Schlagwort-Archive: Greenpeace

Medienkritik, die Dritte!

Zu: 1 Thema, 3 Köpfe – „Du bist, was du isst – was Billigfleisch mit der Pandemie zu tun hat“

Es wird immer mehr zu einer kleinen Nebenbeschäftigung von mir, mich mit Sendungen in Funk und Fernsehen auseinanderzusetzen. Hier war ich zum Beispiel mal beim Bayerischen Rundfunk oder hier habe ich die Recherche des BR zu einem Tierschutzskandal analysiert.

Seitdem hätte ich alle paar Wochen wieder ein Thema gehabt, in dem mir schlechte Recherche, Subjektivität oder Parteinahme aufgefallen ist. Aber, wie ich auch dieses Mal wieder gesehen habe, macht es doch ziemlich viel Arbeit, sich mit einer Sendung oder auch einen Zeitungsartikel auseinanderzusetzen. Außerdem ist es oftmals zum Grünundblauärgern, so dass ich aus gesundheitlichen Gründen bestimmte Fernsehbeiträge oft gar nicht komplett anschaue.

Ein „Meinungspodcast“

Hier ist das anders. „1 Thema, 3 Köpfe“ ist ein Podcast von B5 aktuell, von dem ich glaube ich noch keine einzige Sendung versäumt habe. Ich brauche für meine eigene Meinungsbildung andere, fundierte Meinungen, und die finde ich hier. Im Gegensatz zu zum Beispiel „Augstein und Blome“ sind hier immer JournalistInnen am Mikro, die sich in der Thematik auskennen und quasi „vom Fach“ sind. Normalerweise moderieren Christine Auerbach oder Christian Orth den Podcast. Dieses Mal ist es Nina Landhofer, die mit ihren KollegInnen Birgit Frank und Thies Marsen über Bedingungen in Schlachthöfen, angebliches Billigfleisch und was das alles mit der Pandemie zu tun hat, diskutiert.

Ich gebe zu, manchmal sind mir die drei Diskutanten zu sehr einer Meinung und ich frage mich dann, ob man im BR keine Journalistin aufgetrieben hat, die vielleicht dem anderen Journalisten eine gegensätzliche Meinung entgegengebracht hätte. Bei dieser Sendung war Thies Marsen der „Fleischesser“ und Birgit Frank die Vegetarierin (seit 20 Jahren). Und da fängt es schon an: Fleischesser impliziert für mich das Bild eines Menschen, der den ganzen Tag nur Fleisch- und Wurstwaren in sich hineinstopft, was ja so nicht ist. Allesesser würde meiner Meinung nach hier besser passen.

Corona in Schlachthöfen

Zu anfangs geht es um die Coronafälle in den Schlachthöfen. Schuld daran sollen die – Zitat – „miserablen Arbeitsbedingungen“ sein. Hier muss ich gleich mal einhaken, denn es ist die Unterbringung, die an der Verbreitung des Virus großen Anteil hat. Meist eng zusammen in sehr einfachen Behausungen. Meist wird zusammen gekocht und gegessen. Ganz klar, dass es hier nicht einzuhalten war, dass jeder für sich bleibt, wie es wir „normalen“ Leute in unseren Wohnungen und Häusern gemacht haben. Ich bin ja immer noch auf der Suche, nach einer guten Reportage zu den vielen osteuropäischen Arbeitskräften, die mit Werksverträgen quasi überall in allen Bereichen unserer Wirtschaft arbeiten und dadurch eigentlich alle Verbraucher „schuld“ sind – auch Birgit Frank als Vegetarierin (wie sie ja auch zugibt mit „Ich kann nicht alle retten“). Ich will hier keine Beschönigungen („die wollen ganz billig wohnen, damit sie mit möglichst viel Geld wieder heim kommen“), aber auch keine Skandalisierung („die müssen hier arbeiten wie Sklaven“). Einfach ein ausgewogener Bericht. Links gerne in den Kommentaren!

