die Macht der Bilder

zum von Greenpeace beauftragten Rechtsgutachten zur Schweinehaltung in Deutschland

Heute Vormittag stellte –perfekt inszeniert– Greenpeace ein selbst beauftragtes Rechtsgutachten vor, das die aktuell verbreitete Schweinehaltung als illegal bezeichnete.

Um für dieses Gutachten zu werben, verwendete Greenpeace drastische Bilder , die offenbar nächtlich, bzw. bei schlechten Lichtverhältnissen (& illegal?) aufgenommen wurden. Es wird der Eindruck erweckt, die dargestellten Szenen würden die Normalität aus deutschen Schweineställen dokumentieren. Das kann ich als Schweinehalter aber ausschließen.

Das untere Bild habe ich der Facebookseite von Greenpeace entnommen. Hier soll wohl klar ein schwarz/weiß-Szenario konstruiert werden. Tenor: mit Stroh ist alles gut, Spaltenböden sind ganz schlecht. Ich behaupte, dass die Realität viel komplizierter ist. Konventionelle Tierhalter könnten sich hier an den Pranger gestellt fühlen, aber bestimmt will Greenpeace hier auch nur mit den Landwirten ins Gespräch kommen….

(c) Greenpeace-Facebookseite (Klick führt zum Artikel bei Facebook)

Auch auf twitter war die Bildauswahl nicht besser. Skandalisierung ist wohl das Motiv:

Wie manipulierend Bilder aus Ställen sein können, habe ich vor ein paar Wochen in diesem Blogpost beschrieben: Bilder können täuschen

Das dort verlinkte Video scheint Teil einer Serie zu sein. Es sind weitere Videos im selben Stil bei YouTube zu finden:

Konsequenz? Landwirte sollten ihre Ställe mehr und mehr selbstbewusst der Öffentlichkeit zugänglich machen.

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