Agrarblogger Bernhard Barkmann vor der Tür des Bullenstalles, die mit einem großen Regenbogen verziert ist

Woher kommen die multiresistenten Keime?

Infografik zu Herkunft und Verbreitung multiresistenter Keime Quellen: BfR, BVL und RKI gefunden auf www.geflügel-thesen.de
Infografik zu Herkunft und Verbreitung multiresistenter Keime
Quellen: BfR, BVL und RKI gefunden auf www.geflügel-thesen.de

Auf der Internetseite Geflügel-Thesen.de habe ich eine ganz tolle und übersichtliche Infografik gefunden, die leicht verständlich erklärt, wo die resistenten Keime her kommen und wie sie verbreitet sind.
Im dazugehörigem Blogbeitrag heißt es:

In den Medien ist derzeit viel von multiresistenten Keimen die Rede. Oft wird in diesem Kontext auch ein Zusammenhang zwischen der Nutztierhaltung und der Entstehung von Antibiotikaresistenzen skizziert – zu Unrecht, wie eine Vielzahl aktueller Studien zeigt. Denn tatsächlich spielt die Tierhaltung hierbei eher eine Nebenrolle. So zeigt eine Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), dass multiresistente Keime des Typs MRSA („Methicillin-resistente Staphylococcus aureus“) ihren Ursprung nahezu ausschließlich in der Humanmedizin haben.

Auch ein Blick nach Niedersachsen, also dem Bundesland mit der höchsten Tierdichte in Deutschland, zeigt: Es gibt keinen erkennbaren Zusammenhang zwischen der Tierhaltung und dem Auftreten von MRSA-Fällen beim Menschen. Daten des Robert-Koch-Instituts belegen, dass die Landkreise mit viel Geflügel eine unterdurchschnittliche Anzahl an MRSA-Fällen pro Einwohner aufweisen. In Landkreisen mit wenig Tierhaltung ist die Zahl der MRSA-Fälle dagegen überdurchschnittlich hoch. Außerdem gilt, dass genauso wie Nutztiere oder Zugvögel auch Haustiere Träger von antibiotikaresistenten Keimen sein können. Laut einer Studie des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) sind beispielsweise Hunde und Pferde relativ häufiger mit antibiotikaresistenten Keimen besiedelt als Hähnchen.

Ich würde mich freuen, wenn diese Grafik verbreitet und geteilt werden würde. Lange, z.T. wissenschaftliche Texte werden nicht so häufig gelesen wie anschauliche und lehrreiche Grafiken.

Bernhard Barkmann

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