Greenpeace-„Studie“

Nun kommt starker Tobak: Erst wird wieder dieser Schwachsinnspressemitteilung von Greenpeace zitiert, dass 90 % der Fleischwaren in Deutschland Billigfleisch aus Massentierhaltung sind. War es irgendwie verpflichtend, dass diese PM in allen Redaktionen Deutschlands aufgehängt werden musste, oder warum höre und lese ich diesen Satz gefühlt jeden Tag woanders? Greenpeace hat einfach die die Haltungsform-Kennzeichnung des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) mit den 4 Stufen genommen und Stufe 1 und 2 als Fleisch aus Massentierhaltung bezeichnet. Was vollkommener Blödsinn ist. Weil jeder Tierhalter in Stufe 1 ist, wenn er nicht gelabelt ist. Auch ein Biomilchviehhalter, der keine Biomolkerei für seine Biomilch findet wäre Stufe 1, wenn Milch ähnlich gelabelt wäre. Und ich bin auch Stufe 1, weil ich bei keinem Label mitmache. So einfach – eigentlich – nicht aber für deutsche Journalisten?

Dann wird von Thies Marsen behauptet, dass die Schweinepest zum ersten Mal vor 40 Jahren in den USA in der industriellen Schweinehaltung aufgetreten ist. Warum versuchen wir eigentlich seit Jahren die Deutschen zum Thema Afrikanische Schweinepest zu sensibilisieren. Da müsste doch jeder mitbekommen haben, das die Afrikanische Schweinepest in Wildschweinenbeständen in Osteuropa in unsere Richtung zieht und in Osteuropa vor allem Hinterhofschweinehaltungen betroffen sind, große Ställe aufgrund der dort herrschenden Hygiene dagegen eher selten. Auch die Europäische Schweinepest, die es in früheren Jahren oftmals gab, hat sich erst durch die Verfütterung von Speiseresten, meist auf kleinen Höfen, verbreitet.

Bei Ebola und Corona ist dann irgendwie auch die Massentierhaltung schuld, weil Kleinbauern durch Großbetriebe in die Urwälder getrieben werden, wo sie dann Wildtiere essen und dadurch diese Viren entstehen. Ja, so wirds gewesen sein…

„Einfach weniger Fleisch essen…“

Das Fazit ist immer das Gleiche: Weniger Fleisch essen schadet nie und geht ganz einfach und ist auch kein Verzicht, sagt Birgit Frank. Thies Marsen isst ja auch nur noch wenig Fleisch und wenn dann nur „gutes“ Fleisch. Bringt aber auch das Argument, dass Mitmenschen mit wenig Geld sich trotzdem immer noch Fleisch leisten sollten und er darum einer Verteuerung von Fleischprodukten skeptisch gegenüber steht. Dieses Argument gilt aber laut Birgit Frank nicht, weil es ja kein Verzicht ist, wenn man weniger Fleisch ist. Mir ging noch das Argument ab, dass man ja nur noch die Hälfte Fleisch essen kann und dafür doppelt so viel ausgeben kann und dadurch am Ende genauso viel Geld im Säckchen hat, was ja auch so nicht stimmt, weil man ja dann für die anderen Mahlzeiten vegetarische Zutaten kaufen muss, die bestimmt auch nicht günstiger sind, wie Fleisch.

Wodurch wir wieder am Anfang sind beim „Fleischesser“. Ich selber esse auch nicht übermäßig viel Fleisch, merke aber, dass, wenn ich mich zum Beispiel körperlich anstrenge, die Luft nach einem vegetarischen Mittagessen schneller raus ist, wie wenn ich einen Schweinsbraten gegessen habe. Fakt ist, dass immer weniger Menschen sich körperlich anstrengen müssen und darum eine energiereiche Nahrung so nicht mehr notwendig ist. Das wäre für mich der einzige Grund, weniger Fleisch zu essen. Tierschutz- oder Klimaschutzgründe sind für mich dagegen völliger Humbug, weil in Deutschland erzeugtes Fleisch zu 99 % zu höchsten Standards erzeugt wird und da ist es auch egal, ob es sogenanntes Billigfleisch ist, oder Fleisch vom Metzger aus regionaler Erzeugung.

Ferkel im Aufzuchtstall von Gerhard Langreiter

Meine Ferkel landen auch zum größten Teil später mal als „Billigfleisch“ in der Theke. Aber denen gehts genauso gut, wie denen, die mein Mäster direkt bei ihm auf dem Hof schlachtet. Und diese Milchmädchenrechnungen zum Klimakiller Fleisch wurden auch schon so oft widerlegt, dass ich es hier nicht noch ein mal ausbreiten will. Nur so viel: Man braucht für 1 kg Zuwachs beim Schwein ca. 3 kg Getreide und ich ernte 9000 kg von 10000 m2 – also 3000 kg Schweinefleisch vom Hektar. Ganz davon abgesehen, dass ich als kleiner Betrieb alles, was ich anbaue, verfüttere, müsste ein großer Betrieb erstmal schauen, ob er bei seiner Fruchtfolge zum Beispiel mit Kartoffeln oder Gemüse so viel Energie vom Hektar runterbringt, wie ich! Von irgendwelchen exotischen Früchten wie Avocado und deren Klimabilanz reden wir erst mal gar nicht.

