eier. Zumindest nach heutigen Maßstäben.

Fipronil und kein Ende. Auch Jost Maurin von der taz hat sich geäußert. Sein Essay „Ei. Ei. Eieieieiei“ vom 11. August lässt sich auf einen kurzen Nenner bringen: Die industrielle Massentierhaltung ist besonders anfällig für illegale Praktiken. Seine Schlussfolgerung

Für den Hühnerhof gilt – von Ausnahmen abgesehen: Klein ist fein.

ist: schlicht und ergreifend. Oder eher: Ergreifend – schlicht?

Jost Maurin scheint davon auszugehen, dass kleine Bestände immun sind gegen verunreinigte Hygieneprodukte. Ach. Weiß er denn nicht, dass jeder Eiervermarkter strenge Hygienevorschriften umzusetzen hat? Das Produkt Ei ist anfällig gegen zahlreiche Unreinheiten, die, wüssten wir im Detail Bescheid, uns das Gruseln lehren würden.

Dass wir uns über die kleinen Proteinbomben zum Frühstück kaum Gedanken machen brauchen, liegt daran, dass die Eiererzeuger der Republik, von der Deutschen Frühstücksei bis hin zum Landwirt mit seinem lütten Mobilstall auf dem Gelände, penibel dafür Sorge tragen, dass ihre Ställe in hygienisch einwandfreiem Zustand sind. Ausnahmen bestätigen selbstverständlich wie überall die Regel und sind, wie man aktuell sieht, nicht nur in den Reihen der Landwirte zu suchen. Eieiei. Schafft die Massentierhaltung ab, und alles wird gut! weiterlesen

die ZEIT: Reaktionen auf „die Rache aus dem Stall“

Viele Landwirte und auch Tierärzte empfanden die Titelstory der ZEIT vom letzten Donnerstag als sehr ungerecht und einseitig. An sehr vielen Stellen wurde zum Teil hitzig diskutiert.

Bei Facebook habe ich längst den Überblick verloren- so viele Diskussionsstränge wurden aufgemacht. Beeindruckend und letztlich auch ermutigend empfinde ich es, wenn dort in den Diskussionen viele selbstbewusste Landwirte auftreten und ihre Sicht der Dinge beschreiben. Alle ZEIT-Leser, die sich auch für die Kommentarspalten interessieren ahnen nun, dass hier vielleicht nicht ganz so objektiv gearbeitet wurde wie man das ansonsten möglicherweise gewohnt ist.

Stellvertretend habe ich diese Diskussion ausgewählt. Sabine Leopold, Landwirtschaftsjounalistin, entrüstet sich dort:

„Ich habe in meiner ganzen journalistischen Laufbahn keine so einseitige Berichterstattung, die sich jedes Gegenarguments mit Fleiß verschließt, erlebt. Nicht einmal Boulevard-Blätter arbeiten so tendenziös, zumindest aber können die sich nicht hinter einem Deckmantel der scheinbaren Seriösität verbergen. Wenn dort gehetzt wird, weiß man in der Regel, warum.“

Allerdings geht zwischenzeitlich die unausgewogene Berichterstattung im Hause ZEIT weiter: Bei ZEITonline wird ein konkreter Fall einer Patientin beschrieben und schon die Überschrift macht klar, dass die Sachlichkeit nicht im Vordergrund steht:
Zeit_online_margotgPatienten und Ärzte kämpfen also verzweifelt ums Leben, während die Tierhalter mittels Antibiotikamissbrauch multiresistente Keime züchten. Und dann wiegelt die böse Agrarlobby auch noch ab. – Einseitiger kann man doch ein so ernstes Thema gar nicht behandeln.
In diesem Feature bemerkt der aufmerksame Leser, dass die Krankenhaushygiene ein sehr wichtiger Faktor ist, wenn es darum geht, die resistenten Keime zu bekämpfen. Aber es soll wohl keine ganzheitliche Betrachtung geben, denn man lässt Gerd-Ludwig Meyer, Gründer der Ärzteinitiative gegen Massentierhaltung, Monsterschlachthöfe und MRSA, folgendermaßen zitieren:

In Großenkneten, knapp hundert Kilometer von seiner Heimat Nienburg entfernt, hat der Gemeinderat mit einem Grundsatzbeschluss den Weg für den Bau vieler neuer Stallanlagen für die Massentierhaltung geebnet. Es gab vier Gegenstimmen, doch die Kritiker hatten keine Chance gegen 28 Stimmen von CDU, SPD und FDP. Meyer ist fassungslos. „Entweder ich erstatte beim Staatsanwalt Anzeige wegen Körperverletzung…„, er überlegt, ob er es aussprechen soll, aber dann sagt er es doch: „…oder ich werde Terrorist„.

