Grünes Wasser, grünes Licht, grüne Wärme

Wie im anderen Blogbeitrag erläutert, handelt es sich beim größten Teil des waterfootprints landwirtschaftlicher Produkte um sogenanntes „Grünes Wasser“. Also um Regenwasser, das sowieso fällt. Egal ob die dadurch wachsenden Pflanzen jetzt geerntet werden oder an Ort und Stelle verbleiben. Trotzdem wird dieses Wasser immer wieder als „verbraucht“ bezeichnet. So zum Beispiel HIER in diesem aktuellen Bericht zum heutigen Weltwassertag:

Snapshot

Das ist schlicht unwahr. In keiner einzigen Publikation der Vereinten Nationen ist die Rede von „used up“ water. Es wird lediglich von „used“ oder „needed“ geschrieben. Also gebraucht oder benötigt.

Die Futterpflanzen benötigen aber auch beispielsweise Sonnenlicht zum Wachsen. Ohne Sonne keine Assimilation und somit kein Wachstum. Man kann ganz genau ausrechnen, wie viel Licht für welches Massenwachstum benötigt wird. So, wie man auch genau ausrechnen kann, wie viel „Grünes“ Regenwasser die Pflanze braucht.

Gretchenfrage:
Wenn „Grünes Wasser“ VERbraucht ist… ist dann auch das benötigte Sonnenlicht verbraucht?
Und wie ist es mit der benötigten Wärme?


Anmerkung des Blogbetreibers: Auch auf Fleischprodukten kann man als Verbraucher aus Wasserschutzgründen beruhigt auf heimische Angebote zugreifen. Durch vegane Ernährung wird in Somalia kein Tropfen mehr zur Verfügung stehen.

Snapshot von WN.de

Über Jochen Böhrer

Jochen Böhrer bewirtschaftet einen viehlosen Marktfruchtbetrieb in der Nähe von Stuttgart und verbringt einen Teil seiner Freizeit in den arbeitsarmen Phasen mit der Öffentlichkeitsarbeit in sozialen Netzwerken.

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