Meinungen sind verfestigt

Ich will festhalten, was sich durch alle meine Artikel zu der Thematik zieht. Bestimmte Vorurteile und Meinungen zu Landwirtschaft und Tierhaltung haben sich in der deutschen Gesellschaft so verfestigt, dass es keinen mehr auffällt, wenn man in einem Nebensatz eine dieser Halbwahrheiten verbreitet.

Natürlich sollen wir Landwirte uns immer wieder hinterfragen, ob wir unsere Tiere richtig halten, ob wir unser Produktionsweise verändern sollten. Und ob wir zum Beispiel mit der angedachten Nutztierhaltungsstrategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums in die Richtung gehen, dass wir bei mehr Tierwohl, dass wir unseren Tieren bieten, Geld aus einer separaten Quelle bekommen, die mit dem „Markt“ nichts zu tun hat. Der Bayerische Bauernverband zum Beispiel hat sich intensiv mit Palmöl und deren Verfütterung in der Tierhaltung beschäftigt (was auch von Thies Marsen erwähnt wird) und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass man lieber auf einheimische, teurere Produkte setzen sollte. Ich möchte hier noch, da es ja in dem Podcast durch das Zitat von Robert Habeck („Tiere werden nur noch als Rohstoff betrachtet“) Thema war, das Buch von Christian Dürnberger „Ethik für die Landwirtschaft“ empfehlen. Wie zitiert Thies Marsen Theodor W. Adorno: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen. “ Egal ob Landwirte, Tierrechtler, Grünenpolitiker oder Journalisten, alle können aus diesem Buch etwas mitnehmen. Eine Rezension bzw. Zusammenfassung folgt demnächst!

Fazit:

Es wurde auch im Podcast von Nina Landhofer gesagt: Es ist komplex. Vegetarismus ist nicht unbedingt links, und Biohersteller wie Rapunzel neigen zur Weltverschwörung bei Corona. Leider kommt das bei der Dreierdiskussion zu selten rüber. Denn dann müsste man viel öfters raushören, dass Billigfleisch nichts mit einer Pandemie zu tun hat, sondern dass es zwei völlig verschiedene Themen sind. Wie Lars Fischer auf spektrum.de berichtet, sind Katzen hier um Einiges gefährlicher und es gibt sogar den Verdacht, dass Katzen in einem Altersheim Corona verbreitet haben. Wir in Deutschland haben leider oder zum Glück – das kommt auf das Einkommen und die Sichtweise an – günstige Nahrungsmittel. Dies aber führt nicht dazu, dass Bauern schlecht mit ihren Tieren umgehen. Dieses Fazit fehlt bei „1 Thema – 3 Köpfe“. Es fehlt der Focus auf den gewählten Titel. Stattdessen philosophiert man über Essen, Lebensentwürfe und Konsum. Eigentlich schade, denn ansonsten kann ich den Podcast uneingeschränkt empfehlen und ich werde ihn auch weiter regelmäßig verfolgen, immer mit dem Impuls, mitreden zu wollen. Aber per Blog geht’s ja auch!

Liebe Landwirtinnen und Landwirte, könnten Sie erklären, warum es offenbar inzwischen zwei Bauernorganisationen mit dem Namen "Land schafft Verbindung" gibt? Und vor allem: Was unterscheidet die beiden? Gibt es unterschiedliche Forderungen? Vielen Dank, schönen Sonntag!

Meine Einordnung von Land schafft Verbindung (LsV)

Die Journalistin Oda Lambrecht (NDR) fragte vor wenigen Tagen die Landwirte auf Twitter, warum zwei Bauernorganisationen namens „Land schafft Verbindung“ existieren würden.

Liebe Landwirtinnen und Landwirte, könnten Sie erklären, warum es offenbar inzwischen zwei Bauernorganisationen mit dem Namen "Land schafft Verbindung" gibt? Und vor allem: Was unterscheidet die beiden? Gibt es unterschiedliche Forderungen? Vielen Dank, schönen Sonntag!