Problemlösung durch Selbstjustiz? Unglaublich. Es brannten bereits viele Ställe, so wird es keinen Dialog geben. Die vormals seriöse ZEIT hat offensichtlich kein Interesse an irgendeinem Dialog- immer mit dem Knüppel auf die Landwirtschaft…. ich bin traurig, verletzt und  bin schlichtweg entsetzt… und finde wieder nicht die richtigen Worte.
Am Ende des Features wird -nach Meinung der ZEIT- der CDU-Abgeordnete Franz-Josef Holzenkamp durch seine jahrelangen Verfehlungen als Lobbyist für die Massentierhaltung jetzt vom MRSA-Keim eingeholt. Sein Wahlkreis wird wie folgt beschrieben:

Südoldenburg in Niedersachsen, einem der Epizentren der deutschen Landwirtschaft. Nirgendwo in Deutschland sind die Auswüchse der industriellen Tierhaltung besser zu beobachten als in Holzenkamps Wahlkreis, wo über jeder Tür ein Kruzifix hängt und die Luft nach Schweinen und Gülle riecht.

Ist das Satire oder eine vorweggenommene negative Meinungsäußerung? Ich leite aus diesem Satz eine tiefe Geringschätzung bzw. Verachtung des Journalisten Autors gegenüber Holzenkamp speziell und Landwirten im Allgemeinen ab. Da konnte der MdB wohl sagen was er wollte, das Urteil war schon vorher gesprochen worden. Ein anderer Blickwinkel auf dieses tiefgründige Thema, Erkenntnisse von Holzenkamp werden hier abgebügelt und als „die böse Agrarlobby wiegelt ab“ abgetan.

twitter_logoAuch bei Twitter ging es zu diesem Thema hoch her. Sehr viele Tweets lassen sich unter dem Hashtag #dieRacheausdemStall nachlesen. So entwickelte sich am Sonntag eine Schlagabtausch zwischen Landwirten und Politikern bzw. ihren Mitarbeitern (u.a. Remmel und Künast). Diese höchst interessante Diskussion hat Rainer Winter dankenswerter Weise bei Storify zusammengetragen, so dass auch Surfer ohne Twitter-Account diese Diskussion nachlesen können.

Natürlich wurden auch diverse Stellungnahmen zum ZEIT-Titel verfasst:

http://www.massentierhaltung-aufgedeckt.de
http://www.landblogger.de
Faktencheck der ISN
http://www.topagrar.com
http://agrarmanager.agrarheute.com
sehr wissenschaftliche Hintergrundinfos und weiterführende Links bei AHO

Logo stallbesuch.de

Eine ganze Serie hat Thomas Wengenroth in Folge der ZEITberichte und ZEITzensur geschrieben- und zwar auf stallbesuch.de:
offener Brief | Vorhang zu, Fragen offen? | Nicht nur der Himmel ist derZEIT grau | Kurzgeschichte zur ZEIT | Chronologie zu ZEIT
und ganz wichtig –> Was sind multi-resistente Keime und wo kommen sie her?

Aber es gibt auch Lichtblicke: Es scheint so, als würde die tendenziöse Berichterstattung kippen und auch mal eine andere Perspektive eingenommen:
so sieht SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach „ein riesiges Problem bei der Hygiene“ in einem Interview mit der WAZ.
Und etwas überraschend für mich, kritisiert ausgerechnet die kritische taz die schlechte Recherche der Journalisten(?) von Correctiv, die für die ZEIT ermittelt haben.

Habe ich wichtige Kommentare und Stellungnahmen vergessen? Kein Problem- schreibt sie einfach in die Kommentarspalte!

später hinzugefügte Stellungnahmen:

  • offener Brief von Werner Schwarz, Bauernverband Schleswig-Holstein, an Di Lorenzo, Chefredakteur der ZEIT.