Ich habe daraufhin mit meiner Einschätzung und Einordnung geantwortet. Das habe ich in einem kleinen Thread gemacht, weil das unmöglich in einem einzigen Tweet zu erklären ist. Diesen Thread veröffentliche ich hier im Blog aus aktuellem Anlass, denn die grüne Woche startet am Wochenende und parallel dazu fährt LsV wieder mit Traktoren in die Städte und setzt auch auf direktem Dialog mit der Bevölkerung.

soweit ich das mitbekommen habe, möchte eine LsV völlig unabhängig von Verbänden agieren und die andere steht Kooperationen und gegenseitige Hilfe offen gegenüber. Von außen betrachtet hat deshalb die "LsV Deutschland" in meinen Augen eine höhere Relevanz. (Thread)

Mein kleiner Twitter-Thread hier in Textform:

Soweit ich das mitbekommen habe, möchte eine LsV völlig unabhängig von Verbänden agieren und die andere steht Kooperationen und gegenseitige Hilfe offen gegenüber. Von außen betrachtet hat deshalb die „LsV Deutschland“ in meinen Augen eine höhere Relevanz.

Dagegen scheint „LsV original“ eher eine Fundamentalopposition zu sein. Das ist für mich einfach zu destruktiv und Null komma Null lösungsorientiert. Insgesamt schafft es LsV (und dann nenne ich beide, weil ich es selber nicht 100%ig auseinander halten kann) aber, die Protestbereitschaft hoch zu halten.

Das gelingt auch schon mal über polemisierende und radikalere Wortwahl in den Videobotschaften, die vorwiegend per WhatsApp geteilt werden. Da habe ich auch schon mal Bauchschmerzen, allerdings sind dann die großen Demos selber wirklich gesittet und geordnet verlaufen. Da sind sich offensichtlich alle Bauern bewusst, dass sie in der Öffentlichkeit stehen und ein anderes Verhalten kontraproduktiv wäre.

Was ich kritisch sehe: Viele NGOs wie AbL, Nabu, BUND, Greenpeace deuten die Bauernproteste für ihre Zwecke um. Ich finde das sehr perfide, weil die allermeisten Bauerndemonstranten NICHT deren Positionen teilen. Sie empfinden übrigens auch die @WirHabenEsSatt2 als Bauernbashing. Und noch kritischer sehe ich es, wenn Medienvertreter dieses Spiel willfährig mitspielen.

Was ich insgesamt an LsV noch wirklich gut finde: Diese Organisationen sorgen dafür, dass ganz viele Bäuerinnen und Bauern nun den Mut haben, sich in der Öffentlichkeitsarbeit einzusetzen. Am Ende muss die Politik einlenken und die Sorgen der Bauern ernst nehmen. Geschieht das nicht, dann sehe ich tatsächlich eine große Enttäuschung, die auch in eine Radikalisierung münden kann.

Die Bildung eines Arbeitskreises ist hier sicher nicht genug. Pauschalverurteilungen, Ideologie und Symbolpolitik müssen ein Ende haben!

(Thread Ende)


Meine Antwort kann hier im Blog ohne das Tracking von Twitter gelesen werden. Wem das nichts ausmacht, der kann gerne auch direkt bei dem Kurznachrichtendienst lesen, indem die Screenshots in diesem Beitrag angeklickt werden. Dort sind auch noch weitere Kommentare zu lesen.

#Bauernprotest

NGOpoly

von Sönke Hauschild

Meinungsmonopoly

Lasst uns das weltbekannte NGO-Spiel spielen: Meinungsmonopoly. Ach, wir spielen bereits? Haben wir Bauern gar nicht gemerkt! Aber tatsächlich: Die Straßen sind verteilt: Mühlenweg, Bäckergasse, Jägerweg, Fischereigang oder die Bauernhöfe sind unsere. Leider ist die Miete sehr niedrig. Denn auch wenn jeder bei uns wohnen will, so will doch niemand zahlen.

Spielschachtel mit der Aufschrift: "NGOpoly- Das Meinungsmonopoly"

Die glitzernde Hafencity dagegen gehört Greenpeace, in der reichen Bundesstadt Bonn sitzt der Tierschutzbund, die berühmte Charité-Strasse in Berlin hat der Nabu gekauft und die zentrale Kaiserin-Auguste-Allee gleich daneben der BUND. Kommt man auf diese Straßen, dann wird ein Ablass, fällig, der sich gewaschen hat! Ach, das nennt man auch Miete? Wussten wir nicht…

Die NGOs gewinnen

NGOpoly ist ein Spiel, bei dem mal die NGOs gewinnen, mal die Bauern verlieren. Es geht darum, auf möglichst teuren Grundstücken möglichst viele Meinungen zu bauen, um dafür möglichst viel Geld einzukassieren. Wir sind da leider schlecht aufgestellt. Alle anderen Mitspieler sind meinungsstärker. Wir haben dafür keine Zeit, dachten wir lange. Wir sind im falschen Spiel, vermuteten wir. Wir spielen nicht mit, beschlossen wir. Alles falsch. Aus diesem Spiel gibt es nur ein Entkommen: Indem man verliert.

Und das ist unser Weg: Wir ziehen mit unserer kleinen Spielfigur, der Schubkarre, und landen zuverlässig auf den teuren Pflastern dieser Erde: Wir zahlen in Bonn für den Tierschutz, in Hamburg für den Klimaschutz, in Berlin für den Naturschutz. Es sind prächtige Meinungen, die dort aufgebau(sch)t wurden. Aber seltsam: Warum zahlen die NGOS sich gegenseitig keine Miete?

Zur Kasse bitte

NGOpoly weiterlesen

Bäuerliche Landwirtschaft? Nicht mit uns!

Bäuerliche Landwirtschaft? Nicht mit uns! weiterlesen

Glyphosat: Desinformationskampagne ist gefährliche geistige Brandstiftung

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt erhält Morddrohungen- Höhepunkt und das Resultat einer jahrelangen Desinformationskampagne vieler NGOs und Politiker. Ich finde auch die Medienlandschaft sollte sich mal Gedanken machen, in wie weit sie auch zu dieser Eskalation beigetragen haben!

Empört Euch!

Es wird Zeit, sich darüber zu empören wie es beispielhaft Nadine Henke auf ihrer Facebookseite „Brokser Sauen“ gemacht hat!
Morddrohungen gegen Schmidt! Seid ihr stolz darauf, Grennpeace, Grüne und Campact?
Auch Wissenschaftler waren in der Vergangenheit Bedrohungen ausgesetzt, Forschungseinrichtungen wurden in Brand gesetzt. Wann wachen wir endlich auf?

geistige Brandstiftung durch Angstkampagnen und Öko-Populismus

Das ist geistige Brandstiftung, die da stattgefunden hat.
Lesenswert folgender Blogpost aus dem letzten Jahr:

Agitieren Wasserversorger gegen Bauern?

Der Bauernverband Schleswig-Holstein fordert auf seiner Facebookseite die mitlesenden Landwirte auf, sich persönlich bei ihren Wasserversorgern zu erkundigen und nachzufragen, wie es um die Qualität des Wassers stünde.
von Sönke Hauschild

Aufruf: Fragt nach! Es geht nicht nur um den guten Ruf der Landwirte, sondern um unser aller Wasser! (Siehe Fragenkatalog am Ende)

Wasserverbände fordern Gülle-Stopp!

Fake statt Fakten: Wasserversorger agitieren gegen ihre Versorger - die Bauern!
(c) bauern.sh

Deutsche Wasserverbände, oft von landwirtschaftlichen Vorständen geleitet, halten „die großindustrielle Agrarwirtschaft“ für eine Gefahr. „Jedes Jahr wird in Deutschland viel mehr Gülle auf den Feldern ausgebracht als Pflanzen und Böden aufnehmen können.
Wie kann das sein?

Agitieren Wasserversorger gegen Bauern? weiterlesen

Ode an das böse Bäuerlein*

Liebe Anita,

in dem hier verlinkten offenen Brief bzw. dem dazugehörigen Video behauptest Du, Ihr Landwirte seid Menschen.

Fast drei Jahre bin ich jetzt zum Thema konventionelle Landwirtschaft auf Sendung, bei Facebook, SPON, der SZ, der ARD; bei Greenpeace und dem BUND. Und wie sie alle heißen.

Liebe Anita,
werte Landwirte,

stellt Euch endlich den Tatsachen: Ihr seid Brunnenvergifter, Tierquäler und Umweltsünder. 80 Millionen Stadtbewohner, Stadtrandbewohner, SUV-Fahrer und Umweltschutz-Aktivisten sowie zahlreiche Politiker und viele Journalisten können einfach nicht irren.

Nanana, höre ich Protest? Müsst Ihr immer so kleinkariert Verbraucher- und Journalisten- und NGO- und Politikeraussagen zerpflücken? Und dann auch noch was von Ausbildung, Berufserfahrung und so hüsteln? Meinung und Haltung schlagen Expertise, Meinung und Haltung schlagen Tatsache, aber mit Schmackes. Isso. Dann Eure Proteste gegen die Bauernregel-Plakataktion von Ministerin Barbara Hendricks aus dem Bundesumweltministerium. Wie konntet Ihr nur so frech sein und Euch bis ins Mark verletzt fühlen? Landwirte haben keine Gefühle.

Ode an das böse Bäuerlein* weiterlesen

Schockbilder

Die heimlichen Aufnahmen von Greenpeace/PeTA und Animal Equality, die gestern in den Nachrichten bzw. bei SternTV gesendet wurden, thematisiert Dirk Fisser von der Neuen Osnabrücker Zeitung in der heutigen Ausgabe.

Dabei thematisiert er auch den Einbruch von PeTA in einem emsländischen Schweinestall. Betroffen ist die Familie eines Landwirts der voran geht und aktiv nach neuen innovativen Lösungen für die Schweinehaltung sucht, z.B. bei der Umsetzung des Kupierverzichts.

Man kann davon ausgehen, dass PeTA diesen Betrieb ganz gezielt ausgesucht hat. Sie haben aus diesem Vorzeigebetrieb unschöne Bilder entführen können und veröffentlicht. Ich sage meinen Stallbesuchern immer, dass im Stall eigentlich nie alles 100% i.O. ist und wenn man will, immer irgendwo ein unschönes Bild aufgenommen werden kann.

Ich würde mich freuen, wenn der niedersächsische Landwirtschaftsminister Meyer sich demonstrativ auch mal vor die Bauern stellt und sie in Schutz nimmt anstatt sein Klientel zu bedienen mit solchen Zitaten: Schockbilder weiterlesen

Greenpeace-Rechtsgutachten

Was mich am meisten ärgert: AbL

Im letzten Blogpost habe ich bereits über das Rechtsgutachten von Greenpeace zur Schweinehaltung berichtet. Hier zeigte ich auf, wie eng Greenpeace anscheinend mit Tierrechtlern bei der Erstellung dieses Gutachtens zusammengearbeitet hat.

Soweit so gut. Gut zu wissen. Ärgert mich aber nicht sonderlich.
Allerdings hat mich diese Pressemitteilung, die bei mir gestern um 10.29 Uhr in mein E-Mail-Postfach ankam, sehr geärgert:

Die AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft) unterstützt das Greenpeace-Rechtsgutachten? Warum? Wie kann man nur so der Mehrzahl der Berufskollegen in den Rücken fallen? Greenpeace-Rechtsgutachten weiterlesen

Doppelpass? Ein abgekartetes Spiel?

Rechtsgutachten zur Schweinehaltung: Macht Greenpeace mit Tierrechtlern gemeinsame Sache?

Greenpeace spielt anscheinend im Kampf gegen die Massentierhaltung mit PeTA & Co. Doppelpass

Das gestern von Greenpeace veröffentlichte juristische Gutachten ist ein weiterer Schlag gegen die konventionelle Schweinehaltung und somit auch mich und unserem Hof, schließlich mästen wir Schweine auf konventioneller Art und Weise.

Snapshot Facebookseite von Greenpeace. Im Bild zu sehen ist Anwältin Dr. Davina Bruhn

Im Gegensatz zur Bauernregelkampagne von Umweltministerin Hendricks hat mich aber diese Veröffentlichung des Gutachtens und die Berichterstattung drumherum nicht sonderlich mitgenommen. Es ist halt von Greenpeace- und die sagen ja nix Neues. Die wollen eh den bösen Massentierhaltern an den Kragen, jetzt wird also der juristische Weg versucht.

Aber natürlich hätte die Berichterstattung in vielen Medien etwas kritischer sein können. Kritischer gegenüber Greenpeace. Das war sie eigentlich nicht, denn nirgends wurde mal hinterfragt, wer dieses Gutachten schrieb? Gibt es da vielleicht aufschlussreiche Verbindungen im Hintergrund? 
Ja, die gibt es. Spielt aber wohl keine Rolle, denn Greenpeace genießt vermutlich eine riesen Glaubwürdigkeit bei Journalisten. Sind eben auch nur Menschen.

Wer ist denn eigentlich diese Rechtsanwältin, die dieses Gutachten verfasste und den Medienvertretern heute Rede und Antwort stand?
Dr. Davina Bruhn.

Bruhn steht PeTA sehr nahe und ist im Vorstand der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht. Nach Ansicht von Klaus Alfs, Tierrechtler-Experte, ein Doppelpass? Ein abgekartetes Spiel? weiterlesen